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Silkem

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2021

Gut gedacht, aber leider nicht wirklich gelungen

Eliten, Lurche, flache Erde!!11!!!
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Klappentext:
Im Universum herrscht Chaos! Mit diesem Universum, oder durch ein anderes; wer weiß das hinterher noch genau? Alles ist irgendwie miteinander verquirlt und macht Angst. Die ganze Welt verändert ...

Klappentext:
Im Universum herrscht Chaos! Mit diesem Universum, oder durch ein anderes; wer weiß das hinterher noch genau? Alles ist irgendwie miteinander verquirlt und macht Angst. Die ganze Welt verändert sich; und wahrlich nicht zum besten! Und natürlich steht Berlin mal wieder im Brennpunkt dieses globalen Geschehens. Nur Katja, Melanie, Sandra, Jaqueline und Stefanie, fünf Freundinnen, sehen die Veränderungen - als einzige. Der Rest der Welt taumelt ins Chaos und droht vom flachen Rand der Erde zu stürzen. Wie gut, dass Stefanie die inneren Zusammenhänge kennt. Dabei gehört Stefanie erst seit kurzem dazu, denn eigentlich ist sie das Pendant von Melanies nervigem Nerd-Bruder aus der anderen Welt. Doch so blond, wie sie jetzt ist, wird das gerade nichts mit dem zweiten Doktortitel in Astrophysik. Denn Mädchen sollen sich fortpflanzen und eignen sich grundsätzlich nicht für die MINT-Fächer, meint Stefans ehemaliger Doktorvater, der Stefanie zudem mehr als Reisebegleitung bei Konferenzen schätzt...
Die Idee ist wirklich gut. Was ist Realität und was passiert wenn? doch für mich springt die Autorin zu sehr und ich gebe zu, ich habe dass buch nicht zu Ende gelesen.
Dabei ist der Stil an manchen Stellen durchaus flüssig und humorvoll

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2021

Ein neuer Fall für Kate Burkholder

Dein ist die Lüge
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Ich lese kaum noch amerikanische Krimis und Thriller. Eine Ausnahme ist Linda Castillo. Ihre Fälle mit der Polizeichefin Kate Burkholder sind für mich immer wieder spannend. So auch der neunte Fall für ...

Ich lese kaum noch amerikanische Krimis und Thriller. Eine Ausnahme ist Linda Castillo. Ihre Fälle mit der Polizeichefin Kate Burkholder sind für mich immer wieder spannend. So auch der neunte Fall für Kate Burkholder "Dein ist die Lüge".
Klappentext:
Der Anruf von Adam Lengacher, einem verwitweten amischen Familienvater, erreicht Kate Burkholder mitten in einem Schneesturm. Er habe eine halb erfrorene Frau auf seinem Grundstück gefunden, sie sei eine „Englische“ und Kate solle sofort kommen. Kate erkennt die Frau sofort: Es ist Gina Colorosa, ihre Team-Partnerin von damals auf der Polizeiakademie in Columbus. Doch jetzt ist Gina auf der Flucht. Und das vor ihren eigenen Kollegen. Sie soll einen Kollegen ermordet haben. Doch Gina behauptet, diese Tat nicht begangen zu haben. Man wolle sie aus dem Weg räumen, weil sie kurz davor war, Unregelmäßigkeiten in ihrer Dienststelle aufzudecken. Je näher Kate der Wahrheit kommt, desto näher kommt den beiden Frauen auch der auf sie angesetzte Mörder.
Wie in jedem Band schildert Linda Castillo sehr liebevoll und einfühlsam das Leben der Amish-People. Es nimmt in diesem Band einen breiten Raum ein, da die Geschichte fast durchgehend im Haus des verwitweten amischen Familienvaters Adam Lengacher spielt. So wird Kate mit ihrer amischen Vergangenheit konfrontiert und es werden auch Gegensätze angesprochen und bearbeitet.
Die Krimihandlung fand ich nicht so spannend und teilweise unglaubwürdig, aber die aufeinander treffenden Werte machten das Buch zu einer spannenden Lektüre.
Das Cover ist passende, der Stil flüssig.
Ich habe das Buch gerne gelesen und empfehle es weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2021

Authentische Geschichte zweier junger Frauen in der Nachkriegszeit - gefühlvoll und anrührend

Das Haus am Deich – Fremde Ufer
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Mit großer Begeisterung habe ich vor einiger Zeit die "Nordseehof"-Trilogie von Regine Kölpin gelesen. Vor einer Woche erst habe ich die Rezension zu dem Roman "Der Flug der Nonnengänse" geschrieben, ...

Mit großer Begeisterung habe ich vor einiger Zeit die "Nordseehof"-Trilogie von Regine Kölpin gelesen. Vor einer Woche erst habe ich die Rezension zu dem Roman "Der Flug der Nonnengänse" geschrieben, den sie unter dem offenen Pseudonym Franka Michels veröffentlicht hat und das mich sehr berührt hat. Und heute nun "Das Haus am Deich - Fremde Ufer". Ich war sehr gespannt, denn bei Autorinnen, die ich gerne lese, bin ich auch schon das ein oder andere Mal enttäuscht worden.
Klappentext:
In ihrem Roman „Das Haus am Deich – Fremde Ufer“ erzählt SPIEGEL-Bestsellerautorin Regine Kölpin die Geschichte zweier ungleicher Freundinnen. Inspiriert von der Geschichte ihrer eigenen Familien geht es in diesem 1. Band der dreiteiligen Saga um die Jahre 1947 – 1950, um Flucht, Neuanfang und Suche nach Heimat.
1947: Nach einer dramatischen Flucht aus Stettin findet die junge Frida mit ihren Eltern in der Wesermarsch Zuflucht – Heimat ist es nicht. Um zu überleben, muss die Familie auf einem Bauernhof hart arbeiten; Fridas Traum, Pianistin zu werden, rückt in weite Ferne. Auch ihre Kindheitsfreundin, die Anwaltstochter Erna, kann ihr nicht helfen. Denn auch sie tut sich schwer, in Norddeutschland anzukommen, und findet zudem bei ihren Eltern keinen Halt, als sie unehelich schwanger wird. Erst ein kleines Haus direkt am Deich bringt Hoffnung – auf Wärme, Zugehörigkeit, ja sogar eine neue Heimat!
Vor der atmosphärischen Kulisse Norddeutschlands entfaltet sich in „Das Haus am Deich“ das Schicksal zweier Frauen und ihrer Familien: wahrhaftig, atmosphärisch und bewegend!
Ich gebe zu, der Einstieg in das Buch ist mir etwas schwerer gefallen als erwartet. Die Geschichte beginnt 1947 in Butjadingen und am Anfang gibt es viele Rückblenden zu den Geschehnissen in Stettin und der Flucht in den Westen. Hier wird viel erzählt und trotz der authentischen Schilderungen fiel es mir manchmal schwer mich in Frida und Erna hineinzuversetzen.
Die beiden jungen Frauen, die bereits in Stettin in sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen lebten, verbindet eine wunderbare Freundschaft, die auch die sich verfestigenden Gegensätze im Westen überbrückt.
Nach den ersten Schwierigkeiten hat mich die Geschichte von Frida und Erna in ihren Bann gezogen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Regine Kölpin gelingt es wie auch in den vorangegangenen Büchern, die ich gelesen habe, ihre Liebe zum Meer und zu den Menschen in einer eindrucksvollen Story zusammenzufügen. Dabei sorgt der flüssige Stil für Lesegenuss.
Frida und Erna sind zwei junge Frauen mit Ecken und Kanten. Sie machen nicht alles richtig, sie sind nicht immer nur sympatisch, aber gerade deshalb sind sie glaubwürdig. Regine Kölpin schildert die Entwicklung zweier Frauen in einer schwierigen, gesellschaftlich von Grenzen und Normen geprägten Zeit, die doch noch gar nicht so lange zurück liegt. Das Deutschland der Nachkriegsjahre wird durch die Schilderungen wieder lebendig.
Das Buch hat alles, was zu einer guten Geschichte gehört: große Gefühle wie Neid und Missgunst, Liebe und Freundschaft und eine Landschaft, die zu diesen Gefühlen passt.
Das wunderbare Cover erinnert an die Nordseehof-Trilogie und zeigt Frida und Erna so, wie ich sie mir vorstelle: Innig verbunden auf dem Weg am Deich.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger - und der zweite Band erscheint erst im Dezember 2021. So weiß ich auf jeden Fall, was ich mir zu Weihnachten wünsche.
Einen Sternenregen für Regine Kölpin, Frida und Erna und die einfühlsame Geschichte über zwei starke junge Frauen am Meer. Eine absolute Lese-Empfehlung von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2021

Oma erzählt von früher

Bimbos Zaubernächte
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Nun habe ich ausnahmsweise mal ein Kinderbuch zum Rezensieren und habe mir dabei die Unterstützung meiner vier Enkel (4,5,7 und 9 Jahre) geholt.
"Bimbos Zaubernächte" vom Ira Silberhaar hat besonders den ...

Nun habe ich ausnahmsweise mal ein Kinderbuch zum Rezensieren und habe mir dabei die Unterstützung meiner vier Enkel (4,5,7 und 9 Jahre) geholt.
"Bimbos Zaubernächte" vom Ira Silberhaar hat besonders den beiden Kleinen gut gefallen. Es war ein bisschen wie "Oma erzählt von früher", wobei ich eine etwas jüngere Oma bin. 🙂
Klappentext:
Bimbo gibt es wirklich. Er Ist ein Plüschtier und "lebt" noch heute . Er ist ein großer Träumer, hält Unerklärliches für Zauberei und würde sicher manchmal gern richtig zaubern können. Im Kreise seiner Puppenfreunde plaudert er über Abenteuer, die er mit seiner Puppenmutti erlebt hat.
Das Cover zeigt den (ab-)geliebten Bimbo und hat meine Enkel sofort an ihre Kuscheltiere erinnert.
Das Buch ist liebevoll gestaltet und einige schwarz-weiß Zeichnungen lockern den Text auf und wurden von den Kindern gerne angenommen.
Die einzelnen Geschichten sind kurz, so dass sich das Buch auch für jüngere Kinder eignet. Den großen Jungs fehlte etwas die Spannung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2021

Inspirierend von der ersten bis zur letzten Seite

Der Zug der Nonnengänse
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Das Buch "Der Zug der Nonnengänse" von Franka Michels konnte ich kaum noch aus der Hand legen, nachdem ich angefangen habe zu lesen. Jede einzelne Seite erzählt von der Liebe zum Meer, zu den Vögeln und ...

Das Buch "Der Zug der Nonnengänse" von Franka Michels konnte ich kaum noch aus der Hand legen, nachdem ich angefangen habe zu lesen. Jede einzelne Seite erzählt von der Liebe zum Meer, zu den Vögeln und zu den Menschen. Dabei schreibt Franka Michels mit sehr viel Empathie, so dass ich mich sofort mit den beiden Frauen Amelie und Bente identifizieren konnte.

Klappentext:
Vom Gehen und Kommen des Glücks:
»Der Zug der Nonnengänse« ist ein bewegender Roman über eine besondere Frauen-Freundschaft, schicksalhafte Entscheidungen und die inspirierende und tröstende Kraft der Natur.
Wenn sich der Himmel über der Insel Langeoog mit mächtigem Flügelrauschen füllt, dann kehren die Nonnengänse heim in ihr Winterquartier.
Nichts gibt der 60-jährigen Amelie so viel Trost und Kraft zugleich wie Wanderungen in der sich stetig wandelnden Natur des Wattenmeers und der Anblick der eleganten Zugvögel – ganz besonders jetzt, wo ihr wegen einer Krebs-Erkrankung nur noch wenig Zeit bleibt. Eine einzige Sache würde Amelie gerne noch ins Reine bringen, wenn sie nur wüsste, wie …
Als Bente auf der Insel eintrifft, ahnt Amelie sofort, was in der 20 Jahre Jüngeren vorgeht: Zu gut kennt sie selbst die widerstreitenden Gefühle, die Bente umtreiben.
An langen Nachmittagen in der Natur Langeoogs, wo die beiden Frauen Amelies geliebte Nonnengänse beobachten, entsteht eine tiefe Freundschaft, die schließlich beiden den Weg weisen wird.

Die Geschichte von Amelie und Bente ist eine Geschichte vom Leben und vom Sterben, ohne dabei theatralisch oder melancholisch zu werden. Es ist eine Geschichte über die alltäglichen Probleme von Frauen, ohne banal zu werden. Franka Michels strahlt dabei sehr viel Lebensweisheit aus, ohne belehrend zu werden und überall dem steht die Liebe zur Natur und den Vögeln, die die Autorin gekonnt nutzt, um ihren Figuren mehr Tiefe zu geben.
Ein Buch über zwei starke Frauen, ein Frauenbuch, das ich aber auch Männern gerne empfehlen möchte.
Der beschreibende, aber nie schwülstige Stil von Franka Michels macht das Buch zu einem echten Lesevergnügen und bei aller (Be-)Sinnlichkeit ist das Buch bis zur letzten Seite spannend.
Die Landschaftsbeschreibungen machen Lust auf Langeoog (ich war noch nie dort, kann mir die Insel jetzt aber gut vorstellen). Das Cover ist wunderschön und passt zur Geschichte.
Herzlichen Dank Regine Kölpin für dieses tolle Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und von ganzem Herzen weiterempfehle.
Möge es Sterne regnen und die Nonnengänse immer wieder ziehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere