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Evie

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2026

Wenn man die Kontrolle verliert

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)
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Mila ist ziemlich zufrieden mit ihrem Leben, als sie mit ihrer Familie umziehen muss. In Zürich fühlt sie sich gar nicht wohl und all ihre Stützen scheinen wegzufallen. Deshalb sucht sie Trost im Essen, ...

Mila ist ziemlich zufrieden mit ihrem Leben, als sie mit ihrer Familie umziehen muss. In Zürich fühlt sie sich gar nicht wohl und all ihre Stützen scheinen wegzufallen. Deshalb sucht sie Trost im Essen, doch als sich ihr Körper ändert, fällt sie in ein dunkles Loch. Sie entwickelt eine Essstörung und landet in einer Klinik, wo sie auf Nicolas trifft, der für sie ein Lichtblick ist.

Mila mochte ich gerne. Sie ist noch ein Teenager, weshalb sie sich manchmal etwas kindisch verhält oder auch mal überreagiert, trotzdem konnte ich mich in sie hineinversetzen und ich habe mit ihr mitgefühlt.
Das Buch hat einige gute Protagonisten. Von denen hat jeder so seine Eigenheiten und macht auch mal Fehler, was authentisch und sympathisch wirkt.
Die Handlung hat mich positiv überrascht. Im Klappentext wird bereits deutlich, dass es um eine Essstörung geht, jedoch habe ich nicht erwartet, dass die so eine große Rolle spielen wird. Das Thema steht stark im Fokus, wurde aber sensibel behandelt und man konnte sich durch die ausführlichen Beschreibungen vorstellen, wie schlimm so eine Krankheit ist, auch wenn man nicht selbst betroffen ist. Mich hat das Geschriebene stark berührt und in manchen Momenten musste ich schlucken. Aber nicht nur Magersucht spielt eine Rolle, auch Alkoholismus kommt vor. Die Romance mochte ich gerne und ich finde es gut, dass sie zwar wichtig ist, das Hauptthema aber nicht überschattet. Es gab einen Moment, der mich wirklich überrascht hat und ich bin gespannt, wie sich alles im nächsten Band entwickeln wird.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Sie schreibt leicht, obwohl das Thema schwer ist. Man kommt gut voran, ich persönlich bin aber kein Fan von langen Kapiteln. Die Gefühle und Gedanken von Mila sind sehr ausführlich beschrieben, weshalb man gut eine Verbindung zu ihr aufbauen kann und mit ihr mitfühlt.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einen Young Adult Roman sucht, der das Thema Magersucht mit einer Romance kombiniert. Das Buch hat einige schöne, aber auch harte Momente. Mila zeigt einem, wie schwer das Leben manchmal sein kann, aber auch, dass es sich mit viel Arbeit und Unterstützung wieder zum Besseren wenden kann. Mich hat die Geschichte berührt und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Die Höllenprüfungen

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Sora entstammt einer Familie mit magischen Fähigkeiten, da sie aber keine hat, wird sie ausgeschlossen. Eines Tages kommt eine Nachricht von ihrem Vater und sie kehrt zu ihrem Clan zurück, wobei sie ein ...

Sora entstammt einer Familie mit magischen Fähigkeiten, da sie aber keine hat, wird sie ausgeschlossen. Eines Tages kommt eine Nachricht von ihrem Vater und sie kehrt zu ihrem Clan zurück, wobei sie ein Ziel verfolgt. Womit sie nicht gerechnet hat ist, dass sie sich schon bald verschiedenen Prüfungen wird stellen müssen.

Sora ist eine selbstbewusste Person, die für sich und andere einsteht. Sie hat mir als Hauptperson gut gefallen, weil sie mutig und klug ist und auch Freundlichkeit gezeigt hat. Der Gott Ran ist interessant. Am Anfang wirkt er unfreundlich und überheblich, mit der Zeit ändert sich das aber und er wird einem sympathisch. Ähnlich sieht es bei Soras Schwester Jia aus. Sie macht eine tolle Entwicklung durch, weshalb ich mich schon auf den nächsten Band freue, der aus ihrer Sicht ist.
Die Handlung mit den verschiedenen Prüfungen ist interessant gewesen, genauso wie das ganze Familiendrama. Die Höllenprüfungen sind recht brutal, womit ich so nicht gerechnet habe. Was mir an denen aber gefallen hat ist, dass sie einen Bezug zu Korea hatten und nicht einfach zufällige Aufgaben gewesen sind. Es gibt immer wieder spannende Momente und die ein oder andere überraschende Wendung, insgesamt konnte mich die Geschichte aber nicht ganz abholen und ich hätte gerne auch etwas mehr von Korea zu sehen bekommen.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Insbesondere die Prüfungen sind packend geschrieben und man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man sich für Korea und koreanische Legenden interessiert und gerne Bücher mit brutalen Prüfungen liest. Auch die Protagonisten finde ich gelungen und sie machen gute Entwicklung durch.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Durchwachsen

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Cordelia ist sowohl eine Hexe, als auch ein Werwolf. Sie lebt ein eher zurückgezogenes Leben mit ihrer Tante, als sie von dem Stellvertreter ihres Vaters, Bishop, ins Rudel gebracht wird. Sie entstammt ...

Cordelia ist sowohl eine Hexe, als auch ein Werwolf. Sie lebt ein eher zurückgezogenes Leben mit ihrer Tante, als sie von dem Stellvertreter ihres Vaters, Bishop, ins Rudel gebracht wird. Sie entstammt einer besonderen Blutlinie und soll Bishop heiraten, damit kein anderes Rudel an sie herankommt und von ihr profitieren kann.

Cordelia habe ich insgesamt recht sympathisch gefunden. Sie ist in manchen Momenten etwas naiv, hat aber ein starkes Durchhaltevermögen. Mit Bishop bin ich nicht wirklich warm geworden. Irgendwie ist er mir von Anfang an unsympathisch gewesen und mit ein paar Dingen die passiert sind oder auch nicht passiert sind, mochte ich ihn immer weniger.
In dem Buch kommen einige Personen vor und die meisten sind unsympathisch. Viele der Wölfe sagen ekelhafte Dinge über Frauen und behandeln diese auch schlecht. Ich weiß, dass das in eingen Büchern auch vorkommt und thematisiert wird, da greifen aber andere Protagonisten ein und die Abschnitte sind dann auch recht kurz. Hier ist es gefühlt das halbe Buch und ich habe mich deshalb oft aufgeregt.
Die Handlung hat Potential gehabt, aber die Geschichte hat sich in eine Richtung entwickelt, die mir nicht gefallen hat. Die ersten etwa 80-100 Seiten haben mich abgeholt. Der Anfang ist interessant und auch das Setting hat mir gut gefallen. Die Geschichte hat einen Regency-Vibe, was ich cool gefunden habe. Nach dem guten Anfang hat sich das Buch an vielen Stellen für mich gezogen. Vereinzelt gab es auch interessante Entwicklungen, die aber wieder abgelöst wurden von zähen Stellen.
Der Schreibstil ist in Ordnung. Mich konnte er nicht in einen Bann ziehen und wegen der sich nicht entwickelnden Handlung und der Misogynie musste ich mich etwas durch das Buch quälen.
Das Buch könnte interessant für jemanden sein der eine Urban-Fantasy sucht, die zur Regency-Zeit spielt und um Wölfe und Hexen geht. Man sollte sich nicht an einer sich langsam entwickelnden Handlung stören und auch nicht daran, dass einem einige Charaktere unsympathisch sein werden.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Tyl, der Adlerreiter

Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich
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Tyl verbringt gerne viel Zeit in der Natur und so kommt es, dass er einen verletzten Adler im Wald findet. Er pflegt ihn gesund und die beiden gehen eine besondere Verbindung ein. Eylo bringt Tyl zum Tal ...

Tyl verbringt gerne viel Zeit in der Natur und so kommt es, dass er einen verletzten Adler im Wald findet. Er pflegt ihn gesund und die beiden gehen eine besondere Verbindung ein. Eylo bringt Tyl zum Tal der Adlerreiter, was sein neues Zuhause sein könnte und wo auch andere Kinder wie er leben.

Tyl ist ein Protagonist, der der jungen Leserschaft gefallen wird. Im Verlauf der Geschichte wächst Tyl über sich hinaus und fasst selbstvertrauen. Er ist ein Junge, der das Herz am rechten Fleck hat und sein bestes gibt, um andere zu schützen.
Die Handlung hat mir gefallen, ich hätte am liebsten direkt noch mehr gelesen. Es ist interessant gewesen, etwas über die Adler und ihre Reiter zu erfahren und auch, in welcher Gefahr sie sich befinden. Auf den dunklen Lord trifft man hier noch nicht, aber auf die Falkenreiter. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird und wer zuerst an das herankommt, was verloren gegangen ist. Das Mittelalter-Setting hat mir gut gefallen. Ich mag Geschichten, die zu der Zeit spielen gerne und auch das Buch ist keine Ausnahme.
Im Buch sind ein paar Illustrationen, die mir gefallen haben. Der Zeichenstil passt gut zu der Zeit und der manchmal etwas düsteren Atmosphäre. Es gibt Illustrationen, die nehmen eine Seite oder eine Doppelseite ein, und welche, die kleiner sind. Den Mix finde ich gelungen.
Der Schreibstil ist packend und das Erzähltempo schnell, weshalb man leicht durch das Buch kommt und je nachdem, wie gerne und gut man liest, man es auch in einem Rutsch durchlesen kann.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man eine kurze Abenteuer-Geschichte lesen möchte, die Themen wie Freundschaft und Mut behandelt. Tyl und Eylo schließt man ins Herz und auch die anderen Adlerreiter sind interessante Personen. Die Verbindung zwischen den Adlern und ihren Reitern mochte ich auch gerne, weshalb ich mich schon sehr auf den zweiten Band freue.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Stock und Stein werden lebendig

Stock & Stein
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Stock und Stein entspannen sich in einer Jackentasche, als der Waschtag ansteht. Von einer erwachsenen Hand werden sie hinausgeworfen und stellen sich nun vor, was sie so alles erleben könnten, zum Beispiel ...

Stock und Stein entspannen sich in einer Jackentasche, als der Waschtag ansteht. Von einer erwachsenen Hand werden sie hinausgeworfen und stellen sich nun vor, was sie so alles erleben könnten, zum Beispiel könnten sie ans Meer reisen oder in einem Museum ausgestellt werden.

Jeder der Kinder in seinem Umfeld hat weiß, dass die gerne Dinge sammeln, und genau an diese Sammler richtet sich das Buch. Die Idee einem Stock und einem Stein Leben einzuhauchen, finde ich originell und interessant. Die Umsetzung hat mir insgesamt ganz gut gefallen, für mich hätte die Geschichte aber noch etwas länger sein können. Stock und Stein stellen sich humorvolle Dinge vor, es werden aber nicht nur die schönen Seiten eines Ausflugs aufgezeigt, sondern auch, was schief gehen kann.
Die Illustrationen finde ich ansprechend und trotz der Schlichtheit ausdrucksstark. Sie passen gut zu einer humoristischen Geschichte.
Am Ende gibt es noch eine Bastelanleitung mit einer schönen Idee, die bestimmt vielen Kindern gefallen wird.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn das Kind oder die Kinder draußen gerne Sachen sammeln. Die Kreativität wird angeregt, da man sich vorstellt, wie das Gesammelte ein eigenes Leben führt und die Geschichte hat mir mit dem Witz und der Idee gut gefallen.

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