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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2021

Paris im Juni 1940

Die Toten vom Gare d’Austerlitz
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Kein einfaches Buch. Mich hat der historische Background zusammen mit einer Kriminalgeschichte angesprochen. Aber die Umsetzung war mir einfach zu langatmig, schwerfällig und mit zu vielen Nebenschauplätzen ...

Kein einfaches Buch. Mich hat der historische Background zusammen mit einer Kriminalgeschichte angesprochen. Aber die Umsetzung war mir einfach zu langatmig, schwerfällig und mit zu vielen Nebenschauplätzen am Start.

Gut war die Darstellung der Besatzerzeit in diesem Juni 1940 in Paris. Man konnte sich die Szenen gut bildlich vorstellen, die düstere Atmosphäre ohne zu wissen, wie es konkret weitergeht, war hervorragend umgesetzt.

Der ermittelnde Inspektor Giral hatte selbst ein Kriegstrauma vom ersten Weltkrieg zu verkraften und ist dadurch lebensmüde genug, es mit den deutschen Besatzern aller Art und Ränge aufzunehmen.

Die Erzählung springt von 1940 immer mal auf 1925, so wird nach und nach klar, warum Eddie Giral so ist wie er ist.

Das Nachwort ist hilfreich und auflösend, da wird deutlich wie viel Realität in dem Roman steckt.

Wenn der Roman konzentrierter und mit weniger Seiten ausgekommen wäre, hätte es mich mehr angesprochen. So aber sicherlich für historisch interessierte Leser empfehlenswert!

  • Cover
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Veröffentlicht am 08.04.2021

Farbenlehre

Die Wahrheit der Dinge
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Farbenlehre, dieser Begriff ist mir hängen geblieben. Im Kontext Rassismus ist er mir noch nicht untergekommen, einfach nur krass. Der Roman ist lesenswert und erschreckend, zeigt er doch den weit verbreiteten ...

Farbenlehre, dieser Begriff ist mir hängen geblieben. Im Kontext Rassismus ist er mir noch nicht untergekommen, einfach nur krass. Der Roman ist lesenswert und erschreckend, zeigt er doch den weit verbreiteten alltäglichen Rassismus auf.
Der Hauptdarsteller, der Strafrichter Frank Petersen, befindet sich in einer Lebenskrise. Frau weg, Kind weg und beruflich in der Sackgasse. Man erlebt seine Sicht der Dinge in der Gegenwart und auch eine Perspektive einer verurteilten Frau in der Vergangenheit.
Diese beiden Erzählstränge nähern sich immer weiter an um schließlich zusammen weiter zu gehen. Der Schreibstil ist klar und sachlich, alles erscheint realistisch. Was mir nicht so gefallen hat war das Schicksal der Frau, das war mir einfach too much, zu konstruiert. Gut ist der Einblick in die Justiz und auch die Gedankenwelt von Petersen haben mir gut gefallen.
Basis des Romans sind übrgigens zwei wahre Rechtsfälle.

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Veröffentlicht am 04.04.2021

Superheldin am Start

Carla Chamäleon: Zoff im Zoo
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Carla Niemann (11 Jahre alt), besser bekannt als Carla Chamäleon, ist eine Superheldin mit dem gewissen Etwas. Sie kann einfach mit ihrer Umgebung verschmelzen und ist damit mega nützlich für den Geheimbund ...

Carla Niemann (11 Jahre alt), besser bekannt als Carla Chamäleon, ist eine Superheldin mit dem gewissen Etwas. Sie kann einfach mit ihrer Umgebung verschmelzen und ist damit mega nützlich für den Geheimbund der Kavaliere.
Zusammen mit ihrem Freund Jole und dem Pinguin ist einiges in der Stadt los und die drei helfen beim Lösen. Der Zoo ist in Gefahr!

