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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2022

Die Magie in dir

Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)
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Maia Tamarin erschafft mit Schere und Faden wahre Meisterwerke! Gelernt hat sie von einem der Besten - ihrem Vater. Als eines Tages der alte Tamarin eingeladen wird, um am Wettbewerb um den Posten des ...

Maia Tamarin erschafft mit Schere und Faden wahre Meisterwerke! Gelernt hat sie von einem der Besten - ihrem Vater. Als eines Tages der alte Tamarin eingeladen wird, um am Wettbewerb um den Posten des Hofschneiders teilzunehmen, muss Maia eine schwere Entscheidung treffen. Der gesundheitliche Zustand ihres Vaters lässt es nicht zu, am Wettbewerb teilzunehmen, ihre älteren Brüder sind im Krieg gestorben und einer kam verletzt zurück und kann nicht laufen. Um ihre Familie zu retten, reist Maia unter dem Namen ihres Bruders in den kaiserlichen Hof. Doch sie ahnt nicht, dass aus dem kleinen Wettbewerb ein großes Abenteuer wird.

Ich liebe dieses Buch! Ich war als Kind schon von Mulan und ihrem Mut begeistert. Die Ähnlichkeit zwischen Mulan und Maia ist riesig. Die junge Schneiderin war mir sofort sympathisch. Es ist schwer, sich immer beweisen zu müssen, obwohl man weiß, dass man aufgrund des Geschlechtes immer benachteiligt sein wird. Maia spricht oft davon, wie gut sie im Nähen ist und wie schnell sie alles von ihrem Vater gelernt hat. Man merkt, dass sie das Nähen liebt und es zerreißt einem das Herz, dass sie nie "Meister" sein könnte, nur weil sie als Frau geboren wurde. Sie liebt ihre Familie so sehr und ist zu allem bereit, um für sie zu sorgen.

Die Aufgaben, die die Schneider meistern mussten, waren sehr spannend. Die Beschreibungen der Kleidungsstücke sind so detailliert, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Hier wurde das Handwerk zelebriert und die Kulisse war einfach zauberhaft. Maia ist als Junge wirklich furchtbar! Ich musste oft schmunzeln und fand die Dialoge zwischen ihr und Edan total witzig. Er ist als Charakter sehr geheimnisvoll und spricht oft in Rätseln. Er mag Maia abgelenkt haben, war ihr aber oft auch eine sehr gute Unterstützung.

Die Entwicklung zwischen Maia und Edan während ihres gemeinsamen Abenteuers war wunderschön. Es war lustig, es war emotional, es war spannend! Mit der richtigen Portion Magie schaffte sich dieses Buch einen direkten Weg zu meinem Herzen. Das Ende war herzzerreißend und macht mich unglaublich neugierig auf die Fortsetzung. Ich. Muss. Jetzt. Weiterlesen.

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Veröffentlicht am 28.04.2022

Ich töte was, was du nicht siehst

Schreib oder stirb
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David Dolla arbeitet als Literaturagent und lebt glücklich mit seiner schwangeren Freundin Isolde. Doch eines Tages erhält er ein diabolisches Angebot. Carl Vorlau, der sich in eine psychiatrische Privatklinik ...

David Dolla arbeitet als Literaturagent und lebt glücklich mit seiner schwangeren Freundin Isolde. Doch eines Tages erhält er ein diabolisches Angebot. Carl Vorlau, der sich in eine psychiatrische Privatklinik einweisen ließ, behauptet, die kleine Pia entführt zu haben. Um ihr Leben zu retten, soll David ein Buch über den Fall schreiben und Carl einen Verlagsvorschuss von einer Million Euro verschaffen. Sonst wird Davids Leben zur Hölle. Eine schwere Wahl muss David treffen - Risiko oder Held sein?

Ich bin ja ein großer Fitzek-Fan und habe mich auf dieses etwas andere Buch total gefreut. Eine Kombination aus Spannung und Humor? Das musste ich einfach lesen! Der Schreibstil war vertraut und doch ungewöhnlich. Das war erfrischend. Es gab viele Stellen, die ich unglaublich witzig fand. Plötzlich wurde es ernst. Und dann wieder lustig. Und wieder spannend. Das war ein verrücktes Hin und Her. Am Anfang war der Humorteil für meinen Geschmack etwas zu viel. Vieles war irgendwie erzwungen und auch nicht wirklich witzig. Später wurde es aber deutlich besser, als die Spannung etwas mehr in den Vordergrund gerückt ist und der Humor dezenter zum Vorschein kam.

David musste einiges erleben. Das kenne ich aber von Fitzek nicht anders. Es gab eine oder zwei Sachen, die ich nicht gebraucht hätte. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass nicht mehr viel passieren wird. Ich sah quasi das Ende schon vor meinen Augen. Und dann - BAMM! Eine Wendung nach der anderen, ich war geschockt, verwirrt, überrascht. Mit dem Ende habe ich wirklich nicht gerechnet und ah... das war so schön!

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Veröffentlicht am 24.04.2022

Spannung?

TEAM HELSINKI
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Paula Pihjala und ihr Team stehen vor einer schwierigen Aufgabe - den Mord an einer dunkelhäutigen Frau aufzulösen. Diese ist in einem mit Meerwasser gefühlten Container qualvoll ertrunken. Bei der Toten ...

Paula Pihjala und ihr Team stehen vor einer schwierigen Aufgabe - den Mord an einer dunkelhäutigen Frau aufzulösen. Diese ist in einem mit Meerwasser gefühlten Container qualvoll ertrunken. Bei der Toten handelt es sich um die Universitätslehrerin Rauha Kalando, die nur wenige Stunden vor ihrem Tod aus Namibia eingeflogen ist. Warum musste die Frau sterben? Welche Geheimnisse verbirgt de Unternehmensfamilie?

Das Buch ist in drei Teilen unterteilt. Im ersten Teil war ich total verwirrt. Irgendwie konnte ich nicht in die Geschichte reinkommen und fand die Charaktere farblos. Der zweite Teil war dann vielversprechend, denn endlich kam etwas Spannung auf. Es war aber jedoch nicht so, dass mich das Buch komplett gepackt hatte. Und dann kam der dritte Teil, der alles zerstört hat. So langatmig war das, dass es fast schon wehgetan hat.

Ich lese schon sehr oft skandinavische Krimis und Thriller und ja, die Namen sind schon außergewöhnlich. Aber man gewöhnt sich daran. Hier fand ich es extrem schwer im Kopf zu behalten, wer wer ist. Es gab einfach zu viele Namen und für mich waren alle Menschen so blass, dass sie sich nicht in meinem Gedächtnis einprägen wollten.

Die Auflösung war leider auch nicht sehr spannend. Das ist eigentlich ein Buch, das man beendet, zumacht und fünf Minuten später sich an keinem Highlight erinnern kann. Unfassbar schade...

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Veröffentlicht am 19.04.2022

Typisches Buch von Ragnar Jonasson

Schneeblind
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Ari bekommt einen Ausbildungsplatz bei der Polizei in einem Fischerdörfchen im Norden Islands. Wenn man denkt, dass hier nichts passiert, irrt man sich. Im Schnee wird eine Frauenleiche gefunden und kurz ...

Ari bekommt einen Ausbildungsplatz bei der Polizei in einem Fischerdörfchen im Norden Islands. Wenn man denkt, dass hier nichts passiert, irrt man sich. Im Schnee wird eine Frauenleiche gefunden und kurz danach stirbt ein Schriftsteller nach einem Sturz im Theater. Für Ari ist die Lösung der Fälle schwierig, denn keiner im Dorf möchte ihm helfen. Und er kann niemandem trauen.

Man muss gar nicht lesen, wer der Autor von diesem Buch ist. Nach ein paar Seiten schon erkennt man Ragnars Stil. Ich mag diese ruhige und etwas bedrückende Atmosphäre. Das Tempo ist eher langsam, aber trotzdem ist das Buch total spannend.

Ich konnte mich in Aris Lage sehr gut versetzen. Ich empfand, dass ein enormer Druck auf ihn ausgeübt wurde. Das deprimierende Wetter, die verwirrende Gefühle, der seltsame Fall und die Einheimischen, die ihn nicht ernst nehmen und sich nicht als kooperativ zeigen - das zieht einen total runter. Er war für mich als Protagonist etwas blass und konnte sich nicht durchsetzen - weder im Beruf noch im privaten Leben. Da das der Auftakt einer neuen Reihe ist, kann es natürlich sein, dass sich Ari mit der Zeit weiterentwickeln wird. Darauf würde ich mich freuen.

Bis zum Ende tappte ich im Dunkeln und wusste nicht, wer der Täter ist. Die Auflösung war schlüssig. Das offene Ende war passend und macht Lust auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 10.04.2022

Misslungene Märchenadaption a la Zombieapokalypse

Die Chroniken von Rotkäppchen - Allein im tiefen, tiefen Wald
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Krise und Pandemie machen es den Menschen schwierig. Ein sehr ansteckendes Virus sorgt für Chaos, viele überleben nicht. Die Lebensmittel werden knapp. Für Red gibt es nur einen sicheren Ort - das Haus ...

Krise und Pandemie machen es den Menschen schwierig. Ein sehr ansteckendes Virus sorgt für Chaos, viele überleben nicht. Die Lebensmittel werden knapp. Für Red gibt es nur einen sicheren Ort - das Haus ihrer Großmutter. Doch der Weg ist lang und voller Gefahren. Die größte Gefahr geht dabei vom Menschen aus.

Die Geschichte ist in DAVOR und DANACH aufgeteilt, wobei beide Zeiten kommen abwechselnd. Die Idee war nicht so schlecht, aber die Umsetzung fand ich schrecklich. Die Pandemie erinnert natürlich sehr stark an die aktuelle Situation. In DAVOR geht es um die Zeit, als Red noch bei ihrer Familie war, während in DANACH sie ganz alleine auf sich gestellt ist.

Ich fand ihre Reise super langweilig. Man hat auch überhaupt kein Zeitgefühl. Wie lange war sie denn mit ihrem Bruder unterwegs? Wie lange war sie alleine unterwegs? Wohnt die Oma am Ende der Welt? Viren, die Menschen zum Explodieren bringen? Wie blöd ist das denn bitte...

Red hat mich als Charakter sehr genervt. Sie ist total widersprüchlich in ihren Taten. Aufgrund ihres fehlenden Beines wird sie anders behandelt. Hier geht es wieder um dieses leidige Thema "Normalität". Ich finde es furchtbar, dass Menschen, dessen Körper sich von dem andere Menschen unterscheiden, als "unnormal" bezeichnet werden. Sie möchte "normal" sein, verhält sich aber selbst total seltsam. Zum Ende sage ich lieber gar nichts...

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