Cover-Bild Götter
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19,95
inkl. MwSt
  • Verlag: fabulus Verlag
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy & Science Fiction
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 29.02.2016
  • ISBN: 9783944788197
Will Hofmann

Götter

In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen, nach Geschlechtern getrennt, Männer und Frauen wie Sklaven gehalten und körperlich sowie sexuell durch sogenannte Götter ausgebeutet werden. Diese gebärden sich zu ihrem eigenen Vorteil als Herren über Leben und Tod und führen über ihre Untertanen ein strenges Regiment bis hin zur Todesstrafe.
Diesem Terrorregime entfliehen unabhängig voneinander Agnes und Günter. Sie treffen sich zufällig in der Freiheit, tun sich zusammen und müssen das zivilisierte Leben von Grund auf neu lernen. Mithilfe von Freunden gelingt ihnen dieser Prozess erstaunlich schnell. Zugleich entsteht bei ihnen der Wunsch, die vermeintlichen Götter zu entmachten. Werden sie diesen Kampf erfolgreich bestehen?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2026

Adam und Eva - Reversed

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Ich bin mal wieder überaus positiv überrascht von diesem Roman von Will Hofmann. Nach Lektüre des Klappentextes war ich von einer Dystopie, welche mindestens 200 Jahre in der Zukunft spielt, ausgegangen. ...

Ich bin mal wieder überaus positiv überrascht von diesem Roman von Will Hofmann. Nach Lektüre des Klappentextes war ich von einer Dystopie, welche mindestens 200 Jahre in der Zukunft spielt, ausgegangen. Aber nein, Hofmann entwirft eine Schreckensherrschaft in unserer Gegenwart. Wie dies mitten in Deutschland möglich sein könnte, leitet er plausibel her und macht damit das Undenkbare gar nicht mehr so undenkbar.

Agnes und Günter entkommen unabhängig voneinander zwei Reservaten, in denen Männlein und Weiblein getrennt von einander "gehalten" werden. Das Leben ist rückständig, ein Glaube an die "Götter" herrscht vor, dem allen untergeordnet wird. Dabei dreht sich der Roman gar nicht durchweg um diese Reservate, sondern auch sehr ausführlich um ein Leben in der Freiheit, und damit für die beiden in der freien Natur. Die Geschichte der beiden mutet dabei an wie die von Adam und Eva. Nur umgekeht, da diese das Paradies durch Erkenntnis verlassen mussten. Hier verlassen die beiden die Hölle und landen im Paradies der Erkrenntnis.

Der Plot ist durchgängig zügig, zackig, süffig erzählt. Es gibt nie Längen, vielmehr mausert sich der Roman als echter Pageturner. Ich bin wieder einmal vollends begeistert und würde das Buch jederzeit weiterempfehlen. Dabei sollen sich durchaus nicht nur Personen angesprochen fühlen, die sich für Sekten (wie Colonia Dignidad, von deren Gründer und einer bekannten Betroffenen Zitate dem Buch vorangestellt sind), Verschwörungstheorien über "die Mächtigen" oder die Auswirkungen von strikter Geschlechtertrennung auf die Persönlichkeitsentwicklung interessieren, sondern auch diese, welche ein Interesse an (Über-)Leben in der Wildnis bzw. in einer völlig fremden Umgebung haben.

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Veröffentlicht am 20.11.2016

Manipulation und Befreiung daraus

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Inhalt:

Das Buch "Götter" von Will Hofmann handelt von einem sehr bedrückenden Thema: In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen Menschen wie Sklaven gehalten werden. Es gibt jeweils zwei ...

Inhalt:

Das Buch "Götter" von Will Hofmann handelt von einem sehr bedrückenden Thema: In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen Menschen wie Sklaven gehalten werden. Es gibt jeweils zwei Frauenreservate und zwei Männerreservate. Die Menschen, die in diesen Reservaten leben, wissen nichts von ihrer Außenwelt. Sie wissen nicht, dass es ein anderes Geschlecht gibt und werden künstlich dumm gehalten. Dafür werden sie körperlich und sexuell von den "Göttern" ausgebeutet. Agnes, die in einem dieser Reservate lebt, ist nicht so angepasst wie die anderen Insassen und beginnt die Thesen der Götter zu hinterfragen. Ihr gelingt die Flucht. In der Wildnis trifft sie auf Günter, der auch aus seinem Reservat geflohen ist und gemeinsam leben sie in der Wildnis. Nach und nach lernen sie die wirkliche Welt kennen und finden auch Freunde. Mit deren Hilfe möchten sie die Reservate befreien.

Cover:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist sehr schlicht gehalten, der Hubschrauber und der angedeutete Zaun passen gut zum Inhalt des Buches. Auf mich wirkt es geheimnisvoll und beängstigend, macht mich aber sehr neugierig auf das Buch.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist sehr flüssig. Es gibt einen fortlaufenden Wechsel zwischen den einzelnen Personen und auch in den Zeitebenen. Somit wird der Fortgang der Geschichte sehr spannend erzählt.

Charaktere:

Die Charaktere sind sehr anschaulich beschrieben. Ich konnte sie mir immer gut vorstellen und habe vor allem Agnes und Günter sofort in mein Herz geschlossen.

Fazit:

Das Buch "Götter" von Will Hofmann ist eine sehr spannende, aber auch sehr beängstigende Geschichte. Die Charaktere machen es mir leicht, in die Geschichte abzutauchen. Ich habe es sehr genossen, die alltäglichen Dinge, die mich so selbstverständlich umgeben, mal durch die Augen von Agnes oder Günter zu sehen. Oft habe ich darüber nachgedacht, wie ich mich als Insasse der Reservate gefühlt hätte und war sehr froh, in Freiheit leben zu dürfen. Ohne dieses Buch hätte ich diese Gedanken wohl in dieser Form gehabt.

Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!!!!!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Durchaus interessantes Jugendbuch

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Mitten in Deutschlands Gegenwart ist es einer adeligen Familie gelungen seit Generationen vor den Augen der Öffentlichkeit völlig verborgen vier Reservate zu „betreiben“ . Streng nach Geschlechtern getrennt ...

Mitten in Deutschlands Gegenwart ist es einer adeligen Familie gelungen seit Generationen vor den Augen der Öffentlichkeit völlig verborgen vier Reservate zu „betreiben“ . Streng nach Geschlechtern getrennt kommen die Bewohner als Kleinkinder dort hin, leben primitiv, nur mit minimalster Ausbildung , werden ausgebeutet und von „Göttern“ geleitet. Agnes und Günter gelingt es unabhängig voneinander zu entkommen und sich ein bescheidenes Leben einsam im Wald aufzubauen. Bei ihren immer größer werdenden Streifzügen entdecken sie, dass es noch eine andere Welt außer den Reservaten gibt. In dieser „normalen“ Welt treffen sie Clemens, den Aussteiger eines sektenartigen Geheimbundes. Gemeinsam beschließen sie die Menschen in den Reservaten zu befreien. Nett und kurzweilig zu lesen erfährt der Leser durch die unterschiedlichsten Erzählebenen viel vom Leben in den Reservaten, Clemens Werdegang, vom einsamen Überleben in der Wildnis und der Integration in die heutige Welt. Ein gelungenes Jugendbuch, das auf die Problematik von Sekten und dem Irrglauben von einer privilegierten und besseren Menschengruppe aufmerksam macht. Und zeigt wie man sein vermeintliches Schicksal selber in die Hand nehmen und ändern kann.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Was wäre wenn....

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Die Leseprobe war super: Göttinnen beherrschen ein Reservat, in dem ein wissbegieriges Mädchen die herrschende mittelalterlich anmutende Ordnung infrage stellt; ein renitenter Gymnasiast der Jetztzeit, ...

Die Leseprobe war super: Göttinnen beherrschen ein Reservat, in dem ein wissbegieriges Mädchen die herrschende mittelalterlich anmutende Ordnung infrage stellt; ein renitenter Gymnasiast der Jetztzeit, ein aufmerksamer Marktverkäufer. Gespannt wartete ich auf ...
das Buch: das Mädchen Agnes entwischt den Göttinnen. Der Gymnasiast übernimmt freudig das perverse Erbe seines Vaters, das mit den Reservaten zu tun hat, der Marktverkäufer hat eine mörderische Sektenvergangenheit und eine Beziehung mit einer Bundesagentin hinter sich.
Im Mittelpunkt steht Agnes, die schlau wie ein Fuchs autark in der Wildnis überlebt und im Schnelldurchlauf alle Erkenntnisse der Jungsteinzeit annimmt: sie jagt, erlernt Ackerbau, handwerkt, seziert oder domestiziert Tiere. Zeitsprung: nach drei Jahren fängt sie sich Günther, einen Entflohenen aus einem Männerreservat. Den klärt sie auf und gründet mit ihm eine Familie, bekommt fünf Kinder. Beide erkunden ihre Umgebung, gelangen in ein kleines deutsches Städtchen und wundern sich nur wenig über die Errungenschaften der Neuzeit. Agnes lernt autodidaktisch an einem Tag lesen, nur wenig länger braucht sie, um sich in der Marktwirtschaft zurecht zu finden. Zudem bekommen die beiden leicht vielfältige Hilfe und planen die Befreiung der im Reservat verbliebenen Menschen, die noch nicht einmal die Unterschiede zwischen Männern und Frauen kennen, in Unwissenheit gehalten und als Sexsklaven missbraucht werden.
Der Gymnasiast hat sich zu einem menschenverachtenden Offizier entwickelt, der Marktverkäufer hat nach der Bestrafung abtrünniger Sektenmitglieder ein Gewissen entwickelt. Irgendwie fügt sich jetzt alles zusammen.
Dieses sehr fantasievolle Buch zu lesen, war zunächst verwirrend. Erstaunt war ich über längere kleinkindangemessene Erklärungen, moralische Wertvorstellungen der doch eigentlich "Guten", hoffentlich nur im E-Book fehlende Worte, konstruierte Verträge zwischen Königen und Adligen.
Durchaus interessante Passagen haben auch meine Phantasie angestachelt, irritiert hat mich aber, dass das anfänglich gute Schreibniveau doch sehr abgeflacht ist.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Unterhaltsam mit netten Ideen

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Als Agnes und Günther sich in der Wildnis treffen, stellen sie fest, dass sie beide jahrelang in getrennten Reservaten aufgewachsen sind. Hermetisch von der Welt abgeriegelt, war das Wissen gering und ...

Als Agnes und Günther sich in der Wildnis treffen, stellen sie fest, dass sie beide jahrelang in getrennten Reservaten aufgewachsen sind. Hermetisch von der Welt abgeriegelt, war das Wissen gering und die Menschen von den sogenannten Göttern abhängig, welche Nahrung, Medikament und selbst die Kinder bereitstellten. Als Agnes sowie Günther kam dies jedoch komisch vor und beiden gelang die Flucht. Zusammen entdecken die das Leben neu sowie die Liebe. Und auch gemeinsam entdecken sie die grausame Wahrheit hinter diesen Göttern.

Das Buch bietet eine spannende Story und nimmt den Leser mit auf die Erfahrung, dieses neue Leben noch einmal zu entdecken. Dabei sind einige gute Beschreibungen und Situationen entstanden, jedoch wurde besonders am Anfang vieles doch etwas zu ausführlich dargestellt. Agnes und Günther sind als Personen ganz gut getroffen, aber so eine wirkliche Verbindung wollte nicht auskommen, sodass man den Emotionen doch meist etwas fern blieb. Spannung kam über lange Zeit nicht wirklich auf sondern man folgte der Handlung eher als einem Bericht. Einzig am Ende nahm das Geschehen Fahrt auf und hier hätten es ruhig ein paar mehr Details sein dürfen. Der Schreibstil ist jedoch trotz einiger Längen angenehm und gut zu lesen, nach dem man sich erst einmal an ihn gewöhnt hatte. Klar und prägnant werden viele Ideen und erschreckende Vorstellungen präsentiert, die unterhalten und zudem zum Nachdenken anregen.

Trotz einiger Längen weiß das Buch zu unterhalten und zeigt ganz klar einige erschreckende Visionen, welche etwas länger Beschäftigen.