ein zweiter Blick
Da es bereits der 10. Band der Reihe mit Lena Lorenzen und ihrem Team ist, empfehle ich, zumindest einige der vorigen Bücher zu lesen, damit man vor allem die persönlichen Hintergrundgeschichten der Charaktere ...
Da es bereits der 10. Band der Reihe mit Lena Lorenzen und ihrem Team ist, empfehle ich, zumindest einige der vorigen Bücher zu lesen, damit man vor allem die persönlichen Hintergrundgeschichten der Charaktere und ihre Entwicklung im Laufe der Jahre nachvollziehen kann. Der Ermittlungsfall selbst ist in sich abgeschlossen und könnte auch alleine gelesen werden, aber es fehlt dann der persönliche Bezug dazu, da vor allem das Privatleben und die Beziehungsgeschichten einen großen Stellenwert haben und auch hier wieder thematisiert werden, vor allem Paarbeziehungen, Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Der Fall startet mit dem Aufrollen eines grausamen Falles, indem eine Mutter scheinbar ihre beiden Kinder und sich selbst getötet hat. Recht schnell wurde dies so festgestellt, obwohl es Zweifel gab und von höheren Instanzen die Ermittlungen stark zurückgefahren. Lena und ihr Team begeben sich auf die Insel Föhr und rollen den Fall neu auf, was nicht ganz einfach ist und sich mit der Zeit noch dramatisiert, indem der Fall mit immer neuen Zusammenhängen größer wird als er am Anfang den Anschein hatte. Mir gefallen die ruhigen, strukturieren Ermittlungsansätze, das Einbeziehen, dass Ermittler*innen auch Personen mit Privatleben neben ihrem Beruf sind und mit alltäglichen Sorgen und Problemen kämpfen sehr gut. Zudem wirken die Charaktere authentisch und emotional, das Inselflair kommt ebenfalls gut zur Geltung, sodass ich gerne noch viele weitere Fälle von ihnen lesen möchte.