Cover-Bild BLUT
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 27.08.2025
  • ISBN: 9783442762996
Yrsa Sigurdardóttir

BLUT

Thriller
Anika Wolff (Übersetzer)

Eisige Stimmung auf einem Fischtrawler vor Islands Küste ― und eine Aushilfsköchin, die um ihr Leben fürchtet.

Ein Fisch-Trawler vor der Küste Islands: Hier wurde die Köchin Gunndís kurzfristig als Aushilfe angeheuert. Doch von Anfang an bemerkt die junge Frau eine feindselige Stimmung an Bord. Kann es an ihrem Vater liegen, der vor vielen Jahren als Schiffskoch für einen verhängnisvollen Brand verantwortlich gemacht wurde? Mehrere Mitglieder der jetzigen Crew haben damals ihre Väter verloren, Gunndís ebenso. Will sich die Besatzung jetzt an ihr rächen? Doch dann entdeckt sie im Schiff geheime Unterlagen, die darauf hindeuten, dass ihr Vater damals gar nicht der wahre Schuldige war, sondern der Brand eine ganz andere Ursache hatte ...
Dramatisch, bildkräftig, mit eisiger Atmosphäre und genialen Verwicklungen ― der neue Besteller von Islands Thriller-Königin.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2025

Empfehlung

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Ich habe den Titel und dieses Cover gesehen und dann erst den Autorennamen und wusste, ich muss es lesen! Ich mag die isländische Autorin schon lange und greif immer mal wieder zu ihren Büchern, seit sie ...

Ich habe den Titel und dieses Cover gesehen und dann erst den Autorennamen und wusste, ich muss es lesen! Ich mag die isländische Autorin schon lange und greif immer mal wieder zu ihren Büchern, seit sie mich mit Geisterfjord völlig überzeugt hat.

So ist es auch hier dieses Setting, Island, was mich sofort einnimmt. Da erwartet man gleich böse Dinge. Und allein dieses Gefühl an der Seite von Gunndis auf diesem Fischtrawler, es ist schweinekalt, die See benutzt das Schiff als Spielball, man ist allem ausgeliefert, kann nicht weglaufen und dann entdeckt Gunndis diverses… das war schon sehr spannend! Angeheizt (welch Wortspiel!) dadurch, dass die Erzählstränge mit den Kapiteln wechseln, man immer wieder denkt, oh nein, erzähl jetzt bitte DA weiter und doch springt man dann zu den Nachbarschaftsstreitigkeiten und der Geschichte des Polizisten Tyr und denkt auch da, bitte, lass es weiterlaufen. Und dann springt es wieder zu Gunndis… Das macht einen irre und hält den Spannungsbogen trotz recht ruhiger Erzählung mächtig hoch.

Veröffentlicht am 12.09.2025

Blutige Schatten

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Worum geht’s?
Gunndís heuert kurzfristig als Köchin auf einem Fischtrawler an. Dort stößt sie auf ein Kochbuch, das eigentlich vor Jahrzehnten zusammen mit ihrem Vater auf den Meeresgrund gesunken sein ...

Worum geht’s?
Gunndís heuert kurzfristig als Köchin auf einem Fischtrawler an. Dort stößt sie auf ein Kochbuch, das eigentlich vor Jahrzehnten zusammen mit ihrem Vater auf den Meeresgrund gesunken sein sollte. Seit damals gilt er als Schuldiger für den Untergang des Schiffs. Doch war er es wirklich?

Meine Meinung:
Mit „Blut“ setzt Yrsa Sigurdardóttir ihre Reihe um Tyr, Karó und Idunn fort. Offiziell ein Einzelband, fühlt er sich für mich wie ein direkter Bestandteil der Serie an – und reiht sich nahtlos ein. Wieder einmal überzeugt die Autorin mit einem Schreibstil, der von Anfang an eine düstere, packende Atmosphäre entfaltet und den Leser bis zur letzten Seite nicht loslässt.

