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Steliyana

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2020

Spannende Perspektiven

Die perfekte Gefährtin
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Ich mag Thriller sehr, die nicht nur aus der Perspektive der Ermittler geschrieben sind. Hier erlaubt uns die Autorin, die Gedanken des Täters mitzuverfolgen und ihn dabei kennenzlernen. Sein Motiv und ...

Ich mag Thriller sehr, die nicht nur aus der Perspektive der Ermittler geschrieben sind. Hier erlaubt uns die Autorin, die Gedanken des Täters mitzuverfolgen und ihn dabei kennenzlernen. Sein Motiv und was ihn dazu gebracht hat, erfährt der Leser mit der Zeit und nicht erst am Ende, wenn der Fall aufgeklärt wird. Das hat mir sehr gut gefallen.

Es gab einige Nebensachen, die während der Ermittlung noch verfolgt wurden. Alle Stränge haben aber gut harmoniert und es hat mich nicht gestört, ein bisschen mehr über das Privatleben von Luc zu erfahren. Er und Ava waren ein gutes Team, auch wenn man auch eine etwas andere Anziehungskraft zwischen den beiden gespürt hat.

Ich muss zugeben, dass ich mit Dr. King Mitleid hatte. Es ist das nächste Opfer seiner Kindheit. Das zeigt immer wieder, wie wichtig der normale Umgang in der Familie ist. Und wie wichtig es ist, den Anderen zu zeigen, dass sie viel wert sind und es verdienen, respektiert und geliebt zu werden. Bei Dr. King haben die Eltern eine enorme Rolle dabei gespielt, dass er zu dem wurde, was er ist. Ein unsicherer Mann, der Aufmerksamkeit und Zuneigung braucht. Da er nicht weiß, wie er sie bekommen kann, versucht er diese mit Gewalt zu erzwingen und merkt dabei nicht, dass dies der falsche Weg ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.08.2020

Große Klasse!

Hagebuttenblut
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Ein toller spannender skandinavischer Thriller! Mit einem guten Schreibstil, sehr gut ausgearbeiteten Charakteren und vielen Wendungen hat die Autorin ein großartiges Buch geschrieben!

Was mich sehr ...

Ein toller spannender skandinavischer Thriller! Mit einem guten Schreibstil, sehr gut ausgearbeiteten Charakteren und vielen Wendungen hat die Autorin ein großartiges Buch geschrieben!

Was mich sehr beeindruckt hat, war das Zusammenspiel aus melancholischer Atmosphäre und Spannung. Es ist schwierig, beides so miteinander zu kombinieren, dass es passt. In diesem Buch ist dies wirklich sehr gut gelungen. Besonders gut hat mir Charlie Lager gefallen. Eine Ermittlerin, die keine Superfrau ist und nicht Fälle mit einem Blick lösen kann. Sie hat eine schwere Vergangenheit, ist eher ein Außenseiter bei ihrer Lebenseinstellung und dadurch macht sie sich bei vielen Lesern wahrscheinlich eher unbeliebt. Genau das, dass sie so anders ist, hat mich total gepackt. Sie war mir jetzt nicht sehr sympathisch, ich habe sie aber auch nicht gehasst. Ich habe sie eben als eine Ermittlerin mit Ecken und Kanten wahrgenommen und sie hat gut zur gesamten Atmosphäre gepasst.

Der Fall war wirklich unschön. Rebecca hat mir so leid getan. Sie wurde von der Welt nicht verstanden. Nicht mal ihre eigene Familie stand hinter ihr. Das darf keinem Menschen passieren, aber so ist eben die Welt. Den besten Freund zu verlieren und zu wissen, dass dieser ungerecht sein Leben verloren hat, ist eine große Last, die man mit sich trägt. Rebecca war aber dennoch eine Siegerin, auch wenn ihr Schicksal traurig war. Sie hat dafür gesorgt, dass die Wahrheit ans Licht kam. Dafür hat sie ihr Leben geopfert.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2020

Naja...

Der Tote auf Amrum
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Ich habe "Enna Andersen und das verschwundene Mädchen" verschlungen und habe mich deshalb auf dieses Buch sehr gefreut. Anna Johannsen hat einen schönen und irgendwie eleganten Schreibstil. Sie schafft ...

Ich habe "Enna Andersen und das verschwundene Mädchen" verschlungen und habe mich deshalb auf dieses Buch sehr gefreut. Anna Johannsen hat einen schönen und irgendwie eleganten Schreibstil. Sie schafft es, starke Protagonistinnen zu erschaffen, die es nicht leicht haben, sich aber ihren Probleme und Ängsten stellen.

Lena bekommt diesen komischen Fall, bei dem gefühlt jeder der Mörder sein könnte. Nebenbei muss sie mit ihrem Privatleben zurechtkommen: Groll soll dafür bestraft werden, dass er Kolleginnen sexuell missbraucht hat, und ihre Tante Beke weigert sich, zum Arzt wegen ihrer Hüfte zu gehen. Für meinen Geschmack war es etwas zu viel, was Lena auf einmal bewältigen muss. Der Fall war trotzdem im Vordergrund, aber trotzdem war es mir einfach zu viel. So viele Sachen, die gleichzeitig verfolgt werden und nichts miteinander zu tun haben. Das kann manchmal irritierend sein und den Lesefluss stören.

Den Fall fand ich leider auch nicht so überragend. Ein Mann, der viele Frauen hat, wird ermordet. Jetzt kommen all die Beziehungen ans Licht, die über Jahre geheim geblieben sind. Irgendwie war das so "määhhh". Deswegen konnte mich das Buch nicht vom Hocker reißen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.07.2020

Nicht sein bestes Buch

Todesmal
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Ah, schweren Herzens muss ich den Gruber kritisieren.
Ich liebe den Schreibstil von Gruber! Ich mag auch das Duo Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. ABER dieses Buch hat etwas geschwächelt. Leider. Die ...

Ah, schweren Herzens muss ich den Gruber kritisieren.
Ich liebe den Schreibstil von Gruber! Ich mag auch das Duo Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. ABER dieses Buch hat etwas geschwächelt. Leider. Die Idee an sich war gut, es war mir aber zu unrealistisch. Wie in einem Actionfilm.
Nemez und Sneijder haben es mit einem schon kniffligen Fall zu tun. Alleine die Person, die sieben Morde gesteht, sorgt für großes Aufsehen. Wer würde denn schon von einer Nonne erwarten, dass sie zu solchen Grausamkeiten bereit ist? Na, keiner. Das macht den Fall auch so spannend und ungewöhnlich. Die Zeit rennt den Ermittlern davon und es bleibt wirklich spannend. Das kann Gruber schon sehr gut: Spannung aufbauen und diese auch beibehalten.
Was mich aber am Buch so gestört hat, war das Ende. Es war etwas zu weit hergeholt und doch zu unrealistisch dargestellt. Die Auflösung des Falls ging extrem schnell. Auch wenn das Ermittlerduo mega gut ist, war es dann doch zu übertrieben. Ja, es hat mich schon gut unterhalten. Es hinterlässt aber so gemischte Gefühle, weil es mir doch zu mau war.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.07.2020

Sehr verwirrend und schwer nachvollziehbar

Marta schläft
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Ich war von einem Buch noch nie so verwirrt wie bei diesem! "Liebes Kind" war auch schon etwas anspruchsvoll, was für einen Psychothriller ja nicht schlimm ist. Etwas Verwirrung kann nicht schaden, aber ...

Ich war von einem Buch noch nie so verwirrt wie bei diesem! "Liebes Kind" war auch schon etwas anspruchsvoll, was für einen Psychothriller ja nicht schlimm ist. Etwas Verwirrung kann nicht schaden, aber dieses Buch hatte definitiv viel davon.
Den Anfang fand ich wirklich sehr schwer. Ja, es herrscht diese melancholische Atmosphäre (genauso wie bei "Liebes Kind") und man wird mit dem komplexen Charakter von Nadja konfrontiert, die viel erlebt hat. Und leider nichts Schönes. Durch die Sprünge in die Vergangenheit kam es oft zu Verwirrungen und ich konnte mich schwer orientieren, wer was jetzt macht.
Das Tempo hat auch dazu beigetragen, dass mich das Buch nicht wirklich packen konnte. Alles war doch etwas zu langsam. Ein bisschen mehr Schnelligkeit hätte auf keinen Fall geschadet. So hat sich alles etwas gezogen und ich habe oft nicht mehr so aufmerksam zugehört.
Zu einem späteren Zeitpunkt, als die Zusammenhänge etwas klarer wurden, hat es mir durchaus gefallen, da ich das Buch besser verstehen konnte. Für meinen Geschmack geschah es aber etwas zu spät. Kein Wunder, dass die arme Marta eingeschlafen ist.

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