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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2025

Nicht schlecht, aber

Glücksmädchen
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Ellen Tamm ist Reporterin bei einer Zeitung. Als ein kleines Mädchen - Lycke - verschwindet, bekommt sie von ihrem Chef den Auftrag, diesen Fall zu recherchieren. Für Ellen ist das besonders schwer, denn ...

Ellen Tamm ist Reporterin bei einer Zeitung. Als ein kleines Mädchen - Lycke - verschwindet, bekommt sie von ihrem Chef den Auftrag, diesen Fall zu recherchieren. Für Ellen ist das besonders schwer, denn ihre Zwillingsschwester ist im gleichen Alter gestorben, in dem Lycke jetzt ist. Bei den Recherchen hat Ellen eine eigene Theorie. Dann erhält sie auch noch Drohungen und Bilder aus der Vergangenheit…

Das Buch ist nicht schlecht und lässt sich gut lesen. Es gibt mehrere Verdächtige und bis zum Ende hatte ich keine wirkliche Ahnung. Trotzdem fehlte mir für einen Thriller die Spannung. Irgendwie plätscherte alles dahin. Die Personen blieben zum Teil sehr flach, zum Teil auch nicht sehr glaubwürdig. Irgendwie hat mich die Handlung nicht gelangweilt, aber auch nicht wirklich mitgerissen.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Gelungen

Betrunkene Bäume
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Erich ist über 80 und lebt allein in seiner Wohnung. Seine Tochter hat wenig Zeit für ihn und beschafft ihm eine Haushaltshelferin, denn ins Heim will er nicht. Dabei kommt Erich allein nicht mehr zurecht, ...

Erich ist über 80 und lebt allein in seiner Wohnung. Seine Tochter hat wenig Zeit für ihn und beschafft ihm eine Haushaltshelferin, denn ins Heim will er nicht. Dabei kommt Erich allein nicht mehr zurecht, er sieht kaum noch etwas, kann schlecht laufen und ist schwach. Trotzdem will er weiter autark bleiben und auch noch wissenschaftlich tätig sein, zumindest helfen. Seine große Liebe gehört seiner Frau und den Bäumen, besonders den in Sibirien.
Katharina ist von zu Hause aufgerissen und wird mehr zufällig Erichs Nachbarin. Die beiden kommen sich näher …

Mir hat das Buch gut gefallen. Es lässt sich flüssig Lesern, ist oft gewollt oder ungewollt humorvoll. Dabei ist es eher ein ruhiges Buch. Man bekommt Mitgefühl mit Erich, andererseits versteht man auch seine Tochter. Ganz behutsam öffnet er sich Katharina und erzählt seine Geschichte. Und Katharina lernt viel und wird an seiner Seite ein ganzes Stück erwachsener.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Humor mit Tiefgang

Billy the Beast. Ein Traum von einem Tiger
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Bert ist 16 und wiegt 101 kg. Damit gilt er zwar in der Familie väterlicherseits noch als Leichtgewicht, aber er selbst ist nicht glücklich. In der Schule wird er gemobbt und schikaniert, Freundin hat ...

Bert ist 16 und wiegt 101 kg. Damit gilt er zwar in der Familie väterlicherseits noch als Leichtgewicht, aber er selbst ist nicht glücklich. In der Schule wird er gemobbt und schikaniert, Freundin hat er keine. Seine Hobbys sind Essen und „Wer wird Millionär“-Gucken.
Um sich Geld zu verdienen, nimmt er einen Job als Maskottchen „Billy - der Tiger“ bei einer Eishockeymannschaft an und auf einmal beginnt er dadurch eher unfreiwillig abzunehmen...

