Cover-Bild Tata
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Gutkind Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 30.04.2026
  • ISBN: 9783989411203
Valérie Perrin

Tata

oder das Geheimnis meiner Tante Colette | Der fesselnde Bestseller über Familiengeheimnisse von Frankreichs meistgelesener Autorin Valérie Perrin
Hanne Reinhardt (Übersetzer)

»Welch bewegende Geschichte – halb Spannungsroman, halb Familienroman« Le Figaro

Als Agnès von der örtlichen Polizei erfährt, dass ihre Tante Colette gestorben ist, traut sie ihren Ohren nicht. Die Schwester ihres Vaters, ihre Tatá, ist doch bereits vor drei Jahren gestorben und liegt seither auf dem Friedhof von Gueugnon begraben.

Agnès wird aufgefordert, die Leiche zu identifizieren – und es besteht kein Zweifel: Es ist Tante Colette. Doch wer ruht dann unter dem Grabstein, der ihren Namen trägt? Und warum hat sie ihren eigenen Tod vorgetäuscht? Damit beginnt eine Reise in die Vergangenheit, während Agnès die vielen Geschichten zusammensetzt, die sich hinter dem zweiten Tod ihrer Tante verbergen.

Kunstvoll zeichnet die gefeierte internationale Bestsellerautorin Valérie Perrin unvergessliche Figuren, voller Ironie, Zartheit und Tiefe –  Tatá wird die Leserinnen und Leser bis zur letzten Seite nicht loslassen.


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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2026

Für mich ein absolutes Lesehighlight in diesem Jahr

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Ich wusste zu Beginn nicht wirklich, was mich bei diesem Roman erwarten würde und bin entsprechend offen, aber auch nicht euphorisch ans Lesen herangegangen. Ich muss sagen, mich hat dieser Roman vollkommen ...

Ich wusste zu Beginn nicht wirklich, was mich bei diesem Roman erwarten würde und bin entsprechend offen, aber auch nicht euphorisch ans Lesen herangegangen. Ich muss sagen, mich hat dieser Roman vollkommen überrascht und begeistert.

Die erfolgreiche Filmregisseurin und Drehbuchschreiberin Agnes erhält im Jahr 2010 von der Polizei die Nachricht, dass ihre Tante Colette verstorben sei. Allerdings hat sie diese bereits drei Jahre zuvor beerdigt. Agnes macht sich auf nach Gueugnon, die Heimatstadt ihrer Tante. Agnes selbst hat eigentlich schon genug mit sich selbst zu tun, erholt sie sich noch von der Trennung von ihrem Ex-Mann und der Tatsache, dass er sie durch eine jüngere Schauspielkollegin ersetzt hat. Wieder zurück in Gueugnon, wo Agnes viele ihrer Sommerferien verbracht hat, macht sie sich auf die Suche nach Erklärungen für den zweiten Tod ihrer Tante. Colette hat ihr einen Koffer voll mit Kassetten hinterlassen, die nach und nach ein Bild ergeben und Aufschluss über die geheimnisvollen Umstände von Agnes‘ Tod geben.

Neben dem 2010 sich abspielenden Handlungsstrang um Agnes wird auch Colettes Leben ab ihrer harten Jugend erzählt, wie sie sich für ihren jüngeren Bruder eingesetzt und für sich selbst einen Platz im Leben und in der Gemeinschaft von Gueugnon gefunden hat.

Zusammen ergeben beide Stränge ein komplexes Gesamtbild, ergänzt durch die Kassetten von Colette. Dies macht es aus meiner Sicht unfassbar spannend und man kann toll miträtseln. Gleichzeitig sind die Charaktere mit viel Liebe gezeichnet und auch da habe ich als Leserin über den Roman hinweg wirklich Nähe entwickeln können – obwohl für mich Colette bis zum Schluss rätselhaft geblieben ist. Valerie Perrin hat den Mut, sehr viele Themen in die Geschichte zu integrieren, auch sehr ernste, gesellschaftlich relevante. Mir hat die Mischung sehr gut gefallen und ich habe mich über jeden Nebenstrang und jedes – vermeintliche – Abschweifen gefreut. Der Schreibstil hat mich komplett in den Bann gezogen, obwohl man sich erstmal auf ihn einlassen muss. Wenn das gelingt, kann man mit „Tata“ viele schöne, spannende und emotionale Lesestunden verbringen.

Ich kann den Roman wärmstens weiterempfehlen, Französischkenntnisse können allerdings bei dem ein oder anderen Chanson-Text hilfreich sein. Allerdings ist das kein Muss, ich mochte die Authentizität auch ohne die wenigen eingestreuten Chanson-Texte zu verstehen.

Dass das Buch irgendwann ein Ende finden musste, habe ich sehr bedauert…

Veröffentlicht am 02.06.2026

Lesen und abtauchen ...

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TATA – ODER DAS GEHEIMNIS MEINER TANTE COLETTE
Valérie Perrin
ET: 30.04.26

Als die Polizei Agnès kontaktiert um ihr den Tod ihrer Tante Colette mitzuteilen, ist sie überzeugt, dass es sich um einen Irrtum ...

TATA – ODER DAS GEHEIMNIS MEINER TANTE COLETTE
Valérie Perrin
ET: 30.04.26

Als die Polizei Agnès kontaktiert um ihr den Tod ihrer Tante Colette mitzuteilen, ist sie überzeugt, dass es sich um einen Irrtum handeln muss. Schließlich wurde Colette bereits vor drei Jahren beerdigt und liegt seitdem auf dem Friedhof eines kleinen Ortes im Burgund. Doch schnell wird klar: Die Tote ist tatsächlich ihre Tante. Aber wer wurde dann damals beerdigt? Und warum hat Colette drei Jahre lang ihren Tod vorgetäuscht, obwohl die beiden immer ein inniges Verhältnis hatten?

Agnès reist in das kleine Städtchen zurück, in dem Colette ihr Leben lang als Schuhmacherin gearbeitet hat und in dem Agnès als Kind jede Ferien verbracht hat. Dort entdeckt sie in ihrem alten Zimmer einen Koffer voller Kassetten. Auf den Tonbändern erzählt Colette Stück für Stück die Wahrheit — über die unbekannte Tote, die vor drei Jahren an ihrer Stelle beerdigt wurde, über Schuld, Schweigen und über ein Leben voller Geheimnisse. Dabei öffnet sich nach und nach ein Geflecht aus Familiengeschichten, schmerzhaften Erfahrungen und verdrängten Wahrheiten, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.

Valérie Perrin hat mit diesem Roman ein beeindruckendes, vielschichtiges Werk geschaffen, das man nicht einfach nur „wegliest“. Nach und nach entfaltet sich ein dichtes Netz aus Schicksalen und Geschichten, die kunstvoll miteinander verwoben sind. Die Themen sind dabei alles andere als leicht: häusliche Gewalt, Mord, pädophile Übergriffe, Verlust, Angst — aber auch Liebe, Hoffnung und Neuanfänge spielen eine große Rolle.

Besonders gefallen hat mir die multiperspektivische Erzählweise. Obwohl die Handlung nicht chronologisch aufgebaut ist, fiel es mir nie schwer, der Geschichte zu folgen. Dennoch glaube ich, dass man dieses Buch möglichst ohne allzu lange Pausen lesen sollte, da man sonst leicht einzelne Zusammenhänge verlieren könnte.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: Das Ende war mir persönlich etwas zu überladen — hier wäre für mich weniger mehr gewesen. Aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau.
5/5

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Familie sind Menschen, die dich bedingungslos lieben

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„Tata“ ist ein Buch auf das man sich einlassen muss. Es ist kein Buch, das man einfach schnell wegliest. Dafür steckt viel zu viel Leben darin.

Der Roman verbindet unglaublich viele Themen miteinander: ...

„Tata“ ist ein Buch auf das man sich einlassen muss. Es ist kein Buch, das man einfach schnell wegliest. Dafür steckt viel zu viel Leben darin.

Der Roman verbindet unglaublich viele Themen miteinander: Familie, Schuld, Verlust, Missbrauch, Einsamkeit, Liebe und die Frage, wie sehr uns unsere Vergangenheit prägt. Und trotzdem wirkte nichts davon auf mich zu viel. Im Gegenteil. Alles greift nach und nach ineinander und wird immer dichter. Genau das mochte ich sehr.

Besonders berührt hat mich der Gedanke, dass Familie nicht immer etwas mit Blut zu tun haben muss. Dass manchmal gerade die Menschen, die ursprünglich fremd waren, diejenigen werden, die uns auffangen, prägen oder retten. Dieser Gedanke zieht sich für mich durch das ganze Buch.

Auch die Idee mit den Kassetten fand ich wunderschön. Dieses langsame Zurücklassen von Erinnerungen, das vorsichtige Freilegen eines ganzen Lebens. Das hat etwas unglaublich Nahes und Menschliches.

Und dann gab es Sätze, die mich komplett aus der Bahn geworfen haben. Vor allem dieser:

„Wie soll man nicht glauben, alle anderen seien besser als man selbst, wenn die eigene Mutter einen nicht liebt?“

Dieser Satz hat mich tief getroffen und lange nicht losgelassen. Vielleicht auch, weil er etwas in mir selbst berührt hat. Manche Erfahrungen verschwinden nie ganz und genau deshalb können Worte plötzlich so weh tun.

Ich kann verstehen, dass manchen Leser:innen die vielen Stränge oder Themen zu viel werden könnten. Für mich war genau diese Vielschichtigkeit aber eine große Stärke des Romans. Alles verdichtet sich immer weiter, vieles bekommt später eine neue Bedeutung und am Ende entsteht daraus eine sehr menschliche, emotionale und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte.

Ein Buch, das leise erzählt und gerade deshalb so intensiv nachhallt.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Wunderschön komplexe Lebensgeschichten

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Beginnend mit dem zweiten Tod ihrer Tante Colette rollt Agnes die Lebensgeschichten ihrer Verwandten auf, indem sie die Hintergründe erforscht. Nach und nach erfährt sie überraschende Details über ihre ...

Beginnend mit dem zweiten Tod ihrer Tante Colette rollt Agnes die Lebensgeschichten ihrer Verwandten auf, indem sie die Hintergründe erforscht. Nach und nach erfährt sie überraschende Details über ihre Eltern und ihre Tante und es werden die Lebensgeschichten verschiedener Generationen sichtbar. Das Buch ist sehr spannend, es bewegt sich zwischen Krimi, Geschichtsdrama und sozialkritischem Roman und hat eine große, vielschichtige Tiefe. Es ist voll von liebenswerten Charakteren, von Menschen, die sich trennen und wiederfinden und aus Liebe unglaubliche Dinge tun. Verloren geglaubte Schulfreunde und Beziehungen, die ein ganzes Leben überdauern, werden ebenso meisterhaft erzählt wie das Familiendrama rund um Agnes und Colette. Der Schreibstil ist einwandfrei, es gibt verschiedene Erzählperspektiven und mich hat die Sprache ebenso gefangen wie der Inhalt und ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Das war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht das letzte.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Familiengeheimnisse

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In einer französischen Provinzstadt entfaltet Valérie Perrin zunächst ein melancholisches Panorama, das bald zu einem spannungsreiches Geflecht aus Geheimnissen und unerwarteten Wendungen führt. Als Agnès ...

In einer französischen Provinzstadt entfaltet Valérie Perrin zunächst ein melancholisches Panorama, das bald zu einem spannungsreiches Geflecht aus Geheimnissen und unerwarteten Wendungen führt. Als Agnès die Vergangenheit ihrer Tante erforscht, gerät sie selbst in Gefahr. Bedrohung und Verwirrung wachsen, zugleich erzählt der Roman von Heilung, Rückkehr zu den Wurzeln und der Hoffnung auf ein besseres Leben. Temporeich, emotional und stilistisch überzeugend. Eine klare Empfehlung meinerseits.

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