Cover-Bild Der Gesang des Falken
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 01.06.2026
  • ISBN: 9783426564301
Lea Gerstenberger

Der Gesang des Falken

Historischer Roman

Frankreich zur Zeit der Renaissance: eine junge Frau zwischen politischen Intrigen und der Sehnsucht nach Freiheit

Anne Boleyn schrieb in England Geschichte. Doch ihr Charakter wurde in Frankreich geformt.  

Paris, 1514. Der königliche Hof glänzt vor Pracht und Reichtum, doch hinter den Kulissen herrschen Missgunst und Intrigen. Marcelle, die Tochter des Großstallmeisters, verabscheut dieses Theater. Wirklich glücklich ist sie nur fernab des Palastes beim Zeichnen und mit ihrem einzigen Freund Jean, dem Sohn des Großfalkners.

Als Marcelle von ihrem Vater gezwungen wird, sich als Hofdame der englischen Braut des Königs zu beweisen, wird ihr ein junges Mädchen zur Seite gestellt – Anne Boleyn. Sie scheint alle höfischen Tugenden zu verkörpern: elegant, gebildet, unnahbar. Deshalb darf sie auch in Frankreich bleiben, als ein neuer König den Thron besteigt. Doch Marcelle blickt bald hinter die Fassade der Engländerin und entdeckt in Anne eine Verbündete, deren Scharfsinn und verborgener Freiheitsdrang ihr imponieren. Kann ihre Freundschaft den beiden helfen, sich zwischen höfischen Intrigen und großen Träumen zu behaupten und ihren eigenen Weg zu finden?

In diesem atmosphärischen  und hochspannenden  historischen Debütroman entführt uns Lea Gerstenberger an den schillernden Hof von François I. Eine dramatische Geschichte über das Erwachsenwerden, die Bedeutung wahrer Freundschaft und das beeindruckende Umfeld, das die junge Anne Boleyn prägte.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2026

Interessanter Ausflug ins 16. Jahrhundert

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Inhalt

Paris, 1514: Marcelle, die Tochter des Großstallmeisters am königlichen Hof in Frankreich, ist wirklich glücklich nur fernab des Palastes beim Zeichnen und beim Trainieren der Falken mit ihrem ...

Inhalt

Paris, 1514: Marcelle, die Tochter des Großstallmeisters am königlichen Hof in Frankreich, ist wirklich glücklich nur fernab des Palastes beim Zeichnen und beim Trainieren der Falken mit ihrem einzigen Freund Jean, dem Sohn des Großfalkners. Bestimmte Umstände zwingen Marcelle dazu, sich als Hofdame der englischen Braut des Königs zu beweisen. Ihr wird die scheinbar perfekte Anne Boleyn zur Seite gestellt. Doch Marcelle blickt bald hinter die Fassade der jungen Engländerin und entdeckt in Anne eine Verbündete. Kann ihre Freundschaft den beiden helfen, sich zu behaupten und ihren eigenen Weg zu finden?

Meinung

Ich war sofort in der Geschichte drin. Die Sprache ist sehr angenehm und lebendig und doch nicht unpassend für Zeit, in der die Geschichte spielt. Hin und wieder eingeworfene altertümliche Begriffe jedenfalls lassen den Leser nicht vergessen, in welcher Zeit er sich gerade befindet.

Sowohl die Figuren sind differenziert dargestellt als auch die Ereignisse sehr nachvollziehbar beschrieben, und ich konnte mit den Figuren mitfühlen.

Ich habe es geliebt, in die Welt des 16. Jahrhunderts einzutauchen. Viele gut recherchierte Details machen die Geschichte spannend. So erfährt man neben der Falknerei auch einiges über die damaligen Ritterturniere und über das Leben der Frauen am Hofe.

Anne Boleyn ist eine sehr angenehme Protagonistin mit ihrer lebensfrohen Art. Leider erscheint sie in dieser Geschichte mitunter eher wie eine Nebenfigur.

Der Erzählstrang von Francoise, einer Hofdame und alten Freundin von Königin Claude, hatte mich gefangen genommen. Ich bekam jedes Mal Gänsehaut, wenn ich die vor Angst starre Francoise erlebte, sobald sie mit ihrem Gatten agierte (oder er mit ihr).

Marcelles Geschichte hingegen plätscherte zuerst ein bisschen dahin, nahm aber nach der Hälfte des Buches deutlich Fahrt auf.

Das Ende gibt dem Leser ein angenehmes Gefühl - ein Gefühl von Freiheit, mehr sei hier nicht verraten.

Die Personenliste am Buchanfang nebst Markierung, welche Personen historisch belegt sind, fand ich sehr hilfreich, und ich habe mehrmals darauf zurückgegriffen. Ebenso positiv hervorzuheben ist das hinten angehängte Kapitel darüber, was erdichtet und was Wahrheit ist. Wenn ein historischer Roman so eine Erläuterung nicht hat, fehlt mir immer etwas.

Fazit

Ich kann der jungen Autorin zu diesem grandiosen Debütroman nur gratulieren. Die jahrelange Recherche hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Wer etwas über das Leben am Hofe im 16. Jahrhundert erfahren möchte, ist mit diesem Buch gut bedient. Ich könnte mir vorstellen, weitere hoffentlich noch erscheinende Werke der Autorin zu lesen, wenn mich das Thema anspricht.

Von mir gibt es deshalb (unter Berücksichtigung, dass Anne Boleyn eher eine Nebenperson darstellte und Marcelles Geschichte anfangs etwas dahinplätscherte), 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Interessanter, spannender und auch gefühlvoller historischer Roman…

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Das Cover dieses Buches finde ich wunderschön und es passt richtig gut zu dieser Geschichte.

Paris, 1514. Marcelle lebt als Tochter des Großstallmeisters am königlichen Hof, doch sie verabscheut dieses ...

Das Cover dieses Buches finde ich wunderschön und es passt richtig gut zu dieser Geschichte.

Paris, 1514. Marcelle lebt als Tochter des Großstallmeisters am königlichen Hof, doch sie verabscheut dieses Leben. Diese Oberflächlichkeit. Zum Glück hat sie Jean, den Sohn des Großfalkners an ihrer Seite, ihren einzigen Freund. Sie verbringen fast jede freie Minute gemeinsam und sie hilft ihm, einen Falken zu dressieren. Doch dann zwingt ihr Vater sie, als Hofdame zu arbeiten und sich zu beweisen. Ihr wird Anne Boleyn an die Seite gestellt, die genau die Erwartungen erfüllt. Schnell werden die beiden beste Freundinnen und Marcelle fängt an zu hinterfragen, was sie im Leben wirklich will. Wird sie ihren Weg finden?

In die Geschichte bin ich richtig gut reingekommen. Man lernt gleich am Anfang Marcelle und Jean kennen. Beide mochte ich sofort und habe sie in mein Herz geschlossen.
Marcelle ist ein junge Frau, die bis zu diesem Zeitpunkt ein recht freies Leben als Frau leben durfte und sie hat es sehr genossen. Doch dann wird dafür gesorgt, dass dieses Leben abrupt endet und sie als Hofdame tätig werden muss. Das sagt ihr nicht wirklich zu, doch sie lernt Anne kennen und versucht das Beste aus dieser Situation zu machen. Marcelle wächst an ihren Herausforderungen und lernt durch Anne, Dinge kritisch zu betrachten. Auch der Umgang mit ihrer besonderen Kunst macht es ihr nicht leicht. Zwar darf sie Kontakt zu einem großem Künstler haben, jedoch steht ihr dieser Weg als Frau nicht frei und sie hadert immer wieder mit sich und ihrem Leben. Als ihr die Liebe begegnet merkt man schnell, wie unbedarft Marcelle noch ist und sie ist zu niedlich. Doch auch dieses Thema führt sie zu einem neuen inneren Konflikt. Marcelle ist super sympathisch und sehr authentisch und hat es mir viel Spaß gemacht, diese Welt gemeinsam mit ihr zu erkunden.

Jean fand ich auch herzerwärmend. Er kämpft um das Ansehen seines Vaters und tut alles, um zu gefallen. Trotzdem empfindet er es so, als genüge er nie. Da sind Selbstzweifel, Sorgen und auch eine innere Zerrissenheit und er hat mich in seiner Art einige Male sehr berührt. Auch seine Traumfrau scheint ihn nicht zu sehen, aber ihr zuliebe würde er auf sein persönliches Glück verzichten. Trotzdem gibt er nie auf und sucht immer neue Wege und Ansätze für sich. Seine Entwicklung hat mir richtig gut gefallen und auch ihn fand ich so lebensecht. Man möchte ihn eigentlich immer in den Arm nehmen und ihm gut zureden.

Alle anderen Figuren haben mir auch sehr gefallen. Jede Figur hat eine eigene Motivation und war liebevoll gezeichnet. Beim König war ich hin und hergerissen. Einige Male dachte ich, man der ist ja ganz gut drauf. Aber es gab dann auch Situation, in denen ich ihn eher abstoßend fand. Seine Frau Claude mochte ich dafür umso mehr. Sie verkörpert die Rolle der Frau der vorherrschenden Zeit und geht sehr ehrlich damit um. Ganz besonders berührt hat mich aber das Schicksal von Francoise. Ihren Ehemann de Laval fand ich echt abartig, wenn man betrachtet wie er sie zur Frau bekommen hat und wie er mit ihr umgeht. Sie findet dann zwar einen Weg, aber im Grunde auch nur, weil ihr nichts anderes übrig bleibt. Krass! Ein wenig enttäuscht war ich von Anne. Leider habe ich sie wirklich nur als Nebenfigur wahrgenommen, hatte aber nach dem Klappentext erwartet, dass man mehr über sie erfährt. Trotzdem mochte ich sie als Figur in ihrer Darstellung.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es gibt viele kleinere und größere Konflikte, Geheimnisse, Intrigen und überraschende Wendungen. Mich hat es durchweg im Buch gehalten und ich fand es interessant und spannend. Vom höfischen Leben hätte ich gern noch etwas mehr gelesen. Auch die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen, weil ich es fühlen konnte. Die gewählten Themen fand ich äußerst interessant und auch super bearbeitet. Über das Falknern habe ich bisher noch nichts gelesen. Dadurch war es neu für mich und ich hab auch was dazugelernt. Und auch das Ende hat mich überzeugt und zufrieden zurückgelassen.

Der Schreibstil ist wirklich schön. Alles liest sich sehr angenehm und flüssig. Die Dialoge sind authentisch und unterhaltsam und lassen die Figuren noch lebendiger wirken. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen haben einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen lassen und mich in die Geschichte gesogen. Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene hat mich total abgeholt und ich konnte mich hervorragend in die Figuren, insbesondere in Marcelle, Jean und Francoise hineinversetzen und habe mit ihnen mitgelitten.

Von mir erhält dieses Buch eine klare Kaufempfehlung. Die Hauptfiguren sind sympathisch und lebensecht, aber auch alle anderen Figuren sind toll entwickelt, die Beschreibungen der Settings und der Atmosphäre sind sehr gelungen und lassen einen gut in die Geschichte eintauchen und gerade die Darstellung der emotionalen Ebene hat mich immer im Buch gehalten.

Vielen Dank an Lea Gerstenberger und den KNAUR Verlag für diese Geschichte.

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Veröffentlicht am 27.06.2026

Die Gesellschaft im Mittelalter

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Frankreich 1514: Marcelle ist die uneheliche Tochter eines italienischen Adligen. Als solche ist es ihr dennoch vergönnt, als Hofdame von Königin Claude dienen zu dürfen. Dabei bekommt sie allerlei Verstrickungen ...

Frankreich 1514: Marcelle ist die uneheliche Tochter eines italienischen Adligen. Als solche ist es ihr dennoch vergönnt, als Hofdame von Königin Claude dienen zu dürfen. Dabei bekommt sie allerlei Verstrickungen der höfischen Gesellschaft mit und freundet sich mit der Engländerin Anne Boleyn an.

„Der Gesang des Falken“ von Lea Gerstenberger ist ein Mittelalterroman über höfische Sitten und Verstrickungen.
Was habe ich erwartet? Um ehrlich zu sein hatte ich mir die Geschichte der Anne Boleyn erwartet, was nicht der Fall war. Dennoch war das absolut nicht negativ. 
Im Fokus steht hier Marcelle, ihre Herkunft, die Freundschaft zu Anne und zu ihrem Jugendfreund Jean. Weiterhin lernt der Leser weitere historische Persönlichkeiten kennen, u.a. Leonardo da Vinci.
Der Titel wiederum bildet quasi die Grundlage der Freundschaft zwischen Marcelle und Jean, spielt aber eher eine untergeordnete Rolle.
Mit den weiblichen Charakteren Marcelle, Anne, Francoise, aber auch Königin Claude lernt man starke Persönlichkeiten kennen, denen ihre Rolle in der Gesellschaft durchaus bewusst ist, dennoch lassen sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen und stehen „ihre Frau“. Wobei ich bei Francoise teilweise nicht wusste, ob ich sie für ihre Standhaftigkeit bewundern soll oder ob ich sie für ihr Leben bedauern soll. Hierbei muss sich jeder Lesende seine eigene Meinung bilden.
Im Verlauf der Geschichte sind einige Szenen dabei, die emotional sehr berührend sind bzw. es in sich haben.
Spannend fand ich auch die Liebesirrungen und -wirrungen der Adligen. Ebenso spannend fand ich die Beziehung zwischen Jean und seinem Vater, aber auch zwischen Marcelle und ihrem Vater. Obwohl wir uns mit der Geschichte im 16. Jahrhundert befinden, finde ich beide Väter recht fortschrittlich.
Leonardo da Vinci war auch interessant beschrieben. Ich habe bisher noch keinen Roman gelesen, in der er vorgekommen ist, weshalb es für mich interessant war, einige über ihn uns sein Leben aus Romanperspektive zu erfahren.

Mein Fazit: Ich lese recht selten mittelalterliche Romane, aber dieser war wirklich interessant. Die Damen der Geschichte würden für mich sogar teilweise noch als heutiges Vorbild, weshalb ich diese Figuren wirklich geschätzt habe. Einzig hätte ich mir mehr Hinführung zum Prolog gewünscht, denn das bleibt im Verborgenen.
Wer also historische Romane mag, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Freundschaft im Schatten der Krone

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Der Roman führt uns an den französischen Königshof zu Beginn des 16. Jahrhunderts, eine Welt voller Machtspiele, Intrigen und klarer gesellschaftlicher Hierarchien. Im Mittelpunkt stehen Marcelle, die ...

Der Roman führt uns an den französischen Königshof zu Beginn des 16. Jahrhunderts, eine Welt voller Machtspiele, Intrigen und klarer gesellschaftlicher Hierarchien. Im Mittelpunkt stehen Marcelle, die uneheliche Tochter eines Stallmeisters, und Anne Boleyn, die als Ehrenmädchen am Hof lebt und später als englische Königin Geschichte schreiben wird.

Zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich eine enge und tiefgehende Freundschaft, die das emotionale Zentrum der Handlung bildet. Durch ihre Beziehung wird der Hof nicht nur als politischer Schauplatz, sondern auch als persönlicher Lebensraum voller Hoffnungen, Grenzen und leiser Rebellion erfahrbar.

Besonders hilfreich ist die einleitende Übersicht der wichtigsten Figuren, die den Einstieg in die komplexe Hofgesellschaft erleichtert. Auch das Nachwort überzeugt, da es klar zwischen historischen Fakten und literarischer Fiktion unterscheidet und damit den historischen Kontext zusätzlich einordnet.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und schafft es, das Leben am Hof lebendig und anschaulich darzustellen. Dabei wird deutlich, wie stark das damalige Leben von männlicher Dominanz geprägt war und wie sehr Intrigen und Machtkämpfe den Alltag bestimmten.

Gleichzeitig zeigt der Roman die leisen, aber wichtigen Bestrebungen der beiden Frauen nach Selbstbestimmung. Erste Ansätze eines freieren Lebens werden spürbar, auch wenn sie noch vorsichtig und tastend bleiben.

Insgesamt verbindet „Der Gesang des Falken“ historische Fakten und fiktionale Elemente auf gelungene Weise. Starke weibliche Figuren, ein spannender historischer Hintergrund und die Atmosphäre der Renaissance machen den Roman zu einer gelungenen und gut recherchierten Lektüre.

Veröffentlicht am 24.06.2026

Unterhaltsamer Geschichtsunterricht

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Der französische Königshof Anfang des 16. Jahrhunderts. Wir lernen Marcelle, die uneheliche Tochter des Stallmeisters, und Anne Boleyn, ein Ehrenmädchen kennen. Anne Boleyn sollte später als Königin von ...

Der französische Königshof Anfang des 16. Jahrhunderts. Wir lernen Marcelle, die uneheliche Tochter des Stallmeisters, und Anne Boleyn, ein Ehrenmädchen kennen. Anne Boleyn sollte später als Königin von England in die Geschichtsbücher eingehen.
Zwischen den beiden jungen Frauen entsteht eine tiefe Freundschaft, die auch den Dreh- und Angelpunkt der Geschichte bildet.
Am Anfang des Romans steht eine Liste mit den Namen der wichtigsten Personen, die sehr nützlich ist. Im Nachwort wird ausgeführt, welche Bestandteile des Romans Fiktion und welche historische Fakten sind.
Der Schreibstil ist flüssig und man erhält eine gute Vorstellung vom damaligen Leben am französischen Hof. Ein Leben, das geprägt war von der Dominanz der Männer, Intrigen und Machtspielen.
Die beiden Frauen streben nach einem selbstbestimmten Leben und es lassen sich erste Ansätze erkennen, dass hier ein kleines Pflänzchen für ein freieres Leben wächst.
Insgesamt ist der Gesang des Falken ein Roman, der Geschichte und Fiktion überzeugend verbindet und sehr gut recherchiert ist. Starke Frauenfiguren, das Zeitalter der Renaissance und das Leben bei Hofe bieten gute Unterhaltung.
Ich hätte mir gewünscht, dass Anne Boleyn noch etwas mehr in den Mittelpunkt gestanden hätte, da der Klappentext des Buches dies auch vermittelt.


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