Cover-Bild Die Unausstehlichen & ich (Band 3) - Die Welt ist voller Wunder
Band 3 der Reihe "Die Unausstehlichen & Ich"
(24)
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12,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Loewe
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 10.02.2021
  • ISBN: 9783785589526
  • Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Vanessa Walder

Die Unausstehlichen & ich (Band 3) - Die Welt ist voller Wunder

Kinderbuch für Mädchen und Jungen ab 10 Jahre
Barbara Korthues (Illustrator)

Enni schreibt ihrem Vater ins Gefängnis und bittet ihn um Rat, denn Dante und sie versuchen herauszufinden, welche Verbindung zwischen Dantes Vater und dem Internat besteht. Um mehr zu erfahren, müssen sie unbedingt nach München, wo sich die Stiftung befindet, die Ennis und Dantes Schulgeld bezahlt. Ein Plan muss her: Sie bringen ihren Deutschlehrer dazu, mit ihnen bei dem anstehenden Theaterfestival in München teilzunehmen. Doch dann wird daraus so viel mehr: immer mehr Geheimnisse kommen ans Licht, und es scheint, als spiele die ganze Welt Theater …

Life Saaks – kommt drauf an, was du draus machst!
Der dritte Band der neuen Kinderbuch-Reihe von Bestseller-Autorin Vanessa Walder . Große Literatur für Kinder, einfühlsam und authentisch erzählt. Mit vielen Bildern und Scribbles von Barbara Korthues  – für Fans von John Green , Raquel Palacio und Andreas Steinhöfel und Leser ab 10 Jahren .

Der Titel ist auf Antolin gelistet.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2021

Ein großartiger Abschlussband einer ganz besonderen Reihe!

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Endlich geht mit es mit Enni und Co. im einmaligen Saakser Internat weiter und oh mein Gott, wie hab ich mich auf dieses Buch gefreut! Die ersten beiden Bände waren absolute Jahreshighlights für mich. ...

Endlich geht mit es mit Enni und Co. im einmaligen Saakser Internat weiter und oh mein Gott, wie hab ich mich auf dieses Buch gefreut! Die ersten beiden Bände waren absolute Jahreshighlights für mich. Ich konnte es daher kaum mehr erwarten mich endlich auf Band 3 stürzen zu können.

Enni möchte unbedingt hinter das Geheimnis des Saakser Internats kommen und endlich herausfinden, wer nur das hohe Schulgeld für sie und Dante zahlt. Als sie und ihre Freunde erfahren, dass eine Stiftung in München dahintersteckt, steht für die Kinder sofort fest, dass sie der Firma einen Besuch abstatten müssen. Stellt sich jetzt nur noch die Frage: Wie kommen sie nach München? Da das Internat weit abgelegenen in den Bergen liegt, ist es gar nicht so leicht heimlich zu verduften. Es muss also schleunigst ein guter Plan her. Zum Glück lässt die rettende Lösung nicht lange auf sich warten: Eine Teilnahme bei einem anstehenden Theaterfestival in München. Aber haben sie überhaupt eine Chance zu gewinnen? Eine Hamlet-Aufführung mit einem Rollstuhlfahrer, einer Blinden und einer Stummen – zweifellos sehr ungewöhnlich. Vielleicht zu ungewöhnlich?
Ob es den Freunden wohl gelingen wird, endlich die Antworten auf ihre Fragen zu erhalten?

Irgendwie ist es total an mir vorbeigegangen, dass es sich bei „Die Unausstehlichen & ich“ um eine Trilogie handelt und „Die Welt ist voller Wunder“ somit das Finale ist. Ich habe tatsächlich erst, kurz bevor ich mit dem Lesen begonnen habe, erfahren, dass es mit diesem Band heißt Abschied zu nehmen von lauter liebgewonnenen Charakteren und einer außergewöhnlichen Kulisse. Zu meiner großen Vorfreude hat sich daher auch eine ordentliche Portion Wehmut dazugesellt. „Die Unausstehlichen & ich“ ist für mich so eine Reihe, die einfach endlos weitergehen könnte. Ist natürlich nicht machbar und klar, irgendwann muss natürlich jede Buchserie mal vorbei sein, aber über ein paar Abenteuer mehr mit Enni und Co. hätte ich mich riesig gefreut.
Aber genug mit dem Melancholie-Gelaber. Dies soll schließlich eine schwärmerische Rezension werden, denn – wie ich es mir schon gedacht habe – ich bin restlos begeistert von dem, was mich zwischen den Buchdeckeln von Band 3 erwartet hat.

Obwohl es bei mir nun tatsächlich schon wieder fast ein Jahr her ist, dass ich den zweiten Teil gelesen habe und der dritte Band quasi nahtlos an den Vorgänger anknüpft, habe ich völlig problemlos nach Saaks zurückgefunden.
Bei mir trat das ein, was schon bei den beiden vorherigen Bänden der Fall war: Einmal mit dem Schmökern begonnen, wollte ich am liebsten gar nicht mehr damit aufhören. Ich habe mich einfach sofort pudelwohl beim Lesen gefühlt, es hat sich für mich regelrecht angefühlt wie nach Hause kommen. Und neben diesem herrlichen Wohlfühlgefühl hat natürlich auch die mitreißende und fesselnde Handlung dazu beigetragen, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Erfahren tun wir erneut alles aus der Sicht von Enni in der Ich-Perspektive und wie schon in den beiden Vorgängern, so schildert sie die Geschehnisse auch in diesem Band einer bestimmten Person. Dieses Mal ist es ihr Vater, dem die Ansprache gilt. Mir hat dieser besondere Erzählstil erneut wahnsinnig gut gefallen. Dadurch, dass Enni ihren Vater ständig direkt anspricht, und somit irgendwie auch uns Leserinnen, gelingt es einem nur noch besser in die Geschichte einzutauchen. Finde ich echt super und dass wir erneut in den Genuss von ganz vielen unkenntlich gemachten Flüchen und Schimpfwörtern kommen, konnte mich ebenfalls in helle Begeisterung versetzen.

Die toughe und vorlaute Enni ist nach wie vor eine Meisterin im Fluchen, aber im Vergleich zum Auftakt haben sich ihre Flüche, und somit auch die Überkritzelungen, um einiges verringert. Enni sieht eindeutig nicht mehr so oft rot wie früher; sie entwickelt sich auch in diesem Band großartig weiter und dies mitzuverfolgen ist einfach nur wunderschön und herzerwärmend.

Neben Enni haben wir das große Vergnügen auf viele weitere bekannte Gesichter zu treffen wie Dante, Karan, Lilith und Lucky. Mit der Ausarbeitung sämtlicher Figuren konnte mich Vanessa Walder erneut vollends überzeugen. Sie wirken beeindruckend echt und authentisch und besitzen alle so ihre Besonderheiten und teils zum Schmunzeln schöne Eigenarten, mit denen sie uns Leser
innen öfters ein breites Lächeln aufs Gesicht zaubern.
Besonders fest in mein Herz geschlossen habe ich natürlich Enni und ihre Freunde. Ich liebe diese einzigartige Truppe einfach.

Auch bezüglich des Settings kann ich euch nur wieder was vorschwärmen. Mit dem noblen und weit abgelegenen Saakser Internat hat Vanessa Walder einfach einen genialen Schauplatz erschaffen. Die Schule wird erneut richtig cool beschrieben und von der Umgebung, sprich der traumhaften Bergwelt, hatte ich erneut die bezauberndsten Bilder im Kopf.

Was die Handlung angeht habe ich euch ja bereits berichtet, dass ich sie als ungemein packend empfunden habe. Die Fragen, was genau es eigentlich mit dem Saakser Internat auf sich hat und wer die Schulgebühren für Enni und Dante zahlt, bleiben bis zum Schluss unbeantwortet, sodass man die ganze Zeit über am miträtseln ist. Auch die Proben für das Hamlet-Theaterstück laden zum Mitfiebern ein und Ennis Erzählungen über ihre schwere Vergangenheit fand ich ebenfalls ausgesprochen spannend. Und sehr bewegend und aufwühlend. Schon in den beiden vorherigen Bänden ist deutlich geworden, dass Enni in ihren jungen Jahren schon sehr viel durchmachen musste. Heimaufenthalte, mehrere verschiedene Pflegefamilien...Über ihre leiblichen Eltern haben wir bisher allerdings kaum Informationen erhalten und diesbezüglich erfahren wir nun endlich mehr.

Wie Band 1 und 2, so steckt auch die Geschichte des Abschlussteils voller Emotionen, Feingefühl und Tiefgang. Sie ist wie aus dem Leben gegriffen und behandelt viele wichtige Themen und Werte wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Vertrauen, das Treffen von Entscheidungen, lernen Verantwortung zu übernehmen und Hilfsbereitschaft. All das und noch mehr hat seinen Platz in diesem Buch gefunden. Hört sich nach ziemlich viel an und ja, irgendwie ist es das auch, aber keine Sorge, die Story wirkt an keiner Stelle zu überladen. Und wer jetzt befürchten sollte, dass die Geschichte einem emotional zu viel abverlangt oder zu ernsthaft ist – auch da kann ich Entwarnung geben. Vanessa Walder ist diese schmale Gratwanderung zwischen Ernst und Humor abermals vortrefflich geglückt. Es gibt so einige unterhaltsame Momente, die für gute Laune und eine genau richtige Leichtigkeit sorgen. So fand ich beispielsweise Albas (sehr modern formulierte) Zusammenfassung von Shakepeares Hamlet einsame Spitze, hihi.

Da meine Rezension schon so lang ist, versuche ich mich bei den letzten Punkten nun mal etwas kürzer zu halten.
Was ich unbedingt noch erwähnen möchte, ist der grandiose Schreibstil von Vanessa Walder. Er ist jugendlich, frech und flüssig und liest sich einfach nur große Klasse.

Auch die tollen Illustrationen von der Barbara Korthues dürfen auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben. Alle paar Seiten gibt es eine schwarz-weiß Zeichnung und egal ob die kleinen Bilder oder die etwas größeren - allesamt harmonieren sie fabelhaft zum Geschehen im Text und sorgen für eine ganz besondere Stimmung. Also mir haben die skizzenhaften Zeichnungen wieder unheimlich gut gefallen.

Das Ende hat mich glücklich und traurig zugleich zurückgelassen. Ersteres, weil der Schluss so, so schön ist und mir richtig das Herz erwärmt hat, und letzteres weil: Siehe weiter oben, seufz. Vanessa Walder hat mit „Die Unausstehlichen & ich“ eine herausragende Trilogie ab 10 Jahren geschrieben, die ich jedem, egal ob Jung oder Alt, wirklich nur ans Herz legen kann.

Fazit: Ein großartiger Abschlussband einer ganz wunderbaren Trilogie!
Vanessa Walder hat mit „Die Welt ist voller Wunder“ ein rundum gelungenes Finale aufs Papier gezaubert, mit welchem sie mir ein unvergessliches Leseerlebnis beschert hat. Dieses Buch ist, wie seine zwei Vorgänger, einfach nur perfekt. Für mich war das reinste Vergnügen Enni und Co. auf ihren Abenteuern zu begleiten und ich kann jedem nur raten, dies ebenfalls noch zu tun. Band 3 erhält von mir nur zu gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Ein lebendiges, herzliches & rundum gelungenes Finale

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“Die Unausstehlichen & ich – Die Welt ist voller Wunder“ ist der dritte Band mit der Protagonistin Enni der Autorin Vanessa Walder. Da die Handlung der Bücher aufeinander aufbaut, ist es sinnvoll sie der ...

“Die Unausstehlichen & ich – Die Welt ist voller Wunder“ ist der dritte Band mit der Protagonistin Enni der Autorin Vanessa Walder. Da die Handlung der Bücher aufeinander aufbaut, ist es sinnvoll sie der Reihe nach zu lesen. Allerdings kann man auch als Neueinsteiger mit diesem Band beginnen, da die Autorin wichtige Informationen aus den vorherigen beiden Büchern mit einfließen lässt. Ich empfehle trotzdem bei Band eins zu beginnen und verspreche, dass es sich lohnt.

Auch in diesem Band stehen Enni, ihre Mitschüler und das Leben in dem Internat Life Saaks im Mittelpunkt. Aber nicht nur das, endlich erfährt man auch ein wenig mehr über Ennis Familie und darüber welche Verbindung zwischen Dantes Vater und dem Internat besteht.

Der Schreibstil von Vanessa Walder ist wieder total lebendig, so dass sie meine Töchter und mich direkt ab der ersten Seite wieder mittendrin waren. Alles wird aus Ennis Perspektive geschrieben, wodurch man einen guten Einblick in ihre Gedanken und in ihre Gefühlswelt erhält. Wie auch schon zuvor ist ihre Wortwahl manchmal recht deutlich und deswegen sind einige Wörter zensiert, so dass es der Fantasie des Lesers überlassen bleibt, was sich unter den vielen gexxxten und gestrichenen Wörtern befindet. Aber man merkt, dass Enni sich entwickelt hat. Ihre Fluchereien haben deutlich abgenommen.
Neben Ennie, die eine absolut liebenswerte und sympathische Protagonistin ist, sind auch die altbekannten Charaktere, die einfach zu Saaks dazugehören, dabei. Diese haben die unterschiedlichsten Handicaps, wodurch sie sich wunderbar ergänzen.

Neben guter Unterhaltung findet man in dem Buch zahlreiche wichtige Botschaften, die bei uns während des Lesens für viel Diskussionsstoff gesorgt haben. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und etwas Besonderes an sich. Zahlreiche passende Zitate und eine Kurzfassung von Shakespeares Hamlet, bieten einfach beste Unterhaltung. Unterhaltung, die Spannung bietet, Emotionen hervorruft und die einfach Spaß macht.

In dem Buch befinden sich zahlreiche liebevoll gestaltete schwarz-weiß Bilder von der Illustratorin Barbara Korthus. Durch diese bekommt man eine noch bessere Vorstellung der gesamten Ereignisse und alles wird noch lebendiger. Die kurzen knackigen Kapitelüberschriften - neben denen sich auch jeweils eine kleine passende Illustration befindet - machen stets neugierig auf das was kommt. Insgesamt wirkt alles stimmig und passt bestens zusammen.

Meine Töchter und mich hat das Buch bestens unterhalten. Wir haben viel gelacht und mit Enni gelitten, gehofft und gefühlt. Das Ende ist rund und stimmig, trotzdem würden wir uns über ein Wiedersehen mit Enni freuen.

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Veröffentlicht am 05.03.2021

Diese Reihe ist ein kleines Wunder...

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Im ersten Band berichtet Enni dem Schulpsychiater Dr. Mergen, was so alles abging und wie es zu dem großen Schlamassel kam, um den sich das Buch dreht, im zweiten Band erklärt sie das nächste Chaos Polizist ...

Im ersten Band berichtet Enni dem Schulpsychiater Dr. Mergen, was so alles abging und wie es zu dem großen Schlamassel kam, um den sich das Buch dreht, im zweiten Band erklärt sie das nächste Chaos Polizist Dirk und dieses Mal steht Enni vor einer unendlich schwierigen Entscheidung, denn erstmals darf sie über ihre eigene Zukunft mitentscheiden. Das Dilemma: egal wie sie sich entscheidet, wird sie Menschen verletzten, die ihr viel bedeuten, also schreibt sie einen Brief an ihren Vater:
Enni ist nun schon eine ganze Weile in dem geheimen Nobelinternat Saaks, auf einer einsamen Bergspitze gelegen und fühlt sich sogar richtig wohl! Sie hat richtig gute Freunde gefunden, auch wenn diese aus dem Durchschnittsraster fallen, xxx was soll's, sie hat ja auch nie in ein Schema gepasst. Da es ihr aber nun so gut geht, flucht sie schon weniger, aber ganz aufgeben kann sie diese Angewohnheit nicht. Klar, sie kann ja auch ihr logisch-mathematisches Denken nicht einfach ablegen, oder das Pläne schmieden. Denn ein Plan muss unbedingt her, um die Geheimnisse ihrer Schule aufzudecken. Warum ist diese so streng geheim? Wer zahlt für sie und Dante das Schulgeld? Wer ist eigentlich Dantes Vater? Wo ist Hausmeister Ahmed Armut abgeblieben und warum hat seinen Job nun Polizist Dirk übernommen? Dantes Schwester ist nicht weniger clever als er und so zeigt sie Enni und Dante am Besuchstag einen Brief der Stiftung, die für ihre Stipendien zahlt. Da ist so einiges faul und sie müssen dringend nach München, um von der Stiftung Antworten zu erhalten. Doch sie können nicht einfach nach München, es sei denn sie nehmen an dem Theaterfestival dort teil, von dem ihr Deutschlehrer so schwärmt. Doch ein Rollstuhlfahrer, eine Blinde und einen Stummen in ein Theaterstück zu bekommen, ist keine leichte Aufgabe und sie müssen natürlich den Vorentscheid gewinnen!

Dieses Buch ist offiziell von 10 – 12 Jahren, doch meine große Tochter (13) liebt die Reihe so sehr, dass wir nach langer Zeit mal wieder ein Buch zu dritt gelesen haben. Klar finden es die Mädels lustig, wenn Mama die Zensur im Text auflöst und passende Schimpfwörter einsetzt! Aber das ist nur ein Bonusbonbon, der eigentliche Reiz liegt in den quasi hypnotischen Figuren, rund um Heimkind Enni, die einen sofort in ihren Bann ziehen, mit all ihren Eigenarten und Handicaps. Sie sind alle sehr besonders, auch die, die auf den ersten Blick völlig durchschnittlich wirken, wie Alba, die Tochter der Direktorin, die zur Löwin werden kann, wenn es um ihre Freunde geht. Langsam fühlt sich Enni heimisch in ihrem Zimmer im 2. Stock, in dem es angeblich spukt. Sie verliert ihr Bedürfnis wegzulaufen und möchte sich lieber öffnen. Das ist super, denn damit erfahren auch die Leser viel mehr von ihr, ihrer Vorgeschichte und ihren Gefühlen.
Enni ist ja der rein logische Typ und nun versucht ausgerechnet sie, ihre Freunde dazu zu bringen, ein Shakespeare-Stück aufzuführen. Natürlich geht das nicht ohne Kraftausdrücke vor sich, aber tatsächlich, ist Enni von Band zu Band weicher geworden und flucht daher auch nicht mehr so viel. Natürlich lässt sich das bei so einem alten Klassiker nicht vermeiden. Zum Glück schafft Alba es, Enni die Quintessenz von Hamlet in Kürze zusammenzufassen. Großartig, so versteht es auch Enni! Das ist super lustig und sehr gut nachvollziehbar und absolut auf den Punkt. Dazu kommen natürlich immer wieder Shakespeare-Zitate, die man eigentlich gar nicht uncool finden kann. Der gute Will schneidet hier richtig gut ab, oh Captain, mein Captain, hätte seine Freude daran gehabt. Gut, meine Große, die gerade Romeo und Julia lesen muss, ist immer noch nicht überzeugt, von dem Gemetzel; die Schauspielszenen und Zitate findet sie dennoch cool. So steckt dieses Abenteuer voller überraschender Wendungen und Szenen und auch wenn nun nicht jeder Leser zu einem leidenschaftlichen Fan der alten Klassiker geworden ist, haben sie vielleicht ein wenig die Scheu verloren und lesen zumindest mal „Puh, der Bär“, in der Originalversion. Denn auch der wird zitiert und hat mit seiner bärigen Weisheit meine Jüngste begeistert. Wieso das? Das muss man nun wirklich selbst nachlesen. Erzählt wird natürlich in Ich-Form. Auch wenn die Autorin kein Teenager mehr ist, klingt die Sprache authentisch, egal ob sie Ennis Gedanken, oder die Kommentare ihrer Freunde oder Lehrer schildert. Da macht das Lesen richtig Spaß, denn Enni ist eine Rebellin, auch wenn sie nun ruhiger werden wird...

Richtig super finden wir immer die Illustrationen von Barbara Korthues, die die Situationen und Emotionen der jeweiligen Szenen mit spitzer Feder richtig auf den Punkt bringt. Die verleihen dieser großartigen Geschichte noch zusätzliche Würze, auch wenn dies kaum möglich scheint.

Wir haben uns total auf Band 3 der Reihe gefreut, allerdings sind wir am Ende glücklich und wehmütig zugleich. Glücklich, weil das Ende so wunderbar und voller Möglichkeiten, Aussichten und natürlich Wunder ist. Wehmütig sind wir, weil es nun Abschied von Saaks nehmen heißt, aber zum Glück haben wir ja auch noch 2 Hörbücher der Reihe, die wir immer wieder hören können!

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Veröffentlicht am 04.03.2021

Enni rocks

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Das ist nun also leider der letzte Band rund um Enni und das Internat in Saaks. Wieder in Briefform schreibt Enni nun Briefe an ihren Vater und lässt uns so an ihrer Gedankenwelt teilhaben. Ich habe mich ...

Das ist nun also leider der letzte Band rund um Enni und das Internat in Saaks. Wieder in Briefform schreibt Enni nun Briefe an ihren Vater und lässt uns so an ihrer Gedankenwelt teilhaben. Ich habe mich sehr gefreut alle bekannten Figuren wieder zu treffen und finde dieser Band bildet einen runden Abschluss. Alle Fragen aus dem vorherigen Band werden geklärt und Enni findet immer mehr zu sich selbst. Inzwischen flucht sie auch deutlich weniger, was man an den durchgestrichenen Wörtern sieht. Hier fand ich es sehr spannend, was man alles einsetzten könnte - der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Enni drückt ihre Gefühle oft durch Vergleiche aus, die absolut passend sind und auch Kinder gut verstehen. Da ich nicht Spoilern möchte nenne ich keine Beispiele, aber ich war sehr beeindruckend wie anschaulich und bewegend diese sind. Ebenfalls ist dieses Buch ein wahrer Zitatenschatz z.B. "Alte Bücher duften nach Vanille. Und neue? Nach Versprechen!“ (S. 41) Allein dafür lohnt es sich das Buch mehrmals zu lesen, selbst für Erwachsene. Ein tolles Buch voller Freundschaft, sich selbst finden, schwere Entscheidungen, sympathischen Personen, toller Lehrer und und und

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Veröffentlicht am 01.03.2021

Grandioses Finale der Trilogie: spannend, berührend, witzig und überraschend. Mit authentischen Charakteren und wunderschönen sw Zeichnungen.

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Inhalt:

Enni ist elf Jahre alt und wurde bislang von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht. Ihre Wutanfälle und Schimpftiraden haben sie schon mehrfach in Schwierigkeiten gebracht.

Dank eines ...

Inhalt:

Enni ist elf Jahre alt und wurde bislang von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht. Ihre Wutanfälle und Schimpftiraden haben sie schon mehrfach in Schwierigkeiten gebracht.

Dank eines unbekannten Sponsors lebt sie inzwischen in einem abgelegen Internat in den Bergen und hat in den "Unausstehlichen", ihren Klassenkameraden, neue Freunde gefunden.

Doch noch immer gibt es Geheimnisse rund um Ennis Vergangenheit, das Internat, den unbekannten Geldgeber uvm. zu ergründen.

Die Spur führt nach München zu einer Anwaltskanzlei. Doch wie soll Enni nur dorthin kommen? Die Teilnahme der Unausstehlichen am Schultheater-Wettbewerb könnte die Lösung sein.

Das Finale der Trilogie!



Altersempfehlung:

ab 10 Jahre

Wer Lesefragen beantworten und Punkte sammeln möchte: das Buch ist bei Antolin gelistet.



Illustrationen:

Alle paar Seiten findet sich kleine bis mittelgroße schwarz-weiße Bleistiftzeichnungen, um die Handlung aufzugreifen und zu vertiefen. Für das angegebene Lesealter ist die Bildmenge erfreulicherweise sehr hoch und man hat alle Charaktere sofort bildlich vor Augen.

Ganz besonders deren Mimik ist hervorragend gelungen und sorgt dafür, dass man Enni und die anderen "Unausstehlichen" unweigerlich direkt ins Herz schließt.



Mein Eindruck:

"Die Welt ist voller Wunder" ist der dritte und (leider) letzte Teil der "Die Unausstehlichen & ich"-Reihe rund um Enni und die Schüler des mysteriösen Internats.

Wer die ersten beiden Bände nicht gelesen hat, wird zwar durch eine kurze Zusammenfassung der Handlung auf den aktuellen Stand gebracht, aber dennoch empfehle ich, zunächst die ersten Abenteuer zu lesen, um die Hintergründe und Charaktere besser zu verstehen.

Der Schreibstil ist abermals gelungen: wie erwartet rotzfrech, modern und voller Flüche (natürlich durch Streichung vollständig unkenntlich gemacht und daher jugendfrei). Man kann somit an diesen Stellen seiner Fantasie freien Lauf lassen

Enni schildert ihre Erlebnisse im Internat und ihre Gefühle in einem Brief an ihren Vater.

Durch diese Erzählweise wird der Leser noch mehr in die Handlung hineingezogen und die Protagonistin wächst einem sofort ans Herz.

Enni wirkt reifer und angekommen und ihre rebellischen Art, das Fluchen und ihre Wutanfälle sind weniger geworden. Endlich vertraut sie sich ihren Freunden und dem Schulpsychologen an.

In den ersten beiden Bänden wurden dem Leser nur die allernötigsten Informationen zu Ennis Vorgeschichte in Pflegefamilien serviert. Auch über die Gründe für ihren Heimaufenthalt und über ihre leiblichen Eltern wird so gut wie nichts verraten.

In diesem letzten Band werden nun endlich alle Geheimnisse gelüftet und die Geschichte zu einem runden Abschluss gebracht.

Es wird spannend und abenteuerlich und dank der Vorbereitungen der Truppe auf den Wettbewerb erhält man ganz nebenbei eine Zusammenfassung von William Shakespeares "Hamlet" in Jugendsprache.

Neben Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt sind abermals Trauer und Verlust, Handicap und Toleranz zentrale Themen. Nicht nur für die Charaktere eine emotionale Achterbahnfahrt.

Der Humor kommt aber trotzdem nicht zu kurz und für die gelungene Gratwanderung zwischen ernsten, bedrückenden Situationen und herzerwärmenden oder herrlich schrägen Szenen ziehe ich meinen Hut.

Ennis Geschichte ist so außergewöhnlich, emotional und mit viel Herzblut geschrieben, so dass ich die Trilogie jedem empfehlen kann.



"Es gibt Freunde. Es gibt Familie. Und dann gibt's noch Freunde, die werden Familie." (vgl. S. 228, uspr. aus "Pu, der Bär" lt. Enni)



Fazit:

Der letzte Band einer Kinderbuchreihe, die ein außergewöhnliches Lesevergnügen für Jungen und Mädchen, Groß und Klein, Jung und Alt verspricht.

Ennis berührende und tiefgründige Geschichte, die abermals Überraschungen bereithält und zum Nachdenken anregt, wird einfühlsam, humorvoll und spannend zu Ende erzählt.

Ergänzt wird das Abenteuer durch viele wunderschöne schwarz-weiß Zeichnungen.



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Rezensiertes Buch "Die Unausstehlichen & ich - Die Welt ist voller Wunder" aus dem Jahr 2021

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