Voller Vorfreude auf sein Amt als Bundespräsident bezieht Armin Laschet sein neues Büro im Schloss Bellevue. Die Aussicht auf die bevorstehenden Bankette mit vorzüglichem Wein sowie die Begegnungen mit spannenden Menschen beflügelt ihn. Dass er nicht wie der Kanzler permanent schwierige Entscheidungen treffen, sondern lediglich ein paar hübsche Reden halten muss, ist ganz nach seinem Geschmack.
Da staunt er nicht schlecht, als sich plötzlich in seinem Büro eine Geheimtür öffnet und ein grau melierter, durchtrainierter Herr den Raum betritt. Der Mann, der sich als Nummer 1 vorstellt, ist der Chef einer streng geheimen Spionage-Spezialeinheit, deren Zentrale viele Meter unter dem Schloss Bellevue liegt. Denn was Armin bislang nicht wusste: Die eigentliche Aufgabe eines Bundespräsidenten besteht darin, Elite-Spione – getarnt als Entourage – an Orte zu bringen, zu denen sie sonst keinen Zutritt hätten: in Paläste, Privatvillen von Milliardären oder High-Tech-Fabrikanlagen. Und Armins Mission ist es, den Agenten unauffällig zu helfen. Gleichwohl: Unauffälligkeit ist nicht unbedingt Armins Stärke ...
Das Cover ist in typischer Safier-Manier und passt damit zu den anderen Büchern und hat Wiedererkennungswert. Grundsätzlich finde ich die Karikatur auf dem Buch sehr gut getroffen.
Auch das Buch selbst ...
Das Cover ist in typischer Safier-Manier und passt damit zu den anderen Büchern und hat Wiedererkennungswert. Grundsätzlich finde ich die Karikatur auf dem Buch sehr gut getroffen.
Auch das Buch selbst ist in typischer Safier-Art geschrieben. Ich war ja zu Beginn etwas skeptisch, aber ich wurde positiv überrascht. Der Laschet in diesem Buch ist durchaus selbstkritisch, als auch Gesellschaftskritisch. Natürlich ist das Buch durch und durch unrealistisch und unlogisch. Auch haben die genannten Personen zum Großteil wahrscheinlich wenig mit den echten Personen gemein. Allerdings ist es einfach nur lustig geschrieben, ich musste an so vielen Stellen lachen. Dadurch war es ein wirklich kurzweiliges Buch, das durchaus viel Freude bereitet hat.
Fazit: Ein netter Roman für zwischendurch, bei dem man einfach lachen muss.
Armin Laschet freut sich, dass er statt Bundeskanzler nun Bundespräsident geworden ist. Seinen Einzug ins Schloss Bellevue hat er sich jedoch anders vorgestellt. Sein Amtsvorgänger wollte keinen Fuß mehr ...
Armin Laschet freut sich, dass er statt Bundeskanzler nun Bundespräsident geworden ist. Seinen Einzug ins Schloss Bellevue hat er sich jedoch anders vorgestellt. Sein Amtsvorgänger wollte keinen Fuß mehr hineinsetzen und so erkundet er die Räumlichkeiten um dort auf seltsame Personen zu stoßen. Nebenbei beherbergt das Schloss auch Geheimagenten, die durch den Präsidenten überall mit hingeschleust werden können. Glücklicherweise ist da auch Kimmi, das Nachbarskind aus der Aachener Reihenhaussiedlung, die für seinen Social Media Auftritt engagiert wurde und ihn immer noch Onkel Laschi nennt. Doch so nebenbei ist sie auch Geheimagentin. Als gleich am ersten Tag ein Anschlag auf Laschet erfolgt, überschlagen sich die Ereignisse und auch Laschet muss in Aktion treten.
Völlig überdreht, sehr witzig und in einem Rutsch gut zu lesen. Besonders das Battle zwischen Lachet und Söder hat mir sehr gut gefallen. Hier werden Politiker mit all ihren Schwächen, auch manchen Stärken gezeigt, jedoch nie verletzend oder unter der Gürtellinie. Einzig die Handlung rund um die Maus waren zu viel des Guten. Gegenüber der Serie um Miss Merkel fehlte es ein wenig an Tiefgründigkeit.
Armin Laschet ist frisch gebackener Bundespräsident und zieht in sein neues Domizil ein was schon ein großer Schritt von seiner Gemeindebauwohnung ist. Noch ist er froh nicht Kanzler zu sein und träumt ...
Armin Laschet ist frisch gebackener Bundespräsident und zieht in sein neues Domizil ein was schon ein großer Schritt von seiner Gemeindebauwohnung ist. Noch ist er froh nicht Kanzler zu sein und träumt davon sich mit Berühmtheiten zu treffen. Da weiß er noch nicht, dass er bald Teil einer Geheimoperation ist bei der die ganze Welt in Gefahr ist und jemand versucht ihn zu töten.
Das Buch ist kurzweilig geschrieben und flüssig zu lesen. Ich habe mich gut amüsiert beim lesen, vor allem wegen Mausi. Im Gegensatz zu z.B. Mieses Karma ist dieses Buch doch eher seicht und sehr fern der Realität. Was es aber ist, ist unterhaltsam und schon auch witzig. Im Vergleich mit Mrs. Merkel ist Armin charakterlich schon ganz anders dargestellt und lockerer. Fand ich gut.
Alles in allem ist es ein gutes Buch um mal ein paar Stunden abschalten zu können mit einem guten Gefühl.
Ganz anders als „Miss Merkel“ – aber herrlich verrückt! Ich muss zugeben, ich hatte mir von David Safiers neuem Roman über Armin Laschet, „00-Laschet“, etwas Ähnliches erhofft wie von seiner „Miss Merkel“-Reihe. ...
Ganz anders als „Miss Merkel“ – aber herrlich verrückt! Ich muss zugeben, ich hatte mir von David Safiers neuem Roman über Armin Laschet, „00-Laschet“, etwas Ähnliches erhofft wie von seiner „Miss Merkel“-Reihe. Aber ich habe mich geirrt, denn genau das ist hier absolut nicht der Fall. David Safier hat die Story stattdessen in einen wilden Mix aus Fantasy und Science-Fiction verwandelt. Beim Lesen hatte ich weniger das Gefühl, ein normales Buch vor mir zu haben, als vielmehr durch einen Comic zu blättern, der einfach nur in Worte gefasst wurde. Alles ist überspitzt und es wimmelt nur so von Technologien, die es in unserer Realität überhaupt nicht gibt.
Die Charaktere sind durch die Bank weg total überzeichnet. An manchen Stellen musste ich unwillkürlich an „Asterix und Obelix“ denken, weil die Tonalität so stark daran erinnert. Armin Laschet selbst kommt mit seiner gutmütigen, manchmal etwas tollpatschigen und leicht naiven Art aber eigentlich super weg. Seine Familie ist ihm das Wichtigste, er sehnt sich total nach seinem Aachener Reihenhaus zurück und hat im Grunde kein Interesse daran, in geheimer Mission unterwegs zu sein. Das krasse Gegenteil von ihm ist Kimmi, die von ihren Kollegen bloß „Nummer 12“ genannt wird. Sie ist eine echte Spionin: phasenweise eiskalt, athletisch und absolut jeder Herausforderung gewachsen. Und dann ist da noch der eher zurückhaltende Waffenmeister „Nummer 7“. Wenn man ihn so sieht, traut man ihm die genialen technischen Erfindungen, die er da zusammenbastelt, erst mal gar nicht zu. Man unterschätzt ihn als Leser total. Aber er hat einen guten Grund, warum er seine Kollegin so verbissen beschützt und dafür sorgt, dass sie aus jeder brenzligen Situation heil wieder rauskommt. Der Autor baut übrigens einige Promis ein, König Charles III. zum Beispiel, seine völlig wild gewordene Ehefrau Camilla oder auch Brad Pitt. Die tauchen alle als pointierte Karikaturen auf und sorgen für echten Slapstick-Humor.
Richtig gut gefallen haben mir die Schauplätze, die einen megastarken Kontrast bilden und wie visuelle Bühnenbilder für die völlig überdrehte Handlung wirken. Auf der einen Seite das politische Berlin, welches sich aufgeteilt in die verstaubte, bodenständige Fassade des Schlosses Bellevue oben und eine hypermoderne, sterile Science-Fiction-Zentrale tief unter der Erde befindet. Auf der anderen Seite das Schloss Windsor in England. Das glänzt unten in royalem Prunk, verwandelt sich im ersten Stock aber blitzschnell in ein absurdes, fast schon gruseliges Waffenarsenal. Diverse Veranstaltungen innerhalb Europas, aber auch in Grönland werden besucht, die auch meistens vor imposanten Kulissen spielen.
Nach einem recht gemütlichen Start zieht das Tempo beim Lesen rasant an. Safier schreibt sehr direkt und zugänglich, treibt das Ganze durch kurze, knackige Dialoge voran und verteilt am laufenden Band popkulturelle Seitenhiebe. Die Spannung kommt hier allerdings nicht durch einen logisch durchdachten Kriminalfall auf. Man fragt sich eher, welche absolute Eskalation kommt wohl als Nächstes? Immer wenn man denkt, dümmer oder krasser kann es nicht mehr werden, setzt die nächste turbulente Comic-Action-Sequenz noch einen drauf. Das Buch ist ohne Frage super unterhaltsam und echt lustig. Mein größter Kritikpunkt ist aber, dass die Story einfach extrem unrealistisch ist. David Safier driftet hier in einen total klamaukigen Extrem-Slapstick ab. Wenn aus einer Luxusuhr plötzlich ein integriertes Drahtseil herausschießt, oder ein Wahrheitsserum versteckt ist, bricht das für mich jeden Anspruch auf Glaubwürdigkeit. Und genauso ging es mir bei den Asterix-Sprüchen zwischendurch. Wer einen cleveren, realitätsnahen Spionagethriller sucht, wird von diesem permanenten „Over-the-Top“-Irrsinn definitiv enttäuscht sein. Das Ganze funktioniert wirklich nur, wenn man bereit ist, sich voll und ganz auf dieses kalkulierte, cartoonhafte Chaos einzulassen.
Fazit:„00-Laschet“ ist lustig, kurzweilig, rasant und extrem bildhaft geschrieben. Die Maus, die auch auf dem Cover zu sehen ist und stets mit Armin im Bett liegt und sie sich den Käse teilen, ist sehr süß. Aber es bleibt eben Slapstick pur. Wegen der krass überzeichneten Effekte und dem bewussten Verzicht auf jeglichen Realismus ist das Buch am Ende absolute Geschmackssache. Für mich ist es ein humorvoller Comic in Textform für zwischendurch – besticht durch seine Absurdität, lässt aber in Sachen Tiefgang und Glaubwürdigkeit ordentlich Federn.
Der Humor ist eher freundlich, nicht bissig, dennoch halte ich den vorliegenden Roman für eine Art Satire. Die Grundidee, Armin Laschet zum Bundespräsidenten werden zu lassen und dieses hohe Amt völlig ...
Der Humor ist eher freundlich, nicht bissig, dennoch halte ich den vorliegenden Roman für eine Art Satire. Die Grundidee, Armin Laschet zum Bundespräsidenten werden zu lassen und dieses hohe Amt völlig anders zu definieren ist einfach köstlich.
Die humorvollen Spitzen gegen Politik und Gesellschaft sind eher milde, ein wenig mehr Biss hätte nicht geschadet. Nichtsdestotrotz bietet diese rasante und turbulente Komödie beste Unterhaltung, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe mich hervorragend amüsiert: Der Bundespräsident als Spielball des Bellevue-Geheimdienstes im Dienste seines Volkes unterwegs.
Eindeutig ein Spin-off von den Miss-Merkel-Krimis, ziemlich überkandidelt in Richtung eines - eher bürgerlichen - James Bond, darauf muss man erst mal kommen! Der Witz entsteht auch dadurch, dass Armin Laschet einer Vielzahl von real existierenden, prominenten Persönlichkeiten begegnet, die sich häufig ziemlich merkwürdig verhalten (König Charles, Camilla, Brad Pitt, Madonna, etc.) Pure Fantasie, aber sehr lustig. Die Freundschaft mit Schlossmaus "Mausi" ist ganz niedlich, aber doch etwas zu infantil.
Wer einen intelligenten Unterhaltungsroman lesen will, ohne dass es zu platt oder seicht wird, der wird hier gut bedient!