Cover-Bild Hazel sagt Nein
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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 02.02.2026
  • ISBN: 9783751791748
Jessica Berger Gross

Hazel sagt Nein

Roman. Wenn ein Nein das Leben aller verändert. Bookclub-Fiction mit Nachhall
Angela Koonen (Übersetzer)

Wenn ein Nein alles infrage stellt - ein kraftvolles Debüt mit Nachhall

In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus nach herausfordernden Jahren endlich eine Professur ergattert hat. Doch der idyllische Schein trügt. Gleich an ihrem ersten Schultag wird die achtzehnjährige Hazel ins Büro des Direktors zitiert. Er verkündet ihr Unglaubliches: Jedes Jahr sucht er sich eine andere Schülerin aus der Abschlussklasse aus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingeht. Dieses Jahr ist sie die Auserwählte. Instinktiv sagt Hazel Nein - und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben ihrer Familie, aber auch die gesamte Stadtgesellschaft auf den Kopf stellen ...

Mit feinem Humor und Gespür für Zwischentöne erzählt Jessica Berger Gross von Selbstbehauptung, gesellschaftlichen Dynamiken und dem Mut, für sich einzustehen.

Ein Roman, über den man sprechen möchte - und muss.



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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2026

Schade, davon hatte ich mir mehr erhofft!

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In der Einführung wurde das Kleinstadt-Setting total lebhaft dargestellt und durch die Darstellung der verschiedenen Narrativen und Perspektiven fühlt man sich, als wäre man ebenfalls Teil der Familie ...

In der Einführung wurde das Kleinstadt-Setting total lebhaft dargestellt und durch die Darstellung der verschiedenen Narrativen und Perspektiven fühlt man sich, als wäre man ebenfalls Teil der Familie Blum und würde auch unter ihrem Dach leben und alles was in Riverburg geschieht live miterleben.
Die einzelnen Familienmitglieder und deren Struggles blieben leider im Verlaufe der Geschichte nur blass und wurde nur angerissen. Die Maschinerie, die durch Hazels Mut und ihr „Nein“ angetrieben wurde, war anfangs noch realistisch, irgendwann hat es jedoch total überirdische Dimensionen angenommen.
Ich hätte mir eine bodenständigere Entwicklung gewünscht und vielleicht auch einen Ticken mehr von der kleinen Romanze mit Noah? Außerdem waren für mich die #mentalhealth-themen nur angerissen, da hätte es gerne etwas mehr in die Tiefe gehen dürfen. Am Ende wurde das Ruder, was die Glaubwürdigkeit betrifft, zum Glück wieder etwas rumgerissen.

Einen Punktabzug gibt’s für die holprige und teilweise fehlerhafte Übersetzung.


⭐️ F A Z I T

Ein Roman über Mut, Macht und Missbrauch, der zwar unterhaltsam war,m und auch eine gewisse Leichtigkeit mitbringt, sich dann allerdings leider total ins Unrealtische entwickelt und dadurch an Spannung und Glaubwürdigkeit verloren hat.
Die Grundidee und die Themen, welche durch dieses Buch angesprochen werden, haben mir wirklich sehr gut gefallen und es hat auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt, trotzdem konnte es mich nicht ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Blass

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Von anna67

Hazel sagt Nein erzählt die Geschichte eines mutigen Mädchens, das sich gegen einen schweren Machtmissbrauch stellt. Nachdem der Direktor ihrer Schule Hazel gezielt als Opfer seiner sexuellen ...

