Cover-Bild Vom Verschwinden der Arten
(10)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Ersterscheinung: 22.04.2023
  • ISBN: 9783608121377
Friederike Bauer, Katrin Böhning-Gaese

Vom Verschwinden der Arten

Nomniert für das WISSENSBUCH DES JAHRES von Bild der Wissenschaft
Die Natur ist unsere Lebensversicherung; sie versorgt uns mit Luft, Wasser, Rohstoffen und Erholung. Und doch kündigen wir diese täglich auf: Der rasante Artenschwund vernichtet unsere eigenen Lebensgrundlagen und nimmt uns u.a. die wichtigsten natürlichen Ressourcen für medizinische Wirkstoffe. Unser Leben ist bedroht wie nie zuvor – ein hochaktuelles Buch, das konkrete Wege aufzeigt, wie wir den Artenreichtum und dessen Leistungen für uns Menschen erhalten.
Wir stehen an einem Wendepunkt der Erdgeschichte – und doch ignorieren wir ihn. Die natürlichen Ökosysteme sind weltweit um die Hälfte zurückgegangen. Wir erleben gerade das sechste Massenaussterben der Erdgeschichte. Wir  Menschen sind die treibende Kraft dieses Massensterbens. Der Verlust an Biodiversität heizt nicht nur den Klimawandel an. Die Autorinnen beschreiben zum ersten Mal, welche ungeheure Tragweite das Artensterben für uns Menschen hat, wenn es künftig nicht mehr genügend Pflanzen und Tiere gibt, die uns u.a. lebenswichtige Werk- und medizinische Wirkstoffe liefern und die auch zu unserem physischen und psychischen Wohlbefinden beitragen. Die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos – wir können das Artensterben noch aufhalten. Doch dafür müssen wir es als globale Herausforderung begreifen. Ernsthaft in der Sache, lösungsorientiert und zukunftsgewandt zeigt dieses Buch, wo die tieferen Ursachen der globalen Krise liegen, was Wirtschaft, Politik und auch jeder Einzelne tun kann, um diesen existenziell gefährlichen Trend umzukehren

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2023

Fünf vor zwölf ist längst gewesen.

0


Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über den erschreckenden Status Quo der Natur und damit einhergehend, der schwindenden Artenvielfalt. Dabei wird das Thema von ganz unterschiedlichen Seiten beleuchtet, ...


Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über den erschreckenden Status Quo der Natur und damit einhergehend, der schwindenden Artenvielfalt. Dabei wird das Thema von ganz unterschiedlichen Seiten beleuchtet, z.B. was es für Auswirkungen haben kann, wenn eine Tierart ausstirbt und das es immer eine ganzheitliche Betrachtung erfordert. Auch dass über zwei Drittel der landwirtschaftlichen Flächen für Tierfutter benötigt werden, macht einem die Augen auf. Wenn man denn überhaupt noch Fleisch isst. Die nahe Zukunft wird angedeutet und es ist jeder aufgefordert, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu handeln.
No Food Waste, weniger oder besser gar kein Fleisch, Natur schützen und Insektenfreundlich pflanzen, Wiese statt Rasen oder Steingarten, weniger Konsum, bewußt Natur erleben. Am besten täglich für mindestens 15 Minuten. So die Empfehlung.
Ich konnte vieles mitnehmen aus dem Buch und es ist gut und verständlich geschrieben. Drücken wir uns die Daumen und packen es an!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2023

Die Letzten ihrer Art...

0

Klappentext:

„Die Natur ist unsere Lebensversicherung; sie versorgt uns mit Luft, Wasser, Rohstoffen und Erholung. Und doch kündigen wir diese täglich auf: Der rasante Artenschwund vernichtet unsere eigenen ...

Klappentext:

„Die Natur ist unsere Lebensversicherung; sie versorgt uns mit Luft, Wasser, Rohstoffen und Erholung. Und doch kündigen wir diese täglich auf: Der rasante Artenschwund vernichtet unsere eigenen Lebensgrundlagen und nimmt uns u.a. die wichtigsten natürlichen Ressourcen für medizinische Wirkstoffe. Unser Leben ist bedroht wie nie zuvor – ein hochaktuelles Buch, das konkrete Wege aufzeigt, wie wir den Artenreichtum und dessen Leistungen für uns Menschen erhalten.



Wir stehen an einem Wendepunkt der Erdgeschichte – und doch ignorieren wir ihn. Die natürlichen Ökosysteme sind weltweit um die Hälfte zurückgegangen. Wir erleben gerade das sechste Massenaussterben der Erdgeschichte. Wir Menschen sind die treibende Kraft dieses Massensterbens. Der Verlust an Biodiversität heizt nicht nur den Klimawandel an. Die Autorinnen beschreiben zum ersten Mal, welche ungeheure Tragweite das Artensterben für uns Menschen hat, wenn es künftig nicht mehr genügend Pflanzen und Tiere gibt, die uns u.a. lebenswichtige Werk- und medizinische Wirkstoffe liefern und die auch zu unserem physischen und psychischen Wohlbefinden beitragen. Die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos – wir können das Artensterben noch aufhalten. Doch dafür müssen wir es als globale Herausforderung begreifen. Ernsthaft in der Sache, lösungsorientiert und zukunftsgewandt zeigt dieses Buch, wo die tieferen Ursachen der globalen Krise liegen, was Wirtschaft, Politik und auch jeder Einzelne tun kann, um diesen existenziell gefährlichen Trend umzukehren“



Das Autorinnen-Duo Kathrin Böhning-Gaese und Friederike Bauer beleuchten hier akribisch ein mehr als wichtiges und höchst aktuelles Thema: das Artensterben. Das Artensterben hat einen großen Antreiber: den Menschen selbst. Die Autorinnen beleuchten einerseits das Artensterben, betrachten aber auch die Zerstörung der Ökosysteme durch den Menschen, das Thema Biodiversität wird beleuchtet und auch politische Entscheidungen (Greenwashing) und Belange werden genau betrachtet. Einerseits werden die Themen hier definiert, erläutert aber es werden auch Ideen der Autorinnen aufgezeigt, die klar machen, wir könnten das Artensterben mit seinem Rattenschwanz doch sehr minimieren. Es werden nicht nur Krisen benannt, sondern auch mögliche Lösungen aufgezeigt - so geht gutes Sachbuch! Auch wenn es lösungsorientierte Ansätze gibt, so können wir den Klimawandel mit allem drum und dran nicht gänzlich sofort stoppen. Das ist mittlerweile fachlich von Experten belegt und erwiesen.

Die Autorinnen betrachten die aktuelle Lage und Zeit. Was mir persönlich hier gefehlt hat war, es gab immer schon Klima-Veränderungen auf unserem Planeten und es gab immer schon Artensterben (teils durch den Menschen aber eben auch durch tierische Gegner oder eben die massive Veränderung der Lebensorte auf Grund natürlicher Veränderungen etc.). Die Thematik greift weit, sehr weit in unsere Evolution zurück und anhand unseres Wissens darüber, können wir hier und da schon Rückschlüsse ziehen. Selbstredend ist es wichtig die heutigen Auslöser und Erkenntnisse über die Problematik auch mit den heutigen Mitteln und Möglichkeiten und auch Konsequenzen zu betrachten. Was ebenfalls mir gefehlt hat waren die Auswilderungsprogramme verschiedenster Tiere mit ihrer Sinnhaftigkeit, ihrer Entwicklung und ihren daraus gewonnenen Erkenntnissen. Artensterben ist das Eine aber es gibt auch eine Menge Programme bei denen unterschiedliche Tiere wieder so für die wilde Natur wieder vorbereitet werden um eben wieder dort heimisch zu werden wo sie einst heimisch waren (Elche, Wölfe, Luchse, Bartgeier etc.), sich zu vermehren und eben wieder sesshaft zu werden, damit eben es wieder (wie früher) eine Population dazu geben wird. Aber was wird das alles für Konsequenzen haben (siehe Bärenattacken, Wolfsrisse oder gar Angriffe etc.)? Fragen über Fragen die nicht so ganz oder gar nicht in diesem Buch zu finden sind. Dennoch ist das Buch sehr zu empfehlen. Es macht mehr als nachdenklich und genau das ist doch schonmal ein sehr gutes Ergebnis bei der Leserschaft selbst. Und nach dem nachdenken kommt dann das Handeln. Jeder von uns kann etwas dagegen tun, wir müssen nur alle in der Gesamtheit auf diesem Planeten an einem Strang ziehen. Denn wir alle, wir Menschen und auch die Natur, sind ein großes Netz, welches zusammen gehört und agiert.

Die Texte waren allesamt verständlich verfasst. Es gab überall Quellenangaben und auch Erläuterungen bei den Aussagen selbst. Den Autorinnen lag eines immer besonders am Herzen: jeder einzelne von uns kann schon viel dafür tun und entweder im eigenen Garten oder auf dem heimischen Balkon einfach mal wachsen lassen und gänzlich (und zwar vollkommen!) auch jegliche Chemie oder Pestizide zu verzichten. Und das geht? Und wie das geht!

