Ein atemberaubender Thriller vom »Superstar des Nordic Noir«
Daily Express
Eine junge Frau versucht, im ländlichen Island das Verschwinden ihrer Schwester vor zehn Jahren aufzuklären. Doch immer wieder hat sie Mühe, Traum und Realität auseinanderzuhalten. Und sie hat Angst, dass sie die Nächste sein könnte.
November 1967: Die vierzehnjährige Marsibil hat einen heimlichen Brieffreund, der sich mit ihr treffen will. Sie verabredet sich mit ihm, ist aber nervös, denn sie hat sich als ihre ältere Schwester Stina ausgegeben, und am verabredeten Abend schafft sie es nicht zu dem Treffen. Dafür verschwindet ihre Schwester spurlos. Nur ihre blutbefleckte Anorakjacke wird an dem Ort gefunden, an dem Marsi sich mit ihrem Brieffreund verabredet hatte.
Zehn Jahre später bleibt Stinas Verschwinden weiterhin ungelöst. Marsi hat bisher aus Scham geschwiegen. Da erhält sie einen Brief – von ihrem ehemaligen Brieffreund. Jetzt muss sie die Wahrheit ans Licht bringen, auch wenn sie sich dabei nicht auf ihre eigenen Erinnerungen verlassen kann. Denn der Mörder ist immer noch auf freiem Fuß.
Das Buch "Home before dark" von Eva Björg Aegisdottir ist am 7. Mai 2026 auf 416 Seiten im KiWi-Verlag erschienen.
Nachdem diese Autorin für ihre Krimireihe bekannt ist, finde ich es sehr spannend, ein ...
Das Buch "Home before dark" von Eva Björg Aegisdottir ist am 7. Mai 2026 auf 416 Seiten im KiWi-Verlag erschienen.
Nachdem diese Autorin für ihre Krimireihe bekannt ist, finde ich es sehr spannend, ein separates Buch von ihr zu lesen außerhalb ihrer Serie.
Das Cover des Buches ist vielversprechend, Bücher mit einem farbigen und bedrucktem Schnitt wie in diesem Fall faszinieren mich besonders.
Die Geschichte handelt von zwei Schwestern, von denen die ältere verschwunden ist und springt zwischen den Jahren 1967 und 1977 hin und her.
1967 war das Jahr des Verschwindens, 1977 ist in diesem Buch die Gegenwart aus Sicht der jüngeren Schwester.
Die ersten Seiten waren für mich noch etwas undurchsichtig, die ständige Nennung der isländischen Orte fand ich zeitweise etwas anstrengend. Doch die Story zog mich in ihren Bann, und ich habe das Buch nicht mehr weggelegt und bis zur letzten Seite in einem Rutsch gelesen.
Für Leser, die besonders nordische Krimis und Thriller mögen, ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.
Inhalt: Vor zehn Jahren verschwand die junge Kristin auf dem Nachhauseweg spurlos. Seit dieser Nacht liegt ein Schatten über Marsibils Leben, denn sie kann nicht verstehen, dass ihre Schwester einfach ...
Inhalt: Vor zehn Jahren verschwand die junge Kristin auf dem Nachhauseweg spurlos. Seit dieser Nacht liegt ein Schatten über Marsibils Leben, denn sie kann nicht verstehen, dass ihre Schwester einfach verschwunden ist. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Zurück in ihrer Heimat bekommt Marsi plötzlich einen Brief von ihrem alten Brieffreund, der alte Wunden wieder aufreißt. Marsi versucht, mit der Vergangenheit abzuschließen, daher sucht sie ein letztes Mal nach ihrer Schwester und stößt dabei auf einige dunkle Geheimnisse. Als es dann zu einem weiteren Vorfall kommt, ist Marsi sich sicher, dass sie dem Täter schon sehr nahe gekommen ist. Vielleicht sogar zu nah.
Meinung: Das Cover in Kombination mit dem Farbschnitt finde ich schon sehr passend. Das Buch hat direkt eine richtige Sogwirkung auf mich gehabt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um die beiden Schwestern hat mich sehr gefesselt. Auch die kurzen Kapitel haben meinen Lesefluss noch gesteigert. Allerdings muss ich sagen, dass Marsi mir nicht sonderlich sympathisch war. Sie wirkte teilweise wirklich kalt und unnahbar. Die Spannung war im ganzen Buch schon ziemlich hoch angesetzt, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Allerdings fand ich das Ende etwas zu viel des Guten. Das hat mich eher nur nochmal verwirrt. Trotzdem war es ein Psychothriller, der seinem Namen alle Ehre macht.
Home Before Dark macht es mir nicht leicht, in die Geschichte reinzukommen. Der Prolog weckt sofort viele Fragen in mir und seine Kürze überrascht mich.
Im ersten Kapitel lerne ich Marsibil kennen. Es ...
Home Before Dark macht es mir nicht leicht, in die Geschichte reinzukommen. Der Prolog weckt sofort viele Fragen in mir und seine Kürze überrascht mich.
Im ersten Kapitel lerne ich Marsibil kennen. Es ist Mitte November 1977, und die Ich-Erzählerin ist am Ende ihrer Kräfte. Schon von Anfang an wirkt sie überspannt und neben der Spur. Sie leidet unter Schlaflosigkeit und ist so erschöpft, dass ich kaum eine Verbindung zu ihr aufbauen kann.
Gleichzeitig bekomme ich viele Details und Personen auf einmal, sodass ich hin- und hergerissen bin zwischen „es passiert unglaublich viel“ und „gleichzeitig passiert nichts“. Der Anfang fühlt sich für mich schwer und erdrückend an, und ich mache mir Sorgen, dass ich mit Home Before Dark vielleicht nicht warm werde.
Mein Lichtblick ist der Handlungsstrang mit Kristín, genannt Stina, Marsibils älterer Schwester. Er beginnt im Herbst 1966 und erdet mich. Vielleicht finde ich ihn auch deshalb so interessant, weil ich bereits weiß, dass Stina 1967 spurlos verschwindet und nicht wieder auftaucht. Dieses Rätsel möchte ich unbedingt ergründen.
Home Before Dark legt seinen Fokus stark auf die Wahrnehmungen der Ich‑Erzählerinnen und verbindet ihre Innenwelt mit ihrer subjektiv gefärbten Realität. Das sorgt für einen dichten Erzählstil mit klar erkennbarem Stimmprofil. Marsibil ist dabei die unzuverlässigste Erzählerin. Sie ist fraglos die komplexeste, aber auch die psychologisch fragilste Figur. Ihre Schuldgefühle rund um Stinas Verschwinden, kombiniert mit Schlafentzug und aufkeimender Paranoia erzeugen eine unheilvolle Grundstimmung. Immer wieder habe ich das Gefühl, dass sich Gefahr anbahnt.
Stinas Handlungsstrang ist dagegen heller und lebensfroher. Das liegt auch an ihr selbst, denn sie wirkt charismatisch. Kein Wunder, dass Marsibil am liebsten so sein möchte wie ihre Schwester.
Die Spannung steigt langsam an. Viele kleine Geheimnisse ziehen sich durch Home Before Dark. Sie wecken meine Neugier und ziehen mich immer weiter hinein. Ganz unmerklich beginnt sich die Geschichte in mir festzusetzen, leise und beständig, bis ich merke, dass sie mich nicht mehr loslässt. Was ist damals wirklich passiert? Hat Marsibils mysteriöser Brieffreund Bergur etwas mit Stinas Verschwinden zu tun? Wer könnte der Täter sein? Und sind nicht irgendwie alle im Dorf ein wenig fragwürdig?
Ich versinke immer tiefer in diesen Strudel aus angedeuteten Halluzinationen, verschwiegenen Wahrheiten und einer Dorfgemeinschaft, die sich nach außen offen und freundlich gibt, bei der aber jeder verdächtig erscheint. Jede Seite führt mich weiter in die psychischen Abgründe und zeigt am Ende eine Tragik, die mich erschüttert.
Die beiden Handlungsstränge entwickeln sich parallel und wechseln sich oft kapitelweise ab. Anfangs wirken sie wie zwei unabhängige Geschichten, doch sobald sich die Fäden verweben, packt mich die Begeisterung. Mein anfängliches Gefühl verfliegt und ich bin gefangen in meinen Spekulationen. Die Spannung zieht an, Wendungen überschlagen sich und meine Theorien lösen sich auf. Das Ende macht mich sprachlos. Ich habe nicht erwartet, was sich hier entwickelt, und bin beeindruckt, wie all die kleinen Details zu einem so fesselnden Psychothriller zusammenkommen. Dabei bleibt Home Before Dark stets ruhig erzählt. Trotzdem ist die Eindringlichkeit stets spürbar und lässt die Spannung bis zum Schluss nicht absinken.
