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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2021

Das war spannend

Der Nachlass
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Meine Meinung:

Ja, das war spannend! Allerdings auch ein wenig anders als erwartet. Sehr gefreut habe ich mich zu Beginn des Buches über den Stammbaum der Familie, der dort abgedruckt war. Denn ohne ...

Meine Meinung:

Ja, das war spannend! Allerdings auch ein wenig anders als erwartet. Sehr gefreut habe ich mich zu Beginn des Buches über den Stammbaum der Familie, der dort abgedruckt war. Denn ohne ihn wäre ich am Anfang ganz schön ins Schlingern geraten, da es gar nicht so einfach war, all die verschiedenen Mitglieder der Familie einzuordnen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Kapitel sind ziemlich kurz, was mich immer wieder dazu verleitet hat, noch „kurz“ weiterzulesen. War ja nicht lang, das nächste Kapitel … Auch wechselt die Erzählperspektive zwischen verschiedenen Zeitebenen, was mich manchmal zwar ein wenig verwirrt hat, aber grundsätzlich ziemlich spannend war. Da mir schnell klar war, dass in dieser Familie in der Vergangenheit wohl einiges schief gegangen ist, war ich besonders auf die Kapitel, die aus der Vergangenheit berichteten, sehr gespannt.

Das Lösen der Aufgaben bzw. die Aufgaben überhaupt haben mich dann allerdings doch ein wenig gewundert. Von absolut kindisch bis abgrundtief ekelhaft war wirklich alles dabei. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie Hedda auf diese Aufgaben gekommen ist und warum überhaupt jemand da freiwillig mitmacht.

Die Charaktere waren mir ein wenig zu oberflächlich und konnten mich wenig berühren. Überwiegend waren sie mir sogar ziemlich unsympathisch, was ich aber auch darauf zurückgeführt habe, dass diese Familie schon ein wenig speziell ist. Denn wie der ein oder andere sich voller Eifer an das Erledigen mancher Aufgabe gemacht hat, hat mich schon völlig fassungslos mit dem Kopf schütteln lassen.

Und dann überschlugen sich plötzlich die Ereignisse, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Hatte ich bis dahin mehrere Theorien im Kopf, haben sich auf den letzten Seiten die Dinge dramatisch in eine Richtung bewegt, mit der ich so gar nicht gerechnet hätte. Das hat mir ziemlich gut gefallen! 🙂

Mein Fazit:

„Der Nachlass“ von Jonas Winner hat mir spannende Lesestunden bereitet. Zwar war ich mit den gestellten Aufgaben nicht immer glücklich und auch die Charaktere konnten mich emotional nicht wirklich berühren, dennoch bin ich bis zum Schluss der Handlung komplett gefesselt gefolgt. Ich hatte viel Raum für eigene Spekulationen und wäre dennoch nie auf dieses Ende gekommen. Spannung pur!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.06.2021

Tolle Fortsetzung

Elbstürme
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Meine Meinung:

Wieder konnte mich Miriam Georg mit dem 2. Teil ihrer hanseatischen Familiensaga komplett fesseln. Schon beim Lesen des Prologs war mir klar, dass die Lektüre des Buches wieder ein absolutes ...

Meine Meinung:

Wieder konnte mich Miriam Georg mit dem 2. Teil ihrer hanseatischen Familiensaga komplett fesseln. Schon beim Lesen des Prologs war mir klar, dass die Lektüre des Buches wieder ein absolutes Highlight werden, mich aber wohl auch emotional komplett durchrütteln wird. Und genauso ist es gekommen. Ich war bis zur letzten gelesenen Seite völlig im Bann der unterschiedlichen Lebensgeschichten, die hier erzählt werden. Besonders bedrückt hat mich dabei, dass eigentlich über weite Strecken so gar keiner der Protagonisten wirklich glücklich ist. Jeder hat Dinge, die er mit sich herumträgt und die ihm das Leben schwer machen. Und hierbei wird ganz und gar nicht unterschieden zwischen arm und reich.

Eine Wendung hat mich sehr glücklich gemacht, eine andere hat mich komplett zerstört, auch wenn ich vielleicht insgeheim damit gerechnet hatte.

Miriam Georg hat mich mit ihrem wunderbar flüssigen und überaus bildlichen Schreibstil wieder komplett in der Geschichte des Buches abtauchen lassen. Auch wenn ich zum Lesen des Buches – genau wie bei „Elbleuchten“ deutlich länger gebraucht habe als bei anderen Büchern. Aber es gibt hier so viel zu entdecken und so viele informative und überaus interessante Hintergrundinformation, dass das Lesen einfach etwas länger gedauert hat. Sehr berührt und schwer beschäftigt haben mich nicht nur die Lebensumstände der Menschen in den Gängevierteln, die fehlenden Rechte der Frauen und auch die Umstände, unter denen viele Arbeiter ihre Arbeit verrichten mussten. Es gibt noch viele andere Problematiken, die mich beim Lesen sehr aufgewühlt haben. Ich habe jede gelesene Seite genossen, das Buch mit Tränen in den Augen, aber dennoch zufrieden geschlossen.

Mein Fazit:

„Elbstürme“ von Miriam Georg ist eine unglaublich tolle Fortsetzung von „Elbleuchten“, die mich dank dem außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin und all den wunderbaren Charakteren wieder komplett in ihren Bann gezogen hat. Ich hatte emotionale, spannende und ziemlich besondere Lesestunden und kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass die Lektüre dieses Buches wieder ein ganz klares Lesehighlight für mich war. Ich kann jedem, der gerne historische Romane liest, diese Dilogie nur wärmstens ans Herz legen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.06.2021

Nicht ganz meins ...

Die Pension der gebrochenen Herzen
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Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich vor allem mit seinem tollen Cover auf sich aufmerksam gemacht. Darüber hinaus bin ich ein großer Fan von Büchern, die in WG’s ihre Handlung haben. Daher war ich nach ...

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich vor allem mit seinem tollen Cover auf sich aufmerksam gemacht. Darüber hinaus bin ich ein großer Fan von Büchern, die in WG’s ihre Handlung haben. Daher war ich nach dem Lesen des Klappentextes sofort Feuer und Flamme.

Leider konnte mich der Schreibstil von Karine Lambert nicht so ganz überzeugen. Mir waren die Kapitel zu kurz und abgehackt. Ich hatte nicht die Möglichkeit, in der Geschichte abzutauchen und mit den fünf Männern mitzuleben, sondern habe alles sehr distanziert beobachtet.

Auch hatte ich große Probleme, mich mit den fünf sehr unterschiedlichen Männern näher anzufreunden. Bis auf Paul waren sie mir zwar alle irgendwie sympathisch, aber die tiefe Verbundenheit, die ich in Büchern so gerne mit den Charakteren erlebe, ist hier leider ausgeblieben. Dies schiebe ich auch zu großen Teilen auf die stellenweise sehr seltsamen Themen, über die sich die Protagonisten unterhalten. Oft habe ich mich gefragt, warum die Autorin solche Ansichten in ihrem Buch breit tritt und konnte mir ein ausgeprägtes Augenrollen nicht verkneifen.

Auch dem Ende stehe ich ein wenig zwiegespalten gegenüber, denn es konnte mich nicht wirklich glücklich machen. Ich war zwar mit dem Verlauf der Dinge zufrieden, aber mir ging alles viel zu schnell. Darüber hinaus war mir das Weihnachtsfest, das die fünf zusammen auf die Beine gestellt haben, für all die Ansichten, die sie bisher geteilt haben, zu „perfekt“ und auch irgendwie zu weiblich. Dennoch hat es mir irgendwie gefallen, dabei zuzusehen, wie jeder der fünf Männer sich in der Pension immer wohler fühlt. Auch die Entwicklungen, die sie durchlaufen, die ich aber gerne viel intensiver miterlebt hätte, waren sehr interessant und an manchen Stellen wirklich rührend. Auch mit Paul war ich am Ende des Buches versöhnt. Dennoch wird es wohl nicht eines meiner Lieblingsbücher werden …

Mein Fazit:

„Die Pension der gebrochenen Herzen“ von Karine Lambert verspricht eine wunderbare Idee, die meine Erwartungen leider nicht so ganz erfüllen konnte. Ich habe das Buch gerne gelesen, denn es geht um Neuanfänge, Freundschaften und das Entdecken neuer Blickwinkel. Allerdings hat mich der Schreibstil nicht ganz glücklich gemacht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2021

Wieder absolut genial

Der Wald ruft
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Meine Meinung:

Das war mal wieder sowas von genial! Ich habe jede Sekunde dieses Hörbuches absolut genossen und hatte jede Menge Spaß. Zwar war ich erst ein wenig traurig, dass die Erdmännchen ihren ...

Meine Meinung:

Das war mal wieder sowas von genial! Ich habe jede Sekunde dieses Hörbuches absolut genossen und hatte jede Menge Spaß. Zwar war ich erst ein wenig traurig, dass die Erdmännchen ihren Berliner Zoo verlassen müssen. Auch hat mir Phil sehr gefehlt, mit dem Ray schon viele spannende Abenteuer erlebt hat. Dennoch hat es auch im Wald jede Menge zu entdecken gegeben und ist nie langweilig geworden, auch wenn es keinen neuen Kriminalfall für Ray gab.

Überhaupt war in diesem Band vieles anders. Er war politischer, kritischer, hat Themen wie z.B. Rassismus, die Flüchtlingsproblematik und Mitläufertum behandelt und mich dennoch absolut perfekt unterhalten. Dies ist natürlich auch gerade deshalb so, weil Christoph Maria Herbst diese Krimis einfach überragend liest. Ich bin immer wieder völlig begeistert, wie er all diesen Charakteren so unterschiedliche Leben einhauchen kann. Daher glaube ich, dass ich nie auf die Idee kommen würde, ein Buch dieser Reihe zu lesen, denn es ist einfach so viel unterhaltsamer, sie sich von Christoph Maria Herbst vorlesen zu lassen. Ich habe stellenweise wirklich Tränen gelacht.

Ich kann gar nicht sagen, wen ich am genialsten fand: Rufus, Ray oder Rocky? Alle drei haben mich mit ihren sehr unterschiedlichen Herangehensweisen an die neue Herausforderung absolut perfekt unterhalten. Allerdings muss man sagen, dass die drei in diesem Teil wirklich viel gemeinsam gestemmt haben, was mir sehr gefallen hat. Denn in den vorherigen Teilen waren sie ja doch eher ziemlich konträr. Sehr amüsant waren auch wieder der 4. und 5. Wurf, die immer für eine Überraschung gut sind.

Mein Fazit:

„Der Wald ruft“ von Moritz Matthies ist ein unglaublich unterhaltsamer 6. Teil der Erdmännchen-Krimis, der mich wieder komplett begeistert hat. Christoph Maria Herbst liest wie immer einfach grandios und so war auch dieser Teil wieder viel zu schnell zu Ende gehört. Ich hoffe auf noch viele gemeinsame Abenteuer mit Ray und Rufus und dem restlichen Erdmännchenclan. Für diese überaus witzigen Hörstunden vergebe ich eine klare Lese-/Hörempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2021

Unglaublich gut!

Der Donnerstagsmordclub
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Wow, was für ein Buch! Ich bin lange schon nicht mehr so großartig unterhalten worden! Und ich muss sagen, dass ich schon breit gegrinst habe, als ich beim Aufschlagen des Buches über den Autor gelesen ...

Wow, was für ein Buch! Ich bin lange schon nicht mehr so großartig unterhalten worden! Und ich muss sagen, dass ich schon breit gegrinst habe, als ich beim Aufschlagen des Buches über den Autor gelesen habe, dass "Der Donnerstagsmordclub" seine erstes und bisher bestes Buch ist. Mein Humor wird hier einfach perfekt getroffen. Genauso ging es dann weiter. Der Schreibstil ist einfach wunderbar unterhaltsam und auch sehr bildlich. Ich hatte nicht nur die luxuriöse Seniorenresidenz mit all ihren Örtlichkeiten komplett vor Augen, sondern auch ein ganz klares Bild von den Protagonisten, die ich im Laufe des Buches getroffen habe.

Eine unglaublich tolle Ermittlertruppe

wartet hier auf den Leser. Zum einen ist da Elizabeth, die die heimliche Anführerin dieses wunderbaren Clubs ist. Sie ist eine ehemalige Geheimagentin mit besten Kontakten überall hin und hat mich mit ihren Ermittlungsmethoden des Öfteren sehr sprachlos gemacht. Dann gibt es Ron, der streitsüchtig und etwas ruppig daherkommt und ein ehemaliger Gewerkschaftsführer ist. Er ist immer vorne mit dabei, wenn es um Diskussionen geht und hat mich damit wunderbar unterhalten. Der dritte im Bunde ist Ibrahim, ein ehemaliger Psychiater, der obendrein ein ziemlicher Gesundheitsfanatiker ist. Und dann gibt es da noch Joyce, die eine ehemalige Krankenschwester ist und gerne aus dem Nähkästchen plaudert. Einige Passagen des Buches erzählt sie in Form von Tagebucheinträgen, die den Leser über die laufenden Ermittlungen, aber auch über alle anderen Ereignisse im Leben von Joyce und den anderen Bewohnern der Seniorenresidenz, informieren. Ich hatte jede Menge Spaß dabei und habe somit auch das Gefühl, dass ich Joyce am besten von allen Protagonisten kenne. Darüber hinaus muss ich sagen, dass alle Protagonisten absolut geniale Charaktere sind und ich sie tief in mein Herz geschlossen habe.

Aber nicht nur die vier Senioren konnten mich in diesem Buch begeistern. Auch die zwei Ermittler vor Ort, Chris und Donna, sind tolle Protagonisten, die mich wunderbar unterhalten haben und die ich sehr gerne wiedersehen möchte. Jeder hat seine ganz eigene Geschichte und ich denke, es gibt bei allen Protagonisten noch jede Menge zu entdecken.

Ganz und gar nicht vorhersehbar

war für mich dieser Krimi. Der Verlauf der Ermittlungen war für mich einfach ganz besonders und ich hatte viel Raum für eigene Spekulationen. Ich bin nicht nur einmal völlig überrascht worden, sowohl von dem Verlauf der Geschehnisse als auch von den Handlungen der einzelnen Protagonisten. Es blieb bis zum Ende sehr spannend! Allerdings möchte ich hier auch noch einmal sagen, dass mir das Aufklären des Mordfalles viel Freude bereitet hat. Doch es gibt auch viele Einblicke in die Leben der einzelnen Protagonisten und auch hier bin ich des Öfteren überrascht worden. In diesem Buch geht es nicht nur um einen Mordfall, sondern auch um tiefe Freundschaft, Neuanfänge und den Lauf des Lebens, der immer wieder überraschend sein kann.

Mein Fazit:

"Der Donnerstagsmordclub" von Richard Osman ist der erste Teil seiner Mordclub-Serie, die ich jetzt schon heiß und innig liebe. Ich freue mich total auf einen 2. Fall mit diesem wunderbar unterhaltsamen Trüppchen und werde bis dahin sicherlich oft an die Protagonisten dieses Buches zurückdenken. Ich habe ein neues Lieblingsbuch gefunden und kann diesen Krimi nur jedem wärmstens ans Herz legen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere