Cover-Bild Geht so
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Eichborn
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 28.03.2025
  • ISBN: 9783847902126
Beatriz Serrano

Geht so

Roman – Der große Überraschungserfolg aus Spanien | »Klug und urkomisch, auch - oder gerade - weil man sich selbst darin wiedererkennt.« ELENA MEDEL
Christiane Quandt (Übersetzer)

Marisa ist mit den Nerven am Ende. Ihr Bullshit-Job in einer Madrider Werbeagentur, in dem sie nur durch Zufall gelandet ist, langweilt sie zu Tode, und das tägliche Hamsterrad des Angestelltendaseins erträgt sie nur noch, indem sie ihre Sinne mit einer Mischung aus bizarren YouTube- Videos und Beruhigungsmitteln betäubt. Als ein Teambuilding-Wochenende ansteht, gerät Marisas Angststörung völlig außer Kontrolle. Allmählich zeigen sich Risse in ihrer sorgsam aufrechterhaltenen Fassade - und die Idee, auf den Firmenausflug diverse Drogen mitzunehmen, trägt vielleicht nicht unbedingt dazu bei, ihr Leben wieder in geordnetere Bahnen zu lenken ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2025

Leben mit einem „Bullshit-Job“

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Ich habe das Buch eben beendet und - uff! - ich habe mich stellenweise etwas durchkämpfen müssen. Zu meiner Überraschung waren die letzten 50 Seiten richtig spannend (wenn auch etwas dick aufgetragen) ...

Ich habe das Buch eben beendet und - uff! - ich habe mich stellenweise etwas durchkämpfen müssen. Zu meiner Überraschung waren die letzten 50 Seiten richtig spannend (wenn auch etwas dick aufgetragen) und es ist fast ein wenig schade, dass ich das für die vorherigen Seiten nicht sagen kann.

Bitte nicht falsch verstehen: Das Buch hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die Autorin nimmt das Leben mit einem „Bullshit-Job“ richtig richtig gut auf die Schippe und beschreibt 1:1 den Alltag einer Vielzahl von Menschen. Wer von uns fühlt sich nicht im Hamsterrad gefangen? Marisa als Protagonistin ist zynisch und selbstironisch, naiv, sensibel und provokativ. Auch wenn ich ihre Gedanken zum Arbeitsalltag absolut nachvollziehen konnte, ist sie mir als Person nicht immer sympathisch gewesen. Sie ist - ohne Frage - eine Überlebenskünstlerin und nimmt ihre gesamte Umgebung sehr gut wahr.

Der Funke ist bis zuletzt aber nicht übergesprungen. Manche Kapitel haben sich wie Kaugummi gezogen. Lediglich Pablo und Elena haben frischen Wind reingebracht. Das Buch stößt bei mir in gleichen Maßen auf Zuspruch und Widerspruch; andere würden sagen, es ist "originell". Und deswegen stelle ich ganz wage die These auf, dass das Buch vielleicht nicht allen gefallen könnte. Aber das ist nur meine persönliche Meinung!

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Suche nach Sinn

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Ich habe mich auf einen tiefsinnigen Roman gefreut, der mich unterhält und aus dem ich eine Lehre ziehen kann. Gefunden habe ich eine Person mit einem leichten Beruf, gutem Gehalt, viel Freizeit und Freiheiten ...

Ich habe mich auf einen tiefsinnigen Roman gefreut, der mich unterhält und aus dem ich eine Lehre ziehen kann. Gefunden habe ich eine Person mit einem leichten Beruf, gutem Gehalt, viel Freizeit und Freiheiten im Beruf, die aber in diesem Beruf so gelangweilt ist, dass sie täglich Drogen wie Tiktaks konsumiert und es eigentlich fatal enden sollte, um ein negatives Beispiel abzuliefern und beim Leser einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, den man als Botschaft hätte wahrnehmen können.

Es startete dabei so gut. ich konnte mich in Marisa sehen. Auch ich bin nach dem Studium in einem Job gelandet, der mich zutiefst langweilt und keinen Spaß bereitet. Meiner engt mich aber leider auch zeitlich ein, da kann ich nicht kommen wann ich will, gehen wann ich will, Home Office ist ein Fremdwort.

Nach dem interessanten Anfang, in dem auch bekannt wird, dass eine Kollegin sich vor einem Jahr das Leben genommen haben soll, dachte ich mir: Okay, dieser Handlungsstrang kann interessant werden. Dieser wurde dann nur noch in einem Alkoholdelirium von Marisa am Ende des Romans wiederaufgeschnappt. Da konnte ich nur noch die Augen verdrehen. Das Ende hat sie dann redlich verdient, wobei sie in meinen Augen schon mehr verdient hatte als, was ihr dann geschehen ist.