Der Schreibstil ist sehr kreativ und abwechslungsreich, einfach wunderbar fantasiereich, aber nicht abgehoben, dafür gespickt mit lustigen Sätzen, die einen schmunzeln lassen. Die Kapitel umfassen nur wenige Seiten. Dadurch bestens noch zum Vorlesen oder zum selber lesen für die Kids geeignet.

Der Text wird durch tolle schwarz weiß Zeichnungen ergänzt, die manchmal eine ganze Seite umfassen. Das passt gut.

Wer ist der Feind, der sich auch unsichtbar machen kann? Ihr werdet es nicht glauben. Nein, der Gärtner ist es nicht Findet es selbst raus.

Übrigens, mein persönlicher Lieblingsdarsteller ist der sprechende, dabei immer reimende Pinguin. Herr Ping is King!

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Frei trotz Todestrakt

Gefangen und frei
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Das Buch ist äußerst inspirierend. Es handelt von Jarvis Jay Masters, der seit über drei Jahrzehnten (!) in Amerika inhaftiert ist. Genauer gesagt sitzt er im Todestrakt. Viele Jahre davon verbrachte er ...

Das Buch ist äußerst inspirierend. Es handelt von Jarvis Jay Masters, der seit über drei Jahrzehnten (!) in Amerika inhaftiert ist. Genauer gesagt sitzt er im Todestrakt. Viele Jahre davon verbrachte er in Isolationshaft, schlimmer geht es nicht.

Man fiebert mit Jarvis, der Schreibstil ist eingängig und mitfühlend. Man versteht, wie alternativlos für manche das Leben doch sein kann. Von Geburt an scheint das Leben einem Gleis zu folgen, ohne Weichen oder Umkehrmöglichkeit.

Durch Zufall fängt Jarvis an zu meditieren. Eine neue Welt eröffnet sich ihm. Nach und nach taucht er ein im Buddhismus. Das wird sein Ventil und er wird dadurch zu einem besseren Menschen. Extrem faszinierend wie er das schafft. Absolut Hut ab. Jarvis hilft seiner Umgebung, soweit ihm das möglich ist. Es freut mich für ihn, dass er seinen Weg gefunden hat und ich drücke sehr die Daumen, dass er bald Sand unter seinen Füßen spüren darf.

  • Cover
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Veröffentlicht am 25.03.2021

Gleich drei Dinge auf einmal...

Auf fliegender Mission 1 - Ein stürmischer Anfang
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Abenteuer, gute Unterhaltung und ganz nebenbei unaufdringliche Wissensvermittlung für den Umweltschutz. Perfekte Mischung für Kids ab 8. Diese Geschichte ist der Anfang einer Kinderbuchserie mit aktuell ...

Abenteuer, gute Unterhaltung und ganz nebenbei unaufdringliche Wissensvermittlung für den Umweltschutz. Perfekte Mischung für Kids ab 8. Diese Geschichte ist der Anfang einer Kinderbuchserie mit aktuell drei Teilen.

Es geht um Kasimir, einen fliegenden Teppich, der im kindlichen Alter von 78 Jahren in einen heftigen Sturm geraten ist. Dieser brachte ihn schlanke gute 1200 und x Jahre in unsere Zeit und an die Balkontür von drei Geschwisterkindern in den Alpen.

Das Abenteuer beginnt! Wer träumt nicht davon unsichtbar und leise über alles wegzufliegen. Aber ganz nebenbei versteht Kasimir auch die Sprache der Tiere und so erfahren die vier, dass ein Tukan unbedingt ihre Hilfe braucht. Die Familie des Tukans ist in Gefahr, da der Regenwald in Brasilien abgeholzt wird. Ihr ahnt es bestimmt schon, das muss verhindert werden!

Die Zeichnungen sind sehr lebhaft, ich mochte zum Beispiel die schwarzen Seiten als die Geschichte in der Nacht spielte. Leider war die Geschichte schnell vorbei und der Cliffhänger sorgt dafür, dass man sich den nächsten Teil holt Aber das unterstützt man sehr gerne.

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