Ein neuer Fall, der das Leben der Inselkommissarin auf den Kopf stellt.
Marten Hilmer, schwerreicher Immobilienbesitzer auf Amrum, wird vergiftet auf seinem Anwesen aufgefunden. Hauptkommissarin Lena Lorenzen reist in ihre alte Heimat, um zu ermitteln. Ist der Täter unter den Frauen zu finden, mit denen Hilmer über die Jahre eine Affäre hatte? Oder wurde jemand beim Immobilienkauf übervorteilt?
Als Lena im Haus des Opfers ein Bild ihrer Mutter findet, hat sie Mühe, sich auf ihre Arbeit als Polizistin zu konzentrieren. Neben der Befragung der vielen Verdächtigen muss sie herausfinden, wie ihre eigene Geschichte mit dem Fall verbunden ist.
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Spannendes Buch, allerdings war der Grund für die Versöhnung zwischen Tochter und Vater zu platziert. Deshalb nicht ganz überzeugend. Aber Lenas Entwicklung gefällt mir sehr gut. Ich hoffe, die Groll-Story ...
Spannendes Buch, allerdings war der Grund für die Versöhnung zwischen Tochter und Vater zu platziert. Deshalb nicht ganz überzeugend. Aber Lenas Entwicklung gefällt mir sehr gut. Ich hoffe, die Groll-Story wird bald abgeschlossen. Auch wenn sie aktuell ist, zieht sie sich für mich schon zu lange hin. Freu mich auf den nächsten Fall.
Nach dem Unfalltod ihrer Mutter und einem Streit mit ihrem Vater hat Kriminalhauptkommissarin Lena Lorenzen vor Jahren ihre Heimat-Insel Amrum verlassen. Seit dieser Zeit arbeitet sie in Kiel beim LKA. ...
Nach dem Unfalltod ihrer Mutter und einem Streit mit ihrem Vater hat Kriminalhauptkommissarin Lena Lorenzen vor Jahren ihre Heimat-Insel Amrum verlassen. Seit dieser Zeit arbeitet sie in Kiel beim LKA.
Als auf Amrum der 63jährige Marten Hilmer tot aufgefunden wird, benötigt Kriminaldirektor Warnke Ermittler mit Ortskenntnis und schickt deswegen Lena Lorenzen und ihren Kollegen Johann Grasmann auf die Insel. Der Tote, Marten Hilmer, war nicht nur Eigentümer unzähliger Ferienhäuser auf Amrum sondern mischte auch, wenn auch nur im Hintergrund, in der Inselpolitik mit.
Bei der Tatortbesichtigung findet Lena zwischen den persönlichen Dingen Hilmers ein Foto ihrer verstorbenen Mutter und nun muss sie neben der Todesursache auch noch herausfinden, woher Hilmer und ihre Mutter sich kannten und in welchem Verhältnis die Beiden zueinander standen.
Im Magen des Toten wurden bei der Obduktion 2 Substanzen entdeckt: Lidocain – ein Lokalanästhetikum (Betäubungsmittel) – und Alkohol in Form von Sherry. Basierend auf diesen Erkenntnissen, könnte der Tod von Hilmer sowohl Selbstmord, als auch Mord gewesen sein.
Ein Tatverdächtiger ist schnell gefasst, die Vorwürfen gegen ihn stehen jedoch auf wackligen Beinen, denn einige von Hilmers Bettgespielinnen hätten ein ebenso starkes Motiv.
Hat Hilmer beim Immobilienkauf jemanden über den Tisch gezogen oder hatte eine seiner zahlreichen Liebschaften den Sherry vergiftet?
Es wird sehr persönlich im 6. Fall der Inselkommissarin Lena Lorenzen.
„Der Tote auf Amrum“ ist – wie schon erwähnt - der 6. Fall in dem die KHKin Lena Lorenz ermittelt. Ich konnte dieser Geschichte jedoch sehr gut auch ohne Vorkenntnis der anderen Fälle folgen, denn für mich war es der 1. Fall der Kommissarin.
Wie es in Krimis und Thrillern heute üblich ist, kämpft auch hier die Hauptermittlerin gegen ihre eigenen Dämonen. In diesem Fall sind es sogar 2, denn Lena möchte sich nun doch gegen ihren ehemaligen Vorgesetzten Groll zur Wehr setzen und die Verbindung zwischen Hilmer und ihrer Mutter zerstört vieles von den Dingen, an die Lena bis jetzt geglaubt hat.
Obwohl mir Lena nicht unsympathisch ist, werde ich trotzdem mit ihrer Art nicht warm. Das ist schade, denn aus diesem Grund lese ich diesen Krimi als unbeteiligte Person. Ich lese von Lenas privaten Problemen, sie berühren mich aber leider nicht. Mir fehlt in ihren Ermittlungen der Biss und in ihrer privaten Beziehung die Emotionen. Alles fließt gleichbleibend langsam vor sich hin.
Die Autorin hat hier einen sehr ruhigen Krimi geschaffen, ohne großes Drama und ohne viel Action, was mich anfangs überhaupt nicht gestört hat, über die Mitte hinweg hat mir dann aber tatsächlich doch ein wenig die Spannung gefehlt. Es werden sehr viele Verhöre detailliert beschrieben und das hätte durchaus etwas weniger sein dürfen, zumal die gleichen Personen mehrmals befragt wurden.
Was ihren persönlichen Fall betrifft, die Anzeige gegen ihren ehemaligen Vorgesetzten Groll, so schreckt Lena nicht davor zurück zu unlauteren Mitteln zu greifen. Für mich als Leserin (und als Frau!!) ist dieses Vorgehen absolut nachvollziehbar. Schade nur, dass es vor Gericht nicht zugelassen werden würde.
Grundsätzlich sind alle handelnden Charaktere gut beschrieben, man kann sich jede einzelne Person vorstellen, dem ein oder anderen fehlt jedoch ein wenig Tiefe.
Der Plot hinter der Geschichte hat mir gut gefallen, die Umsetzung hätte für meinen Geschmack ein wenig spannender sein dürfen. Ich mag es gerne unblutig und es muss auch nicht so actionbehaftet sein, hier hätte es aber gerne etwas mehr sein dürfen.
Hauptkommissarin Lena Lorenzen vom LKA Schleswig-Holstein wird mit zwei Kollegen nach Amrum, die Insel auf der sie aufgewachsen ist, geschickt, um einen neuen Fall zu bearbeiten. Der reiche Immobilienbesitzer ...
Hauptkommissarin Lena Lorenzen vom LKA Schleswig-Holstein wird mit zwei Kollegen nach Amrum, die Insel auf der sie aufgewachsen ist, geschickt, um einen neuen Fall zu bearbeiten. Der reiche Immobilienbesitzer Marten Hilmer wurde dort tot aufgefunden, vergiftet, wie die Gerichtsmedizin am Institut Kiel feststellte. Der Fall scheint zunächst einfach, denn für einen Mord an dem allseits angesehenen Mann kann es nur zwei Gründe geben: Es fühlt sich jemand bei Immobilienkauf betrogen oder der Mord geschah aus Eifersucht und ist auf eine seiner zahlreichen Frauenbekanntschaften zurückzuführen. Dann entdeckt Lena im Haus des Opfers ein Foto ihrer verstorbenen Mutter …
Die Autorin Anna Johannsen wuchs in Nordfriesland auf, wo auch ihre Kriminalromane beheimatet sind. 2017 veröffentlichte sie ihren ersten ‚Inselkrimi‘, auf den jährlich zwei weitere folgten. „Der Tote auf Amrum“ ist der 6. Fall für die Inselkommissarin.
Ein interessanter Plot und eine wunderschöne Kulisse für die Handlung, doch leider wurde dieses Potential nur unzureichend ausgeschöpft. Der Kriminalfall besteht überwiegend aus monotoner Polizeiarbeit mit vielen Besprechungen und immer wiederkehrenden langweiligen Zeugenbefragungen, währenddessen das Privatleben der Kommissarin und ihrer Mitarbeiter ebenso eintönig dahinplätschert. Spannung sucht man vergebens und überraschende Wendungen sind Mangelware.
Obwohl die Geschichte aus der Perspektive der Inselkommissarin Lena Lorenzen erzählt wird, blieb diese mir fremd und ihre privaten Probleme konnten mich nicht berühren. Außerdem vermisste ich sehr stark die Atmosphäre der Insel. Man liest zwar von einigen Strandspaziergängen, doch leider vermisste ich das Rauschen der Wellen, konnte den Wind nicht spüren und das Schreien der Möwen nicht hören, war also nicht wirklich dabei. Anders als zu Anfang vermutet ergab sich für mich dann die Lösung des Falles, die jedoch schon lange vor dem eigentlichen Ende zu erahnen ist.
Fazit: Ein solider, schlüssig gelöster Krimi – wenig Spannung, wenig ‚Inselflair‘.
"Marten Hilmer, schwerreicher Immobilienbesitzer auf Amrum, wird vergiftet auf seinem Anwesen aufgefunden. Hauptkommissarin Lena Lorenzen reist in ihre alte Heimat, um zu ermitteln. Ist der Täter unter ...
"Marten Hilmer, schwerreicher Immobilienbesitzer auf Amrum, wird vergiftet auf seinem Anwesen aufgefunden. Hauptkommissarin Lena Lorenzen reist in ihre alte Heimat, um zu ermitteln. Ist der Täter unter den Frauen zu finden, mit denen Hilmer über die Jahre eine Affäre hatte? Oder wurde jemand beim Immobilienkauf übervorteilt? Als Lena im Haus des Opfers ein Bild ihrer Mutter findet, hat sie Mühe, sich auf ihre Arbeit als Polizistin zu konzentrieren. Neben der Befragung der vielen Verdächtigen muss sie herausfinden, wie ihre eigene Geschichte mit dem Fall verbunden ist." (Quelle: Buchrückentext)
Als Fan der Insel Amrum hat mich das Cover dieses Krimis sehr angesprochen. Das Cover erinnert an schöne Spaziergänge auf der Insel, auch ein Ausflug auf den Leuchtturm dieser wunderschönen nordfriesischen Insel kommt im Krimi vor; dennoch konnte der Funke leider nicht so recht überspringen.....
Lena Lorenzen, Hauptkommissarin in Husum, ist wegen eines Mordfalles an Marten Hilmer nach Amrum zurückgekehrt: Sie soll die Ermittlungen leiten und herausfinden, wer den Giftmord an dem schwerreichen Immobilien-Mafiosi Hilmer begangen haben könnte: In Verdacht sind gleich mehrere Personen, da die Indizien dafür sprechen, dass sie mit dem Mordfall zu tun haben könnten: Da ist zum einen der Enkel von Frau Nicolaisen, die zum Zeitpunkt ihres Hausverkaufs an Hilmer bereits unter schwerer Demenz zu leiden schien; da kommen aber auch nach und nach einige Frauen in Frage, die teils mit Hilmer zusammenarbeiteten, seine rechte Hand sind oder ihm adäquate Häuser vermittelten....
In diesem Zusammenhang fand ich die Idee gut, die Immobilienbranche einmal zu beleuchten und ein Haus aus Amrum (selbst als Ferienhaus) ist für Normalsterbliche inzwischen leider nicht mehr finanzierbar; war Hilmer nur durch Erfolg geprägt - oder hat er sich auch ein Stück Menschlichkeit bewahren können? Welche Rolle spielt die Chefin des Reinigungsunternehmens, das für die Arbeiten in seinen Ferienwohnung verantwortlich war? Hatte die Pflegerin von Oma Nicolaisen ein Motiv - oder gar ihr Enkel, Eibo Nicolaisen?
In vielen (für meinen Geschmack fast zu vielen) "Befragungen", auch wiederholten, geht Lena mit ihrem Team diesen verdächtigen Personen nach. Unterstützung hat sie dabei von Johann, Ole Kotten und einigen anderen. Sie lässt sogar ihre Kontakte in Hackerkreise spielen, da sie ausser dem Mordfall noch zu der Überzeugung gelangt, dass sie den sexuellen Übergriff als junge Polizistin durch einen Vorgesetzten endlich zur Anzeige bringen sollte. Dieser Plan (dessen Hintergrund nicht irreal erscheint und man dieses Vorgehen von Lena nur gut finden kann), bestimmt den Kriminalroman mit, da er - wie der Mordfall selbst - am Ende geklärt wird.
Kriminalromane gehören zu meinen Lieblingsgenres und ich habe unzählige (deutscher und britischer, skandinavischer, französischer) AutorInnen gelesen. Hier jedoch fehlte mir leider die Spannung und so manches schien mir etwas vorhersehbar. Auch bin ich der Meinung, dass die detaillierte und sehr preziöse Beschreibung jeder Befragung und des Ablaufs der Ermittlungen hier zu viel Raum einnimmt: Schlüssig war der Plot, jedoch fehlten unvorhergesehene Wendungen. Die Ermittlerin wirkt durchaus sympathisch, jedoch konnte mich vieles leider nicht erreichen, da mir letztendlich die Nähe fehlte. Doch dies ist sehr subjektiv, da ich gesehen habe, dass die Reihe um die Ermittlerin Lena Lorenzen bereits ihre Fangemeinde hat. Leider gehöre ich wohl eher nicht dazu. Dennoch kein schlechter Krimi - für mich jedoch "Mittelmaß". 3*
Ich habe "Enna Andersen und das verschwundene Mädchen" verschlungen und habe mich deshalb auf dieses Buch sehr gefreut. Anna Johannsen hat einen schönen und irgendwie eleganten Schreibstil. Sie schafft ...
Ich habe "Enna Andersen und das verschwundene Mädchen" verschlungen und habe mich deshalb auf dieses Buch sehr gefreut. Anna Johannsen hat einen schönen und irgendwie eleganten Schreibstil. Sie schafft es, starke Protagonistinnen zu erschaffen, die es nicht leicht haben, sich aber ihren Probleme und Ängsten stellen.
Lena bekommt diesen komischen Fall, bei dem gefühlt jeder der Mörder sein könnte. Nebenbei muss sie mit ihrem Privatleben zurechtkommen: Groll soll dafür bestraft werden, dass er Kolleginnen sexuell missbraucht hat, und ihre Tante Beke weigert sich, zum Arzt wegen ihrer Hüfte zu gehen. Für meinen Geschmack war es etwas zu viel, was Lena auf einmal bewältigen muss. Der Fall war trotzdem im Vordergrund, aber trotzdem war es mir einfach zu viel. So viele Sachen, die gleichzeitig verfolgt werden und nichts miteinander zu tun haben. Das kann manchmal irritierend sein und den Lesefluss stören.
Den Fall fand ich leider auch nicht so überragend. Ein Mann, der viele Frauen hat, wird ermordet. Jetzt kommen all die Beziehungen ans Licht, die über Jahre geheim geblieben sind. Irgendwie war das so "määhhh". Deswegen konnte mich das Buch nicht vom Hocker reißen.