Sherlocks erster Fall
Eine Studie in ScharlachrotDer Herausgeber präsentiert die ursprüngliche, leider vergriffene Ausgabe nach eigenen Worten in neuer Gestalt. Er legt vor: einen Bericht aus den Erinnerungen von John H. Watson, Doktor der Medizin.
Hier ...
Der Herausgeber präsentiert die ursprüngliche, leider vergriffene Ausgabe nach eigenen Worten in neuer Gestalt. Er legt vor: einen Bericht aus den Erinnerungen von John H. Watson, Doktor der Medizin.
Hier ist er: Watson wurde 1878 nach einer Kriegsverletzung zurück nach England geschickt. Dokumentierend und in angenehm antiquiertem Stil berichtet er über sein Kennenlernen von und über seine Erlebnisse mit Sherlock Holmes. Ein erster Fall wird vorgestellt. Aber nicht die Lösung.
Dann ein Stilbruch: in erzählerischer, leicht schwülstiger Manier geht es um die Besiedlung weiter Gebiete durch die Mormonen. Was aber hat dies, auch wenn es interessant und wahrheitsgemäß ist, hier zu suchen?
Arthur Conan Doyle schafft Spannung durch den Wechsel, hält den Leser geschickt bei der Stange.
Raffiniert werden die Teile verknüpft, Holmes Genialität verdeutlicht.
Ein Kriminalroman vom Feinsten, eine Ehrung eines genialen Romanheldens.
Wer Sherlock Holmes noch nicht näher kannte, kann das hier nachholen, ihn bewundern und versuchen, seine Denkweise nachzuvollziehen.
Immer noch lesenswert!
Im Anhang ein Abriss des Lebens des Autors, auch das interessant und aufschlussreich.