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Veröffentlicht am 18.07.2021

Starke Protagonistin

Drei Worte
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„Drei Worte“ von Franziska Erhard ist eine wunderschöne Lovestory mit einer absolut starken Protagonistin.
Ruby hat ihr altes Leben total umgekrempelt und wagt einen Neuanfang in London. Zielstrebig und ...

„Drei Worte“ von Franziska Erhard ist eine wunderschöne Lovestory mit einer absolut starken Protagonistin.
Ruby hat ihr altes Leben total umgekrempelt und wagt einen Neuanfang in London. Zielstrebig und unermüdlich verfolgt sie ihr Ziel, einen Platz im Trainee-Programm ihres Arbeitgebers, einer bekannten Parfümeriekette, zu ergattern. Doch ausgerechnet der charmante und attraktive Junior-Chef Beau Rutherford soll ihr Mentor werden, mit dem sie zukünftig einen Großteil ihre Zeit verbringen muss. Ruby versucht, die knisternde Chemie zwischen ihnen mit aller Macht unterdrücken, denn eine strenge Unternehmensregel besagt, dass es keine romantischen Beziehungen zwischen Angestellten geben darf. Also heißt es Job oder Liebe.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber ganz bestimmt nicht letztes. Die Reihe Kisses in London dreht sich um die Mädels-WG, in der Ruby nach ihren vielen Tiefschlägen im Leben ein neues Zuhause gefunden hat. Lange hat sie auf ihren Traum hingearbeitet und nun ist er tatsächlich in greifbare Nähe gerückt.
Ruby musste in ihrem Leben immer doppelt so hart arbeiten wie andere, um oberflächliche Vorurteile auszuräumen. Mir gefällt es außerordentlich, dass sie sich trotzdem nicht dem Druck der grauen Masse beugt und immer authentisch und sie selbst bleibt. Sie ist vielmehr als der äußere Anschein, der trotzdem auch zu ihrer Identität gehört. Eigentlich ist sie viel zu gut für diese Welt und ich wollte sie oft am liebsten in den Arm nehmen, wenn man sieht, was sie alles aushalten muss.
Beau ist ebenfalls sympathisch und liebenswert, auch wenn er in manchen Punkten leider blind ist. Ruby ist hier eindeutig der stärkere Charakter, aber zusammen sind sie einfach ein unschlagbares Team, bei dem gehörig die Funken fliegen.
Der Schreibstil der Autorin liest sich hervorragend und ich mag ihre tiefgründig ausgearbeiteten Charaktere. Die Story ist berührend, romantisch, unterhaltsam, humorvoll und am Ende hat man Ruby absolut in sein Herz geschlossen.

Mein Fazit:
Ich bin jetzt schon neugierig auf die Geschichten der anderen beiden Mitbewohnerinnen und vergebe eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.07.2021

Verbotene Liebe

Rise of a Fairy King. Feenlicht
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„Rise of a Fairy King. Feenlicht“ von C. R. Scott ist eine zauberhafte Romantasy über eine verbotene Liebe.
Ann ist zu alt, um noch an Feen zu glauben. Aber an die große Liebe glaubt die Collegestudentin ...

„Rise of a Fairy King. Feenlicht“ von C. R. Scott ist eine zauberhafte Romantasy über eine verbotene Liebe.
Ann ist zu alt, um noch an Feen zu glauben. Aber an die große Liebe glaubt die Collegestudentin schon. Als kurz vor dem ersten Kuss mit ihrem neuen Freund Max der gutaussehende Jonah dazwischen platzt, glaubt sie sich verhört zu haben. Jonah ist ein Feenmann, der aus ihren romantischen Gefühlen Energie zieht und sie deshalb in den letzten Jahren entsprechend manipuliert hat. Nun erklärt er ihr selbst seine Liebe und Ann ist zunächst zu Recht sauer. Doch unerklärlicherweise fühlt sie sich trotzdem zu Jonah hingezogen und sein Geständnis lässt sie nicht kalt.