Ich würde das Buch zwar eher als Jugendbuch einordnen. Trotzdem hat mir das Lesen viel Spaß gemacht. Man kann Bert verstehen, die vielen familiären Probleme mit der Mutter, dem geschiedenen Vater und seiner Verwandtschaft und vor allem in der Schule. So hat er sich mit dem Essen Ersatz beschafft. Erst durch das langsame Abnehmen und seine Arbeit bekommt er ein klein wenig Selbstbewusstsein. Mir hat der Humor in dem Buch sehr gefallen. Und auch, dass sich über Bert nicht lustig gemacht wurde. Die Probleme wurden real beschrieben, auch das langsame Abnehmen mit den vielen Rückschlägen. Und auch dass mit weniger Kilos nicht automatisch alle Probleme verschwinden. Das Buch macht auf witzige Art klar, dass sich der Kampf um eigene Ziele lohnt.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Gut lesbar

Meer Liebe auf Sylt
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Henriette ist Chefredakteurin einer Frauenzeitschrift und Geschäftsfrau durch und durch. In ihrer Ehe läuft es eher ruhig, doch damit hat sie sich abgefunden. Von ihrer Tochter Alexandra eingeladen, verbringt ...

Henriette ist Chefredakteurin einer Frauenzeitschrift und Geschäftsfrau durch und durch. In ihrer Ehe läuft es eher ruhig, doch damit hat sie sich abgefunden. Von ihrer Tochter Alexandra eingeladen, verbringt sie ein paar Tage auf Sylt, um den 2. Geburtstag ihrer Enkelin Emma zu feiern. Alles könnte so schön sein, wenn da nicht auch Emmas 2. Oma Ulla kommen würde. Sie ist Esoterikerin, Veganerin und Weltverbesserin und beide Frauen kommen überhaupt nicht miteinander zurecht. Dann fliegt Alexandra nach New York, da sie glaubt, dass ihr Mann dort fremdgeht. Und die beiden Omas müssen nun mit Emma allein klarkommen ...

Das Buch lässt sich gut lesen. Der Witz entsteht vor allem wegen den so gegensätzlichen beiden Omas, wobei hier Ulla deutlich schrulliger beschrieben wird. Logischerweise geschieht in dem Buchgenre dann bald eine Annäherung. Mir ein bisschen zu viel war dann auch noch Henriettes 2. Tochter Jana mit ihren Problemen. Sozusagen bei keiner der Frauen lief es normal bzw. glatt. Zum Glück wird vermieden, dass am Ende alles heile Welt ist.
Ich habe das Buch an einem Abend gelesen, mit gut 260 Seiten ist es auch nicht so dick. Und es verlangt auch kein größeres Nachdenken. Aber es ist eine gelungene Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Ganz stark

Das Brombeerzimmer
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Nora verlor vor einem Jahr ihren Ehemann und trauert immer noch stark um ihn. Jeden Sonntag macht sie neue Marmelade, inzwischen steht im Arbeitszimmer eine große Pyramide. Mehr durch Zufall bekommt sie ...

Nora verlor vor einem Jahr ihren Ehemann und trauert immer noch stark um ihn. Jeden Sonntag macht sie neue Marmelade, inzwischen steht im Arbeitszimmer eine große Pyramide. Mehr durch Zufall bekommt sie Kontakt zu der Großtante ihres Mannes und fährt nach Mecklenburg-Vorpommern. Klara ist aufgrund eines Unfalls im Pflegeheim, doch Nora holt sie nach Hause in das kleine Dorf. Dort erwarten sie viele neue Marmeladen und einige Überraschungen …

Ich finde das Buch ganz stark und gelungen. Ich selbst musste leider die gleiche Erfahrung wie Nora machen und auch wenn jeder anders trauert, die Beschreibung von Noras Trauer ist absolut echt und nachvollziehbar. Ganz zart geschrieben, zu Tränen rührend und trotzdem nicht kitschig. Auch der weitere Verlauf des Buches mit den Erlebnissen bei Klara schafft immer die Balance zwischen wunderbarer Beschreibung (der Marmeladen, aber auch der Landschaft und der Menschen), guter Unterhaltung und trotzdem Tiefgang ohne Zeigefinger. Die Rezepte machten sofort Appetit und ich empfand sie als wundervolle Zugabe. Ein wenig bedauert habe ich das für mich etwas abrupte Ende, aber vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung? Freuen würde es mich auf jeden Fall. Die liebenswerten Menschen vermisse ich jetzt schon und es könnte noch so viel passieren. Bis hoffentlich dahin kann ich das Buch nur uneingeschränkt empfehlen.

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