Fazit:
Home Before Dark kann mich trotz des schweren Einstiegs immer tiefer in seine psychologische Spannung ziehen. Die Geschichte entfaltet ihre Wirkung leise, aber nachhaltig und wird für mich zu einem intensiven Psychothriller, der sich absolut lohnt.
Schon der Klappentext und das Cover haben mich angesprochen und mich dazu verleitet das Buch lesen zu wollen, doch ersten Seiten hatten mich dann vollkommen in ihrem Bann.
Die Autorin beschreibt die Umgebungen ...
Schon der Klappentext und das Cover haben mich angesprochen und mich dazu verleitet das Buch lesen zu wollen, doch ersten Seiten hatten mich dann vollkommen in ihrem Bann.
Die Autorin beschreibt die Umgebungen und Geschehnisse so bildlich, dass man sich gleich in das Ganze hineinversetzt fühlt und die Trostlosigkeit von Marsis Leben nach dem Verschwinden ihrer Schwester wirklich spüren kann. Man erfährt wie die Familie ist und es diese beeinflusst hat. Man erfährt aber auch in Rückblicken wie Stinas Leben war, bevor sie verschwand. Auch erfährt man was Marsi mit der ganzen Geschichte zu tun hat und dass sie die ganzen Jahre ein Geheimnis gut für sich behalten hat. Man lernt also beide Schwestern kennen und erfährt besonders viel über Stinas Leben mit ihren Wünschen und Träumen für die Zukunft.
Nun nach 10 Jahren hat sich aber etwas geändert und Marsi fängt an selbst zu ermitteln oder eher Dinge zu hinterfragen und sich Gedanken zu machen. Es ist ein langsamer und schleichender Vorgang, wie das ganze Buch, dass ohne brutale Szenen auskommt und doch fesselt.
Diese Perspektivenwechsel sind inzwischen sehr weit verbreitet, doch hier fand ich selbst sie wirklich ein passendes und gutes Mittel um die ganze Geschichte spannend und fesselnd zu verpacken und zu erzählen.
Fazit: Für mich ein gelungener Thriller, der fesselnd ist ohne zu aggressiv und brutal zu sein. In einem schönen Setting zu einer Zeit als das Leben noch einfacher und unbeschwerter schien und noch nicht alles voller Technik war und man über Handys Dinge schnell orten konnte. Ich habe mich sehr gut in das Buch hineinversetzen können und war sehr gefesselt davon erfahren zu wollen was mit Stina passiert ist. Definitiv eine Leseempfehlung von mit, wenn man auf Thriller steht und es auch gerne mal ruhiger und subtiler mag.
Marsi kehrt nach zehn Jahren in ihre Heimatstadt zurück. Kurz bevor sie gegangen ist, ist ihre Schwester Stina auf rätselhafte Weise verschwunden. Ein alter Brieffreund und neue Hinweise, bringen Marsi ...
Marsi kehrt nach zehn Jahren in ihre Heimatstadt zurück. Kurz bevor sie gegangen ist, ist ihre Schwester Stina auf rätselhafte Weise verschwunden. Ein alter Brieffreund und neue Hinweise, bringen Marsi dazu, sich wieder ihrer Vergangenheit zu stellen. Was ist in jener Nacht passiert? Eigentlich war Stina nur auf dem Weg nach Hause, von einer Freundin. Ihre Jacke wurde gefunden, doch Stina blieb verschwunden.
Ein atmosphärischer Thriller, der auf zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven erzählt wird. In den 60er Jahren erzählt Stina, in der Gegenwart lesen wir aus Marsis Sicht. Ganz langsam wird dadurch die Spannung aufgebaut, werden gut gehütete Geheimnisse enthüllt und verdrängte Erinnerungen hochgeholt. Besonders hat mir hier die Atmosphäre gefallen. Eine isländische Kleinstadt, der Nachbar ist 1,5 km entfernt. Die Dunkelheit, der Schnee, die Kälte. Jeder scheint etwas zu verbergen, viel zu viele Menschen kommen als Täter infrage. Eine unterschwellige Bedrohung ist stets da. In der Mitte gab es für mich ein paar Längen. Vielleicht auch, weil ich mir da schon sicher war, was passiert ist. Meine Theorie stimmte nicht und das Ende hat mich doch etwas überrascht.
Ein Psychothriller, der durch die großartige Atmosphäre überzeugt. Empfehle ich euch gern weiter.