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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2025

macht Spaß

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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Das Buch hat so Spaß gemacht und ich hatte ein bisschen "Email für dich" - Vibes.
Naomi und Luca sind seit der 5. Klasse in eine erbitterte Brief "Feindschaft" verwickelt und werfen sich die fiesesten ...

Das Buch hat so Spaß gemacht und ich hatte ein bisschen "Email für dich" - Vibes.
Naomi und Luca sind seit der 5. Klasse in eine erbitterte Brief "Feindschaft" verwickelt und werfen sich die fiesesten Sachen schriftlich an den Kopf. Getroffen haben sie sich nie, aber natürlich knistert es schon ein bisschen ;).
Ich fands herrlich. Die beiden haben so einen fiesen Schlagabtausch, dass es schon wieder komisch ist. Der Schreibstil ist humorvoll, leicht und ziemlich frech. Wir wechseln immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart und können so die Entwicklung der Charaktere schön miterleben. Lucas Gemeinheiten beruhen vor allem auf einem kindlichen Schmerz, den man gut nachvollziehen kann. Naomi ist nicht nur mit Brieffreund Luca in Kontakt, sondern lernt auch ihren Nachbarn Jake immer besser kennen und ich finde diese Begegnungen sehr schön ausgearbeitet. Beide Charaktere sind unheimlich sympathisch und ergänzen sich wunderbar. Eine erfrischende RomCom fürs Wochenende!

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Veröffentlicht am 21.02.2025

nicht so spannend wie erhofft

Dark Cinderella
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Nachdem mich Bilder von diesem Buch auf Social Media geradezu überschwemmt haben, konnte ich nicht länger widerstehen und musste es auch lesen.

Leider bin ich nicht ganz so euphorisch, wie andere Leser*innen. ...

Nachdem mich Bilder von diesem Buch auf Social Media geradezu überschwemmt haben, konnte ich nicht länger widerstehen und musste es auch lesen.

Leider bin ich nicht ganz so euphorisch, wie andere Leser*innen. Mir haben Schreibstil und das royale Setting super gefallen. Es war flott und humorvoll zu lesen und auch die Charaktere waren ganz sympathisch. Die Liebesgeschichte und auch die Problemthemen waren schön mit in die Handlung eingebaut, nahmen aber der verschollenen Freundin den Raum.

Was mir aber gefehlt hat, war der Suspense-Anteil. Ich finde Sofia verliert ihr Ziel, ihre Freundin Alva zu finden, völlig aus dem Fokus und kommt mit ihren Ermittlungen einfach nicht weiter. Das einzige, das noch an die Freundin erinnert ist hin und wieder eine SMS an die Privatermittlerin. Aber das war mir einfach nicht genug und Sofia war dadurch als Charakter nicht nachvollziehbar für mich. So doll kann der Prinz ihr doch nicht den Kopf verdrehen? Erst auf den letzten paar Seiten wird es wirklich spannend. Was mich nun auf Band 2 hoffen lässt.

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Veröffentlicht am 13.02.2025

positiv überrascht

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Für Elijah fühlt es sich wie Scheitern an, als er nach Jahren in seine verschlafene Heimatstadt Point Orchard zurückkehrt. Ausgezogen, um einen Bestseller zu schreiben, hat er nach all den Jahren nur ein ...

Für Elijah fühlt es sich wie Scheitern an, als er nach Jahren in seine verschlafene Heimatstadt Point Orchard zurückkehrt. Ausgezogen, um einen Bestseller zu schreiben, hat er nach all den Jahren nur ein geflopptes Buch vorzuweisen. Seine Jugendliebe Nakita hat er damals verlassen um seinen großen Träumen hinterherzujagen und bereut es nun. Langsam versucht sich Elijah wieder in die Gemeinschaft einzufinden und auch Nakita näher zu kommen. Doch ein Verbrechen in der sonst so beschaulichen Kleinstadt rückt Elijah in den Fokus der Ermittlungen.

Middletide hat mich positiv überrascht. Sarah Crouch hat mich mit ihrer unaufgeregten und gleichzeitig aber sehr feinfühligen Erzählweise beeindruckt. Protagonist Elijah ist nicht immer ein sympathischer Charakter, aber er entwickelt eine tiefe Verbundenheit zur Natur und seiner Heimat und die konnte man auf jeder Seite spüren.
Der Kriminalfall selbst nimmt weniger Raum ein, als ich zunächst vermutet habe. Er ist eher eine Randbedingung und auch relativ schnell durchschaubar. Der Fokus liegt eher auf dem Beziehungsgeflecht und der Entwicklung der Charaktere, die zu dem Verbrechen geführt haben. Der Fall ist sehr geschickt in die Geschichte eingeflochten. Durch Zeitsprünge sind wir beim Lesen den Protagonisten immer einen Schritt voraus und erfahren die genauen Begebenheiten, die zum Ermittlungsstand geführt haben, dann immer erst in den folgenden Kapiteln.

Alles in allem ein ruhiger aber berührender Spannungsroman, der mir wirklich gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

düstere slow-burn fantasy

Revenant Games – Spiel auf Leben und Tod
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Ihr mögt blutrünstige Vampire, grausame Hexen und selbstlose Helden? Dann könnte Revenant Games genau das richtige Buch für euch sein.

Zwischen dem Land der Hexen und dem der Vampire liegt das Ödland. ...

Ihr mögt blutrünstige Vampire, grausame Hexen und selbstlose Helden? Dann könnte Revenant Games genau das richtige Buch für euch sein.

Zwischen dem Land der Hexen und dem der Vampire liegt das Ödland. Hier leben die Menschen in bitterer Armut zwischen den verfeindeten Parteien. Blut ist die einzige Währung, die den Menschen ihr Überleben sichert, denn sowohl Vampire als auch Hexen benötigen menschliches Blut für ihre übernatürlichen Fähigkeiten. Einmal im Jahr finden jedoch die gefährlichen Revenant Games statt, in denen ein Mensch durch den Gewinn der Spiele zum Vampir aufsteigen oder durch die Macht der Hexen einen geliebten Menschen von den Toten zu auferstehen lassen kann.
Bly hat gleich zwei Gründe ihr Leben bei den Spielen zu riskieren. Sie will ihre Schwester von den Toten erwecken und ihren besten Freund von einem Todesfluch befreien. Doch dann stellt ausgerechnet ein Vampir ihren Entschluss auf die Probe.

Die Konstellation zwischen verfeindeten Hexen und Vampiren und den Menschen, die versuchen es beiden überlegenen Völkern recht zu machen, bietet viel Potential für eine rasante Gameshow. Doch der Fokus lag für mein Empfinden nicht auf dem Spiel, das ich mir tatsächlich etwas abwechslungsreicher vorgestellt hätte, sondern eher auf der emotionalen Entwicklung der Charaktere. Denn ein Spiel das auf Intrigen, Verrat und Mord basiert, macht natürlich etwas mit einer Freundschaft oder Beziehung. Die Mitspieler müssen sich immer wieder die Frage stellen, wie weit jeder Einzelne bereit ist, für den Preis zu gehen. Bly ist eine mutige Protagonistin, die sich moralisch gesehen auch hin und wieder in einer Grauzone bewegt. Doch sie wägt ihre Gründe immer ab und entscheidet sich so auch mal für den schwereren Weg. Während der Spiele wird Bly von Emerson unterstützt, der verglichen zu ihr leider ein bisschen farblos bleibt. Der Vampir Kerrigan hingegen hat etwas mehr Tiefe, auch wenn seine Beweggründe lange undurchschaubar bleiben. Die Dynamik zwischen den Dreien fand ich sehr interessant und es war spannend zu lesen, wie sich ihre Beziehung langsam verändert. Wir erleben hier eine schöne slow-Burn Romanze, auf deren Entwicklung in Band 2 ich sehr gespannt bin. So gut mir auch die emotionale Seite der Geschichte gefallen hat, blieb die Handlung selbst etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Ich hatte das Gefühl, dass wichtige Passagen teils sehr schnell abgehandelt wurden, sodass mir Hintergrundwissen verloren ging und ich dachte etwas überlesen zu haben.
Alles in allem bietet Revenant Games ein atmosphärisches und düsteres Lesevergnügen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die im Sommer erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

nicht wie erwartet

The Tearsmith
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Nica und Rigel sind beide in einem Heim aufgewachsen. Nica hat ihre Eltern früh verloren und wird mit ihrem Herz für kleine Krabbeltiere schnell als Außenseiterin abgestempelt. Rigel durfte seine Eltern ...

Nica und Rigel sind beide in einem Heim aufgewachsen. Nica hat ihre Eltern früh verloren und wird mit ihrem Herz für kleine Krabbeltiere schnell als Außenseiterin abgestempelt. Rigel durfte seine Eltern nie kennen lernen und kämpft seit seiner Kindheit mit dem Gefühl von niemandem gewollt zu sein. Im Heim lebt Nica in ständiger Angst von Rigel drangsaliert zu werden. Als Nica schon beinahe volljährig ist, geht ihr größter Wunsch in Erfüllung: Eine Familie möchte sie bei sich aufnehmen und adoptieren, der Haken dabei: auch Rigel wird Teil ihres neuen Lebens sein und könnte alles zu Nichte machen, wenn Nica es nicht schafft einen Zugang zu ihm zu finden.

Die Handlung wird aus den Perspektiven der beiden Protagonisten erzählt, was einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt und die Hintergründe der Beiden ermöglicht. Währen Nica für ihr Alter eher naiv und unsicher wirkt, aber mit der Zeit lernt, sich in ihre neue Umgebung einzufinden und zu wachsen, ist Rigel die meiste Zeit über wütend und verletzend. Er stößt Nica immer wieder von sich und ist sehr unnahbar. Leider war er zeitweise so dramatisch und verbohrt, dass ich ihn nicht für glaubwürdig halten konnte. Viel sympathischer waren mir die Nebencharaktere, besonders Nicas neue Freundinnen, die ihr helfen sich zurecht zu finden und auch ihre neuen Eltern sind wirklich liebenswürdig. Insgesamt ist Nicas und Rigels Geschichte sehr düster und emotional. Es werden bedrückende Aspekte wie eine traumatische Kindheit thematisiert und natürlich wie die beiden damit umzugehen zu versuchen. Leider wiederholen sich auf den knapp 700 Seiten bestimmte Abläufe und Dialoge, sodass es gerade in der ersten Buchhälfte etwas langatmig zu lesen war. Ich war auch durch die Bezeichnung „mystery Romance“ und die einleitende Legende über den Tränenmacher zu Beginn auch völlig auf dem falschen Dampfer und hatte eine ganz andere Erwartung an das Buch. Ich habe immerzu gerätselt, ob Rigel nun noch übernatürliche Fähigkeiten entwickelt und sich als der Tränenmacher herausstellt – aber tja mysteriös war nun letztendlich nicht. Insgesamt fand ich es aber eine schöne, düstere Liebesgeschichte mit starker Charakterentwicklung und wirklich gut zu lesen.

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