4 Sterne für dieses interessante Buch!

Veröffentlicht am 27.05.2023

Wichtig, bitte lesen

0

Die Natur ist unsere Lebensversicherung; sie versorgt uns mit Luft, Wasser, Rohstoffen und Erholung. Und doch kündigen wir diese täglich auf: Der rasante Artenschwund vernichtet unsere eigenen Lebensgrundlagen ...

Die Natur ist unsere Lebensversicherung; sie versorgt uns mit Luft, Wasser, Rohstoffen und Erholung. Und doch kündigen wir diese täglich auf: Der rasante Artenschwund vernichtet unsere eigenen Lebensgrundlagen und nimmt uns u.a. die wichtigsten natürlichen Ressourcen für medizinische Wirkstoffe. Unser Leben ist bedroht wie nie zuvor – ein hochaktuelles Buch, das konkrete Wege aufzeigt, wie wir den Artenreichtum und dessen Leistungen für uns Menschen erhalten.
Wir stehen an einem Wendepunkt der Erdgeschichte – und doch ignorieren wir ihn. Die natürlichen Ökosysteme sind weltweit um die Hälfte zurückgegangen. Wir erleben gerade das sechste Massenaussterben der Erdgeschichte. Wir Menschen sind die treibende Kraft dieses Massensterbens. Der Verlust an Biodiversität heizt nicht nur den Klimawandel an. Die Autorinnen beschreiben zum ersten Mal, welche ungeheure Tragweite das Artensterben für uns Menschen hat, wenn es künftig nicht mehr genügend Pflanzen und Tiere gibt, die uns u.a. lebenswichtige Werk- und medizinische Wirkstoffe liefern und die auch zu unserem physischen und psychischen Wohlbefinden beitragen. Die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos – wir können das Artensterben noch aufhalten. Doch dafür müssen wir es als globale Herausforderung begreifen. Ernsthaft in der Sache, lösungsorientiert und zukunftsgewandt zeigt dieses Buch, wo die tieferen Ursachen der globalen Krise liegen, was Wirtschaft, Politik und auch jeder Einzelne tun kann, um diesen existenziell gefährlichen Trend umzukehren (Klappentext)

Erst dachte ich, wieder ein Buch mit erhobenen Zeigefinger. Doch es ist ganz anders. Eindrucksvoll und vor allem auch verständlich wird auf ein hochaktuelles Thema eingegangen. Es ist eine gute verständliche Zusammenfassung über drastische Auswirkungen des Artensterbens, aber auch wie man vielen noch umkehren kann, auch im Kleinen, also jeder Mensch. Ein Buch, welches jeder lesen sollte, dass ich nur empfehlen kann. Es macht Nachdenklich und es regt vor allem auch zum Umdenken an. Das Buch könnte ich mir auch gut in höheren Klassen oder weiterführenden Schulen als Lektüre vorstellen.

Veröffentlicht am 22.05.2023

Es eilt!

0

Die Autorinnen sind in ihrem jeweiligen Fach versiert: Biologin Bönig-Gaese ist mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin, die seit Jahrzehnten zu ökologischen Themen arbeitet. Bauer ist Journalistin mit ...

Die Autorinnen sind in ihrem jeweiligen Fach versiert: Biologin Bönig-Gaese ist mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin, die seit Jahrzehnten zu ökologischen Themen arbeitet. Bauer ist Journalistin mit Spezialgebiet Politik.
Der Titel erinnert an Darwins „Entstehung der Arten‟, und das ist kein Zufall. Was auf der Erde in Millionen Jahren durch die Evolution entstanden ist, wird in unserer Zeit innerhalb weniger Jahrzehnte vernichtet. Die Autorinnen belegen diese Aussage mit zahlreichen Quellen. Sie schildern, warum das ein Problem auch für das Überleben der Menschheit ist. Und sie geben eine Zehn-Punkte-Liste mit Handlungsanweisungen, was Politik, Wirtschaft und jede Einzelperson tun können, um das noch aufzuhalten.
Das Buch ist sehr faktenlastig und deshalb nicht immer leicht zu lesen. Für eine unterhaltsame Lektüre fehlt es an bunten Fotos und Anekdoten. Doch sind die Kapitel kurz, es gibt immer wieder anschauliche Beispiele von Einzelfällen und das Ganze ist sehr übersichtlich strukturiert. Zwei Fakten fielen mir besonders auf:
Eine Studie ergab, dass zehn Prozent mehr Vogelarten in einer Region ebensoviel für die Lebenszufriedenheit der Menschen bringen wie zehn Prozent mehr Einkommen.
Eine Untersuchung des World Wildlife Fund zeigte, dass ein Sechstel aller in der Europäischen Union gehandelten Lebensmittel zur Entwaldung der Tropen beiträgt.
Eine Argumentationshilfe und ein Nachschlagewerk, all jenen ans Herz zu legen, die mit entscheiden. Auch jeder und jedem Einzelnem.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2023

