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Veröffentlicht am 07.01.2025

The other girl

The other Girl
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Lois und Carly May sind 12, als sie in das Auto eines Mannes steigen. Der bringt sie zu einer Hütte im Wald und hält sie mehrere Wochen gefangen. Bei der Befreiung der Mädchen erschießt er sich. Die Eltern ...

Lois und Carly May sind 12, als sie in das Auto eines Mannes steigen. Der bringt sie zu einer Hütte im Wald und hält sie mehrere Wochen gefangen. Bei der Befreiung der Mädchen erschießt er sich. Die Eltern wollen nicht, dass beide Mädchen weiter miteinander Kontakt haben und so kommt es, dass sie viele Jahre nichts mehr voneinander hören.
20 Jahre später arbeitet Lois als Literaturprofessorin und hat unter Pseudonym ein Buch über die damaligen Geschehnisse geschrieben. Carly May nennt sich Chloe und ist eine eher unbedeutende Schauspielerin. Das Buch soll verfilmt werden und Chloe darin eine Polizistin spielen. So treffen sich beide wieder.

Das beste am Buch war für mich das Cover. Ansonsten war es eine einzige Enttäuschung. Was als tolle Story für einen Roman oder Thriller ausgehen könnte, versandet völlig in große Langeweile. Das erste Kapitel erzählt wechselseitig aus Sicht von Lois und Chloe Dabei wechseln sich nicht nur die Sichtweisen ab, es wird auch fröhlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her gewechselt und dabei auch Kleinigkeiten mehr als breiten Raum eingeräumt. Der 2. Teil ist ein großer Ausschnitt aus dem Buch von Lois, danach beginnen wieder diese Wechsel. Als wird lang und breit erzählt. Es kam mir vor wie ein Stück Blech, das nochmals und nochmals ausgewalzt wird und dabei immer dünner wird. Genau so war es hier. Die Geschichte wird immer dünner und ist komplett spannungslos. Falls doch mal ein spannender Moment aufflackert, stand für meine Begriffe die Autorin mit einer großen Gießkanne daneben, um diese Aufflackern sofort zu löschen. Das ganze wurde nur noch langweilig und ich musste mich schon nach 100 Seiten wirklich quälen und zwingen, das Buch zu Ende zu lesen. Für mich ein absoluter Fehlgriff.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Ab heute heiße ich Margo

Ab heute heiße ich Margo
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1936 in Stendal. Margarete lebt mit ihrer Schwester bei den Eltern, der Vater arbeitet und ist auch ein ziemlicher Familientyrann. Die Mutter Hausfrau. Margarete will eine Ausbildung im Büro in einem Fotogeschäft ...

1936 in Stendal. Margarete lebt mit ihrer Schwester bei den Eltern, der Vater arbeitet und ist auch ein ziemlicher Familientyrann. Die Mutter Hausfrau. Margarete will eine Ausbildung im Büro in einem Fotogeschäft machen und setzt das letztendlich auch durch. Sie schneidet sich die Haare kurz und versucht, selbständiger zu leben und will Margo genannt werden. Im Fotogeschäft lernt sie Helene kennen. Diese ist Fotografien und war im Spanien-Krieg. Beide verlieben sich in Alard. Das beendet ihre freundschaftliche Beziehung für lange Zeit. Helene kommt ins KZ und dort ins Bordell, Margo heiratet den Bruder einer Mitschülerin und geht während des Krieges nach Schlesien. Dort trifft sie Alard wieder und bekommt ein Kind von ihm. Sie erlebt nach dem Krieg Vertreibung, Vergewaltigung, trifft Helene wieder und verliert ihre Tochter. Doch damit ist die Geschichte nicht zu Ende, denn die Wege von Margo und Helene kreuzen sich immer wieder …
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist in 3 Teile gegliedert: 1936 bis Kriegsende, dann nach dem Krieg bis zur Wende und die Jahre nach der Wende. Wechselseitig erzählen Margo und Helene ihre Erlebnisse, später dann die Töchter und Enkeltöchter. Dadurch hat man einen jeweils anderen Blick auf das Geschehen. Margo geht in den Westen, Helene bleibt in der DDR. Beide Figuren sind nicht nur schwarz-weiß, beide Teile Deutschlands werden ebenfalls differenziert beschrieben. Das ist für meine Begriffe ein absoluter Vorteil dieses Buches. Margo ist anfangs sehr naiv, von den Nazis überzeugt und bekommt vieles nicht mit. Nach dem Krieg entwickelt sie sich eher in Richtung Karrierefrau, die auch wenig Rücksicht nimmt. Helene dagegen arbeitet für die Stasi und behält sich trotzdem ihre Zweifel. Beide Frauen sind nicht durchweg sympathisch, aber trotzdem hat man Verständnis für viele ihrer Entscheidungen.
Dazu kommt noch, dass das Buch von Stil her sehr gut lesbar ist. Je nach Alter hat man viele eigene Erinnerungen an die Zeit und erkennt sich auch wieder.
Unabhängig davon ist es außerdem noch eine großartige Familien- und Zeitgeschichte.
Ich kann das Buch nur uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Die Birken wissen's noch

Die Birken wissen's noch
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Edvard lebt zusammen mit seinem Großvater Sverre hoch in Norwegen auf einem einsamen Hof in der Nähe eines kleinen Ortes. Sie sind eher Außenseiter im Ort, denn der Großvater hat während des II. Weltkrieges ...

