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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2019

Anspruchsvoller Roman mit wenig Spannung und unsympathischen Charakteren

Du gehörst mir
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Zusammenfassung:
Von außen wirkt Tille Storkema wie ein gewöhnlicher Bauer. Er lebt seit seiner Geburt auf dem Hof seines Vaters und übernimmt diesen, als er alt genug ist. Er lernt ein nettes Mädchen ...

Zusammenfassung:
Von außen wirkt Tille Storkema wie ein gewöhnlicher Bauer. Er lebt seit seiner Geburt auf dem Hof seines Vaters und übernimmt diesen, als er alt genug ist. Er lernt ein nettes Mädchen kennen, heiratet sie und bekommt zwei Kinder mit ihr. Neben seinem Job als Vater kümmert er sich um seinen Hof und schlägt sich mit seinen Eltern herum. Doch Tille hat ein Geheimnis, von dem nur er etwas weiß. Er hat nachts ein Mädchen im Alter von 16 Jahren auf einer Wiese angegriffen und ermordet. Dies geschah vor dreizehn Jahren. In dieser Zeit brodelt sein Heimatdorf und die Verdächtigungen gegen die Bewohnern des Asylbewohnerheims nehmen zu. Tilles Kinder werden älter. Während er zusieht, wie seine Tochter das Alter von seinem damaligen Opfer erreicht, wird das Verdrängen der Erinnerungen an damals immer schwieriger.

Meine Meinung:
Peter Middendorp hat einen Roman geschaffen, der nicht mit seiner Geschichte überzeugt, sondern mit dem außergewöhnlichen Schreibstils Middendorps. Er wählt seine Worte mit Bedacht. Die Geschichte von Tille wurde sehr kühl erzählt. Von Emotionen wurde kein Gebrauch gemacht. Dafür hat der Autor viel wert auf die sprachliche Gestaltung gelegt. Während andere Autoren mehr Wert auf die Emotionen ihrer Charaktere legen, hat Middendorp mit der Sprache gespielt und seine Geschichte auf eine kühle, aber außergewöhnliche Weise erzählt. Dadurch, dass kaum Emotionen eingebaut worden, wurde kaum Spannung aufgebaut. Keine Szene war spannender als die Anderen. Selbst zum Ende hin, änderte sich dies nicht.
Was das Lesen des Romans zusätzlich erschwert hat, waren die fehlenden Erklärungen. Es gab oftmals Sprünge zwischen den Kapiteln, sodass die Zusammenhänge zwischen den Kapiteln fehlten. Man musste sich leider selbst viel dazu denken, um überhaupt erst einmal eine vollständige Geschichte zu haben. Da habe ich kleine erklärende Sätze über das Geschehene vermisst.
Hinzu kommt, dass der Roman in vier Abschnitte unterteilt ist, die vier Jahreszeiten. Diese haben mich hin und wieder verwirrt, da die Geschichte, trotz der Jahreszeit, von Tilles Kindheit an erzählt wird. Nicht nur die Jahreszeiten waren verwirrend, sondern auch die ständigen Zeitsprünge. Mitten in Kapiteln wurde über zwei unterschiedliche Szenen berichtet, welche miteinander verschmolzen. Dabei musste man aufpassen, dass man die beiden Szenen auseinander hält. Oftmals wusste ich leider auch nicht, an welchem Zeitpunkt wir uns befinden, da das Buch sehr viel vor und zurück springt.
Der bereits erwähnte kühle Schreibstil von Middendorp führte außerdem dazu, dass keiner der Charaktere mir sympathisch geworden ist. Ich hatte keine Chance die Charaktere näher kennenzulernen. Obwohl Tille der Protagonist des Romans ist, habe ich das Gefühl, dass ich ihn kaum kenne. Und das, obwohl ich 283 Seiten in seinem Kopf war. Er wurde leider sehr flach dargestellt. Ich hätte gerne viel mehr Gedankengänge von ihm gehabt, wie er über das Geschehnis denkt, wie er sich damit fühlt und wie er später damit umgeht. Allerdings wurden Tilles Gedanken sprachlich schwierig verpackt, sodass es kein einfaches war überhaupt herauszufinden, ob er Reue zeigt.
Ich hatte gehofft, dass das Ende noch ein bisschen raus reißen könnte. Ich hatte gehofft, dass sich die Geschehnisse zum Ende hin zuspitzen würde. Leider war das Ende sehr flach und nicht besonders aufregend. Genauso wenig spannend, wie der Rest. Zwischendurch gab es ein Kapitel, in dem Tilles Zukunft aufgegriffen wird. Aber erst im letzten Kapitel erfährt der Leser dann, was genau mit ihm geschieht. Jedoch sehr schwach.

Fazit:
Meiner Meinung nach hat „Du gehörst mir“ von Peter Middendorp eine niveauvolle Grundidee, aus der man definitiv etwas herausholen könnte. Leider hat sich der Autor zu viel mit den sprachlichen Aspekten seines Romans beschäftigt und die Charaktere etwas links liegen gelassen. Eine kalte Geschichte über das Leben eines Mörders, den der Leser allerdings kaum kennenlernt.

Veröffentlicht am 01.08.2019

Nicht ausgeschöpftes Potenzial trotz unerwarteten Ereignissen und einem spannenden Ende.

Mein Herz so schwarz
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Zusammenfassung:
Für Richard Bradley wird der Tag seiner Hochzeit zum Schlimmsten seines Lebens. Am Abend springt seine frisch getraute Ehefrau Evie White von einer Klippe ins Meer, und damit in den Tod. ...

Zusammenfassung:
Für Richard Bradley wird der Tag seiner Hochzeit zum Schlimmsten seines Lebens. Am Abend springt seine frisch getraute Ehefrau Evie White von einer Klippe ins Meer, und damit in den Tod. Doch ihre Leiche wird nie gefunden. Ihre beste Freundin Rebecca unterstützt den trauernden Richard und gemeinsam versuchen sie das Rätsel von Evies seltsamen Suizid zu lösen. Dabei lernen sie die Person, die sie beide vor nicht allzu langer Zeit geliebt haben, von einer ganz anderen Seite kennen und fragen sich, wer Evie White wirklich war.

Meine Meinung:
Der Psychothriller „Mein Herz so schwarz“ war das erste Buch, welches ich von der Autorin Jenny Blackhurst gelesen habe. Der Thriller enthält eine packende Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen. Besonders anziehend empfinde ich das Cover, mit dem dazu gehörigen Blumenstrauß. Das einzig Farbige auf dem Buchcover und ein Hingucker mit Bedeutung. Denn in der Geschichte geht es um eine gefallene Braut.
Von Anfang an bin ich mit dem Schreibstil der Autorin gut klar gekommen, wodurch ich den Thriller flüssig lesen konnte, ohne Sätze ständig wiederholen zu müssen. Außerdem wird von unnötig langen Beschreibungen die Finger gelassen. Hinzu kommt eine angenehme Kapitellänge, nicht zu kurz und nicht zu lang, welche das Leseerlebnis zusätzlich positiv beeinflusst.
Eine Besonderheit des Buches sind die Perspektivwechsel. Der Leser springt zwischen Rebecca in der Gegenwart und Evie in der Vergangenheit hin und her. Dies erzeugt eine gewisse Spannung, da der Leser nun die Geschichte von Evie White hautnah miterleben kann. Spannungstechnisch fängt es anfangs stark an. Man wird in die Geschehnisse hinein geworfen und muss sich erst einmal einen Überblick verschaffen. Es kommen mit der Zeit immer mehr kleine Details ans Licht, sodass man gut spekulieren und Vermutungen über Evies Tod aufstellen kann. Allerdings ziehen sich einige Szenen etwas, weshalb es mit der Zeit etwas langatmig wird und Spannung kurzzeitig verloren geht. Später erlangt die Autorin die Spannung wieder, da plötzliche viele unerwartete Wendungen auftreten. Obwohl es zum Ende hin spannender wird, lässt sich leider erahnen, wie die Geschichte endet.
Im Vordergrund steht die Dreiecksbeziehung zwischen Evie, ihrer besten Freundin Rebecca und ihrem Mann Richard. Als Leser erlebt man quasi Evies Lebensgeschichte, weshalb man sich ein gutes Bild von ihr machen kann. Durch die unterschiedlichen Szenarien wird sie mit der Zeit undurchschaubar. Es gibt viele Momente, in denen sie mir sympathisch war. Allerdings musste ich auch ebenso oft mit dem Kopf schütteln. Zum Ende hin muss ich sagen, dass ich Evie als Charakter nicht nachvollziehen kann und sie deshalb nicht als sonderlich sympathisch empfinde. Das gleiche Problem hatte ich mit Rebecca. Auch bei ihr gab es ein paar fragwürdige Momente. Sie wirkt auf mich unergründlich. Bei beiden Protagonistinnen bin ich mir nicht sicher, ob sie gut oder doch hinterlistig sind. Im Gegensatz zu Evie und Becky erfährt der Leser sehr wenig über Richard. Er wird als der trauernde Ehemann dargestellt, welcher nicht glauben kann, dass seine Frau gesprungen ist. Diese Darstellung erstreckt sich über den ganzen Thriller, was ich sehr schade finde. Eigentlich sollte Richard eine viel wichtigere Rolle spielen, aber er steht eher im Schatten von Evie und Becky.
Die Idee, welche hinter der Geschichte steckt, ist mir leider etwas zu originell. Ich hatte gehofft, dass eine riesige Bombe platzen würde, sodass das Buch eine einzigartige Geschichte erzählt. Leider blieb dieser Effekt aus.

Fazit:
Hinter dem Psychothriller „Mein Herz so schwarz“ verbirgt sich eine spannende Geschichte mit vielen plötzlichen Wendungen. Durch den ständigen Perspektivenwechsel und den tollen Schreibstil der Autorin, kann der Leser jederzeit Vermutungen aufstellen, wie es zu Evies Sprung gekommen sein könnte. Das ganze Potenzial wurde nicht ausgeschöpft, da es öfters an Spannung mangelt und die Charaktere schwankende Persönlichkeiten aufweisen.

Veröffentlicht am 28.07.2019

Eine Geschichte, die einem beweist, dass es sich lohnt, mutig zu sein!

Show me the stars
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Klappentext:
Eigentlich sollte Liv gar nicht auf Jobsuche sein, denn sie steht am Anfang ihrer Karriere als Journalistin. Doch ein gescheitertes Interview zwingt sie dazu sich anderweitig umzusehen. Dabei ...

Klappentext:
Eigentlich sollte Liv gar nicht auf Jobsuche sein, denn sie steht am Anfang ihrer Karriere als Journalistin. Doch ein gescheitertes Interview zwingt sie dazu sich anderweitig umzusehen. Dabei stößt sie auf eine Anzeige mit der Überschrift „Auszeit!“. Wenige Wochen später findet sich Liv auf einer einsamen Insel in Irland wieder. Für die nächsten sechs Monate wird sie in einem Leuchtturm wohnen, weit entfernt von der Zivilisation. Doch einsam ist sie nicht. Denn sie wird von einem gutaussehenden Iren versorgt, welcher ihr Herz zum Rasen bringt. Vor wenigen Monaten hätte Liv nicht geglaubt, dass sie bald die Zeit ihres Lebens auf einer kleinen Insel erleben würde. Denn neben neuen Freunden und einer Romanze, findet sie wieder zu sich selbst.

Meine Meinung:
„Show me the stars“ war das erste Hörbuch, welches ich aktiv gehört habe, und es hat mich von vorne bis hinten überzeugt. Angefangen mit der angenehmen Stimme der Leserin Marie-Isabel Walke. Während sie mir Livs Geschichte erzählt hat, hatte ich das Gefühl, als wenn sie genau neben mir sitzen würde und mir live von den Geschehnissen berichtet. Somit fiel es mir sehr leicht mich in Liv hinein zu versetzen.
Was diese Geschichte einzigartig macht, ist natürlich das atemberaubende Setting. Eine irische Insel mit einer kleinen Nachbarinsel, auf der ein verlassener Leuchtturm steht, welcher für sechs Monate Gesellschaft benötigt. Durch die präzisen Beschreibungen der Autorin hatte ich oft das Gefühl, ich wäre selbst in Irland und könnte den Wind in meinem Gesicht spüren, die Wellen an den Klippen brechen hören und die Kälte der Nacht erleben.
Nicht nur das Setting hat es mir angetan, sondern auch die beeindruckenden Protagonisten. Liv verkörpert eine selbstbewusste, junge Frau, die sich eine Auszeit nimmt, um sich selbst neu zu finden. Ein mutiger Schritt, welchen ich bewundernswert finde. Von Anfang an trifft Liv mutige Entscheidungen und entwickelt sich im Laufe der Geschichte immer weiter. Denn bei „Show me the stars“ steht, meiner Meinung nach, nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern Livs Reise zu sich selbst. Klingt vielleicht zu poetisch, empfinde ich allerdings so. Nach einem Niederschlag erlangt sie neue Kraft und bekämpft ihre größte Angst. Sie erlebt Abenteuer, fühlt sich endlich frei und wild, findet zu sich selbst. Ganz nebenbei findet sie einige neue Freunde, welche ihr den langen Aufenthalt in Irland versüßen. Unter ihnen der gutaussehende Kjer.
Ich finde es beeindruckend, dass die Autorin Kjer treu geblieben ist. Oftmals passiert es, dass Männer, die anfangs eiskalt sind, zum Ende der Geschichte ein wahres Emotionsbündel werden. Dies ist in dieser Geschichte nicht geschehen, zum Glück. Kjer wird als ein charmanter junger Mann dargestellt, welcher gerne allein ist, sich aber trotz dessen gerne mit unterschiedlichen Frauen vergnügt. Diese Fassade hält Kjer aufrecht. Er gibt nicht sehr viel von sich Preis und Liv tappt somit lange Zeit im Dunkeln. Auch die Hörer erfahren wenig über Kjer, was Einige eventuell stören könnte. Ich empfinde es allerdings als passend, da Kjer eben kein höchst emotionaler Mensch ist, der gerne über seine Gefühle spricht.
Ein beeindruckendes Detail der Geschichte ist die indirekte Nachricht der Autorin. Liv bekämpft ihre größten Ängste und springt über ihren Schatten. Sie ist mutig. Liv nimmt sich einfach eine Auszeit, weil sie diese gerade benötigt und startet einen Neuanfang, ohne zu wissen, was auf sie kommt. Sie ist mutig. Die Autorin bekräftigt die Hörer mutig zu sein. Und wenn es nur eine Kleinigkeit ist, wie beispielsweise in den ungefährlichen Keller zu steigen.

Fazit:
Kira Mohn hat eine Liebesgeschichte geschaffen, die vor Einzigartigkeit nicht zu übertreffen ist. Nicht nur das fantastische Setting hat mich verzaubert, sondern auch die starken Charaktere. Liv beweist dem Hörer, dass die kleinsten Entscheidungen große Veränderungen mit sich bringen können. Dass es sich lohnt, mutig zu sein. Ich bin begeistert von diesem Hörbuch und werde mir definitiv die Folgebänder ebenfalls anhören.

Veröffentlicht am 18.07.2019

Ich habe gehofft und wurde doch enttäuscht.

Wenn Donner und Licht sich berühren
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Zusammenfassung:
Obwohl Jasmine und Elliot aus zwei völlig unterschiedlichen Welten kommen, verbindet die Beiden etwas – Beide fühlen sich einsam. Durch ihre gemeinsame Leidenschaft, die Musik, kommen ...

Zusammenfassung:
Obwohl Jasmine und Elliot aus zwei völlig unterschiedlichen Welten kommen, verbindet die Beiden etwas – Beide fühlen sich einsam. Durch ihre gemeinsame Leidenschaft, die Musik, kommen die zwei Jugendlichen sich näher. Und trotz dessen, dass sie sich ergänzen und gegenseitig Kraft spenden, meint es das Schicksal nicht gut mit ihnen. Sie werden von einander getrennt. Jasmine zieht weit weg. Elliot bleibt zurück. Jahre später als sie sich wieder gegenüber stehen, ist nichts mehr so wie es früher einmal war. Beide haben sich in unterschiedliche Richtungen weiter entwickelt. Ist es nach all der Zeit noch möglich, dass die Beiden sich wieder ergänzen und eins werden?

Meine Meinung:
„Wenn Donner und Licht sich berühren“ ist das erste Buch, welches ich von Brittainy C. Cherry gelesen habe. Im Vorfeld habe ich schon sehr viele positive Meinungen zu dem Roman gelesen, weshalb meine Erwartungen dann ziemlich hoch waren. Der Klappentext hat mich ziemlich angesprochen. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und es fing vielversprechend an. Sowohl Jasmine als auch Elliot waren mir beide am Anfang sehr sympathisch. Durch den tollen Schreibstil von Brittainy C. Cherry konnte ich mich ohne Bemühungen in die Charaktere hineinversetzen. Es war toll mit anzusehen, wie „Jazz“ und „Eli“ sich annähern und immer mehr Zeit miteinander verbringen. Wie beide durch den jeweils anderen glücklicher wurden, trotz den kräfteraubenden Umständen. Die Gemeinsamkeit mit der Liebe zur Musik war ein tolles Detail. Dadurch sind die Beiden überhaupt erst aneinander geraten. Und dass die Musik sie verband, fand ich wirklich toll. Dort wurde einem gezeigt, dass es egal ist, aus welcher Familie man kommt. Wenn man die gleiche Leidenschaft teilt, kann man zusammen harmonieren. Jasmine und Elliot sind das perfekte Beispiel dafür.
Zu dem Zeitpunkt hat mich das Buch begeistert und ich habe geglaubt, dass es mich bis zum Ende hin überzeugen würde. Leider war dies nicht so. Aus dem Klappentext habe ich raus gelesen, dass Jasmine diejenige sein wird, die von ihrem Leben verschluckt wird. Die sich verschließt und „für immer gebrochen“ ist. Es war im Nachhinein andersherum. Nachdem Jasmine zurück nach New Orleans kommt, trifft sie auf einen Elliot, dessen Charakter sich um 180 Grad gedreht. Damit hätte ich kein Problem gehabt. Ich habe nur etwas anderes erwartet, denn im Klappentext wird Jasmine genannt, die sich verändert haben soll. Somit wurde ich enttäuscht. Daraufhin begann das Buch etwas theatralisch zu werden. Während am Anfang noch einige Momente vorhanden waren, die mich zum Lachen gebracht haben, fehlte dieser Charme ab dem Zeitsprung komplett. Die Autorin hat sich komplett auf die Gefühle der Charaktere fokussiert. Es ging nur noch um Schmerz und Liebe und Trauer. Mit einem Jungen, der das Mädchen von sich stößt und sie ihn letztendlich doch erreicht. Eine Storyline, die man schon so oft gelesen hat. Neben den fehlenden Szenen mit Charme, passierte sehr viel. Es geschah eine schockierende Sache nach der Anderen. Dabei hätte man die Schicksalsschläge viel mehr auskosten können. Aber leider waren diese meist nach geschätzten fünf Kapiteln wieder überwunden. Dazu kam die schnell vergehende Zeit. Viele Zeitsprünge über Wochen, sodass die Entwicklung zwischen den Charakteren sehr schnell voran geschritten ist. Und das war wirklich sehr schade. Dadurch war das Ende vorhersehbar.
Und obwohl die zweite Hälfte des Buches mich zutiefst enttäuscht hat, haben mich die Idee, die Aufmachung und die erste Hälfte der Geschichte es nicht bereuen lassen dieses Buch gelesen zu haben.

Fazit:
Dieser Roman von Brittainy C. Cherry verkörpert eine schöne Liebesgeschichte, die ausdrucksstarke sympathische Charaktere beinhaltet. Bis zu dem Zeitsprung eine überragende Leistung der Autorin. Danach handelt es sich nur noch um ein theatralisches Gefühlschaos ohne Charme und Besonderheiten, welches dem Klappentext nicht gerecht werden kann.

Veröffentlicht am 28.06.2019

Ich habe eine neue Lieblingsreihe gefunden!

Save Us
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Zuzsammenfassung:
Nachdem James Ruby gebeichtet hat, dass er die Fotos geschossen hat, welche dafür verantwortlich sind, dass Ruby von dem Maxton Hall College geflogen ist, steht Ruby unter Schock. Sie ...

Zuzsammenfassung:
Nachdem James Ruby gebeichtet hat, dass er die Fotos geschossen hat, welche dafür verantwortlich sind, dass Ruby von dem Maxton Hall College geflogen ist, steht Ruby unter Schock. Sie hatte gehofft, dass sie den wahren James kennengelernt hat und ist deshalb maßlos enttäuscht. Während Ruby unter der Situation leidet, versucht James alles, was in seiner Macht steht um Ruby nicht noch einmal zu verlieren und ihr zu helfen die Suspension rückgängig zu machen. Außerdem unterstützt er seine Schwester Lydia so gut es geht. Dabei wird der Druck in der Familie Beaufort immer größer. James droht unter der Verpflichtungen seines Vaters zu zerbrechen und steht kurzerhand davor Ruby zu verlieren.

Meine Meinung:
Aus meiner Sicht ist „Save Us“ der perfekte Abschluss der Maxton-Hall-Reihe. Mona Kasten konnte mich mit dem dritten Teil der Trilogie zu hundert Prozent überzeugen. In diesem Teil hat mich vor allem die Interaktion zwischen Ruby und James begeistert. Während Ruby im zweiten Teil James keine Chance gibt sich zu erklären und sie nur seine schlechten Taten vor Augen hat, sucht sie in „Save Us“ das Gespräch mit ihm. Dadurch sind die Streitigkeiten, die zu Anfang des Romans dominieren schnell überwunden. Hinzu kommt, dass James Ruby gegenüber seine kompletten Gefühle preisgibt. Ganze Zeit. Es ist nicht so, dass er alles in sich hineinfrisst und dann gegen Ende hin explodiert. Er vertraut sich Ruby durchgehend an und das finde ich bewundernswert. Allgemein gefällt mir die Chemie zwischen den Beiden um einiges besser als in „Save You“. Mona Kasten stellt ihre Beziehung in ein hoffnungsvolles Licht. Der Leser glaubt die meiste Zeit, dass die Beiden nun endlich ihr Glück gefunden haben. Sexuelle Aktivität zwischen den Charakteren findet kaum statt, was ich als sehr positiv empfinde. Der Fokus liegt auf den Dialogen und vor allem den Gefühlen der einzelnen Charaktere.
Neben Ruby und James gibt es noch sehr viele weitere Charaktere, die für die Geschichte entscheidend sind. Bisher habe ich noch kein Buch gelesen bei dem die „Nebencharaktere“ genauso wertgeschätzt wurden, wie die Protagonisten, wie in diesem Roman. Bei „Save Us“ wird das Schicksal von Lydia und Graham, Ember und Wren und außerdem Alistair und Kesh beleuchtet. Es hat mich begeistert, dass ich als Leser auch in die Köpfe von anderen Charakteren reinschauen konnte. Gefühlsmäßig wurde die Geschichte dadurch auf ein ganz anderes Level gehoben.
Das Ende der Triologie hat mich nochmal richtig umgehauen. Von einem Kapitel ins Nächste ging es Schlag auf Schlag und ich wusste nicht mehr, ob es ein Happy End oder Sad End wird. Und dann war es plötzlich vorbei. Mich hat der Abschluss von „Save Us“ komplett überzeugt. Die Charaktere haben das Ende bekommen, welches sie verdient haben. Und das Ende passt zum Verlauf der Geschichte. Es ist nicht unrealistisch oder zu komisch. Die Authentizität des Romans hat mich begeistert.

Fazit:
„Save Us“, genauso wie die gesamte Maxton-Hall-Reihe, hat mich oft zum Lachen und zum Schlucken gebracht. Einige Male hatte ich auch Tränen in den Augen. Durch den tollen Schreibstil der Autorin konnte ich mit jedem einzelnen Charakter mitfühlen und fühle mich dadurch mit ihnen verbunden. Eine Geschichte, bei der alle Charaktere genau die Wertschätzung bekommen haben. Mona Kasten hat eine tolle Young Adult Reihe erschaffen, die ich jedem ans Herz legen kann.