Wichtig und lösungsorientiert, stilistisch Luft nach oben

0

Mit ihrem Buch „Vom Verschwinden der Arten“ weisen die Autorinnen auf einen wesentlichen Baustein im Kampf um die Rettung unseres Planeten hin, der leider bei der medialen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit, ...

Mit ihrem Buch „Vom Verschwinden der Arten“ weisen die Autorinnen auf einen wesentlichen Baustein im Kampf um die Rettung unseres Planeten hin, der leider bei der medialen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit, die dem Klimawandel zuteil wird, viel zu sehr in den Hintergrund gerückt wird: das Artensterben, welches aufs Engste mit dem Klima verbunden ist. In ihrem Buch zeigen sie eindrucksvoll Hintergründe, Fakten und Zusammenhänge auf, die nicht nur die Konsequenzen des Artensterbens durchleuchten, sondern auch die vorherrschenden gesellschaftlichen Perspektiven (der Verlust großer Tierarten erfährt vergleichsweise große Aufmerksamkeit) und wirtschaftlichen und finanziellen Interessen aufzeigt. Sie zeigen zahlreiche Lösungsansätze auf, von denen die 30x30-Initiative sicherlich ein besonders vielversprechender ist, blicken auf das Ungleichgewicht zwischen globalem Norden und globalem Süden, auf augenscheinlich positive Aktionen, die sich aber als Trugbilder entpuppen, und auch auf die Belastung der Natur durch den Menschen, der dringend wieder als Teil derselben wahrgenommen werden sollte.

Das Buch liefert viele fundierte Hintergründe und Informationen, allerdings wird man als Leser so manches Mal an den Rand der Konzentrationsfähigkeit getrieben, weil das Buch stilistisch und vom Aufbau her nicht besonders leserfreundlich ist. So werden viele Fakten mehrfach in unterschiedlichen Kapiteln wiederholt und aufgegriffen, was zu überflüssigen Dopplungen führt. Darüber hinaus droht man so manches Mal von der Faktenflut überrollt zu werden – ich wünsche mir da doch sehr, dass sich deutschsprachige Sachbuchautoren vom englischen non-fiction-Markt inspirieren lassen würden, wo die Darstellung von Fakten in einen ansprechenden, lesbaren und begeisternden Stil gepackt wird (als Beispiel mögen David Attenboroughs Bücher dienen). Hier scheinen sich die Autorinnen zwar der Rationalität zu verpflichten, dies geht aber zu Lasten des Leserinteresses.

Hinzu kommt, dass dieses Buch gendert, was zu unzähligen grammatikalischen Ungenauigkeiten führt. Wann werden deutsche Verlage endlich wieder damit aufhören, gegen den Wunsch der Leser (dieser ist im deutschen Sprachgebrauch übrigens ein inklusives Konzept) die deutsche Sprache durch die momentan grassierende Mode (die nicht einmal offiziell anerkannt ist) zu verunstalten? Hier ist z.B. von „Schafbäuer innen“ die Rede – interessant, mir war nicht bewusst, dass es das Wort „Schafbäuer“ im Deutschen gibt. Auch Wörter wie „Professor“, „Multiplikator“ und „Freund“ kann man nicht so einfach gendern, ohne die Grammatik eines deutschen Satzbaus zu ruinieren. Sowohl bei „Schafbäuer innen“ wie auch bei „Freund innen“, denen man dankt, fallen nun die Männer hinten runter. Das kann ja wohl nicht der Sinn des Gendern sein. „Eroberer“ wird im Übrigen erstaunlicherweise nicht gegendert – warum auch, so etwas machen ja nur Männer?

So gut, wichtig und lösungsorientiert ich die Aussagen des Buches finde, so wenig zufrieden bin ich mit dem Stil und allein fürs Gendern, das hier sehr merkwürdige Formen annimmt, muss ich leider einen Stern abziehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere