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Veröffentlicht am 22.11.2025

Aufklärung über Krebs

Krebs - Das Ende einer Angst
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Krebs gehört zu den meist gefürchteten Krankheiten auf der Welt. Kein Wunder, denn die Krankheit ist leider sehr facettenreich, immer mehr Menschen erkranken an einer Krebsart und in manchen Fällen diese ...

Krebs gehört zu den meist gefürchteten Krankheiten auf der Welt. Kein Wunder, denn die Krankheit ist leider sehr facettenreich, immer mehr Menschen erkranken an einer Krebsart und in manchen Fällen diese unheilbar ist. Oft wird Krebs zu spät entdeckt und die Diagnose ist eine große Belastung für Patient und Familien- und Bekanntenkreis. Man stellt sich die Frage - warum ich. Was hätte ich besser machen können, um es zu vermeiden? Oder ist man den Genen ausgeliefert und es gibt keine Präventionsmaßnahmen, die man treffen kann?

Dieses Buch liefert Antworten auf all diese Fragen. Was mir besonders gut gefallen hat - hier wird auch auf molekularer Ebene erklärt, was im Körper passiert, dass Krebs überhaupt entsteht. Die Autorin beschreibt es aber in einer sehr einfachen Sprache, ohne dabei auf die Verwendung von korrekten Begriffen zu verzichten. Sie erklärt sehr verständlich, welche Faktoren den größten Einfluss auf die Entstehung von Krebs haben und wie jeder Mensch etwas tun kann, um sich selbst davor zu schützen. Dabei wird aber keine Angst unterbreitet, sondern lediglich darüber aufgeklärt, dass viele kleine Veränderungen im Lebensstil eine erstaunlich große Auswirkung auf die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung haben können.

Was mir persönlich weniger gut gefallen hat, waren die vielen Wiederholungen. Ja, es gibt eben Faktoren wie Übergewicht, die wirklich ein enormes Risiko darstellen und es wurde in mehreren Studien bewiesen, dass Übergewicht zu Krebs führen kann. Das aber so oft im Buch zu wiederholen, war für mich eher störend. Ich kann mir vorstellen, dass die Autorin auf die Wichtigkeit hinweisen wollte, das hätte allerdings auch ohne es stets zu wiederholen geklappt.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Mittsommer

Mittsommer
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Francesca hat sehr hart für das Eröffnungswochenende des neuen Luxushotels The Manor gearbeitet. Alles wurde bis ins kleinste Detail geplant und jetzt ist es endlich soweit. Der Standort neben dem alten ...

Francesca hat sehr hart für das Eröffnungswochenende des neuen Luxushotels The Manor gearbeitet. Alles wurde bis ins kleinste Detail geplant und jetzt ist es endlich soweit. Der Standort neben dem alten Wald und mit Blick auf das Meer könnte nicht besser sein! Doch die Einwohner sind nicht wirklich begeistert davon, denn die Natur leidet darunter, damit reiche Menschen in Luxus baden können und versuchen alles zu tun, um die Eröffnung zu sabotieren. Aus dem Event des Jahres wird eine Vollkatastrophe - The Manor brennt und eine Leiche wird entdeckt. Als wäre das nicht schlimm genug, klebt zwischen ihren Fingern eine schwarze Feder - ein Symbol der Raben, vor denen sich alle fürchten.

Der Thriller ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was mir immer sehr gut gefällt. Francesca, Owen, Eddie, Bella und Detective Walker könnten als Charaktere nicht unterschiedlicher sein und jede Perspektive sorgt für aufsteigende Spannung. Zusätzlich baut die Autorin Rückblenden aus Francescas und Bellas Jugend und man bekommt Ausschnitte aus einem alten Tagebuch präsentiert. Was am Anfang vielleicht etwas verwirrend scheinen könnte, setzt sich wie ein Puzzle nach und nach zusammen und ergibt ein stimmiges Gesamtbild.

An sich ist die Idee nicht ganz neu - eine luxuriöse Feier in einer tollen Location, die aus dem Ruder läuft. Das gab es in ähnlicher Weise schon. Was für mich besonders war, waren die schwarzen Raben, die an sich etwas Mystisches und gar Magisches haben. Diese Schützer des Dorfes und des Waldes sind wie eine Legende, die viele Generationen am Lagerfeuer erzählen und ein unheimliches Gefühl bleibt bestehen. Existieren sie wirklich? Oder sind sie nur ausgedacht? Das war auf jeden Fall ein erfrischendes Element, das nicht viel zu übernatürlich rüberkam und irgendwie zur Geschichte sehr gut gepasst hat.

Für mich war es ein spannender Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, für ein Highlight reicht es allerdings nicht.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Manchmal ist weniger mehr

HULDA
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Die junge Polizistin Hulda bekommt einen Cold Case, in dem es seit so vielen Jahren wieder eine Spur gibt. Vor zwanzig Jahren ist ein Weihnachten ein kleines Kind verschwunden und von ihm fehlt jede Spur. ...

Die junge Polizistin Hulda bekommt einen Cold Case, in dem es seit so vielen Jahren wieder eine Spur gibt. Vor zwanzig Jahren ist ein Weihnachten ein kleines Kind verschwunden und von ihm fehlt jede Spur. Bis heute, denn sein Teddybär wurde in einer Jagdhütte gefunden. Hulda und ihre Kollegin machen sich auf den Weg und treffen dort auf viele Menschen, die von diesem Fall gehört haben und selbst nicht als Verdächtige ausgeschlossen werden können.

Ach, Ragnar, was hast du nur getan?! Manchmal ist weniger echt mehr und dieses Prequel zur großartigen Hulda-Reihe war echt nicht gut. Am schlimmsten war dabei Hulda selbst. Privatleben gehört eben dazu und ist in gesunden Maßen toll, denn das macht die Charaktere so lebendig. Wenn aber die Zweifel an der Zukunft der Ehe sich in den Vordergrund drängen und das in den unmöglichsten Momenten überhaupt, ist das ein Spannungstöter vom feinsten. Das Tempo an sich wird relativ hoch gehalten, aber die Spannung blieb für mich aus. Jedes Mal, wenn die Ermittlung vielleicht einen Wendepunkt erreicht haben, denkt Hulda daran, wie sie ihren Mann verlassen muss. What the... Wenn man sich wirklich auf die Gefühle der noch jungen Polizistin fokussieren wollte, die noch viel lernen muss, ist es total daneben gegangen. Der Fall bleibt oberflächlich, Huldas Gefühle ebenfalls. Das kann der Autor viel besser. Auch eine Leiche kann nicht dabei helfen, das Ganze noch zu retten.

Die Hulda-Trilogie war einfach großartig. "Frost" hat schon arg geschwächelt, aber auf dieses Buch hätte man wirklich verzichten können. Wenn eine Reihe toll war, ist es besser, es dabei zu belassen. Ich habe noch nie erlebt, dass Prequels oder Zusatzbände, die eine gute Zeit später erscheinen, es gerissen haben.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Unterhaltsam, aber kein Meisterwerk

Kein Zurück
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Angeblich wurde ein Unschuldiger verurteilt und im Gefängnis erstochen. In einem anonymen Schreiben wird die Polizei darüber informiert, dass der Tod des Unschuldigen gerächt wird. Es sterben Menschen, ...

Angeblich wurde ein Unschuldiger verurteilt und im Gefängnis erstochen. In einem anonymen Schreiben wird die Polizei darüber informiert, dass der Tod des Unschuldigen gerächt wird. Es sterben Menschen, die auf dem ersten Blick unterschiedlicher nicht sein können. In ihrer Hand wird ein Zettel mit einem Namen gefunden. Auf dem Zettel - der Name eines der Geschworenen, die damals Alan Duffrey schuldig gesprochen haben. Dies ist ein Fall, bei dem Holly Gibney natürlich ihre Finger eins Spiel hat. Allerdings kann sie sich nicht zu 100% darauf konzentrieren, da sie als Security die Tour von der Feministin Kate McKay begleitet, deren Leben ebenfalls in Gefahr ist, da sie von einem Wahnsinnigen verfolgt wird.

Ich mag Holly Gibney und habe mich auf ein Wiedersehen sehr gefreut. King schreibt selbst im Nachwort, dass er das Buch schon mehrmals umgeschrieben hat und am Ende damit nur zufrieden war. Ja, so würde ich es auch beschreiben. Ich war damit zufrieden, es konnte mich unterhalten. Es war an sich aber kein Meisterwerk - Stephen kann es deutlich besser.

Und trotzdem habe ich es irgendwie doch gerne gelesen. Beide Stränge hatten meiner Meinung nach etwas Spannendes an sich. Die Kapitel aus der Sicht des Mörders waren gut. Ebenfalls diese aus der Sicht der Person, die Kate verfolgt und töten will. Man spürte, wie der Druck auf Holly und die Ermittler stets gestiegen ist und das Tempo langsam zunahm. Wer viele Wendungen und Wow-Effekte sucht, wird sie hier nicht finden. Ein stimmiges Ende allerdings. Eben ein Buch, das mich gut unterhalten aber nicht umgehauen hat. Es wird wieder Zeit für Grusel, Stephen!

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Inklusion in unserer Gesellschaft

Zusammensein
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Hadija Haruna-Oelker gehört leider zu den vielen Menschen, die mit Alltagsrassismus zu kämpfen haben. Als Mutter eines behinderten Kindes und woman of colour hat sie wirklich einige Situationen erlebt, ...

Hadija Haruna-Oelker gehört leider zu den vielen Menschen, die mit Alltagsrassismus zu kämpfen haben. Als Mutter eines behinderten Kindes und woman of colour hat sie wirklich einige Situationen erlebt, die einen nur kopfschüttelnd zurücklassen können. Das Buch ist in mehreren Teilen mit jeweiligen Unterthemen unterteilt, die aber das große Hauptthema "Inklusion" als Fokus behandeln. Die Sprache generell ist sehr verständlich und Hadija arbeitet mit vielen Beispielen aus dem echten Leben, was mir sehr gut gefallen hat. Am Ende jedes Unterthemas gibt es noch eine knackige Zusammenfassung, die die wichtigsten Aspekte des jeweiligen Unterthemas darstellt. Und diese Zusammenfassungen sind wirklich so einfach geschrieben, dass es für alle verständlich ist und nicht zig Begriffe noch erwähnt werden.

Ja, das Buch ist natürlich persönlich, denn Hadija berichtet über die Unmengen an Bürokratie, Ausgrenzung und Diskriminierung, auf die sie selbst gestoßen ist. In jedem Beispiel werden sich aber so viele andere Menschen wiederfinden, die mit den gleichen Problemen zu tun haben. Eigentlich hat das Problem einen Namen - Alltagsrassismus - aber sehr viele Gesichter. Ich selbst habe auch sehr oft damit zu kämpfen und das schlimmste am Ganzen ist, dass es Menschen nicht mal merken. Sie merken nicht, dass ihre Worte / Taten andere verletzten. Es ist ein Problem unserer Gesellschaft, die sehr gerne in "normal" und "nicht normal" trennt. Etwas, was Hadija auch anspricht, ist, dass wir aufhören müssen, über die Menschen zu reden, die "anders" sind. Wir müssen MIT denen reden - einfach so. Das sollte zur Selbstverständlichkeit werden.

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