Isle Blind
Bachelorette PartyAnnelieses Junggesellinnenabschied auf der abgelegenen schwedischen Schäreninsel Isle Blind verspricht ein traumhaftes Wochenende. mit Yoga, Entspannung und Gesprächen unter den Freundinnen. Tessa, die ...
Annelieses Junggesellinnenabschied auf der abgelegenen schwedischen Schäreninsel Isle Blind verspricht ein traumhaftes Wochenende. mit Yoga, Entspannung und Gesprächen unter den Freundinnen. Tessa, die einen True-Crime-Podcast hatte, denkt bei der Insel allerdings an ein Verbrechen aus der Vergangenheit als 4 Mädchen spurlos verschwanden. Jetzt wurde auf der kleinen Insel von Irene ein Yoga-Wellness-Hotel aufgebaut. Irenes Schwester war eine der verschwundenen Personen. Die 6 Gäste vom Junggesellinnenabschied und Irene verstehen sich blendend, während der Koch Adam in seiner Küche werkt. Doch bald schon entdeckt Tessa, dass das Beiboot - ihr einziger Kontakt zum Festland - im offenen Meer treibt und ihr schwant Böses. Ihre Handys hat Irene unter sicherer Verwahrung und Tessa will nicht nur mehr über den Cold Case rausfinden, sondern befindet sich mittendrin in der Gefahr.
Das Cover des Buches entspricht dem Original und gefällt mir ausgezeichnet. Irritiert haben mich am Anfang 2 Sachen. Das Buch wurde aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt. Dies erklärte sich dadurch, da die schwedische Autorin, die in Spanien lebt, das Buch auf Englisch geschrieben hat. Nicht nachvollziehbar für mich ist allerdings der "deutsche" Titel, der ja auch im Original gleich heißt. Warum hat man den nicht ins Deutsche übersetzt? Im Buch ist auch immer von Junggesellinnenparty die Rede und nicht von einer Bachelorette Party unter der sich manche ältere LeserInnen nicht viel vorstellen können.
Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Dazu gibt es immer wieder rückblickende Kapitel zu den 4 ursprünglich Vermissten, was mir gut gefiel.
Diese Rückblicke gab es übrigens auch im einzigen bisherigen Buch, das ich von der Autoren-Tochter gelesen habe: " Das Dorf der toten Seelen". Dieses Buch ist allerdings viel besser als das gerade genannte, das mich überhaupt nicht überzeugen konnte.
Natürlich spielt das Buch auch ein wenig an die Ausgangslage von vielen Büchern an. Der Ursprung dazu wohl Agatha Christie´s "Und dann gabs keines mehr". Trotzdem ist die Geschichte eine ganz andere und ist auch mehr Thriller als Krimi.
Klarerweise ist einiges dann doch vorhersehbar; aber doch gibt es einige Überraschungen. Die Frage des Buches ist also weniger das "Who-Done-It", sondern mehr das Motiv.
Ich fühlte mich jedenfalls glänzend unterhalten und durch die relativ kurzen Kapiteln, die teilweise am Ende Cliffhanger bieten, ist es ein Buch, das man nicht so schnell aus der Hand legen will.
Fazit: Glänzender Thriller. 5 von 5 Sternen