Wenn alte Liebe nie ganz aufgehört hat zu brennen
Manchmal reicht ein einziger Ort, um alles wieder aufzureißen, was man jahrelang mühsam weggeschlossen hat. Genau dieses Gefühl hat mich bei Counting Days sofort gepackt, denn Dalias Rückkehr nach Heidelberg ...
Manchmal reicht ein einziger Ort, um alles wieder aufzureißen, was man jahrelang mühsam weggeschlossen hat. Genau dieses Gefühl hat mich bei Counting Days sofort gepackt, denn Dalias Rückkehr nach Heidelberg fühlt sich nicht wie Heimkommen an, sondern wie ein vorsichtiges Betreten alter Wunden.
Dalia mochte ich sehr, weil sie nicht perfekt sein muss, um stark zu wirken. Ihre Unsicherheiten, ihre Verletzlichkeit und ihr Kampf mit der eigenen Familie haben mich berührt. Besonders schön fand ich, dass Body Positivity hier nicht wie ein hübsches Extra wirkt, sondern wirklich zu ihr gehört.
Alex ist für mich dieser typische gebrochene Held, bei dem man einerseits seufzt und andererseits denkt: Junge, rede doch endlich. Trotzdem konnte ich seine Mauern verstehen. Seine Verantwortung, seine Angst und seine stille Sehnsucht nach Dalia machen ihn unglaublich nahbar.
Die Liebesgeschichte lebt nicht von großem Drama um jeden Preis, sondern von Blicken, unausgesprochenen Gefühlen und diesem leisen Ziehen im Herzen. Gerade die Second Chance Dynamik hat mich emotional abgeholt, weil man spürt, dass Liebe manchmal nicht verschwindet, nur weil Menschen aneinander scheitern.
Counting Days ist kein leichter Zuckerguss Roman, sondern eine gefühlvolle New Adult Geschichte über Heilung, Familie, alte Narben und neue Hoffnung. Für mich ein berührendes Buch, das langsam ins Herz sickert und dort bleibt.