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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2020

Brutal und einfach ekelerregend!

Die Fesseln des Bösen
3

Nach diesem Hörbuch brauche ich wirklich Urlaub! Ich habe mich wirklich gequält, es bis zum Ende zu hören, da ich es im Rahmen einer Leserunde bewerten sollte. Also ganz ehrlich, das war das schlechteste ...

Nach diesem Hörbuch brauche ich wirklich Urlaub! Ich habe mich wirklich gequält, es bis zum Ende zu hören, da ich es im Rahmen einer Leserunde bewerten sollte. Also ganz ehrlich, das war das schlechteste Hörbuch, dass ich jemals gehört habe. Ich kann es in drei Wörtern am besten beschreiben: brutal, übertrieben, vulgär. Einfach nur ekelhaft! Wer sich so einen Schrott ausdenkt...

Für mich hat sich der Klappentext total spannend angehört. In einem Nachtclub werden zwei junge Tänzerinnen tot aufgefunden und die Ermittlungen führt der Commandant Stéphane Corso. Er findet eine Gemeinsamkeit: Sobiesky. Der alte Maler sollte mit den jungen Frauen eine Beziehung gehabt haben. Und je tiefer die Ermittlungen gehen, desto mehr brutale Geheimnisse kommen ans Licht.

Da ich so gerne Thriller und Krimis lese, habe ich sofort zugeschlagen. Ich bin jetzt auch kein Sensibelchen, das schlecht wird, wenn es in einem Buch etwas brutaler wird. Ich brauche es nicht, da meiner Meinung nach die Story gut sein muss. Aber ja, ich lese auch Bücher, in denen es um Vergewaltigungen, brutale Morde und, und, und geht. Aber dieses Hörbuch ist einfach so übertrieben brutal gestaltet, dass ich jede zwei Minuten den Kopf schütteln musste und gedacht habe: Muss das sein?!"

Ich konnte mich mit den Charakteren überhaupt nicht anfreunden. Vom Ermittler Corso war ich sogar angewidert. Sogar sehr. Brutal, egoistisch, bösartig, sehr gewalttätig, pervers, asozial. Für ihn gelten keine Regeln. Eigentlich wundert man sich, wie er es zur Polizei geschafft hat. Und außerdem ist er der Super-Ermittler. Das behauptet zumindest der Autor mehrmals. Für mich war diese Figur einfach nur übertrieben unrealistisch und sehr blöd gewählt. Soll man denn so eine Vorstellung von der Polizei in Frankreich haben? Pfui! Da sich seine Frau von ihm getrennt hat und das Kind mitgenommen hat (wer hätte das gedacht!), kämpft er, um das Sorgerecht zu bekommen. Als ich es gehört habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen. Dieser Typ soll ein Kind großziehen? Bitte nicht!

Als würde dieser "Super-Ermittler" nicht reichen, wird man hier mit vielen sexuellen Techniken aus der SM-Szene bekannt gemacht. Und das andauernd. So genau möchte ich solche Sachen nicht wissen. Ich bin keine Nonne, ich schaue auch nicht verschämt, wenn es um Sex in Büchern geht. Das hier war aber eindeutig zu viel. Ich habe mich oft gefragt, woher der Autor so ein fungiertes Wissen über diese Techniken hat. Aber ganz ehrlich, ich will es nicht wissen!

Ich fand es schade, dass der Fall, um den es ja eigentlich gehen sollte, erst am Ende in den Vordergrund getreten ist. Leider war das Ganze dann aber langweilig, weil es für mich total unrealistisch war. Und da es ja nicht genug Abartigkeiten bis jetzt waren, musste man noch einiges miterleben. Ein total kranker Selbstmord und die nächste sehr aggressive Tat von Corso.

Fazit: Ich kann das Buch bzw. Hörbuch keinem empfehlen!

  • Sprecher
  • Spannung
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Ein spannender Krimi!

Blutzeuge
1

Maura Isles und Jane Rizzoli stehen vor einer neuen Herausforderung. Eine junge Frau wird ermordet und der Mörder hinterlässt seine Botschaft, indem er der Frau die Augen herausnimmt und diese in ihre ...

Maura Isles und Jane Rizzoli stehen vor einer neuen Herausforderung. Eine junge Frau wird ermordet und der Mörder hinterlässt seine Botschaft, indem er der Frau die Augen herausnimmt und diese in ihre Hand platziert. Es folgen auch weitere Morde, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Isles und Rizzoli entdecken einen Bezug auf einen Fall, der in der Vergangenheit liegt.

Lange habe ich überlegt, ob ich mir dieses Hörbuch gönnen soll. Ich musste an die Fernsehserie "Rizzoli und Isles" denken, die mich überhaupt nicht überzeugen konnte. Aber dann entschied ich mich doch dafür, diesem Hörbuch eine Chance zu geben. Gut, dass ich es getan habe! Ich habe eine für mich neue Krimi-Reihe entdeckt, die mir sehr gut gefällt.

"Blutzeuge" ist der zwölfte Fall für Maura Isles und Jane Rizzoli und ich kenne die Vorgänger nicht. Ich empfand es aber nicht als unangenehm, das Duo nicht vorher gekannt zu haben. Natürlich wäre es besser mit dem ersten Fall zu beginnen, damit man die Entwicklung der Charaktere mitverfolgen kann. Um die Lösung dieses Falls gut nachvollziehen und generell gut mitkommen zu können, war es aber nicht notwendig.

Ja, die Morde hatten es schon in sich, Tess Gerritsen erspart einem unnötige und ekelerregende Details und legt Wert darauf, einen wirklich spannenden Krimi zu gestalten. Ich habe dieses Hörbuch sehr gerne gehört und war stets neugierig, wie es weitergeht. Man konnte sehr gut mitraten und auch wenn die Autorin viele Hinweise gibt und ab einem bestimmten Zeitpunkt man glaubt zu wissen, was geschehen ist, sorgt die Auflösung für einen Überraschungseffekt. Und das ist ganz nach meinem Geschmack!

Die Sprecherinnen Tanja Geke und Britta Steffenhagen fand ich auch ganz gut. Tanja Geke hat eine schöne tiefe und rauchige Stimme, die zu einem Krimi einfach genial passt. Durch den fließenden Wechsel war mir immer sofort bewusst, aus welcher Perspektive (Jane oder Holly) man die Geschehnisse verfolgt und das hat für eine gewisse Dynamik gesorgt.

Was mich an diesem Hörbuch auch sehr positiv überrascht hat, war das Privatleben. Jane und Maura sind so anders, zusammen funktionieren sie aber gut. Ja, man bekommt portionsweise Informationen aus dem Privatleben der Damen, diese werden aber dezent gehalten und stehen im Hintergrund. Die Hauptrolle übernimmt der spannende Fall. Und so muss es bei einem Krimi sein!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2020

Hat nichts mit einem spannenden Thriller zu tun

Diabolic – Fatales Vergehen
0

Shiloh, Katrina und Ruth passiert in jungen Jahren etwas Schreckliches. Die drei verlieren den Kontakt zueinander. 15 Jahren später treffen sie sich wieder in ihrer Heimat Prairie Creek Wyoming, weil ihr ...

Shiloh, Katrina und Ruth passiert in jungen Jahren etwas Schreckliches. Die drei verlieren den Kontakt zueinander. 15 Jahren später treffen sie sich wieder in ihrer Heimat Prairie Creek Wyoming, weil ihr Albtraum wahr wird. Das, was damals passiert ist, kommt ans Licht und alle sind in Gefahr.
Ja, der Klappentext hört sich ganz gut an. Die Idee ist so: naja. Die Umsetzung ist aber für mich nicht zufriedenstellend. Shiloh, Kat und Ruth fand ich eigentlich ganz ok. Besonders gefallen hat mir Ruth als Figur, da sie als Vorbild für alle gelten soll, die Opfer einer Vergewaltigung geworden sind. Sie hat Mut gesammelt und hat ihr Leben nicht aufgegeben. Das gelingt nicht jeder Frau, die so etwas erlebt hat.
Die Textabschnitte, die die Gedanken des Täters dargestellt haben, waren einfach nur ekelerregend. Viele Wiederholungen, perverse Ausdrücke und unnötige detaillierte Beschreibungen seiner erotischen Träume haben mir oft den Lesespaß verdorben. Ich weiß nicht, warum Autoren immer der Meinung sind, dass ein Thriller brutal und ekelhaft sein muss.
In diesem Buch spielt der Thrill eher eine Nebenrolle. Im Vordergrund waren leider die Liebesgeschichten und die erotischen Szenen (in Gedanken und Realität). Das hat mich sehr gestört. Wenn ich einen Thriller lese, will ich auch wirklich einen Thriller lesen! Ich brauche keine 0815 Liebesgeschichten, die man aus schlechten Romanen kennt. Und über Erektionen usw. will ich auch nicht lesen.

Fazit: Das Buch hat mich enttäuscht, da es zu viele Wiederholungen und wenig Spannung gab. Die unendlichen Liebesgeschichten und intimen Szenen haben mich ebenfalls gestört.

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2020

Ein verrücktes und cooles Buch

Das wandelnde Schloss
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Ich habe noch nie so ein verrücktes Buch gelesen. Aber es hat mir sehr gut gefallen!
Als die älteste von drei Schwestern ist Sophie dazu bestimmt, ein Pechvogel zu sein. Pech hin oder her, das schlimmste, ...

Ich habe noch nie so ein verrücktes Buch gelesen. Aber es hat mir sehr gut gefallen!
Als die älteste von drei Schwestern ist Sophie dazu bestimmt, ein Pechvogel zu sein. Pech hin oder her, das schlimmste, was ihr passiert, ist die Verzauberung durch die Hexe der Wüste. Aus der hübschen jungen Dame wird eine alte Frau. Sophie verlässt den Hutladen und begebt sich auf eine abenteuerliche Reise. Am Ende lander sie beim Zauberer Howl. Sophie befindet sich im wandelnden Schloss, in dem sie eine total verrückte Welt und ja, total verrückte Leute erwarten.
Im Buch habe ich sehr interessante Charaktere getroffen, die unterschiedlicher nicht sein konnten, aber zusammen super funktionieren. Sophie war mir von Anfang an sympathisch. Irgendwie musste ich an Aschenputtel denken, als ich von ihrem Pech erfahren habe. Und auch am Zauberer von Oz. Auch wenn es gewisse Ähnlichkeiten gibt, bleibt das Buch durch seine Verrücktheit anders und ich finde es sehr lesenswert. So viel habe ich gelacht! Die Dialoge waren immer sehr witzig und enthielten viele Kleinigkeiten, die sich später doch sehr wichtig erwiesen haben. Im Nachhinein, wenn man die letzte Seite gelesen hat, versteht man so manches, was am Anfang vielleicht doch so unverständlich war. Und das ist ein großer Vorteil dieses Buches - auch wenn es der Anfang einer Buchreihe ist, ist das Ende befriedigend und man bleibt nicht unwissend da und muss auf das nächste Buch warten.
Auch wenn ich das Buch genial finde, muss ich doch einen Stern abziehen. Der Anfang war ruhig und dann wurde es gegen Mitte sehr dynamisch, es ist viel passiert und ich musste manche Kapitel ein zweites Mal lesen, um einiges besser verstehen zu können. Man muss wirklich sehr aufmerksam lesen, sonst wird man von der ganzen Information irgendwann erschlagen. Ich habe auch nicht wirklich verstanden, was genau das Ziel vom Buch war. Eine Liebesgeschichte? Eine Geschichte der Selbstfindung? Bloß ein Fantasy? Ich weiß es nicht recht, denn es war alles vorhanden.

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Veröffentlicht am 04.01.2020

Schon lange so einen Schwachsinn nicht gehört

Der unsichtbare Freund
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Noch nie hat mich ein Hörbuch so gequält!
Ich fange mit den guten Seiten an: Der Klappentext. Joa, er ist vielversprechend. Das war es aber auch schon. Der Anfang war auch etwas verwirrend, da gab es ...

Noch nie hat mich ein Hörbuch so gequält!
Ich fange mit den guten Seiten an: Der Klappentext. Joa, er ist vielversprechend. Das war es aber auch schon. Der Anfang war auch etwas verwirrend, da gab es aber noch ein bisschen Spannung. Bereits nach ein paar Minuten habe ich gewusst, dass dieses Hörbuch etwas anders sein wird. Ich habe aber nicht gedacht, dass es halt so absurd und einfach schlecht sein wird.
Für mich ist Chbosky so ein Autor, der gerne Stephen King Geschichten schreiben möchte. Das kann man aber nicht, außer man ist Stephen King. Ich habe im Prinzip nichts gegen fantastischen Elementen und etwas verwirrenden Geschichten. Ich mag aber Geschichten, die gut durchdacht und sehr gut geschrieben sind. Das kann man von "Der unsichtbare Freund" leider nicht behaupten.
Das ganze Hörbuch war zäh wie Gummi. Die 22 Stunden und 45 Minuten Hörzeit sind sehr übertrieben, es hätten auch 16 Stunden gereicht. Der Autor benutzt unglaublich viele Vergleiche, die sinnlos sind. Die ständigen Wiederholungen haben mir den Spaß auch verdorben. Nicht einmal die Stimme von David Nathan konnte die Situation retten. Es gab einige Wörter, die er etwas komisch ausgesprochen hat, das ist aber natürlich Geschmackssache. Viele Szenen waren einfach nur widerlich, was bei einer guten Horrorstory nicht der Fall sein dürfte.
Fazit: verschwendete Zeit!

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