Cover-Bild ATME!
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 09.09.2021
  • ISBN: 9783462001822
Judith Merchant

ATME!

Thriller

»Dieser Thriller ist wirklich der Hammer!« Christine Westermann, WDR 2 Buchtipp.

Nile hat endlich ihre große Liebe gefunden: Ben. Doch plötzlich verschwindet Ben spurlos. Und niemand will Nile bei der Suche helfen. Bis auf eine – seine Frau. Ihre ärgste Feindin. Eben noch war Ben in der Boutique, in der Nile ein Kleid anprobierte, doch als sie aus der Umkleidekabine kommt, ist er verschwunden. Nile ist sich sicher: Es muss etwas Schreckliches passiert sein. Aber niemand will ihr glauben. Noch nicht mal seine engsten Freunde, die Nile sowieso für zu anhänglich halten. Also muss sie ausgerechnet ihre größte Feindin um Hilfe bitten: Flo, die Frau, mit der Ben noch verheiratet ist. Zu Niles Erstaunen ist diese sehr kooperativ. Doch dann entdecken die beiden Frauen immer mehr Ungereimtheiten in Bens Leben. Und die gemeinsam begonnene Suche entwickelt sich zu einer atemlosen Jagd, denn Nile realisiert: In diesem perfiden Spiel kann sie niemandem trauen. Schon gar nicht Flo. Judith Merchant inszeniert in diesem hochkarätigen Thriller ein so packendes wie raffiniertes psychologisches Vexierspiel voller doppelter Böden und verblüffender Wendungen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2022

Solide konstruierter Thriller

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Gefühlt schreiben nur wenige Frauen Thriller und so habe ich mich sehr auf "Atme" von Judith Merchant gefreut.
Klappentext:
Eben noch war Ben in der Boutique, in der Nile ein Kleid anprobierte, doch als ...

Gefühlt schreiben nur wenige Frauen Thriller und so habe ich mich sehr auf "Atme" von Judith Merchant gefreut.
Klappentext:
Eben noch war Ben in der Boutique, in der Nile ein Kleid anprobierte, doch als sie aus der Umkleidekabine kommt, ist er verschwunden. Nile ist sich sicher: Es muss etwas Schreckliches passiert sein. Aber niemand will ihr glauben. Noch nicht mal seine engsten Freunde, die Nile sowieso für zu anhänglich halten. Also muss sie ausgerechnet ihre größte Feindin um Hilfe bitten: Flo, die Frau, mit der Ben noch verheiratet ist. Zu Niles Erstaunen ist diese sehr kooperativ. Doch dann entdecken die beiden Frauen immer mehr Ungereimtheiten in Bens Leben. Und die gemeinsam begonnene Suche entwickelt sich zu einer atemlosen Jagd, denn Nile realisiert: In diesem perfiden Spiel kann sie niemandem trauen. Schon gar nicht Flo.
Wie leider immer öfter passt der Klappentext nicht zum Buch. Ungereimtheiten in Bens Leben habe ich keine gefunden, nur viele Ungereimtheiten im Leben und Handeln von Niles. Und ein perfides Spiel spielt - wenn überhaupt jemand - dann Nile.
Trotzdem hat mir "Atme" alles in allem gut gefallen. Es ist zumindest zu Beginn ein traditioneller Thriller und Judith Merchant spielt mit meiner Wahrnehmung als Leserin. Ist Niles glaubwürdig? Was ist Phantasie, was Wirklichkeit?
Dabei übertreibt Judith Merchand aus meiner Sicht etwas und der erste Teil des Buches zieht sich etwas.
Die zweite Hälfte fand ich deutlich spannender. Hier spielen nicht mehr nur die Gedanken, Erinnerungen und Gefühle von Niles eine Rolle, sondern es passiert etwas in der Handlung.
Außergewöhnlich und doch überzeugend fand ich den Schluss. Judith Merchant bietet uns sozusagen drei Lösungen an, die sich alle schlüssig aus der Handlung ergeben könnten.
Fazit: Insgesamt ein gut konstruierter, traditioneller Thriller, der zumindest zu Beginn etwas langatmig ist.

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Mehr Drama als Thriller

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Über „Atme!“ habe ich vor allem über Social Media viel gehört und eine Sache ist ganz klar hängen geblieben: Dieses Buch spaltet die Lese-Gemeinschaft! Ich wollte nicht glauben, dass dieses Buch so ist ...

Über „Atme!“ habe ich vor allem über Social Media viel gehört und eine Sache ist ganz klar hängen geblieben: Dieses Buch spaltet die Lese-Gemeinschaft! Ich wollte nicht glauben, dass dieses Buch so ist wie Koriander – man liebt es, oder man hasst es -, weswegen ich wirklich sehr neugierig auf die Handlung war.

Absoluter Pluspunkt ist für mich der Schreibstil. Kurze, prägnante Sätze und wirklich sehr viele kurze Kapitel erzeugen ein rasches Lesetempo. Ich wollte nur ein paar Seiten anlesen, um ein Gefühl für das Buch zu bekommen und hatte fast ein Drittel des Buches bereits verschlungen.
Die gehetzte Atmosphäre, die vor allem durch viele Verwendungen des Imperativs verstärkt wurde, passte wirklich großartig zur Handlung.

Leider konnte ich jedoch weder der eigentlichen Handlung noch den Charakteren viel abgewinnen.
Wirkliche Sympathie konnte ich für keinen Charakter entwickeln und Verständnis für etliche der Handlungsweisen habe ich auch nach Beenden nicht. Das hängt auch damit zusammen, dass vieles durch einen bestimmten Charakter nicht ganz nachvollziehbar ist.
Die Handlung an sich ist sehr vorhersehbar und wenig überraschend. Somit war das Ende auch nicht ein fulminanter Knall, sondern mehr eine Gewissheit, die der Leser nochmal Schwarz auf Weiß bestätigt bekommt.
Auch als Thriller würde ich das Buch nicht unbedingt betiteln. Ja, durch den Klappentext wurde auch ich etwas zu anderen Erwartungen verleitet, aber es ist mehr ein Drama als ein Thriller.

Eine Empfehlung von Herzen kann ich leider nicht für das Buch aussprechen, aber ich halte es da wie mit Koriander (den ich übrigens liebe!): Man muss wenigsten einmal probiert haben. Das Buch eignet sich in meinen Augen ganz hervorragend, für einen verregneten Herbstabend, da es sich so schnell lesen lässt.

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