Außergewöhnliche Geschichte mit gewöhnungsbedürftigem Schreibstil
Dieses Buch wird als moderner Klassiker beworben und genau so liest es sich auch. Der Schreibstil ist tatsächlich erst gewöhnungsbedürftig und erinnert stilistisch an ältere Kinderbücher. Doch wenn man ...
Dieses Buch wird als moderner Klassiker beworben und genau so liest es sich auch. Der Schreibstil ist tatsächlich erst gewöhnungsbedürftig und erinnert stilistisch an ältere Kinderbücher. Doch wenn man einmal drin ist, dann liest sich die Geschichte sehr gut. Für Kinder könnte dies aber eher abschreckend wirken.
Die Handlung nimmt hier schnell an Fahrt auf. Floras ungeplantes Abenteuer lässt nicht lang auf sich warten und im Nu wird ihre Welt auf den Kopf gestellt.
Erst betrübt sie der lange anhaltende Winter in ihrem Dorf und schneller als sie denken kann, befindet sie sich auf der Suche nach der Maikönigin, damit der Frühling endlich Einzug halten kann.
Die Geschichte ist damit eine typische Erzählung, in der ein scheinbar unterdurchschnittliches Mädchen zur Heldin wird und unverhofft die magische Seite ihrer Welt kennenlernt. Das Flora schon etwas besonders ist, merkt am Anfang direkt daran, dass sie besondere Tinte in einem Laden kauft, den die Dorfleute nicht wahrnehmen. Denn Flora schreibt gerne Geschichten über ein Mädchen namens Harriet. Und genau diese Harriet wird hier auch wichtig, denn die Geschichte hat einen guten Twist parat.
Dieses magische Abenteuer hat jedenfalls eine Menge guter Einfälle parat und auch liebevolle Sidekicks. Verrückte Ideen gibt es hier zuhauf und verleihen dem Ganzen etwas Wunderland-Charakter, was wiederum gut zum Schreibstil passt.
Ich für meinen Teil fand die Geschichte wirklich außergewöhnlich. Da es hier aber auch etwas düster wird, würde ich das Buch aber eher für ältere Kinder empfehlen.