Ich bin beim Lesen sehr schnell in die Geschichte eingetaucht, denn der Schreibstil von C. R. Scott liest sich leicht und flüssig.
Die Autorin erschafft neben der Menschenwelt eine parallel existierende Feenwelt, die ihre Lebensenergie aus den positiven und negativen Gefühlen der Menschen zieht. Es gibt strenge Regeln, die es unter anderem untersagen, dass ein Mensch die Feenwelt betreten darf und umgekehrt. Auch darf sich eine Fee nie zu erkennen geben und die Menschen ausschließlich über die magischen Spiegel beobachten.
Jonah hat mit seiner emotionalen Kurzschlussreaktion gleich mehrere dieser Regeln gebrochen, aber seine Gefühle für Ann sind einfach zu stark. Ann ist damit zunächst überfordert, aber auch sie kann sich der Anziehung, die zwischen den beiden herrscht, nicht lange entziehen. Doch beide ahnen nicht, was sie mit ihrer Beziehung auslösen.
Das Erzähltempo ist relativ hoch und man fliegt förmlich durch die Seiten. Manchmal hätte ich den Charakteren eine Spur mehr Tiefe gewünscht, aber auch so fiebert man mit ihnen bis zum Ende mit. Nicht nur die Liebe von Ann und Jonah steht im Fokus der Handlung, sondern auch die gesellschaftlichen Probleme im Feenreich. Dabei spielt alles gekonnt ineinander und lässt so keine Langeweile aufkommen.

Mein Fazit:
Die süße Romantasy würde ich vor allem jungen Leser*innen empfehlen und ich vergebe insgesamt sehr gute 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.07.2021

Kampf um die Liebe

Unbroken
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„Unbroken“ von Natalie Hennig ist der zweite und finale Band ihre emotionalen Dilogie, die ihre Protagonisten eine Gefühlsachterbahn durchlaufen lässt.
Nach dem heftigen Cliffhanger am Ende des ersten ...

„Unbroken“ von Natalie Hennig ist der zweite und finale Band ihre emotionalen Dilogie, die ihre Protagonisten eine Gefühlsachterbahn durchlaufen lässt.
Nach dem heftigen Cliffhanger am Ende des ersten Bandes geht die Handlung zum Glück nahtlos weiter, auch wenn natürlich keine einfachen Lösungen präsentiert werden. Die kleine Glücksblase von Kat und Luce platzt mit einem Anruf und Luce verfällt zu Kats Entsetzen sofort in alte Muster. Die angeblichen Anschuldigungen könnten Luce erneut ins Gefängnis bringen und mit seiner ersten Reaktion verliert er außerdem noch Kat. Doch diesmal gibt Luce nicht auf, denn Kat ist das Beste, was ihm jemals passiert ist.

Man sollte den ersten Band unbedingt gelesen haben, um die Zusammenhänge richtig verstehen zu können. Das Glück von Kat und Luce währt nur kurz und diesmal ist es Kat, die die Reißleine zieht und Abstand sucht. Luce kann und will das nicht akzeptieren, denn endlich hat er eingesehen, dass Kat die Eine für ihn ist. Er bleibt zum Glück ziemlich hartnäckig, aber Kat stellt in diesem Buch auch Rekorde in Sturheit auf, die mich fast schon sauer gemacht haben und am Happy End zweifeln ließen.
Natalie Hennig legt den Fokus aber nicht nur auf die Beziehungsprobleme der beiden, sondern lässt zusätzlich neue Charaktere und unerwartete Probleme auftauchen. Es gibt einige überraschende und emotionale Twists, die es gerade gegen Ende richtig spannend machen, so dass man förmlich an den Buchseiten klebt. Die Chemie zwischen Luce und Kat ist fast noch stärker als im ersten Teil und geht durch die schonungslose Offenheit von Luce noch viel tiefer. Die Verletzlichkeit seines Charakters, die in diesem Band noch viel stärker zum Ausdruck kommt, hat mich sehr berührt.

Mein Fazit:
Das Buch bildet einen gelungenen und fesselnden Abschluss der Broken-Dilogie und bekommt von mir sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.07.2021

Die Karten werden neu gemischt

Federn über London 3
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„Federn über London: Suche“ von Sabine Schulter ist der dritte Band ihre packenden Fantasy-Reihe, in dem die spannende Geschichte um den blonden Todesengel Clear weitererzählt wird.
Nach dem ungeahnten ...

„Federn über London: Suche“ von Sabine Schulter ist der dritte Band ihre packenden Fantasy-Reihe, in dem die spannende Geschichte um den blonden Todesengel Clear weitererzählt wird.
Nach dem ungeahnten Verrat, mit dem wohl niemand gerechnet hätte, steht London kurz vor einem Krieg zwischen Ober- und Unterwelt. Obwohl die Katastrophe durch Clear knapp abgewendet wurde, sinnt Lasallas auf Rache. Ein Vorschlag von Ease bringt eine kleine Atempause, aber die Gefahr ist keinesfalls gebannt. Das dunkle Nichts ist nun frei und stillt ungehemmt seinen riesigen Appetit. Um es aufzuhalten, müssen Ober- und Unterwelt zusammenarbeiten und in der eigenen Vergangenheit forschen.

Nach dem heftigen Showdown am Ende des zweiten Bandes stehen alle Zeichen auf Krieg. Und man kann dem Herrscher der Unterwelt nicht einmal wirklich einen Vorwurf machen, dass er mehr als wütend ist. Clears ungewöhnliche Kräfte überraschen einmal mehr und werfen die Frage auf, welche Rolle sie im großen Ganzen einmal spielen wird.
Clear hatte erst wenige Wochen als Todesengel und schon lastet eine riesige Verantwortung auf ihr. Ihre innere Zerrissenheit und ihre Zweifel sind sehr gut beschrieben und vollkommen nachvollziehbar. Dazu kommen die starken Gefühle für den gefallenen Engel Daimion, die ihre Zuneigung und ihr Vertrauen zum Todesengel Ease nicht vollkommen überlagern.
Die Perspektiven wechseln hauptsächlich zwischen Ease und Clear, aber auch andere Engel bekommen eigene Passagen. Dadurch erhält die komplexe Story den perfekten Schliff und wirkt absolut rund. Für mich sind die Charaktere in ihren Emotionen authentisch dargestellt, auch wenn natürlich noch nicht alle Geheimnisse gelüftet werden. Dadurch bleibt es weiter spannend und man darf sich auf das Finale im vierten Band freuen.
Der Schreibstil liest sich wie immer hervorragend und die Stimmung wechselt in einem gelungenen Mix zwischen hochspannend, humorvoll, romantisch, nachdenklich und emotional.

Mein Fazit:
Der dritte Teil hält das Niveau der Vorgänger und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.07.2021

Faszinierende Magie

Knochenblumen welken nicht
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„Knochenblumen welken nicht“ von Eleanor Bardilac ist eine düstere Fantasy, die mit ihrem Setting an Wien um 1900 erinnert.
Die Stadt Vhindona ist streng geteilt in Bezirke für Magiebegabte und Magielose. ...

„Knochenblumen welken nicht“ von Eleanor Bardilac ist eine düstere Fantasy, die mit ihrem Setting an Wien um 1900 erinnert.
Die Stadt Vhindona ist streng geteilt in Bezirke für Magiebegabte und Magielose. Die achtzehnjährige Aurelia lebt als Tochter eines wohlhabenden Architekten auf der Sonnenseite der Stadt, aber als vor drei Jahren erstmals ihre Magiebegabung in Erscheinung trat, wird sie von ihren Eltern mit Medikamenten ruhig gestellt und versteckt. Ein Mord in ihrem Zuhause lässt Aurelias Magie explodieren und sie muss ihre Familie verlassen und wird dem einflussreichen Nekromanten Marius Cinna als Schülerin zugeteilt. Aurelia lernt an seiner Seite enorm viel, wird aber gleichzeitig vor schwerwiegende Entscheidungen gestellt.

Das Setting ist tatsächlich atemberaubend und man hat durch die bildhaften Beschreibungen die Straßen und Häuser von Vhindona direkt vor Augen. Doch nicht nur die prunkvollen Seiten werden hier plastisch dargestellt, sondern auch das Elend, die Schatten und die gesellschaftlichen Missstände.
Aurelia existiert zu Beginn nur im Nebel und blüht förmlich auf, als sie endlich ohne Medikamente leben darf. Sie freundet sich mit ihrer magischen Seite an und lernt völlig neue Möglichkeiten kennen. Meister Cinna ist ein facettenreicher und hochspannender Charakter. Seine Vergangenheit und seine Zukunft sind ziemlich mysteriös und geheimnisvoll. Manchmal scheint er die gesamte Last des Daseins zu tragen und manchmal ist er einfach nur witzig und hat eine unverschämt große Klappe und einen herrlich schwarzen Humor.
Man spürt beim Lesen, dass dieses Buch nur den Grundstein für weitere größere Geschichten legt. Viele Fragen werden beantwortet, aber einige Handlungsfäden und Schicksale bleiben auch offen. Neben den beiden Hauptfiguren Aurelia und Marius gibt es zahlreiche bunte und in Erinnerung bleibende Nebencharaktere, die hoffentlich weiter eine große Rolle spielen werden.
Der Schreibstil von Eleanor Bardilac liest sich gut, auch wenn er sehr dicht und intensiv erscheint. Die Story ist fast durchgehend spannend und dreht am Schluss nochmal richtig auf. Neue Abenteuer warten und ich bin neugierig auf die Fortsetzung.

Mein Fazit:
Für kleine Längen ziehe ich einen halben Punkt ab, aber insgesamt konnte mich diese Geschichte mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre absolut faszinieren. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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