Politik und Abenteuer
Lady Trents Memoiren 2Isabella ist eine ungewöhnliche junge Frau. Sie hat sich mit ihrer Familie verkracht, ist verwitwet, reist gern ( besonders in gefährliche Gebiete) und betrachtet ihren Sohn eher aus wissenschaftlicher ...
Isabella ist eine ungewöhnliche junge Frau. Sie hat sich mit ihrer Familie verkracht, ist verwitwet, reist gern ( besonders in gefährliche Gebiete) und betrachtet ihren Sohn eher aus wissenschaftlicher denn aus mütterlicher Sicht. Ihr Interesse gilt zuvörderst der Erforschung von Drachen - die kommen im Buch aber ein wenig zu kurz.
Ihre Lebensumstände legt Lady Trent ausufernd und angereichert mit unzähligen blumigen Details dar. In Gesellschaft einer jungen Frau begibt sie sich auf eine Forschungsreise ( tolles Thema), dabei führt sie eine Art Tagebuch mit Landschaftsschilderungen und Personenbeschreibungen, Skizzen ( gelungen!) sind eingefügt.
Marie Brennans Schreibstil ist weitschweifig und antiquiert. Die Protagonistin ist sehr selbstbewusst und berichtet häufig nervtötend langweilig. Was sie über die Politik und die Sitten der Bewohner der besuchten Gegenden äußert, könnte allerdings durchaus interessant sein. Isabella macht einen langatmigen Brei mit nervigen Fantasienamen daraus.
Stark gekürzt und mehr auf die Abenteuer in der „Grünen Hölle“ ausgerichtet, hätte mir dieses Reisetagebuch wesentlich besser gefallen.