Im Großen und Ganzen bin ich enttäuscht und kann den Roman nicht empfehlen. Er ist einfach nur nichtssagend.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Leider nur geht so

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Beatriz Serranos Roman „Geht so“ versucht, mit satirischem Blick den Frust und die Absurditäten des modernen Arbeitslebens darzustellen. Leider wirkt gerade dieser Versuch auf mich oft zu überzeichnet, ...

Beatriz Serranos Roman „Geht so“ versucht, mit satirischem Blick den Frust und die Absurditäten des modernen Arbeitslebens darzustellen. Leider wirkt gerade dieser Versuch auf mich oft zu überzeichnet, zu plakativ, zu klischeehaft. Die ständige Zuspitzung der Arbeitswelt auf eine groteske Karikatur nimmt der Geschichte die nötige Bodenhaftung. Was wohl als Gesellschaftskritik gemeint ist, wirkt häufig schlicht übertrieben und zu viel des Guten. Gerade auch die zweite Hälfte und der Schluss wirken einfach nur absurd.

Auch die Protagonistin, Marisa, durch deren Perspektive wir die Handlung erleben, bleibt auf eine unangenehme Weise distanziert. Ihre zynische Weltsicht mag zu Beginn noch unterhaltsam wirken, entwickelt sich aber rasch zu einem monotonen Tonfall, der kaum Entwicklung zulässt. Statt Empathie oder Verständnis ruft sie eher Genervtheit in mir hervor.

Insgesamt fehlt dem Roman die Tiefe, um über bloßen Sarkasmus hinauszugehen. Themen wie Selbstverwirklichung, Sinnsuche oder psychische Belastungen im Beruf werden zwar angedeutet, aber selten wirklich durchdacht oder literarisch überzeugend verarbeitet. Ich kann die vielen positiven Bewertungen nicht ganz nachvollziehen und so beschreibt für mich der Titel unfreiwillig treffend, wie sich die Lektüre anfühlt: eben nur „geht so“.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Geht gar nicht!

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Geht gar nicht!

Marissa hasst ihren Job, den sie nur durch Zufall bekommen hat. Sie hangelt sich durch die Tage und mogelt sich überall durch. Die Ankündigung eines Team-Building-Wochenendes versetzt ...

Geht gar nicht!

Marissa hasst ihren Job, den sie nur durch Zufall bekommen hat. Sie hangelt sich durch die Tage und mogelt sich überall durch. Die Ankündigung eines Team-Building-Wochenendes versetzt sie in totale Panik.

Echt jetzt? Hab ich einen Fehldruck erhalten? Ich kann im ganzen Buch nichts von El Culturals Lobpreisung, den witzigsten, bösesten und treffsichersten Debutroman seit Langem in den Händen zu halten, finden. Mich nervt Marissa einfach nur. Ihr Gejammer und Gemecker geht mir echt auf den Senkel. Sie ist dauergelangweilt, delegiert ihre Arbeiten an andere und glotzt den ganzen Tag sinnbefreite Videos auf YouTube. Das stresst sie enorm. Echt jetzt? Ach, das sagte ich ja bereits. Nein, im Ernst, ich kann das nicht nachvollziehen, wie man kurz vor dem Burnout stehen kann oder will, wenn man so rein gar nichts tut. Die vergeudete Zeit hätte Marissa doch wohl sinnvoll in die Suche nach einem neuen Job und einem neuen Umfeld investieren können! Ach so, es geht um Bore-out? Na, erst recht ein Grund, einen neuen Job zu suchen! Huch, und dann auch noch eine Angststörung, die die Teilnahme am Team-Building-Wochenende zu einem Horrortrip macht! Nee, danke.

Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass das Buch von einer spanischen Autorin stammt. Also ich gehe echt nicht davon aus, dass ich einfach keine spanische Literatur mag. Oder spanischer Humor so seltsam ist, dass er sich mir nicht erschließt. Ja, ich habe auch mal gelernt, dass Übertreibung ein Stilelement ist. Aber hier ist es einfach nur überstrapaziert worden, wodurch es die sanft durchschimmernde Gesellschaftskritik zu einer Farce werden lässt. Marissa hat an nichts und niemandem Interesse und beklagt sich dennoch über alles und jeden. Nein, das ist so gar nicht meins und auch überhaupt nicht lustig. Und nein, ich kann Elena Medel nicht zustimmen, denn ich finde mich in diesem Buch nicht selbst wieder. Zum Glück!

Mich hat das Buch nicht nur enttäuscht, sondern auch wütend gemacht. Die 22 € sind mal echt definitiv in den Sand gesetzt. Da Marissa mich fast mit dem Bore-out angesteckt hat, gibt es nur einen einzigen Stern und den auch nur, weil man nicht null Sterne geben kann.

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