Cover-Bild Wedding People (deutsche Ausgabe)
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 28.07.2025
  • ISBN: 9783751783972
Alison Espach

Wedding People (deutsche Ausgabe)

Roman | Witzig und berührend zugleich: eine Hommage an die Kraft menschlicher Bindungen

Zwei Frauen. Zwei Pläne. Und eine Woche, die alles verändert.

Als Phoebe Stone in einem grünen Seidenkleid und goldenen High Heels im prächtigen »Cornwall Inn« ankommt, wird sie von allen für einen Hochzeitsgast gehalten. Doch sie ist die Einzige, die nicht zum Feiern angereist ist. Seit Jahren hat sie davon geträumt, mit ihrem Mann hierherzukommen. Nun ist sie ohne ihn hier, am Tiefpunkt ihres Lebens, fest entschlossen, sich ein letztes Mal etwas zu gönnen, bevor sie mit allem Schluss macht. Dumm nur, dass sie ausgerechnet der Braut in die Quere kommt. Die hat jedes Detail und jede denkbare Katastrophe sorgfältig einkalkuliert - mit einer Ausnahme: Phoebe und deren Vorhaben. Als sich ihre Wege kreuzen, gerät alles aus dem Takt, und es setzt etwas in Gang, das keine von ihnen erwartet hat.

Absurd komisch und tief berührend erzählt Wedding People von den verschlungenen Wegen des Lebens und von den zufälligen Begegnungen, die manchmal nötig sind, um uns auf einen neuen Kurs zu bringen.

»Charmant und grandios. Ich wünschte, ich hätte es geschrieben.«

JOJO MOYES»Ein pures Vergnügen.« GUARDIAN

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2026

leider enttäuscht

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Das Cover ist mal etwas anderes und hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht.
In dem Buch geht es um Phoebe, die in einem hübschen Kleid in einem Hotel ankommt. Da zu der gleichen Zeit eine Hochzeitsgesellschaft ...

Das Cover ist mal etwas anderes und hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht.
In dem Buch geht es um Phoebe, die in einem hübschen Kleid in einem Hotel ankommt. Da zu der gleichen Zeit eine Hochzeitsgesellschaft anreist, denken alle, Phoebe gehört dazu. Doch in Wahrheit ist sie aus ganz anderen Gründen dort. Doch dabei hat sie nicht die Braut bedacht, die alles bis in das kleinste Detail kalkuliert hat. Nur eben nicht Phoebe.

Das Buch wurde auf Bookstagram gehypt und oftmals habe ich gelesen, dass es tiefgründig und emotional sei. Da ich genau solche Bücher sehr gern lese, war ich sehr gespannt was mich erwarten würde.
Ich hatte das Buch schon vor einiger Zeit angefangen, kam aber durch den Schreibstil so gar nicht rein. Bevor ich in eine Leseflaute gerutscht bin, habe ich es nochmal zur Seite gelegt und jetzt erneut gegriffen. Doch irgendwie wollte ich nicht mit dem Schreibstil warm werden. Erschwerend kam hinzu, dass ich ziemliche Probleme hatte, mich mit Phoebe zu identifizieren. Diese Kombination hat es mir schwer gemacht am Ball zu bleiben. Mit der Braut und den weiteren Begegnungen der Hochzeitsgäste kommt dann etwas Fahrt in die Handlung. Und bekommt das Buch ein bisschen Tiefe. Doch leider waren solche Momente eine Seltenheit und meist wirkte das Buch auf mich ziemlich oberflächlich. Und besonders das hat mich ziemlich enttäuscht: mit der Depression von Phoebe und ihrem geplanten Suizid hätte man dem Buch so viel mehr Tiefe geben können. Es hätte viel mehr zum nachdenken anregen können und vorallem hätte es emotional viel mehr bewegen können. Das war für mich leider gar nicht der Fall.
Und so reiht sich dieses Buch leider bei denen ein, wo ich durch den Hype leider falsche Erwartungen an das Buch hatte und es mich aus diesem Grund enttäuscht hat.
Fazit: Wer eine Geschichte mag, die eher leicht als emotional tiefgründig ist, ist bei diesem Buch genau richtig.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Crazy American Story

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Zum Schreibstil:
Ich musste mich hier echt erst ein wenig einlesen. Und das lag nicht nur daran, dass im Präsens geschrieben wurde, sondern vor allem auch daran, dass ich mich mit Phoebe erst anfreunden ...

Zum Schreibstil:
Ich musste mich hier echt erst ein wenig einlesen. Und das lag nicht nur daran, dass im Präsens geschrieben wurde, sondern vor allem auch daran, dass ich mich mit Phoebe erst anfreunden musste und (und das gehört für mich auch immer zum Schreibstil) die sehr vergangenheitslastige Erzählweise hat mich unheimlich darin gebremst, mich einzufühlen. Dazu kamen auch im späteren Erzählverlauf immer wieder längere Erzählpassagen, die nicht so richtig vorankamen.
Ansonsten ist der Schreibstil eher humoristisch, aber auch trocken und oft dramatisch, ohne dies auf einem Grundlevel zu halten. Ich war deshalb oft einfach irritiert und konnte nicht so richtig mit dem Flow gehen. Der Humor konnte dafür aber gut die eher depressive Anfangsstimmung von Phoebe ausgleichen.

Zur Geschichte allgemein:
Phoebe war für mich echt kein leichter Charakter. Einfach, weil ich mich so komplett gar nicht mit ihr identifizieren konnte. Sie lässt sich komplett hängen, macht alles von anderen abhängig von zeigt anfangs das Gegenteil von Optimismus. Man erfährt außerdem erst etwas später, weshalb sie so drauf ist, was natürlich erstmal viel Unverständnis erzeugt. Aufklärung gibt es über die Rückblicke, die aber gerade anfangs sehr große Teile der Geschichte einnehmen und den Eindruck bestätigen, dass Phoebe eher in der Vergangenheit lebt als in der Gegenwart.

Erst nach circa 100 Seiten nimmt das Buch so richtig Fahrt auf. Es wird wild und crazy. Denn auf der Hochzeit läuft plötzlich alles gar nicht mehr so wie geplant und Phoebe ist mittendrin. Schön war, wie Lila und Phoebe sich ergänzen. Wie sie voneinander lernen und beide nach und nach in ihrem Charakter reifen. Umso enttäuschender war es dann, als Phoebe doch wieder Rückschritte macht. Man weiß während der ganzen Handlung also praktisch nie, woran man ist. Selbst das Hochzeitspaar wird in Frage gestellt. Erzähltheoretisch war das super. Es passierten immer wieder unerwartete Dinge, alle müssen sich fragen, was sie wirklich wollen und die Charaktere der Figuren kamen immer mehr zum Vorschein. Was dabei aber vergessen wird, ist, dass Phoebe sich anfangs suizidieren will und es danach wenig bis gar nicht mehr thematisiert wird. Das finde ich schon eher problematisch, da es statistisch gesehen doch sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Mensch das so ohne weiteres, nur durch eine wilde Hochzeit, vergisst bzw. überwinden kann.

Auch, wenn das Thema und auch Phoebes Depressionen eher schwach thematisiert wurden, haben die Figuren dennoch bewiesen, dass sie auch tiefgründigere Gespräche führen konnten. Durch die durchwachsene Hochzeitsgesellschaft kamen immer wieder ganz unterschiedliche Leute dazu, miteinander zu reden und bringen immer mehr Facetten in Phoebes wie auch Lilas Perspektive. Das mochte ich ganz gerne und hat einen guten Ausgleich zu den eher lustigen Handlungselementen geschaffen. Es passierte aber auch nicht selten, dass die Dialoge ins schräge umschwenkten und es auf einmal komisch wurde, zu lesen oder auch einfach lang. Einiges hätte man an solchen Stellen definitiv noch kürzen können, während Phoebes Ausarbeitung noch ein paar Seiten mehr gebraucht hätte.

Ganz allgemein kann man dann vielleicht noch sagen, dass dies definitiv eine sehr konstruierte Geschichte ist. Ein Aufeinandertreffen von Figuren, die normalerweise eher nicht miteinander reden würden, Situationen, die wohl eher nicht gehäuft auftreten und eine Hochzeit, die vlt. im realen Leben schon längst abgesagt worden wäre. Damit muss man umgehen können:)

Fazit:
Das Buch konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Der Schreibstil wirkte auf mich oft sperrig, da die stark vergangenheitsorientierten Passagen den Lesefluss bremsten und der humoristisch-trockene Tonfall nicht immer stimmig wirkte. Auch Phoebe als Hauptfigur blieb mir lange fremd und schwer zugänglich, was das Einfühlen deutlich erschwerte. Zwar nahm die Handlung ab einem gewissen Punkt Fahrt auf und bot einige überraschende Wendungen sowie spannende Charakterentwicklungen, doch die schwache und stellenweise problematische Thematisierung von Phoebes Depressionen hinterließ einen faden Beigeschmack. Insgesamt wirkte die Geschichte zu konstruiert und unausgewogen, sodass die positiven Momente leider nicht genug Gewicht hatten.

2 von 5 Sterne von mir.

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