Dieses Buch ist in jeglicher Hinsicht außergewöhnlich. Ein außergewöhnliches Thema, das nicht viele Bücher ansprechen, außergewöhnliche Figuren, es ist unglaublich, wie sie ihren Alltag meistern und ein ...
Dieses Buch ist in jeglicher Hinsicht außergewöhnlich. Ein außergewöhnliches Thema, das nicht viele Bücher ansprechen, außergewöhnliche Figuren, es ist unglaublich, wie sie ihren Alltag meistern und ein außergewöhnlicher Text. Durch die kurzen Seiten und die Reimform lässt sich das Buch super schnell lesen.
Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt und es erweitert auf jeden Fall den eigenen Horizont, denn etwas Neues lernen, kann man immer.
Das Cover passt hervorragend zum Inhalt. Es spiegelt die Ambivalenz der Protagonistin Adéle wieder. Auch die Frau auf dem Cover ist der den Beschreibungen der Figur aus dem Buch nachzuempfinden.
Meiner ...
Das Cover passt hervorragend zum Inhalt. Es spiegelt die Ambivalenz der Protagonistin Adéle wieder. Auch die Frau auf dem Cover ist der den Beschreibungen der Figur aus dem Buch nachzuempfinden.
Meiner Meinung beschreibt der Klappentext nicht annähernd die Zerrissenheit von Adéle, denn der Autorin Leila Slimani ist es gelungen diese Zerrissenheit auf eine solch emotionale Art und Weise darzustellen, dass der Leser in ihr Leid, ihre Ängste, ihre Wünsche und Gedanken hineingezogen wird. "All das zu verlieren" ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich nicht immer mit der Hauptfigur identifizieren muss, um die Gedanken und Gefühle nachzuempfinden oder Spaß am Lesen zu haben.
Mit seinen 224 Seiten hat das Buch genau die richtige Länge, um gut in den Inhalt hineinzufinden, ohne dass man diesem überdrüssig wird. Dies wird ebenfalls durch die Einbettung der Geschichte in viele kurze Kapitel untertützt.
Der Perspektivwechsel zum Ende hin hat mir ebenfalls gut gefallen und den Leser die Problematik von einer anderen Seite betrachten lassen.
Außerdem sollte gesagt werden, dass "All das zu verlieren" kein Gute-Laune-Buch ist und eher die menschlichen Abgründe aufzeigt.
SPOILER ZUM ENDE:
Das Ende bringt eine Hassliebe mit sich, denn es ist ein offenes Ende. Man erfährt nicht direkt, was mit der Protagonistin, ihrer Sucht und ihrer Familie geschieht, erhält aber einige Anhaltspunkte. Interpretationen seitens des Lesers, bleiben nicht aus.
Ich mag an dem Buch, dass hier keine heile Welt erstellt wurde. Weder das Leben der Nolan-Brüder noch das von Amber verlaufen ideal. Aber trotzdem finden sie einen Weg es zu leben.
Die Anziehung zwischen ...
Ich mag an dem Buch, dass hier keine heile Welt erstellt wurde. Weder das Leben der Nolan-Brüder noch das von Amber verlaufen ideal. Aber trotzdem finden sie einen Weg es zu leben.
Die Anziehung zwischen Amber und Phoenix ist deutlich zu spüren und wie sie sich letztlich bei Seite stehen ist herzergreifend.
Die Wendung am Schluss kam unerwartet, was aber für die Autorin spricht! Spannung und mitreißend bis zum Schluss.