Meine Meinung:
Eigentlich wollte der Erzähler mit der Familie in Urlaub fahren, doch dann liegt er mit einer Sepsis in der Klinik und ringt um sein Leben. Als er wieder halbwegs auf den Beinen ist, beginnt ...
Meine Meinung:
Eigentlich wollte der Erzähler mit der Familie in Urlaub fahren, doch dann liegt er mit einer Sepsis in der Klinik und ringt um sein Leben. Als er wieder halbwegs auf den Beinen ist, beginnt er sein Leben anders zu sehen, kleine Momente des Glücks anders wahrzunehmen und Dinge nicht mehr auf später zu verschieben.
Mir hat dieses leise Buch wieder sehr gut gefallen. Der Autor regt die Leser:innen an, doch selbst kurz innezuhalten und etwas Geschwindigkeit aus dem Leben zu nehmen. Und vielleicht auch Dinge zu tun, die man sonst gerne auf später verschieben würde, weil dann ja noch Zeit ist. Aber oft ist später eben keine Zeit mehr. Man sollte sein Leben jetzt leben und nicht irgendwann später.
Alles in allem ein schönes Buch für zwischendurch, dass einen kurz innehalten lässt.
China im 14. Jahrhundert. Mädchen sind nichts wert in einem Land das von Männern regiert wird. Als Vater und Bruder nach einem Banditenüberfall tot sind, entschließt sich die überlebende Schwester das ...
China im 14. Jahrhundert. Mädchen sind nichts wert in einem Land das von Männern regiert wird. Als Vater und Bruder nach einem Banditenüberfall tot sind, entschließt sich die überlebende Schwester das Schicksal des Bruders anzunehmen. Sie geht in ein Kloster und wird am Ende der Anführer der Rebellen gegen die mongolischen Herrscher.
Die Autorin nimmt hier die Geschichte von Zhu Yuanzhang, dem Gründer der Ming-Dynastie, auf und erzählt sie aus einem anderen Blickwinkel neu. Ein namenloses Mädchen übernimmt das vorgesagte große Schicksal des Bruders um ihrer Bedeutungslosigkeit zu entkommen. So schafft sie es sich in einem Kloster durchzuschlagen, ohne ihre Identität preiszugeben. Und später auch allen politischen Intrigen zu entkommen und als Anführer die herrschenden Mongolen zu vertreiben.
Das Buch ist wirklich schön geschrieben. Ich konnte mir das Setting gut vorstellen, auch wenn es fremd wirkt. Die Schicksalsgläubigkeit der Menschen und der Glaube an Geister, die die Menschen begleiten, war anfangs etwas ungewohnt, verstärken aber auch das Gefühl, eigentlich einen Fantasy Roman zu lesen. Der queere Ansatz, der sich im Laufe der Geschichte ergibt, hat mir sehr gut gefallen.
Ich kann das Buch empfehlen. Man kann gut in die Geschichte eintauchen, auch wenn es natürlich ein wenig mehr Vorstellungskraft braucht, wenn man sich mit der chinesischen Kultur nicht so gut auskennt.
Catharina, Suzanne und Azadeh sind Freundinnen seit der gemeinsamen Internatszeit. Azadeh ist iranische Filmemacherin, Suzanne belgische Journalistin und Catharina deutsche Politikerin. Vor allem Catharinas ...
Catharina, Suzanne und Azadeh sind Freundinnen seit der gemeinsamen Internatszeit. Azadeh ist iranische Filmemacherin, Suzanne belgische Journalistin und Catharina deutsche Politikerin. Vor allem Catharinas Weg steht im Fokus dieses Buches, sie ist die Frau der Stunde. Als sich ihr Parteikollege in einem privaten Skandal verstrickt wird sie die erste deutsche Außenministerin und das Ende der siebziger Jahre.
So begleiten wir sie durch die ersten Monate ihrer Amtszeit und nebenbei auch die iranische Revolution, wenn wir Azadeh in ihr Heimatland begleiten. Hier wird besonders die Rolle der Frauen in der Revolution beleuchtet und auch der Beginn ihrer sofortigen Unterdrückung nach der Flucht des Shahs.
Mir hat das Buch an sich recht gut gefallen. Anfangs war es etwas schwierig ins Buch zu kommen, aber wenn man alle Beteiligten kennengelernt hat, war es schön sie zu begleiten. Die Autorin schildert die gesellschaftliche Situation und gerade die Stellung der Frau in dieser Zeit wirklich gut. Auch insgesamt spürt man das, was die siebziger Jahre so ausmacht. Pril Blumen, Ernte 23 und dauerrauchende Menschen, sowie die abschätzige Behandlung von Frauen in der Politik sind hier Themen.
Allerdings gab es auch einige Störpunkte für mich. Einige Nebencharaktere wurden ausführlich eingeführt, um dann mehr oder weniger im Nichts zu verschwinden. Die Einführung lässt auf einen bedeutenden Einfluss auf den Plot hoffen, was dann aber oft einfach gefehlt hat. So hätte ich mir mehr von Catharinas Mutter sowie der Assistentin Juliane Birkel und ihrer Freundin Doris Bock erwartet.
Auch das Ende hat mich leider unzufrieden zurückgelassen. Gefühlt bleiben alle Handlungsstränge offen. Natürlich kann man als Leser*in die Geschehnisse weiterspinnen, allerdings war mir hier vieles einfach zu unabgeschlossen. Damit war mir das Ende zu offen und es ist auch keine Fortsetzung angekündigt. Auch hat mir ein persönliches Statement der Autorin, sei es als Vor- oder Nachwort, gefehlt.
Wer sich nicht an sehr offenen Enden stört ist hier sicher richtig. Das Buch ist gut recherchiert und transportiert ein Gefühl für die Zeit. Für mich hat aber einiges gefehlt.
Was macht man, wenn einem das Leben einfach einmal Zeit schenkt? Paula und Peter stranden auf dem Heimweg von einem Seminar in Würzburg. Bahnstreik, nichts geht mehr. Das Seminar endete mit einer gemeinsamen ...
Was macht man, wenn einem das Leben einfach einmal Zeit schenkt? Paula und Peter stranden auf dem Heimweg von einem Seminar in Würzburg. Bahnstreik, nichts geht mehr. Das Seminar endete mit einer gemeinsamen Nacht, daraus werden nun weitere. Die Anziehung war schon länger da, nun ergibt sich die Gelegenheit einander näher kennen zu lernen. Während Paula nur den Moment genießen will, ohne Gedanken an die Zukunft, geht Peter schon einen Schritt weiter. Denn warum sollte das, was jetzt passt, nicht auch länger funktionieren?
Wir begleiten die beiden durch ihre Tage in Würzburg. Wie immer schildert der Autor die Umgebung atmosphärisch und lebendig, man ist sozusagen mit auf einem Herbstausflug. Die beiden Protagonisten philosophieren über das Glück und warum man es nicht dauerhaft halten kann. Hier kommt man auch auch als Leser*in ins nachdenken.
Ich mochte das Buch gerne, auch wenn mir gerade Paula manchmal zu eigennützig war. Aber das brauchte es einfach als Gegensatz zu Peter, der der perfekte Gegenpol zu ihr war.
Philipp Spielbusch erzählt aus seinem Arbeitsalltag. Da ich selbst auch in der IT lange Jahre als Support gearbeitet habe, hat mich das Konzept des Buches angesprochen. Und wie es so oft ist, am Ende wiederholen ...
Philipp Spielbusch erzählt aus seinem Arbeitsalltag. Da ich selbst auch in der IT lange Jahre als Support gearbeitet habe, hat mich das Konzept des Buches angesprochen. Und wie es so oft ist, am Ende wiederholen sich die Erlebnisse. Viele Sitationen habe ich ähnlich auch erlebt und beim Plausch mit Kollegen auch so erzählt bekommen. Und ja, die Strickliste der am häufigsten USersprüche würde wohl auch in meinem Büro Alltag ähnlich aussehen.
Ich habe mich mit dem Buch köstlich amüsiert und ganz nebenbei auch ein paar Tipps mitgenommen. Selbst als vermeintlicher Experte kann man hier noch was lernen. Und lustigerweise hatte ich genau eine Situation aus dem Buch nur kurze Zeit nach der Lektüre auch hier. Wie gut dass ich wusste was zu tun ist 🙂
Ich kann das Buch empfehlen. Es ist eine kurzweilige Unterhaltung mit Mehrwert!