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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2026

Sehr gut

Schlafende Vulkane
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Mit großer Spannung habe ich auf diesen Roman gewartet und wurde nicht enttäuscht. Bereits das Cover weckte bei mir sofort Assoziationen zu Island und schuf eine passende Atmosphäre. Die Erzählweise, die ...

Mit großer Spannung habe ich auf diesen Roman gewartet und wurde nicht enttäuscht. Bereits das Cover weckte bei mir sofort Assoziationen zu Island und schuf eine passende Atmosphäre. Die Erzählweise, die isländischen Namen und das gesamte Setting haben mich von Anfang an in die Geschichte hineingezogen.

Besonders gut gefallen hat mir die Figur Helga. Sie wirkte auf mich sehr authentisch und nahbar. Neben den Ermittlungen rund um den Mordfall wird auch ihr persönlicher Alltag thematisiert. Vor allem die Situation mit ihrer Tochter, die aufgrund von Helgas beruflichen Verpflichtungen oft zurückstecken muss, hat die Geschichte sehr menschlich und glaubwürdig gemacht.

Ein weiteres schönes Detail war die ältere Hündin, die trotz ihres eigentlichen Ruhestands noch immer mit großer Freude arbeitet. Solche liebevoll ausgearbeiteten Einzelheiten haben den Roman zusätzlich bereichert und ihm neben der eigentlichen Krimihandlung viel Wärme verliehen.

Der Mordfall selbst war spannend aufgebaut und die Auflösung nachvollziehbar gestaltet. Die Handlung blieb durchgehend kurzweilig und fesselnd, sodass beim Lesen keine Längen entstanden.

Insgesamt ist dies ein gelungener und atmosphärischer Kriminalroman, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich kann daher eine klare Leseempfehlung aussprechen

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Emotionen

Die stille Heldin
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Die junge Helene wird gegen ihren Willen mit dem brutalen Großbauern Otto verheiratet und erlebt in dieser Ehe unvorstellbares Leid. Ihr Leben ist von Misshandlungen und sexueller Gewalt bestimmt, und ...

Die junge Helene wird gegen ihren Willen mit dem brutalen Großbauern Otto verheiratet und erlebt in dieser Ehe unvorstellbares Leid. Ihr Leben ist von Misshandlungen und sexueller Gewalt bestimmt, und auch ihre Kinder bleiben davon nicht verschont – sie werden zur harten Arbeit gezwungen und wachsen unter grausamen Bedingungen auf. Erst als Otto im Ersten Weltkrieg stirbt, endet für sie diese Zeit des Schreckens. Sie schöpft neue Hoffnung und begegnet schließlich einer großen, echten Liebe. Mit insgesamt zwölf Kindern scheint ihr Leben endlich von Glück geprägt zu sein.

Doch dieses fragile Glück hält nicht lange an: Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wird ihr Leben erneut erschüttert. Schwere Verluste durch Krieg, Unglücke und Gewalt reißen tiefe Wunden, und einige ihrer Kinder muss sie zu Grabe tragen. Trotz all dieser Schicksalsschläge bewahrt Helene sich ihre innere Stärke und verliert nie den Glauben an bessere Zeiten.

Diese eindringliche Erzählung porträtiert eine außergewöhnlich starke Frau und steht sinnbildlich für viele Frauen ihrer Generation, die unter widrigsten Umständen ihr Leben meistern mussten. Beeindruckend ist vor allem ihre Fähigkeit, selbst in dunkelsten Momenten nicht zu verzweifeln und immer wieder neue Kraft für ihre Familie zu finden. Sie bleibt standhaft, hinterfragt die Verhältnisse und wagt es, eigene Gedanken zuzulassen – ein mutiger Weg in einer gefährlichen Zeit.

Die Autorin hat Helenes bewegendes Schicksal auf eindrucksvolle Weise eingefangen und in kraftvolle Worte gekleidet. Statt in Resignation zu verfallen, blickt die Geschichte stets nach vorn und vermittelt Hoffnung. Es verdient großen Respekt, mit welcher Stärke und Entschlossenheit diese Frauen ihr Leben gestaltet haben.

Für mich ist dieses Buch absolut lesenswert und eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Hoffentlich...

Summer Heat
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Der Roman ist zwar fiktiv, zeigt aber eindrucksvoll, wie ein eigentlich so schöner Ort wie die Algarve auch eine düstere und beklemmende Seite haben kann. Die Geschichte macht deutlich, dass hinter einer ...

Der Roman ist zwar fiktiv, zeigt aber eindrucksvoll, wie ein eigentlich so schöner Ort wie die Algarve auch eine düstere und beklemmende Seite haben kann. Die Geschichte macht deutlich, dass hinter einer idyllischen Kulisse auch Ablehnung, Konflikte und unerwartete Entwicklungen stecken können.

Ich habe die Handlung gemeinsam mit Mia und Yanis erlebt, da mich beide Figuren von Anfang an in ihren Bann gezogen haben. Dadurch fiel es leicht, der Geschichte zu folgen und emotional eingebunden zu bleiben.

Die Spannung baut sich eher ruhig auf, entwickelt sich aber stetig weiter, sodass man immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird und nur ungern eine Pause beim Lesen einlegt. Besonders gelungen sind die bildhaften Beschreibungen der Algarve, des Meeres und der Atmosphäre – man hat die Szenen regelrecht vor Augen und kann sich vieles sehr gut vorstellen.

Auf eine inhaltliche Wiedergabe verzichte ich bewusst, um nichts vorwegzunehmen. Insgesamt hat mir das Buch von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut gefallen. Auch das Cover wirkt einladend und passt hervorragend zur Geschichte.

Für mich sind das klare vier Sterne mit einem kleinen Plus

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Wirklich Klasse

Mirabellentage
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Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Haushälterin des verstorbenen Pfarrers Josef erzählt Anekdoten aus ihrem Leben – und die sind wirklich amüsant. Es ist ein ganz normales Leben, und doch ...

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Haushälterin des verstorbenen Pfarrers Josef erzählt Anekdoten aus ihrem Leben – und die sind wirklich amüsant. Es ist ein ganz normales Leben, und doch eines, das mit viel Humor erzählt wird.

Josef und Anna kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Als er später als Pfarrer zurückkehrt, wird Anna seine Haushälterin und Köchin. Während Josef eher scheu und schüchtern ist, ist Anna robust und bodenständig – eine wunderbare Kombination.

Die Beerdigung ist allerdings nur eine Inszenierung: Im Sarg liegen lediglich Steine. Der tote Josef wird heimlich verbrannt und soll anschließend ans Meer gebracht werden. Niemand in der Gemeinde weiß davon, außer dem Bestatter.

Dann kommt ein junger Pfarrer, den niemand so richtig versteht, weil er im friesischen Dialekt spricht. Schnell brodelt die Gerüchteküche, und bald glauben viele, er sei der Sohn des Papstes.

So geht es im ganzen Buch weiter – voller skurriler Situationen und liebenswerter Figuren. Ich habe mich köstlich amüsier

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Veröffentlicht am 03.04.2026

schade

Summer Tides
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Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es ist schön gestaltet und vermittelt sofort eine passende Stimmung von Cornwall mit Strand und Meer. Dadurch bekommt man direkt Lust auf die Geschichte.

In ...

Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es ist schön gestaltet und vermittelt sofort eine passende Stimmung von Cornwall mit Strand und Meer. Dadurch bekommt man direkt Lust auf die Geschichte.

In der Handlung geht es um Scarlett, die einen heruntergekommenen Kiosk übernehmen und neu aufbauen möchte. Die Idee dahinter finde ich eigentlich sehr interessant.

Leider war die Geschichte für mich ziemlich vorhersehbar und dadurch wenig spannend. Auch die Hauptfigur wirkte auf mich oft sehr jung und naiv. Ich hatte gehofft, dass sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt und reifer wird, aber das ist kaum passiert.

Außerdem hatte ich mir mehr Gefühle und etwas mehr Tiefe gewünscht. Insgesamt blieb die Geschichte für mich eher oberflächlich.

Ich denke, das Buch ist eher für ein jüngeres Publikum geeignet. Für mich war es etwas zu einfach und nicht spannend genug. Deshalb vergebe ich drei von fünf Sternen.

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