Cover-Bild The Lesbiana's Guide to Catholic School
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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Karibu – ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 02.04.2025
  • ISBN: 9783961294640
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Sonido Reyes

The Lesbiana's Guide to Catholic School

Wild, witzig, eindringlich - preisgekrönter Jugendbuch-Roman über Familie und Identität
Ingo Herzke (Übersetzer)

Wer sich verliebt, verliert! #foundfamily#comingout#firstkiss Eine erfrischend ehrliche Auseinandersetzung mit Themen wie Homophobie, Rassismus, Religion, kulturelle Identität und Selbstakzeptanz.  ― Buchkultur  Hetero für AnfängerNachdem die 16-jährige Yamilet Flores von ihrem Crush alias ihrer ehemals besten Freundin geoutet wurde, hat sie auf ihrer neuen katholischen Schule einen teuflischen Plan: Als Latina bei ihren reichen weißen Mitschülern dazugehören, ihren Bruder aus Schwierigkeiten heraushalten, ihre Mutter stolz machen und sich auf keinen Fall verlieben. Vor allem nicht in Bo, das einzige offen queere Mädchen auf der Slayton. Zu blöd, dass Bo so klug ist. Und lustig. Und sexy. Äh, wo waren wir? Ach ja, … Yami darf unter keinen Umständen auffliegen, besonders nicht bei ihrer religiösen Mom. Hier müssen wohl härtere Geschütze aufgefahren werden als nur ein killer Lidstrich.Ein gesellschaftskritischer, humorvoller Roman, über die Kraft, zu sich selbst zu stehenAuthentischer, queerer Coming of Age-Roman mit starker ProtagonistinSchlagfertig, scharfzüngig und mit viel Emotion erzählt

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2026

Einzigartige Geschichte, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht

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In der Geschichte geht es um die 16-jährige Yamilet, genannt Yami. Sie hat auf ihrer neuen katholischen Schule einen Plan, nachdem sie unfreiwillig von ihrer ehemals besten Freundin geoutet wurde. Sie ...

In der Geschichte geht es um die 16-jährige Yamilet, genannt Yami. Sie hat auf ihrer neuen katholischen Schule einen Plan, nachdem sie unfreiwillig von ihrer ehemals besten Freundin geoutet wurde. Sie möchte als Latina bei den reichen weißem Mitschülern dazugehören, ihren Bruder möglichst aus allen Schwierigkeiten heraushalten und ihre Mutter stolz machen. Außerdem möchte sie sich auf keinen Fall verlieben, vor allem auf keinen Fall in Bo, denn Yami darf auf keinen Fall auffliegen, denn ihre Mom ist sehr religiös und sie hat Angst, nicht akzeptiert zu werden. Wird ihr das alles gelingen?

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Es ist eine ernste, aber auch unterhaltsame Geschichte. Ich habe auch wieder einiges für mich lernen können. Deshalb gibt es von mir für diese Geschichte, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird, sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Coming-of-Age trifft Coming-Out

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Worum geht’s?
Eigentlich soll der Wechsel auf eine katholische Privatschule einen kompletten Neuanfang für Yamilet darstellen. Neben Geldsorgen und ihrem dauerhaft Streit suchendem Bruder will sie sich ...

Worum geht’s?
Eigentlich soll der Wechsel auf eine katholische Privatschule einen kompletten Neuanfang für Yamilet darstellen. Neben Geldsorgen und ihrem dauerhaft Streit suchendem Bruder will sie sich auch auf gar keinen Fall verlieben – erst recht nicht in Bo, das einzige offen queere Mädchen an ihrer Schule, das ihr Herz zwar höher schlagen lässt, sie damit aber auch vollkommen aus dem Konzept bringt.


Meine Meinung
Dieses Buch ist thematisch auf jeden Fall eine ganze Menge, was ich auf den ersten Blick für ein Jugendbuch ziemlich überwältigend, in der Umsetzung insgesamt aber auch wirklich gelungen fand.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und insbesondere durch den immer wieder eingestreuten Humor auch sehr locker und flott weg zu lesen. Gleichzeitig gingen insbesondere die durchaus ernsten Themen nicht gänzlich dahinter unter, was mir in der Mischung wirklich gefallen hat und was in meinen Augen darüber hinaus auch wichtig ist, um Repräsentation und Gesellschaftskritik nicht zu sehr zu verwässern und präsent zu halten.

Mit den Figuren wurde ich ehrlicherweise nicht ganz so warm, wie ich es mir eigentlich erhofft hätte, was aber eventuell auch einfach dem Genre und dem Tempo des Handlungsbogens geschuldet sein kann. Nichtsdestotrotz habe ich Yamilet wirklich gerne begleitet, denn sympathisch und durchaus authentisch gestaltet fand ich sie definitiv schon, und insbesondere im Jugendbuchbereich bin ich durchaus der Meinung, dass man sich nicht zu einhundert Prozent mit einer Figur identifizieren muss, um sie gerne begleiten zu wollen.

Hinsichtlich des Handlungsbogens hätte das Buch in meinen Augen dann allerdings die ein oder andere Seite weniger vertragen können, da es stellenweise schon eine kleine Diskrepanz zwischen dem gab, was eine Aussage an Platz benötigt hätte und dem, was sie an Platz eingeräumt bekommen hat. In gewisser Weise wurden so zwar wichtige Aussagen und Haltungen bezüglich Toleranz und Akzeptanz normalisiert, der Geschichte an sich hätte ein kleines bisschen mehr Tempo stellenweise aber trotzdem nicht geschadet.


Fazit
Auch wenn der Handlungsbogen meiner Meinung nach durchaus ein wenig gestrafft hätte werden können, mochte ich die Figuren und die Geschichte an sich wirklich gerne. Wem Themen wie Selbstbestimmung, Offenheit und Toleranz auch in Jugendbüchern wichtig sind, dem kann ich diese Geschichte nur absolut ans Herz legen und eine klare Leseempfehlung aussprechen.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 07.05.2025

Ein kluges, bewegendes und zutiefst authentisches Jugendbuch über Identität, Familie und den Mut, sich selbst zu zeigen

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Inhalt:
Yamilet, 16 Jahre alt, wechselt gemeinsam mit ihrem Bruder an eine katholische Privatschule. Ihr größtes Ziel: nicht aufzufallen. Denn sie ist nicht nur eines der wenigen mexikanischen Kinder an ...

Inhalt:
Yamilet, 16 Jahre alt, wechselt gemeinsam mit ihrem Bruder an eine katholische Privatschule. Ihr größtes Ziel: nicht aufzufallen. Denn sie ist nicht nur eines der wenigen mexikanischen Kinder an der Schule, sondern auch queer – etwas, das nach einem schmerzhaften Outing an der alten Schule niemand mehr erfahren soll. Zwischen familiären Verpflichtungen, neuen Freundschaften und der charmanten, offen lesbischen Bo gerät ihr Vorsatz jedoch ins Wanken. Yami steht vor der schwierigen Aufgabe, sich selbst treu zu bleiben, ohne alles zu verlieren, was ihr wichtig ist.

Meinung:
Selten hat mich ein Jugendbuch so unmittelbar gepackt wie dieses. Sonora Reyes gelingt es, mit einer einfachen, jugendnahen Sprache komplexe Themen zu verhandeln: Queerness, kulturelle Identität, Glaube, psychische Gesundheit, Familienkonflikte und systemische Ungleichheiten. Und obwohl das viel klingt, wirkt es nie überladen. Ich habe mich sofort in Yami eingefühlt – ihre Stimme ist so lebendig, echt und roh, dass ich beim Lesen nicht nur einmal das Gefühl hatte, sie säße mir gegenüber und würde mir ihre Geschichte direkt erzählen. Die Gegensätze, die das Buch prägen – Humor und Schmerz, Selbstschutz und Offenheit, Glaube und Zweifel – machen es emotional so intensiv. Besonders bewegt hat mich die Familiendynamik. Die Beziehung zu ihrem Bruder César ist liebevoll und gleichzeitig voller unausgesprochener Lasten. Noch stärker trifft aber die Beziehung zur Mutter, die zwischen Kontrolle, Angst und starren religiösen Vorstellungen schwankt – und sich erst langsam und glaubhaft entwickelt. Die Liebesgeschichte zwischen Yami und Bo ist sanft, zart und ungezwungen – kein großes Drama, sondern eine Annäherung, die Raum lässt für Unsicherheit und Ehrlichkeit. Es ist kein Kitsch, sondern etwas, das sich verdient anfühlt. Ich war auch beeindruckt von der Darstellung der mexikanischen Kultur, nicht nur durch die Sprache, sondern auch durch Konzepte wie „In lak’ech“, die das Buch mit einem tieferen philosophischen und spirituellen Unterton bereichern. Einziger kleiner Kritikpunkt: Manche Wendungen, besonders bei Nebenfiguren, kamen etwas plötzlich. Und gelegentlich hätte ich mir im Mittelteil etwas mehr Tempo gewünscht. Aber diese Kleinigkeiten verblassen angesichts der emotionalen Tiefe und Relevanz des Romans.

Fazit:
„The Lesbiana’s Guide to Catholic School“ von Sonora Reyes ist ein kluges, bewegendes und zutiefst authentisches Jugendbuch über Identität, Familie und den Mut, sich selbst zu zeigen – auch wenn die Welt nicht bereit dafür scheint. Die Mischung aus Humor, Schmerz und Hoffnung hat mich nachhaltig berührt. Mit seiner starken Hauptfigur und wichtigen gesellschaftlichen Themen ist es nicht nur für queere Jugendliche ein wichtiges Buch. Ich vergebe sehr gerne 4,5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 10.04.2025

Lesenswerter Coming-of-Age-Roman mit viel Herz, Humor und Ernsthaftigkeit

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Mir hat dieser thematisch vielfältige Roman wirklich außerordentlich gut gefallen. Ich kann mir Yami richtig gut als Protagonistin einer Serie vorstellen, weil sie mich an Devi aus „Never have I ever“ ...

Mir hat dieser thematisch vielfältige Roman wirklich außerordentlich gut gefallen. Ich kann mir Yami richtig gut als Protagonistin einer Serie vorstellen, weil sie mich an Devi aus „Never have I ever“ erinnert hat. Sie ist einfach eine sehr zugängliche, direkte und nahbare Figur, die ich emotional oft gut nachvollziehen konnte und äußerst authentisch fand.

Mit einem tollen Humor und ganz viel Herz hat Sonora Reyes hier eine diskriminierungssensible Geschichte geschrieben, in welcher them wohl viel aus eigener Erfahrung spricht. Und das macht sich darin bemerkbar, dass der Text wirklich extrem einfühlsam und verständlich geschrieben ist. Gleichzeitig bespricht das Buch auch sehr schwere und wichtige Themen. Es geht um Rassismus und Queerfeindlichkeit, ganz besonders in einem katholisch geprägten Umfeld, aber auch um mentale Gesundheit. Ich finde es sehr gut, dass Reyes diese Themen hier in einen Roman gepackt hat, der eine junge Zielgruppe adressiert.

Damit komme ich zu einem ersten kleinen Kritikpunkt: Ich fand in einigen Szenen zu klar auserzählt, was die Protagonistin gerade denkt, ohne dass sie dann jedoch auch die Schlussfolgerung zieht, die mir aufgrund der Informationslage ziemlich klar erschien. Vielleicht, und das ist mir ganz wichtig abzugrenzen, liegt es aber daran, dass ich nicht die Haupt-Zielgruppe bin. Eventuell ist es für eine jüngere Leser*innenschaft wichtig, die Dinge konkreter zu formulieren und weniger zwischen den Zeilen zu belassen. Von daher ziehe ich hier auch nichts von der Wertung ab.

Wofür ich jedoch einen halben Stern abziehe, ist die Glaubwürdigkeit einiger Nebenfiguren. Vielleicht bin ich da auch naiv, aber ich fand den Charakterumschwung mehrmals zu drastisch und damit etwas unglaubwürdig. Das mag durchaus auch der Realität entsprechen und doch hat es mich spürbar gestört.

Das Buch ist insgesamt aber zu gut, um da sonderlich viel zu kritisieren. Die Protagonistin erobert sich im Verlauf der Handlung Raum, was ich sehr empowernd finde. Die farbenfrohe Gestaltung des Romans selbst passt hervorragend zur Kraft seiner Figuren. Er geht absolut mit der Zeit und erinnert in der liebenswerten Art vieler Charaktere an „Heartstopper“, was ihn für mich zu einer klaren Leseempfehlung macht - ganz besonders, aber nicht nur, für ein junges Publikum.

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Überzeugende und reizende Suche nach der Selbstfindung

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Sonora Reyes hat mit "The Lesbiana's guide to catholic school" eine wunderbare und ehrliche Geschichte über eine 16-jährige Schülerin, mit mexikanischen Wurzeln, lesbischer Orientierung und Eigenverantwortung ...

Sonora Reyes hat mit "The Lesbiana's guide to catholic school" eine wunderbare und ehrliche Geschichte über eine 16-jährige Schülerin, mit mexikanischen Wurzeln, lesbischer Orientierung und Eigenverantwortung für ihren jüngeren Bruder ausgerechnet auf einer katholischen Schule geschrieben.

Die junge Yamilet (genannt Yami) wurde auf der ehemaligen Schule von ihrer Ex-Freundin geoutet. Auf der neuen, rein katholischen Schule hofft sie nun zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Cesar auf einen Neuanfang. Sie versucht zunächst erst einmal neue Kontakte zu knüpfen, nicht zu sehr aufzufallen und ihren Bruder aus allen erdenklichen Schwierigkeiten herauszuhalten. Wie zu erwarten gelingen diese großen Ziele ihr nur teilweise. Und dann ist da noch die süße Bo, das einzig queere gut aussehende Mädchen auf der Schule. Kann Yamilet ihre Vorhaben realisieren? Und wird sie Bos Reizen widerstehen können? Und wie werden ihre Eltern reagieren?

Der Roman behandelt neben der Geschichte von Yami einige sehr spannende Themen, wie Rassismus, Migration, Suizidgedanken, familiäre Verantwortungsübernahme und einige andere. Das Beeindruckende dabei ist, daß es der Autorin so wunderbar gelingt, diese mit der eigentlichen Erzählung über Yamilet zu verknüpfen. Die Themen schwingen mit Yamilets Gedanken so mit und lassen uns dennoch bei der Lektüre immer wieder mal kurz innehalten, um nachzudenken. Der Spannungsbogen ist durch den tollen Schreibstil in der Ich-Form sehr schön besonders in der letzten Hälfte des Buches gezeichnet. Die Hauptprotagonistin erreicht unser Herz auf Anhieb und gerade durch die Ich-Perspektive sind wir ganz dicht bei ihr, in jeder Situation, in jedem Kapitel, die ähnlich der 10 Gebote mit fingererhobenen Anweisungen überschrieben sind.

Mein Fazit:

Ein wunderschöner, reizender, liebevoller, teilweise ironischer, aber auch nachdenklich machender Selbstfindungstrip einer jungen Schülerin, die sich gefühlsmäßig alleine durchs Leben kämpfen muß. Auch oder vielleicht sogar gerade für Heteros und natürlich auch für Queere sehr zu empfehlende Teenager-Story.

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