Cover-Bild Adalina und die Liebe zu den Büchern
(7)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Zeitgenössische Lifestyle-Literatur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 350
  • Ersterscheinung: 23.06.2026
  • ISBN: 9783458684527
Tessa Hansen

Adalina und die Liebe zu den Büchern

Roman

Schon als Kind liebte Adalina das Knattern des Bibliomotocarro – der kleinen Bibliothek auf Rädern, die Maestro La Cava voller Geschichten in ihr winziges italienisches Bergdorf brachte. Jahre später kehrt sie, nun selbst Schriftstellerin, zurück und stößt in einer Garage auf das verlassene Büchermobil. Keine Spur des alten Maestro.

Als Adalina erfährt, dass die Büchertouren seit einem leichten Unfall des Maestro vor dem Aus stehen, wird ihr klar: Das Bibliomotocarro braucht sie. Ihr Versuch, es zu retten, führt sie durch enge Gassen und wilde Landschaften zu fast vergessenen Erinnerungen und vor Glück leuchtenden Kinderaugen. Sie findet neue Freundschaften und im charmanten Gianluca jemanden, der ihre Hoffnung beflügelt. Doch kann sie ihr Leben in Pisa einfach hinter sich lassen und sich für das Bibliomotocarro nach Jahren wieder mit ihrer Familie versöhnen?

Mit Wärme und Leichtigkeit erzählt Tessa Hansen von der Kraft der Literatur, Brücken zwischen Generationen zu schlagen – und ein ganzes Leben zu verändern.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2026

Wenn Bücher zum Tor zur Welt werden

0

Tessa Hansen nimmt ihre Leser mit in die Bergdörfer Süditaliens. Der Schreibstil ist sehr angenehm, bildhaft und flüssig zu lesen. Die Länge der Kapitel ist gut gewählt und gibt die Geschehnisse aus Sicht ...

Tessa Hansen nimmt ihre Leser mit in die Bergdörfer Süditaliens. Der Schreibstil ist sehr angenehm, bildhaft und flüssig zu lesen. Die Länge der Kapitel ist gut gewählt und gibt die Geschehnisse aus Sicht Hauptprotagonistin wieder. Dazwischen gibt es immer wieder mal Tagebucheinträge von dem alten Maestro Die Charaktere wirken sympathisch und authentisch, sodass man die Emotionen gut mitfühlen kann. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet.

Die Hauptprotagonistin ist Adalina. In der Kindheit hat sie immer auf das Bibliomotocarro gewartet und durch die Bücher und die Geschichten des Maestros ein Tor zur Welt gehabt. Damals hat sich auch ihr Wunsch geformt, später Schriftstellerin zu werden. Ihren Eltern gefiel dieser Wunsch nicht und sie haben se in einen Job gedrängt, der ihr nicht wirklich gefallen hat. Als ihr Partner mit ihr Schluss macht und sie auch gleich noch kündigt, begegnet sie wieder dem alten Maestro und er ermutigt sie, das Schreiben wieder aufzunehmen. Sie macht sich einen Namen, doch als sie an einer Schreibblockade leidet, kehrt sie in ihre Heimat zurück und hofft auf ein erneutes Zusammentreffen mit dem Bibliomotocarro. Doch der Maestro hat sich ein Bein gebrochen und auch finanziell hat er zu kämpfen. Kurzerhand bietet sie ihre Hilfe an und möchte selbst die Fahrten in die Bergdörfer übernehmen, denn sie weiß, wie wichtig die Besuche des Bibliomotocarro in den abgelegenen Dörfern sind. So sehr sie bei den Fahrten und den Begegnungen mit den Kindern aufblüht, umso mehr Probleme hat sie beim Schreiben ihres neuen Buches und bei der Versöhnung mit ihrer Familie. Kann sie die Zeit beim Maestro und seiner Frau nutzen, um sich selbst wieder zu finden und ihre Schreibblockade lösen? Findet sie zurück zu ihrem inneren Kind und kann sie einen Weg finden, das Bibliomotocarro auf finanziell gesunde Beine zu stellen? Wird sie nach ihrer Auszeit zurück nach Hamburg gehen und findet sie Freunde in ihrer alten Heimat und neue Aufgaben, die sie in ihrer alten Heimat halten? Wird es zu einer Versöhnung mit der Familie kommen oder sind die Bedürfnisse zu unterschiedlich?
Tessa Hansen hat einen Roman geschaffen, der die Liebe zu den Büchern widerspiegelt und der vor Augen führt, wie wichtig die Möglichkeit zum Lesen von Büchern in der Entwicklung von Kindern ist. Bücher können ein Tor zur Welt sein und auch beim Finden des eigenen Weges helfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2026

Wunderschöner Wohlfühlroman mit Atmosphäre und Herz

0

Adalina hat schon als Kind den Maestro La Cava verehrt, einen Lehrer, der in seiner Freizeit mit einer kleinen Ape auch in die entlegensten Bergdörfer Süditaliens fuhr und die Kinder mit Lesestoff zum ...

Adalina hat schon als Kind den Maestro La Cava verehrt, einen Lehrer, der in seiner Freizeit mit einer kleinen Ape auch in die entlegensten Bergdörfer Süditaliens fuhr und die Kinder mit Lesestoff zum Ausleihen versorgte, ihnen vorlas und sehr oft Ratschläge fürs Leben gab. Nun, nachdem sie 8 Jahre lang nicht mehr in der Heimat war, kehrt sie zurück in ihre Heimatregion und sieht, dass das zauberhafte "Büchermobil" verlassen in einer Garage steht. Schnell nimmt sie Kontakt zu dem Maestro auf. Statt wie geplant an einem neuen Roman zu schreiben, unterstützt sie ihren ehemaligen Mentor bei seinem Herzensprojekt und wie schon in ihrer Kindheit hilft er ihr, die richtigen Wege für sich zu finden...

Adalina und die Liebe zu den Büchern hält wirklich, was es verspricht. Das farbenfrohe fröhliche Cover weist auf die Atmosphäre hin, die den Lesenden erwartet - Italien pur! Wir begleiten Adalina ein Jahr lang auf ihrem Weg - auch zu sich selbst. Aufgelockert wird der Gegenwartsstrang durch die Tagebucheinträge des Maestros. Die Liebe zu den Büchern aus dem Titel durchwirkt das ganze Buch und damit ist es eindeutig ein Buch für Menschen wie mich, die Bücher lieben! Die sympathische Autorin weist in Widmung und Dank darauf hin, dass die Inspiration zu dem Buch und seiner Geschichte eine echte Persönlichkeit ist, den Maestro und sein Bibliomotocarro gibt es wirklich!!!

Von mir eine wärmste und uneingeschränkte Leseempfehlung für ein wunderschönes, lustiges, durchaus auch tiefgründiges und romantisches Buch!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2026

Eine herzerwärmende Reise voller Bücher, Hoffnung und italienischem Charme

0

Schon nach wenigen Seiten hatte mich dieser Roman in seinen Bann gezogen. Tessa Hansen schafft es, die wunderschöne Landschaft der Basilicata so lebendig zu beschreiben, dass ich das Gefühl hatte, selbst ...

Schon nach wenigen Seiten hatte mich dieser Roman in seinen Bann gezogen. Tessa Hansen schafft es, die wunderschöne Landschaft der Basilicata so lebendig zu beschreiben, dass ich das Gefühl hatte, selbst durch die engen Gassen zu schlendern und die warme mediterrane Sonne zu spüren.

Adalina war mir von Anfang an sympathisch. Ihre Rückkehr in die Heimat, die Suche nach dem verlassenen Bibliomotocarro und die Begegnungen mit den Menschen im Dorf haben mich berührt. Besonders gefallen hat mir die Botschaft, dass Bücher Menschen verbinden und manchmal sogar den Mut schenken, das eigene Leben neu auszurichten. Die Geschichte strahlt eine wohltuende Wärme aus und erinnert daran, wie wertvoll Gemeinschaft und Zusammenhalt sind.

Auch die leise Liebesgeschichte mit Gianluca fügt sich wunderbar in die Handlung ein, ohne zu sehr im Vordergrund zu stehen. Viel wichtiger sind die Freundschaften, die Begegnungen und das Gefühl, irgendwo anzukommen. Genau das macht diesen Roman für mich zu einem echten Found-Family-Wohlfühlbuch.

Dass die Geschichte vom echten Bibliomotocarro von Antonio La Cava inspiriert ist, macht sie noch besonderer. Für mich war dieses Buch eine wunderbare Auszeit vom Alltag – voller Hoffnung, Herzlichkeit und italienischem Flair. Wer emotionale Geschichten mit Tiefgang und viel Charme liebt, sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2026

Schöne Geschichte beruhend auf einem wahren Projekt

0

Adalina kehrt in ihre Heimat zurück, um an ihrem neuen Buch zu schreiben. Während sie auf Inspiration wartet, streift sie durch die Gassen und entdeckt plötzlich das Bibliomotocarro, eine kleine Bücherei ...

Adalina kehrt in ihre Heimat zurück, um an ihrem neuen Buch zu schreiben. Während sie auf Inspiration wartet, streift sie durch die Gassen und entdeckt plötzlich das Bibliomotocarro, eine kleine Bücherei auf Rädern, die Bücher zu den entlegenen Bergdörfern und den dort lebenden Kindern bringt. Auch Adalina profitierte als Kind von diesem Angebot, genauso wie von dem Vertrauen, das der Maestro, der Besitzer des Bibliomotocarro in sie setzte. Als Adalina erfährt, dass das Projekt kurz vor dem Aus steht, ist sie wild entschlossen zu helfen.


Das Buch beginnt bereits mit einer sehr schönen und philosophischen Einleitung zu den Büchern, sowie einer sehr atmosphärischen Beschreibung der Umgebung und damit auch Süditaliens. Langsam lernt man Adalina und auch den Maestro kennen und lieben. Auch die anderen Personen wurden mit viel Liebe entwickelt, auch wenn man die Sichtweisen mancher besser nachvollziehen kann, als die anderer.


Sehr besonders an dem Buch fand ich, dass der Maestro und sein Bibliomotocarro auch in der Realität existieren und bis heute durch die Basilicata fahren. Anhand der Beschreibungen im Buch ist das ein sehr besonderer Mensch, vor dem man nur den Hut ziehen kann und ich bin sehr froh, dass sein Wirken durch das Buch nun mehr Menschen zugänglich gemacht wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2026

Die rollende Kinderbücherei

0

Nach acht Jahren kehrt Adalina aus Pisa in ihre Heimat Ferrandina in der Region Basilikata zurück, um an ihrem neuen Roman zu schreiben. Bei einem Spaziergang durch die Straßen ihres Heimatortes entdeckt ...

Nach acht Jahren kehrt Adalina aus Pisa in ihre Heimat Ferrandina in der Region Basilikata zurück, um an ihrem neuen Roman zu schreiben. Bei einem Spaziergang durch die Straßen ihres Heimatortes entdeckt sie das Bibliomotocarro – die hellblaue dreirädrige Ape mit dem kleinen Bücherhäuschen auf der Ladefläche, mit der der ehemalige Lehrer Maestro Antonio La Cava seit 25 Jahren Kinderbücher in die umliegenden Dörfer bringt. Doch nun ist die Ape leer, und Adalina sorgt sich: Der Maestro war zwar schon alt, aber hoffentlich ist ihm nichts zugestoßen? Schließlich hat er Generationen von Kindern geprägt: „Ein Geschichtenträger, ein Glücksbringer, ein Herzensberührer, jemand, der allein durch seine Anwesenheit die Welt ein Stückchen besser macht.“ (S. 43)

Auch Adalinas Leben hat er nachhaltig beeinflusst. Deshalb beschließt sie, die Fahrten mit dem Bibliomotocarro wieder aufzunehmen und den Kindern der Region neue Hoffnung, Fantasie und Freude am Lesen zu schenken.

Tessa Hansen ließ sich für ihren Roman vom echten Straßenlehrer Antonio La Cava und seinem Bibliomotocarro inspirieren. Seine Erinnerungen fließen in Form von Tagebucheinträgen in die Handlung ein. Weil er Kinder in abgelegenen Regionen für Bücher und das Lesen begeistern wollte, gründete er 1999 aus eigener Initiative und überwiegend aus eigener Tasche finanziert seine rollende Kinderbücherei – und ließ in all den Jahren keine einzige Tour ausfallen.

Adalina hatte keine leichte Kindheit und fühlte sich von ihren Eltern und Geschwistern nie wirklich verstanden. Als Älteste musste sie sich um ihre jüngeren Geschwister und den Haushalt kümmern. Von ihr wurde erwartet, einen soliden Beruf zu erlernen, eine Familie zu gründen oder ihre Herkunftsfamilie zu unterstützen. Doch Maestro La Cava erkannte ihre Leidenschaft für Geschichten und förderte ihren Traum, selbst Schriftstellerin zu werden.

Ich konnte gut nachvollziehen, dass Adalina zunächst keinen Kontakt zu ihrer Familie sucht und sich dem Maestro viel näher fühlt. Er und seine Frau werden zu ihrer Wahlfamilie. Wie einst ihr Mentor möchte auch sie Kinder für Bücher begeistern und ihnen die Freude am Lesen vermitteln. Viele Menschen in der Region leben in bescheidenen Verhältnissen und haben nur wenige Perspektiven. Bücher aber eröffnen neue Welten – und für Geschichten braucht es kein Geld.

Durch ihre Fahrten mit dem Bibliomotocarro entdeckt Adalina zudem die Liebe zu ihrer Heimat wieder. Sie beginnt zu überlegen, länger zu bleiben oder sogar ganz nach Ferrandina zurückzukehren. „Ich fühle mich hier wohler, als ich erwartet hatte. Die Weite, die Stille, selbst die Melancholie, die manchmal wie Nebel in der Luft hängt, tut mir gut. Ich kann die Lucana in mir wohl doch nicht verleugnen.“ (S. 199)

Neben all dem erhält man auch interessante Einblicke in den Entstehungsprozess eines Romans und das Leben einer Autorin.

Ein ruhiger, nachdenklicher Roman mit viel italienischem Flair. Er erzählt von Familie und Freundschaft, Zusammenhalt und der Liebe zur Heimat – vor allem aber davon, wie Bücher Hoffnung schenken und Kindern neue Horizonte eröffnen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere