Cover-Bild Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis
Band 7 der Reihe "Ein Fall für Isabelle Bonnet"
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Weibliche Ermittler
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 01.07.2020
  • ISBN: 9783426521991
Pierre Martin

Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis

Ein Provence-Krimi | Band 7 der Cosy Crime- und Krimi-Bestseller-Reihe

In Fragolin bahnt sich ein Drama an: der siebte Provence-Krimi mit Wohlfühl-Atmosphäre von Bestseller-Autor Pierre Martin

Im beschaulichen Fragolin in der Provence kehrt nach dem dramatischen Tod von Bürgermeister Thierry langsam wieder der Alltag ein. Für »Madame le Commissaire« Isabelle Bonnet gibt es nichts zu tun, also dreht sie ihre morgendlichen Joggingrunden durch die Lavendelfelder, fährt zum Baden ans azurblaue Meer oder trifft sich mit Clodine auf einen Café au lait. Doch dann läuft Isabelles treuem Assistenten Apollinaire eine verwirrte junge Frau vors Auto, die offensichtlich verletzt ist: Die Nordafrikanerin kann sich an nichts erinnern, was vor dem Beinahe-Unfall passiert ist, nicht einmal an ihren Namen. Als alle Versuche scheitern, die Identität der Frau zu ermitteln, trifft Isabelle eine Entscheidung mit dramatischen Folgen …

Ein Cosy-Crime-Krimi mit viel Flair und einer Kommissarin, die man nicht so leicht vergisst

Pierre Martin erzeugt mit seinen sympathischen Figuren nicht nur Spannung bis zum Schluss, sondern auch eine dichte Atmosphäre von Land und Leute der Provence. Eine perfekte Lektüre für den (Provence-)Urlaub.

Entdecken Sie weitere Fälle der Madame le Commissaire-Bestseller-Krimi-Reihe:

  • Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis (Band 7)
  • Madame le Commissaire und die panische Diva (Band 8)
  • Madame le Commissaire und die Villa der Frauen (Band 9)
  • ...
  • Madame le Commissaire und das geheime Dossier (Band 11)

Entdecken Sie auch unterhaltsamen Cozy Crime von Bestseller-Autor Pierre Martin:

  • Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens
  • Monsieur le Comte und die Kunst der Täuschung

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2020

Ein typischer Urlaubskrimi mit der Atmosphäre der Provence

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Der 7. Band der Provence-Krimi-Reihe von Autor Pierre Martin heißt "Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis" und erscheint wie die anderen Bände im Knaur Verlag.


In Fragolin ist nach dem ...

Der 7. Band der Provence-Krimi-Reihe von Autor Pierre Martin heißt "Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis" und erscheint wie die anderen Bände im Knaur Verlag.


In Fragolin ist nach dem Tod des Bürgermeisters Thierry wieder Ruhe eingekehrt. Die sommerliche Luft ist erfüllt von Lavendelduft und es ertönen die Geräusche der Zikaden. Für die provenzalische Kommissarin Isabelle Bonnet, "Madame le Commissaire", macht sich Langeweile breit, doch das ändert sich blitzartig, als sich ihr Assistent Apollinaire Kollegen in einem unwichtig scheinenden Fall von Kakteen-Diebstahl auf den Weg nach Toulon macht. Eine nordafrikanische Frau läuft ihm beinah ins Auto, es ist nur merkwürdig, dass sie bereits einen Verband um den Kopf trägt. Sie leidet an Gedächtnisverlust und nun liegt es an Isabelle und Apollinaire, ihre Personalien zu ermitteln und der Fall nimmt an Brisanz zu.

Das Titelbild und die Ansicht auf der Buchdeckelinnenseite sind wunderschön anzusehen. Da träumt man sich sofort in die Provence.

Bei diesem Fall stellt sich schnell heraus, dass auch der Bruder der verletzten Frau nicht bereit ist, seine Identität zu nennen. Isabelle Bonnet hat es in diesem Krimi mit einem Fall zu tun, bei dem zwei Araber die Tochter eines arabischen Geschäftsmanns entführen, der Verdacht auf mafiöse Strukturen oder Clankriminalität liegt also nahe. Auch ein Mordfall scheint in den Personenkreis zu passen, nun gilt es an ihr, die Hintergründe aufzuklären und weitere Absichten zu vereiteln.


Der aktuelle Fall ist brisant und bekommt durch einige Wendungen eine ganz neue Richtung. Neben der auf einem gesunden Mittelmaß befindlichen Krimispannung schafft die bildhafte und stimmungsvolle Beschreibung der Provence beim Lesen ein angenehmes Gefühl von Urlaubsflair. Denn so hart die Ermittlerin beruflich auch sein mag, man kann bei diesem Krimi die Stimmungen der Provence mit ihrer typischen Küche und die amourösen Liebschaften von Madame angenehm genießen. Dieses Mal hat Madame übrigens nach Thierry nun zwei Liebhaber am Start, Nicolas und Rouven. Ich warte immer noch auf dem Moment, wo sie sich ihrem Assistenten Apollinaire zuwendet, der zwar als etwas schrullig beschrieben wird, aber durchaus seine Qualitäten hat.


Mir gefällt der frankophile Touch von Pierre Martins Romanen um seine ziemlich agentenhaft geratene Madame le Comissaire. Den Fallaufbau empfinde ich dieses Fall als etwas zu konstruiert, aber dennoch ist dieser Krimi erneut lesenswert und unterhaltsam.

Als tolle Urlaubslektüre ist diese Reihe für frankophile Leserinnen und Krimifreunde gleichermaßen gut geeignet.

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Veröffentlicht am 11.07.2020

Isabelles “Roadtrip” durch Südfrankreich

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Ein Sommer ohne “Madame le Commissaire” Isabelle Bonnet aus dem fiktiven Provence-Städtchen Fragolin? “Mais non!”, dachte ich lange Zeit. Ich habe die gesamte Reihe gelesen und deshalb konnte ich mir auch ...

Ein Sommer ohne “Madame le Commissaire” Isabelle Bonnet aus dem fiktiven Provence-Städtchen Fragolin? “Mais non!”, dachte ich lange Zeit. Ich habe die gesamte Reihe gelesen und deshalb konnte ich mir auch “...und die Frau ohne Gedächtnis” nicht entgehen lassen. Durch die Reihe habe ich viel über das exekutive System Frankreichs gelernt, also z.B. den Unterschied zwischen Police nationale und Gendarmerie, außerdem weiß ich jetzt, was ein Sous-Brigadier ist. Des Weiteren ist die Reihe perfekt, um die Provence “im Kopf” zu bereisen (was ja in Zeiten von Covid-19 nicht das Schlechteste ist). Im vorliegenden Fall mit der “Frau ohne Gedächtnis” kommt unsere Madame le Commissaire besonders viel rum in ihrer Gegend, Fragolin ist nur der Ausgangspunkt eines wilden Roadtrips, der für die Ermittlerin sogar im Kauf eines speziellen fahrbaren Untersatzes gipfelt.

Leider muss ich sagen, dass der Plot diesmal sehr verworren und irgendwie spannungsarm war. Es gibt erstmal überhaupt keinen Mordfall, sondern "nur" eine Frau mit Amnesie, die Apollinaire vors Auto läuft. Daraus entwickelt sich eine Schnitzeljagd durch Südfrankreich, bei der schon begangene Verbrechen ans Licht kommen, die Isabelle und ihr Sous-Brigardier aufklären müssen. Mir persönlich waren es zu viele Baustellen, der “rote Faden” franste im Lauf der Handlung immer mehr aus und die Fussel, die überall verstreut lagen, waren mir zum Großteil zu klein und zu uninteressant.

Außerdem geriet das Buch immer mehr zur Selbstdarstellungs-Tour-de-force der Madame le Commissaire. Ihre Figur wird leider zunehmend unsympathisch. Das dauernde Reflektieren Isabelles über bestimmte Redewendungen und Ausdrücke, die im Dialog mit anderen fallen, hat mich in diesem Buch besonders gestört. Wenn z.B. Apollinaire sagt: “Ich habe ihren Anruf sehnlichst erwartet”, denkt Isabelle sofort ausführlich darüber nach, warum er diese Wendung benutzt und bewertet es dann z.B. als “nett, aber unsinnig” oder an anderer Strelle als eine “Unverschämtheit”. Leider kommen diese Szenen oft vor. Die Formulierungen der anderen werden in Isabelles Kopf zerpflückt und es wird darauf rumgehackt, als ob es kein Morgen gäbe. So kam es mir jedenfalls vor. Das war in den Vorgänger-Bänden auch schon so, aber diesmal ist es extrem, wie ich finde. Das ist kein amüsanter Schlagabtausch mehr, sondern nur noch anstrengend. Ich lese doch selber, was da steht, warum will man mir es bis ins Kleinste vorkauen? Und wenn es nicht Isabelle ist, dann ist es der Autor, der manche Metaphern wieder und wieder bemüht. Zum Beispiel das Sprachbild vom Spürhund, mit dem Isabelle sich vergleicht - und zwar, wir ahnen es schon, in mehreren Situationen. Das alles lässt die Handlung repetitiv und etwas zäh wirken. Ist der sich hinter einem Pseudonym versteckende Autor etwa Fragolin-müde geworden und möchte langsam zum Schluss kommen?

Es gibt immerhin einen neuen Mann in Isabelles Leben, den Maler Nicolas de Sausquebord, der ihren ermordeten Lebensgefährten Thierry, den ehemaligen Bürgermeister Fragolins, quasi “ersetzt” hat und die Ménage-à-trois-Situation (mit Rouven) aufrechterhält. Die einzige Figur, die mich davon abhält die Reihe in Zukunft ad acta zu legen, ist Apollinaire. Mit seiner unkonventionellen, nerdigen Art sorgt er nach wie vor für manchen Schmunzler und ruft beim Leser einige Sympathien hervor. In diesem Band hat mir besonders die Observation gefallen, bei der Apollinaire zu Höchstform aufläuft. Einfach ein echt toller (fiktiver) Charakter! Leider ist es schade und ein wenig anstrengend, dass Isabelle immer die harte, toughe und energische raushängen lassen muss und Apollinaire nach wie vor immer der devote, sich entschuldigende Untergebene ist. Ein wenig Rollentausch oder mal andere Seiten der beiden “Ermittler”, wären wünschenswert gewesen. Isabelle lässt partout kaum Gefühle bei sich zu, auch das ist irgendwie unsympathisch.

Also man sieht vielleicht, ich bin hin- und hergerissen. Aber leider muss ich sagen, dass ich zwar die Reihe, aber speziell diesen siebten Band nicht empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 22.01.2022

Langweiliger und stilistisch sehr simpel dargebotener französischer Regionalkrimi

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Isabelle Bonnet, Madame le Commissaire, hat nach dem Tod des Bürgermeisters Thierry, mit dem sie etwas mehr verband als nur platonische Freundschaft, begriffen, dass man das Leben jede Sekunde auskosten ...

Isabelle Bonnet, Madame le Commissaire, hat nach dem Tod des Bürgermeisters Thierry, mit dem sie etwas mehr verband als nur platonische Freundschaft, begriffen, dass man das Leben jede Sekunde auskosten sollte. Zwar ist sie ungebunden, doch gibt sie durchaus dann und wann ihrem Verlangen nach, wenn ihr ein interessanter Mann begegnet. Momentan buhlen gleich zwei Männer um ihre Gunst, doch Isabelle will eigentlich alles so belassen wie es ist.
In beruflicher Hinsicht schaut es überschaubar aus. In ihrer Wirkungsstätte, im beschaulichen Fragolin in der Provence, herrscht ein Sommerloch.

Doch dann hat Isabells Mitarbeiter einen Unfall- genauer gesagt läuft ihm eine junge, verletzte Frau vor das Auto. Zwar gelingt es ihm, in letzter Sekunde noch zu bremsen, doch hat die Frau dennoch ihr Gedächtnis verloren. Weder kennt sie ihren Namen, noch weiß sie, woher sie stammt. Isabelles Neugierde ist sogleich geweckt. Und so machen sich Apollinaire Eustache und Isabelle sogleich daran, mehr über die rätselhafte Fremde herauszufinden. Diese scheint überaus dankbar über die Hilfe und Unterstützung zu sein, doch schon nach einer Übernachtung bei Isabelle verschwindet sie spurlos.
Können Isabelle und Apollinaire dennoch das Rätsel lösen?

Ich liebe packende Krimis die in Frankreich spielen, aber auch gegen regionale Cosy Crime habe ich nichts einzuwenden, wenn mich die Akteure überzeugen können. Irgendwann einmal empfahl mir jemand, die Reihe um Isabelle Bonnet auszuprobieren und als ich kürzlich auf einen Remittendentisch stieß, auf dem ein Teil dieser Reihe lag, fiel mir die Empfehlung siedendheiß wieder ein und so beschloss ich, Piere Martin, dem Autor und seiner Buchserie, eine Chance zu geben. Neugierig versuchte ich herauszufinden, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, doch scheint es ein gut gehütetes Geheimnis zu sein, denn abgesehen von der Information, dass der deutsche Autor ein Faible für Frankreich und Italien hegt, war nichts auszumachen.
Momentan erfreuen sich französische Regionalkrimis großer Beliebtheit. Warum auch nicht? Gerade in den schwierigen Coronazeiten, lässt man sich doch sehr gerne als Leser entführen in ferne und landschaftlich attraktive Länder! Wenn dazu auch noch kulinarische Köstlichkeiten auf den Tisch kommen, während die Protagonisten schwierige Fälle auflösen müssen- umso besser. Denn das Kopfkino ißt bekanntlich ja ebenfalls mit.
Leider lag mir die Lektüre dieses Krimis recht schwer im Magen, denn weder konnten mich die Hauptfiguren, Isabelle und Apollinaire für sich einnehmen, noch empfand ich den Krimi interessant oder zumindest in Ansätzen spannend erzählt. Dazu fand ich die Art des Schreibens, die der Autor an den Tag legt, gelinde gesagt seltsam. Zum einen ist der Schreibstil recht simpel gehalten- viele kurze Sätze, die man besser in einem zusammengefasst hätte, wechseln sich ab mit knappen uninteressanten Dialogen, arroganten Gedankengängen der Romanheldin Isabelle, die aus allen Poren Frauenpower verströmen möchte (wogegen ja nichts einzuwenden wäre, doch wirkt ihre Attitüde ebenso machohaft, wie die mancher männlicher Kollegen und nervt schon nach kurzer Zeit) und indirekten Nacherzählungen von Momenten, wie aus dem Off geschildert, die man besser und vor allem lebhafter hätte darbieten können, wenn man sie als echten Dialog verfasst hätte.

Dazu ist Isabelle dermaßen unsympathisch gestrickt, dass man es nicht fassen mag. Sie hält sich für die cleverste Frau auf dem Erdball, scheint mir, die für den Intellekt von Kollegen, Partner oder Freunden, nur ein müdes Lächeln übrig hat. Besonders Appolinaire, der zugegebenermaßen wirklich ein menschliches Rindviech auf zwei Beinen darstellt (wobei ich hier keinesfalls den Intellekt von Kühen anzweifeln möchte! ), kostet sie viel Nerven. Wahrscheinlich sollten die Dialoge zwischen Isabelle und Appolinaire, der alles wortwörtlich nimmt, Witz und Humor verströmen. Stattdessen ist man schon nach kurzer Zeit lediglich genervt von Isabelles Kollegen- genauso wie von Isabelle selbst.

Zwar lässt sich der Fall anfangs interessant und rätselhaft an, doch verebbt aufkeimende Spannung rasch wieder und trotz eines ungeklärten Todesfalls, plätschert die Handlung belanglos vor sich hin. Ich habe mehrere Anläufe benötigt, um diesen Krimi durchzulesen und war extrem gelangweilt davon, so leid es mir auch tut für den Autor und sein Buch.
Ach eines noch, das ich befremdlich finde. Sämtliche Akteure in dieser Geschichte sind Franzosen, bzw. sprechen durchweg Französisch. Warum nur werden Begrüßungssätze oder auch kurze Redwendungen dann plötzlich in französischer Sprache eingestreut? Ich kann verstehen, dass man, auf diese Art, für französisches Flair sorgen möchte, doch würde ich mir wünschen, lieber in Zukunft darauf zu verzichten, weil es aufgesetzt und albern wirkt.

Kurz gefasst: Langweiliger und stilistisch sehr simpel dargebotener französischer Regionalkrimi.

Isabelle Bonnet-Reihe:

1. Teil: Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

2. Teil: Madame le Commissaire und die späte Rache
3. Teil: Madame le Commissaire und der Tod des Polizeichefs

4. Teil: Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild

5. Teil: Madame le Commissaire und die tote Nonne
6. Teil: Madame le Commissaire und der tote Liebhaber
7. Teil: Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis

8. Teil: Madame le Commissaire und die panische Diva
9. Teil: Madame le Commissaire und die Villa der Frauen


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