Von anna67

Hazel sagt Nein erzählt die Geschichte eines mutigen Mädchens, das sich gegen einen schweren Machtmissbrauch stellt. Nachdem der Direktor ihrer Schule Hazel gezielt als Opfer seiner sexuellen Übergriffe auswählt und diese sogar offen und unverhohlen formuliert, trifft sie eine klare Entscheidung: Sie sagt Nein. Dieses Nein ist stark, wichtig und notwendig – und bildet den zentralen Kern des Buches.
Trotz der großen Dramatik und der Schwere des Themas bleibt Hazel als Hauptfigur jedoch überraschend blass. Als Leserin hätte man sich gewünscht, ihr näherzukommen, ihre Gedanken, Ängste und inneren Kämpfe intensiver mitzuerleben. Stattdessen entsteht oft der Eindruck, dass Hazel eher eine Mitspielerin als der emotionale Mittelpunkt der Geschichte ist.
Auffällig ist auch, dass sich die Erzählung immer wieder stark auf die Eltern und den Bruder konzentriert. Ihre Gefühle, Reaktionen und Perspektiven nehmen viel Raum ein, während Hazels eigene innere Welt vergleichsweise wenig Beachtung findet. Dadurch verschiebt sich der Fokus der Geschichte: Hazel, um die es eigentlich gehen sollte, rückt für die Lesenden beinahe in den Hintergrund, was besonders bei einem so sensiblen und wichtigen Thema schade ist.
Gänsehautmomente bleiben größtenteils aus. Der Schreibstil wirkt häufig sachlich und distanziert, fast nüchtern, wodurch die emotionale Wucht der Thematik nicht voll zur Entfaltung kommt. Gerade hier hätte man sich mehr Tiefe, mehr Gefühl und mehr Nachdruck gewünscht, um die Bedeutung von Hazels Nein noch stärker spürbar zu machen.
So bleibt am Ende der Eindruck einer wichtigen Geschichte mit einem starken Ansatz, die jedoch ihr emotionales Potenzial nicht vollständig ausschöpft. Das Thema verdient große Aufmerksamkeit – und hätte durch eine intensivere Nähe zur Hauptfigur noch eindringlicher und berührender erzählt werden können

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Starkes Thema, aber mir fehlte die Tiefe

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Ich habe Hazel sagt nein ehrlich gesagt nur wegen des Klappentextes gelesen, weil die Story einfach SO interessant klang, obwohl das eigentlich gar nicht mein typisches Genre ist. Und fairerweise muss ...

Ich habe Hazel sagt nein ehrlich gesagt nur wegen des Klappentextes gelesen, weil die Story einfach SO interessant klang, obwohl das eigentlich gar nicht mein typisches Genre ist. Und fairerweise muss ich sagen: Das Buch liest sich extrem schnell weg. Ich war direkt drin und wollte die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht.

Vor allem Hazel und Wolf mochte ich total. Die beiden waren für mich ganz klar das Herz der Geschichte. Gerade die ersten Kapitel hatten für mich auch richtig Potenzial und dieses unangenehme, beklemmende Gefühl wurde teilweise echt gut eingefangen.

Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass mir emotional einfach etwas fehlt. Das Buch spricht so viele wichtige Themen an, greift sie für mich aber nie wirklich tief genug auf. Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr in die Emotionen eintaucht, mehr bei den Figuren bleibt und die Auswirkungen wirklich spürbar macht. Stattdessen blieb vieles eher oberflächlich angerissen.

Dadurch konnte ich leider nie komplett in die Geschichte eintauchen. Es gab viele Momente, die eigentlich sehr emotional oder intensiv hätten sein können, mich aber nicht richtig erreicht haben, weil alles irgendwie zu schnell weitergezogen ist.

Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht. Es ist super zugänglich geschrieben, behandelt wichtige Themen und hat definitiv diesen „noch ein Kapitel“-Sog. Aber am Ende blieb bei mir leider eher das Gefühl zurück, dass die Idee und die Themen stärker waren als die eigentliche Umsetzung.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

War okay

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Stell dir vor, du ziehst mit deiner Familie von New York ins Ländliche, um dort ein ruhigeres Leben zu führen. Aber direkt am ersten Schultag knallt es und der Schulleiter eröffnet, dass du seine diesjährige ...

