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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2026

Nicht meins

Die Straße
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Der Roman "Die Straße" von Robert Seethaler handelt von den Bewohnern der Heidestraße. Die Dauer der Geschichte umfasst ein Jahr und der Roman beschreibt die Augenblicke der unterschiedlichen Anwohner ...

Der Roman "Die Straße" von Robert Seethaler handelt von den Bewohnern der Heidestraße. Die Dauer der Geschichte umfasst ein Jahr und der Roman beschreibt die Augenblicke der unterschiedlichen Anwohner in dieser Straße.
Ich kann nur von der Hörbuchversion sprechen, aber der Roman ist nicht mein Fall. Als Hörer habe ich keinen Bezug zu den Figuren aufgebaut, vor allem, weil sie keine Namen hatten und die einzelnen Kapitel sehr kurz waren. Der Sprecher Matthias Brandt hat meiner Meinung nach das Beste aus dem Roman geholt, insbesondere durch Anpassung der Stimme und Beton bei den jeweiligen Bewohnern. Jedoch war es als Hörer trotzdem schwierig zu verstehen, wann die Sichtweise gewechselt wird, obwohl eine Pause zwischen zwei Perspektiven gelassen wurde.
Insgesamt war es schwierig zu verstehen, etwas wirr und ohne eine Verbindung zu den Personen, was ich sehr schade finde.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Reise durch die Zeit

Die Mitternachtsreise
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In "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig zieht das Leben von Wilbur Budd nach seinem Tod nochmal an ihm vorbei. Zu Lebzeiten war er ein erfolgreicher und bekannter, aber auch einsamer Mann.
Mit hat es ...

In "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig zieht das Leben von Wilbur Budd nach seinem Tod nochmal an ihm vorbei. Zu Lebzeiten war er ein erfolgreicher und bekannter, aber auch einsamer Mann.
Mit hat es gut gefallen, dass es im Roman viel um das Lesen und Bücher geht. Gleichzeitig ist es tiefgründig und stellt die Prioritäten im Leben in Frage.
Die Geschichte wird allein aus Wilburs Sichtweise in der personalen Erzählweise (Er-Form) geschrieben. Dadurch besitzt man als Leser zwar noch eine gewisse Distanz zur Hauptfigur, jedoch konnte ich trotzdem eine gute Verbindung zu Wilbur aufbauen und mich in ihn hineinversetzen.
Der Schreibstil ist eher ruhig und bedacht und liest sich sehr flüssig und angenehm.
Fazit: wer ein spannendes Buch sucht, das er kaum aus der Hand legen kann, ist hier falsch. Wer aber ein Buch voller Tiefgang, Lebensphilosophie und Liebe zu Büchern sucht, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Viele Verdächtige und überraschende Wendungen

Home Before Dark
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Der Thriller "Home Before Dark" von Eva Björg Ægisdóttir handelt von Marsibil und ihrer älteren Schwester Stina, die im Winter 1967 beinahe spurlos verschwindet - nur ihre blutige Jacke wird am Wegesrand ...

Der Thriller "Home Before Dark" von Eva Björg Ægisdóttir handelt von Marsibil und ihrer älteren Schwester Stina, die im Winter 1967 beinahe spurlos verschwindet - nur ihre blutige Jacke wird am Wegesrand gefunden. Der Fundort der Jacke ist derselbe, an dem sich Marsibil mit ihrem Brieffreund das erste Mal treffen wollte. Zufällig auch genau zum selben Zeitpunkt, an dem Stina verschwindet. Diese Tatsache lässt Marsibil nie los und zehn Jahre später beginnt sie, nach ihrer Schwester zu suchen.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven und Zeitsträngen erzählt: Stina im Jahr 1967 und Marsibil im Jahr 1977. Für beides wurde die Ich-Perspektive gewählt, was mir gut gefallen hat, da ich schnell zu den beiden Schwestern eine Verbindung aufbauen konnte.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und baut über das ganze Buch hinweg eine Spannung auf. Es macht Spaß, Marsibil zu begleiten und zu erraten, wer etwas mit Stinas Verschwinden zu tun hat und da gibt es einige Verdächtige. Während der Geschichte gab es einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Enttäuschend

Beth is dead
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Der Thriller "Beth is dead" von Katie Bernet handelt von den vier Schwestern Beth, Jo, Amy und Meg. Beth wird zu Beginn des Buches tot im Park aufgefunden und das Rennen zur Ermittlung des Täters beginnt ...

Der Thriller "Beth is dead" von Katie Bernet handelt von den vier Schwestern Beth, Jo, Amy und Meg. Beth wird zu Beginn des Buches tot im Park aufgefunden und das Rennen zur Ermittlung des Täters beginnt - selbst die Schwestern scheuen sich nicht davor, sich gegenseitig zu verdächtigen.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt: vorher (vor Beths Tod) und heute. Zusätzlich gibt es vier Perspektiven, jeweils als Ich-Erzähler: Beth (nur "vorher"), Jo, Amy und Meg.
Insgesamt habe ich mir sehr viel vom Buch versprochen, jedoch fehlt es meiner Meinung nach den Hauptfiguren an Tiefe. Es gibt zu viele Perspektiven, die sich schnell abwechseln als dass man sich gut in jede der Schwestern hineinversetzen könnte.
Die Schreibweise lässt zwar ein flüssiges Lesen zu, jedoch ist der Text leider nicht spannend geschrieben. Auch wenn man rational weiß: das soll jetzt spannend sein, aber der Funke ist bei mir leider nicht übergesprungen.
Fazit: die Grundidee hinter der Geschichte ist klasse, leider hat mich der Thriller nicht berührt und ich konnte mich auch nur schwer eine Verbindung zu den Schwestern aufbauen.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Das Meer gibt nichts zurück

Meeresdunkel
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Der Thriller Meeresdunkel von Till Raether handelt von zwei deutschen Familien, die scheinbar durch einen Buchungsfehler für denselben Zeitraum dieselbe Finca auf Mallorca gebucht haben. Zunächst scheint ...

Der Thriller Meeresdunkel von Till Raether handelt von zwei deutschen Familien, die scheinbar durch einen Buchungsfehler für denselben Zeitraum dieselbe Finca auf Mallorca gebucht haben. Zunächst scheint alles gut zu laufen, doch dann zieht ein Sturm auf und die Ereignisse überschlagen sich.
Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Henrike, Samuel und Juri geschrieben; jeweils als personaler Erzähler. Henrike ist eine der beiden Familienmütter, Samuel ist der Vater der anderen Familie und Juri ist der achtjährige Sohn von Samuel. Diese Aufteilung ist eher ungewohnt, vor allem Juris Sicht, jedoch rundet sie die Geschichte ab. Der Autor schreibt stets nachvollziehbar und unkompliziert, sodass ein flüssiges und angenehmes Lesen gut möglich ist.
An sich passiert während der Geschichte nicht viel: sie spielt sich zum Großteil in der Finca ab. Die Spannung wird eher dadurch erzeugt, was die Personen voneinander erfahren und wie ihre Vergangenheit nach und nach aufgedeckt wird. Insgesamt hätte der Autor den Leser noch etwas mehr auf die Folter spannen können.

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