Edvard lebt zusammen mit seinem Großvater Sverre hoch in Norwegen auf einem einsamen Hof in der Nähe eines kleinen Ortes. Sie sind eher Außenseiter im Ort, denn der Großvater hat während des II. Weltkrieges auf Seiten der Deutschen gekämpft und das haben die Menschen nicht vergessen. Die Eltern von Edvard starben, als er 3 Jahre alt war. Er hat fast keine Erinnerungen mehr an sie und der Großvater hat kaum darüber gesprochen. Und den Tod wurde ein großes Geheimnis gemacht. Als der Großvater stirbt, entdeckt Edvard, dass der Großvater noch einen Bruder Einar hatte, der angeblich auch schon im Krieg gestorben ist. Statt dessen lebte er aber noch weiter und wurde nie erwähnt. Immer mehr Geheimnisse entdeckt Edvard und so macht er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und entdeckt viel überraschendes.

Das Buch hat mir gut gefallen. Zuerst einmal hat es ein wunderbares und sehr hochwertiges Cover, das gut zum Inhalt passt. Die ersten 100 Seiten habe ich mich ein bißchen gequält. Der Autor beschreibt alle Details sehr sehr ausführlich und ich kam in die Geschichte schwer rein. Doch dann wurde es von Seite zu Seite immer besser und die Familiengeschichte vermischt sich mit den Geschehnissen im I. und II. Weltkrieg. Die Figur von Edvard ist sehr widersprüchlich und das kommt gut rüber. Mit ihm zusammen entdeckt man die ganze Geschichte, die erst einfach zu sein scheint, aber immer mehr und mehr vielschichtiger wird und am Ende eine Überraschung birgt. Eine ganz tolle Geschichte.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Der letzte Pilger

Der letzte Pilger
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In der Nähe von Oslo werden im Wald die Skelette von 2 Erwachsenen und einem Kind gefunden. Kurz darauf wird ein alter Mann bestialisch ermordet. Er war im II. Weltkrieg ein anerkannter Widerstandskämpfer. ...

In der Nähe von Oslo werden im Wald die Skelette von 2 Erwachsenen und einem Kind gefunden. Kurz darauf wird ein alter Mann bestialisch ermordet. Er war im II. Weltkrieg ein anerkannter Widerstandskämpfer. Der Kommissar Tommy Bergmann beginnt mit den Ermittlungen. Im Verlaufe deren hat er das Gefühl das beide Fälle miteinander verknüpft sind. Doch damit steht er allein da, niemand glaubt ihm, bis er mehr und mehr – auch durch Recherchen in Schweden und Berlin – Zusammenhänge aufdeckt und ermittelt, was niemand glauben kann und will ..

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Anfangs war es ein wenig schwierig. Durch den Wechsel von Vergangenheit (1943) und Gegenwart kamen sehr viele Personen vor und man musste gut aufpassen, um alle Zusammenhänge zu verstehen. Im Verlaufe des Buches kam man mehr und mehr dahinter, wer welche Rolle spielt und wer hinter den Decknamen stand. Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass Tommy Bergmann ein Privatleben haben durfte, das aber nicht zu sehr im Vordergrund stand. So konnte man sich auf die Ermittlungen und auf die Geschehnisse während des II. Weltkrieges konzentrieren. Das Ende barg dann doch einige Überraschungen. Der Autor hat mich mit dem Debüt angenehm überrascht. Der Stil ist direkt und klar. Die Beschreibungen der Nebensächlichkeiten hielten sich zurück, es ging immer um die handelnden Personen und die Spannung hielt sich das ganze Buch über.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Die Strömung

Die Strömung
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Im schwedischen Schonen wird ein kleines Mädchen beim Spielen im Sandkasten ermordet. Scheinbar gibt es kein Motiv- außer, dass es adoptiert und dunkelhäutig ist. Die Ermittler kommen nicht recht voran. ...

Im schwedischen Schonen wird ein kleines Mädchen beim Spielen im Sandkasten ermordet. Scheinbar gibt es kein Motiv- außer, dass es adoptiert und dunkelhäutig ist. Die Ermittler kommen nicht recht voran. Bis ein paar Tage später ein weiterer Mord passiert. Zwar weit entfernt, doch es ist wieder ein Kind, das auf die gleiche Weise ums Leben kommt. Dieses Mal zwar ein Junge, aber wieder mit ausländischen Wurzeln. Jetzt konzentrieren sich die Ermittlungen auf eine Gruppe von Leuten, die stark die Gedanken der Nazis umsetzen wollen…

Mir hat das Buch gut gefallen. Die Autoren sind in meinen Augen besser geworden im Vergleich zu den beiden Vorgängern. Hier fand ich die Handlung direkter, die Ermittlungen machten nicht so viele Umwege, die Spannung war durchweg vorhanden. Vor allem, als neben den aktuellen rechtsgerichteten Strömungen auf einmal noch ganz andere Sachen ins Spiel kamen. Die Hauptfiguren der früheren Bücher waren wieder dabei und konnten sich weiter entwickeln. Die Auflösung halte ich für richtig gut gelungen.

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