Stell dir vor, du ziehst mit deiner Familie von New York ins Ländliche, um dort ein ruhigeres Leben zu führen. Aber direkt am ersten Schultag knallt es und der Schulleiter eröffnet, dass du seine diesjährige ‚Auserwählte‘ sein sollst.“

Hazel sagt Nein und damit tritt sie eine Lawine in der Kleinstadt los, die die ganze Familie ordentlich durchschüttelt.

Eigentlich finde ich die Grundidee richtig gut.
​Doch so stark der Einstieg ist, so anstrengend war das Lesen für mich streckenweise. Das ständige Hin- und Her zwischen den Charakteren hat mich ein bisschen genervt, weil diese vielen Perspektivwechsel haben den Lesefluss eher gestört als geholfen. Ich wollte eigentlich bei Hazels Geschichte bleiben. Hinzu kommt, dass der Schreibstil oft sehr distanziert wirkt und sich viele Nebenthemen, wie Hazels endlose College-Bewerbungen, wie Kaugummi ziehen. Das nimmt der eigentlichen Thematik leider viel Raum weg.

Im hinteren Teil kriegt die Geschichte zum Glück die Kurve. Man will dann doch unbedingt wissen, wie Hazel gegen diesen Typen ankommt und ob die Wahrheit am Ende ans Licht kommt. Hier wird die Story richtig glaubwürdig, weil Hazel konsequent bleibt und ihr „Nein“ knallhart durchzieht. Das hat das Buch für mich dann doch noch ein Stück weit gerettet.

​Mein Fazit:
Ein Roman mit einer starken Botschaft, der sich aber durch die verschiedenen Perspektiven oft selbst im Weg steht. Am Ende war es für mich leider nur ein „okay.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Wenn du die Kraft hast, mit einem „Nein“ den Machtmissbrauch eines Schulleiters zu stoppen

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Hazel ist mit ihrer Familie neu in der Stadt und nach einem Sommer, in dem sie ihre neue Heimat kennenlernt und ihren Bruder oft ins Freibad begleitet, beginnt für sie ihr letztes Schuljahr.
Ihre Zukunftspläne ...

Hazel ist mit ihrer Familie neu in der Stadt und nach einem Sommer, in dem sie ihre neue Heimat kennenlernt und ihren Bruder oft ins Freibad begleitet, beginnt für sie ihr letztes Schuljahr.
Ihre Zukunftspläne stehen fest und sie freut sich darauf, das Schuljahr erfolgreich hinter sich zu bringen.

Ihre Pläne werden von ihrem Schuldirektor durchkreuzt. Diesen hat Hazel bei Besuchen im Freibad schon etwas kennengelernt und sie ahnt nichts Böses, als sie in sein Büro gerufen wird.
Doch Hazel wird von ihm auserwählt, eine körperliche Beziehung mit ihm einzugehen und dadurch schulische Vorteile zu erhalten.
Aber Hazel bietet ihm die Stirn und sagt „Nein“.

Ich war so neugierig auf dieses Buch und die Folgen von Hazels Nein und habe mich auf ein Buch voller Mut und weiblicher Stärke gefreut.
Das Ziel der Autorin war es sicherlich, die Folgen von Hazels Nein nicht nur für Hazel sondern für ihre ganze Familie darzustellen. Man lernt in diesem Buch also auch Hazels komplette Familie und deren individuelle Probleme bzw. Themen, die sie beschäftigen, kennen.
Und genau das hat mich etwas rausgebracht und mich vom eigentlichen Kern der Geschichte weggezogen.
Ich hätte den Fokus viel lieber und öfter auf Hazel gehabt.
Mir fiel es in der ersten Hälfte des Buches teilweise schwer mich zum Weiterlesen zu motivieren, weil für mich so viel Tiefe auf der Strecke blieb.
Und obwohl mir die zweite Hälfte besser gefiel, habe ich keine emotionale Nähe zu den Charakteren aufbauen können.

Das war ein Buch, bei dem ich mir dank der wichtigen Thematik sehr gewünscht habe, dass es mir gefällt. Aber leider ist hier der Funke nicht ganz übergesprungen.

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