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Veröffentlicht am 22.05.2020

Schokoladensüßer Auftakt einer Familiensaga

Die Schokoladenvilla
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Die Schokoladenvilla ist der Auftakt einer dreiteiligen Familiensaga. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Frau Judith, Tochter eines großen Schokoladenfabrikanten, die ihren Weg sucht. Die klassische ...

Die Schokoladenvilla ist der Auftakt einer dreiteiligen Familiensaga. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Frau Judith, Tochter eines großen Schokoladenfabrikanten, die ihren Weg sucht. Die klassische Rolle der Ehe- und Hausfrau ist nicht ihres, sie möchte gerne Schokolade produzieren. Ihre Mutter sucht ebenfalls ihr Glück selbstbestimmt und fernab des ungeliebten- arrangierten- Ehemannes. Beide müssen dafür Risiken eingehen und Verzicht üben, bevor sie ihren Weg finden.
Ein zentrales Thema des Romans ist also die Emanzipation, ohne dass dabei die Frauen zu revolutionär und kämpferisch wären. Dazu kommen die verschiedensten Formen an Liebesgeschichten, die unterschiedlich bewegend, nachvollziehbar und packend dargestellt sind. Dazu kommt ein bisschen historischer Roman, der die sozialen Umstände der Zeit ins Blickfeld bringt.
Am Anfang hatte ich etwas Mühe in die Geschichte reinzukommen und zu sortieren, wer wer ist, dann hat mich die Geschichte doch ordentlich gepackt und ich hab mal wieder bis spät in die Nacht gelesen. Insgesamt finde ich sehr viele Themen in die Geschichte gepackt und für die Dramatik, die sich plötzlich im letzten Teil einstellt, ist mir das Ende dann fast etwas zu flach. Die Charaktere sind sehr lebendig und nachvollziehbar. Im Verlauf konnte ich mich vor allem mit Judith sehr identifizieren und bin nun richtig gespannt, wie es ihr und ihrer Familie im weiteren wohl ergeht. Die Lektüre des Buches kann ich also absolut weiter empfehlen, ein absolutes Must-read ist es aber nicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2020

Ein echter Hülsmann

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Meistens kommt es anders, wenn man denkt ist das neueste Werk von Petra Hülsmann. Ich habe kaum erwarten können, bis es erscheint. Und der Titel ist ja auch schon mal sehr vielversprechend. Die alten Cover ...

Meistens kommt es anders, wenn man denkt ist das neueste Werk von Petra Hülsmann. Ich habe kaum erwarten können, bis es erscheint. Und der Titel ist ja auch schon mal sehr vielversprechend. Die alten Cover mit den Streifen haben mir zwar besser gefallen als die neuen, aber mei nichts ist perfekt...
Die Geschichte liest sich sehr flüssig, der Schreibstil ist einfach gut. Die Liebesgeschichte ist wunderbar prickelnd, es knistert mal wieder aus den Seiten direkt heraus. Auch die Geschichte drumherum, an der die Protagonistin Nele erstmal wachsen muss, bevor sie ihr Happy End bekommt, ist absolut liebenswert und man ist gern dabei als Leser. Insgesamt funktionieren die Romane immer nach dem gleichen Schema, also keine großen Überraschungen, aber wenn man das mag (und ich mag es!9, dann ist man hier wieder gut bedient. Im Vergleich zu den Vorgängerromanen von Petra Hülsmann hat mich dieser nicht ganz so mitgerissen, was aber auch an meinen persönlichen Lebensumständen gelegen haben mag. Insgesamt bekommt auch dieser Roman von mir eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich schon auf die Erscheinung des nächsten Hülsmann-Romans!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2020

Turbulentes Finale der Trilogie

Die Ärztin: Die Wege der Liebe
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Die Ärztin-Wege der Liebe von Helene Sommerfeld ist der dritte Teil der Familiensaga um Ricarda Thomasius. Nachdem es im ersten Band vorwiegen um ihre Jugend und Ausbildung ging und im zweiten Teil um ...

Die Ärztin-Wege der Liebe von Helene Sommerfeld ist der dritte Teil der Familiensaga um Ricarda Thomasius. Nachdem es im ersten Band vorwiegen um ihre Jugend und Ausbildung ging und im zweiten Teil um ihren Beruf und ihre Eheschließung, kommt nun zunehmend die nächste Generation mit ins Spiel. Während des ersten Weltkriegs kehrt Ricarda zurück nach Berlin, während ihre älteste Tochter in die USA auswandert und ihr Sohn in den Krieg zieht. Die jüngste Tochter wird langsam erwachsen und zunehmend flügge. Ein abwechlungsreiches Familiendrama vor dem historischen Hintergrund des ersten Weltkrieges und der Entwicklung der Medizin in dieser Zeit.
Es wird in diesem Band sehr häufig und nach teils recht kurzen Abschnitten die Perspektive und der Schauplatz gewechselt, was ich als erfrischend empfunden habe, wenn auch manchmal etwas verwirrend. Insgesamt hat mich der Band mehr gepackt als die anderen und ich habe ihn sehr schnell durchgelesen, weil man als Leser durchaus in den Bann der Protagonistinnen gezogen wird, wenn mir auch manche Passagen unnötig dramatisch erschienen und ganz schön viele Themen auf einmal in den Roman gedrückt wurden. So sehr mich die Thematiken interessieren, fällt es mir doch ein bisschen schwer zu sagen, was ich jetzt vielleicht daraus "lernen" soll. Fasziniert hat mich der medizinische Hintergrund. Allerdings wurden mir Charaktere allesamt nicht sympathisch. Die Protagonistinnen sind alle starke, für ihre Rechte kämpfende Persönlichkeiten, die ich dafür durchaus bewundern kann, zur Freundin haben möchte ich davon aber keinen. Die Emotionen kommen mir dabei zu kurz bzw. wirken sie auf mich nicht authentisch. Das Ende des Romans ist mir dann ein bisschen zu platt und zu schnell für das, dass alles über 3 dicke Romane aufgebaut wurde letztendlich.
Als Fazit würde ich sagen, dass mich der Roman gut unterhalten hat, die ganze Trilogie durchaus lesenswert war, dass ich aber nun auch ganz froh bin, dass kein vierter Band mehr angekündigt ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2020

Mühsamer Start bis es endlich funkelt und knistert

Das Funkeln einer Winternacht
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Ich hab mir Karen Swans "Das Funkeln einer Winternacht" als leichte Weihnachtslektüre gekauft. Der Einbad versprach auf dem Cover Funkeln und Zauber, auf der Rückseite eine interessante Thematik als Hintergrund ...

Ich hab mir Karen Swans "Das Funkeln einer Winternacht" als leichte Weihnachtslektüre gekauft. Der Einbad versprach auf dem Cover Funkeln und Zauber, auf der Rückseite eine interessante Thematik als Hintergrund für eine weihnachtliche Lovestory. Bo und Zac sind Influencer und reisen durch die Welt, ständig begleitet durch ihren Freund, Manager und Fotografen Lenny, der sie unbedingt bis Weihnachten auf 10 Millionen Follower bringen möchte. Frisch verlobt fliegen sie von der Südsee ins eisige Norwegen auf eine entlegene Alm. Dort keimen in Bo zunehmend Zweifel auf, ob sie wirklich ihr ganzes Leben mit der Welt teilen will. Bei Zac und Lenny stößt sie damit nur auf Erstaunen und Unverständnis, der einzige der sie versteht ist ihr schroffer Reiseguide Anders...
Der Roman verflechtet zwei parallele Geschichten, die eine die von Bo und Zac, die andere von Signy, Anders Großmutter, um 1936.
Ich habe sehr lange gebraucht, um in die Geschichte rein zu finden. Vielleicht, weil mir die Welt der Influencer völlig fremd ist, vor allem aber wohl, da ich keine rechte Sympathie für die Protagonisten aufbringen konnte und mich die Rückblicke in Signys Jugend anfangs sehr irritiert haben. Aber das dranbleiben hat sich rentiert, nach ca. 250 Seiten nahm die Geschichte Fahrt auf, echte Gefühle bahnten sich an, es gab Inhalt. Im weiteren Verlauf war mir dann einiges eine Spur zu dick aufgetragen, aber das Buch hat mich dann durchaus gefesselt.
Der Schreibstil hat mich nur teilweise überzeugt, die Autorin bemüht sich um eine detailreiche Schilderung der Umstände und der Landschaften, mir war das zum Teil zu viel, dass ich fast gelangweilt dadurch war, und die verwendeten Metaphern irritierten mich teilweise sehr.
Insgesamt ein nettes Buch mit mühsamen Start und am Ende fast zu viel Knalleffekt, daher keine absolute Empfehlung, aber kann man schon lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.12.2019

Frida und Bjarne- das sympathische Ermittlerduo ist wieder da!

Sterbekammer
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Sterbekammer ist der dritte Band der Krimiserie um das Ermittlerduo Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn aus der Feder von Romy Fölck. Die Mordkommission hat einen neuen Vorgesetzten, zu dessen Einstand ...

Sterbekammer ist der dritte Band der Krimiserie um das Ermittlerduo Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn aus der Feder von Romy Fölck. Die Mordkommission hat einen neuen Vorgesetzten, zu dessen Einstand 2 mysteriöse Todesfälle das Team vor Rätsel stellt. Wie in den Vorgängerbänden haben wir es mit einem ungelösten Cold Case und aktuellen Fällen zu tun, deren Fäden am Schluss zusammenlaufen. Nachdem wir erst sehr rasant in die Geschichte einsteigen, kommen zwischendurch ein paar Längen auf, auch, weil wir mehr aus dem Privatleben der Ermittler erfahren. Das ist nicht umbedingt störend, im Gegenteil, die beiden sind äußerst sympathisch und man nimmt als Leser gern an ihren Sorgen, Nöten und schönen Momenten teil, aber dadurch fand ich diesen Band weniger spannend und fesselnd wie die ersten beiden. Erfreulich finde ich, dass das Buch und die Auflösung, obwohl ich zum Schluss eine gewisse Vermutung hatte, nicht vorhersehbar ist. Insgesamt kann ich die Lektüre absolut empfehlen, ich bin weiterhin begeistert von Romy Fölcks Schreibstil, aber an die Vorgänger kommt Sterbekammer aus meiner Sicht nicht ran...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere