Wenn das Ende erst der Anfang ist - spannende Drachen-Romantasy
Meine Meinung:
Ruck-zuck zieht einen diese Geschichte in ihren Bann, da Autorin Elise Kova nicht lange fackelt und Protagonistin Isola mit ihrem coolen Side-Kick Saipha gleich auf den ersten Seiten in ...
Meine Meinung:
Ruck-zuck zieht einen diese Geschichte in ihren Bann, da Autorin Elise Kova nicht lange fackelt und Protagonistin Isola mit ihrem coolen Side-Kick Saipha gleich auf den ersten Seiten in eine brenzlige Situation schickt. So taucht man atemlos ein in diese phantastische Geschichte um den letzten Rest der Menschheit, der sich in der Stadt Vingard verbarrikadiert hat, um den Drachen, die die Welt beherrschen zu entkommen. Einmal im Jahr müssen sich alle 18jährgen Vingards einer geheimnisvollen, gefährlichen Prüfung unterziehen, denn nur so kann sichergestellt werden, dass sie nicht den Fluch in sich tragen und sich eines Tages in einen todbringenden Drachen verwandeln…
Das klaustrophobisch anmutende Setting der verwinkelten und ständig vom Tod bedrohten Stadt Vingard ist großartig gewählt, und mit Isola und Saipha verfügt die Story über zwei starke, sympathische Charaktere, mit denen ich gerne mitgefiebert habe. Zu der klassischen, teils Quest-artigen und mitunter grausamen Prüfungs-Storyline gesellt sich eine slow-burn Romance. Eine gute Mischung, die zu dieser Geschichte passt und eng mit der Storyline verwoben ist. Stellenweise hat mir das Zusammenspiel zwischen Isola und Lucan aber doch zu breiten Raum eingenommen, gerade in der ersten Hälfte des Buches. Hier wäre für meinen Geschmack weniger mehr gewesen, da sich die beiden gefühlt immer wieder um die gleichen Themen drehen. Das war schon seeeehr „slow“.
Dennoch hat mich die Story von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, wobei nicht Isola oder Lucan mein liebster Charakter gewesen sind, sondern die toughe und so bedingungslos treue Saipha. Die einzelnen Prüfungen haben dabei zwischendurch immer wieder für Action und Schockmomente gesorgt. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass es hier „trotz Romantasy“ stellenweise durchaus blutig und brutal zugeht.
Richtig überrascht hat mich die Autorin dann gegen Ende dieses ersten Bandes, und zwar nicht nur einmal. Vor lauter überraschenden Plot-Twists konnte einem da beim Lesen regelrecht schwindelig werden. Großartig gemacht! Und selbstverständlich, wie bei einer Dilogie erwartbar, endet Band 1 derart offen, dass ich am liebsten sofort weitergelesen hätte.
Zur Hörbuchproduktion:
Im Hörbuch leiht Aileen Wrozyna ihre Stimme der Protagonistin Isola, und das macht sie sehr gut und authentisch. Mit viel Gefühl und stets passender Betonung verleiht sie Isola eine glaubwürdige Eigenständigkeit. Es macht Spaß, ihr zuzuhören!
FAZIT:
Düster, spannend, teils blutig und am Ende echt überraschend - eine klare Leseempfehlung!