Im Zentrum stehen diesmal vor allem Tyr und Karó. Idunn dagegen bleibt eher am Rand, wirkt distanziert und kurz angebunden. Genau das sorgt bei mir für Irritation, weil die Figuren in der Reihe nicht konstant gleich präsent sind. Gerade Idunn hätte es verdient, genauso viel Raum zu bekommen wie die anderen beiden. Serienleser können sich die Gründe für ihre Verschlossenheit zwar erschließen, doch Neueinsteiger bleiben an dieser Stelle auf Distanz.

Der Fall selbst – oder besser gesagt die miteinander verflochtenen Fälle – ist wieder einmal ein Paradebeispiel für Sigurdardóttirs erzählerisches Können. Kaum jemand versteht es so wie sie, verschiedene Handlungsstränge nebeneinanderlaufen zu lassen, Verwirrung zu stiften und am Ende alles schlüssig zusammenzuführen. Genau das macht die Faszination aus: Man irrt durch Sackgassen, wird immer tiefer in die Abgründe der Figuren hineingezogen – und merkt erst am Schluss, wie perfekt sich die Puzzleteile ineinanderfügen.

Besonders stark fand ich die beiden Ebenen, die hier nebeneinanderlaufen: Zum einen auf dem Trawler, wo Gunndís mit ihrer Vergangenheit und dem Schatten ihres Vaters konfrontiert wird. Zum anderen die Handlung in der Siedlung, wo ein scheinbar kleiner Nachbarschaftsstreit außer Kontrolle gerät und zum Albtraum eskaliert. Beide Stränge sind beklemmend, beide voller Abgründe – und doch wirken sie nie wie zwei getrennte Geschichten, sondern wachsen langsam, unheilvoll aufeinander zu. Und dann sind da noch die Cliffhanger – das heimliche Markenzeichen der Reihe. In jedem Band bekommen wir kleine Bruchstücke zur Ermordung von Tyrs Mutter, diesmal allerdings keinen Splitter, sondern einen Brocken so schwer wie ein Fels. Dazu kommen zwei weitere Cliffhanger, die wie dunkle Schatten über dem Geschehen liegen und Fragen aufwerfen, von denen ich nicht sicher bin, ob wir jemals Antworten erhalten. Doch genau dieses Spiel mit Andeutungen und offenen Fäden hält die Spannung am Kochen und macht süchtig nach dem nächsten Band.

Fazit:
„Blut“ von Yrsa Sigurdardóttir ist düster, clever konstruiert und durchgehend spannungsgeladen. Die Autorin verwebt Fälle, Abgründe und Geheimnisse zu einem packenden Thriller, der einen nicht mehr loslässt. Besonders die neuen Puzzleteile rund um Tyr und Idunn sind elektrisierend – und die Cliffhanger am Ende treiben den Puls hoch und die Vorfreude auf den nächsten Band ins Unermessliche.

5 Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Verschiedene Begebenheiten perfekt ineinander verwoben

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Verrückte Actionszenen oder spritzendes Blut (auch wenn der Titel so lautet), sucht man bei Yrsa Sigurðardóttir vergeblich. Die Isländische Autorin ist eine Meisterin, wenn es darum geht, tief verwobene, ...

Verrückte Actionszenen oder spritzendes Blut (auch wenn der Titel so lautet), sucht man bei Yrsa Sigurðardóttir vergeblich. Die Isländische Autorin ist eine Meisterin, wenn es darum geht, tief verwobene, psychologisch packende Thriller/Krimis zu schreiben.

Nacht “Nacht” und “Rauch” ist “Blut” der dritte Band rund um die Reihen mit Karólína, Týr und Iðunn. Karó und Týr sind Kollegen bei der Polizei in Reykjavík, Iðunn ist Rechtsmedizinerin und arbeitet immer wieder eng mit der Polizei zusammen.

Natur und Wetter spielen in den Krimis von Sigurðardóttir sehr oft eine große Rolle. So auch diesmal, als wir die Köchin Gunndís begleiten. Sie bekommt die Chance, auf einem Schiff zu arbeiten und Köchin während einer Loddentour zu sein.

Parallel dazu sollen Karó und Týr für Kollegen einspringen. Es geht um einen Einsatz im Ort Grindavík, wo es in einer kleinen Straße zu etwas härteren Nachbarschaftsstreitigkeiten gekommen sein soll. Der fast unspektakuläre Start wandelt sich schon bald in eine fesselnde, undurchsichtige Geschichte, während derer genug Zeit bleibt, um nicht nur die Hauptfiguren, sondern auch die speziellen Nebencharaktere ausführlich zur Geltung kommen zu lassen. Das trägt dazu bei, die Erzählung lebendig und abwechslungsreich zu halten.

Wie oft bei Sigurðardóttir, haben (fast) alle Beteiligten in irgendeiner Weise ihr Päckchen zu tragen und diese Hintergründe nach und nach zu entdecken, macht genauso viel Freude, wie zu überlegen, wer denn nun der Täter ist. Zudem hängt dann doch irgendwie alles mit allem zusammen.

Fans nordischer Krimis sollten sich diese gedankliche Abkühlung in einem möglicherweise heißen Herbst nicht entgehen lassen.

Veröffentlicht am 11.02.2026

Kein blutiger Thriller, aber durchaus ein lesenswerter Spannungsroman

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Der Name Yrsa Sigurðardóttir steht synonym für spannende, gerne auch mit einem Touch Übersinnlichem versehene isländische Kriminalromane. Ihr neuestes Werk aus der Reihe um die ermittelnden Polizist*innen ...

Der Name Yrsa Sigurðardóttir steht synonym für spannende, gerne auch mit einem Touch Übersinnlichem versehene isländische Kriminalromane. Ihr neuestes Werk aus der Reihe um die ermittelnden Polizist*innen Týr und Karó fällt ins Auge durch ein blutrotes Cover, den Titel BLUT und eine wunderschöne, auch haptisch gelungene Gestaltung. Wer jedoch einen blutigen Thriller erwartet, wird enttäuscht sein.

Für mich ist es das erste Buch aus der Reihe, doch das tat meinem Leseerlebnis keinen Abbruch. Alles war ohne Vorkenntnis gut lesbar und spannend. Allein, ein Thriller war es eben nicht. Obwohl mehrere Handlungsstränge spannend erzählt werden, und das Buch ein gelungener Pageturner ist, haben sich mir nur selten die Nackenhaare aufgestellt. Doch worum geht es?

Auf einer Müllkippe wird ein längst verstorbenes Skelett aufgefunden. Ein Nachbarschaftsstreit eskaliert in einem Ausmaß, dass über alles hinausgeht, was man sich vorstellen kann. Eine junge Frau und Mutter begibt sich als Aushilfsköchin auf einen Fischtrawler, weil sie Narben aus ihrer Vergangenheit davongetragen hat. Und schließlich gibt es noch eine eher unbedeutende Sidestory um den Ermittler Týr. Thrillerqualitäten hatte allein der Part um die Schiffsköchin Gunndis, die auch charakterlich hervorragend gezeichnet war.

Dennoch eine gute Lektüre für kurzweilige Stunden.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Gute Fortsetzung

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Gunndis geht ganz kurzfristig als Köchin auf ein Fischfangschiff. Der ursprüngliche Koch ist nicht erschienen. Sie hat es dort nicht leicht, weil ihr Vater vor Jahren ebenfalls als Koch für einen Brand ...

Gunndis geht ganz kurzfristig als Köchin auf ein Fischfangschiff. Der ursprüngliche Koch ist nicht erschienen. Sie hat es dort nicht leicht, weil ihr Vater vor Jahren ebenfalls als Koch für einen Brand und damit den Untergang eines Schiffes gesorgt haben soll. Auf dem jetzigen Schiff sind Söhne der untergegangenen Männer und diese sind Gunndis nicht gut gesonnen. Parallel dazu gibt es in einem kleinen Ort in der Nähe von Reykjavik massive Streitigkeiten unter Nachbarn, die mit dem Tod eines Mannes enden.

Das Buch ist eine gute und gelungene Fortsetzung. Viele Personen sind wieder eingebunden und man erkennt einige Zusammenhänge. Es ist gut beschrieben und ebenso gut lesbar Ich fand die Spannung nicht super hoch, aber die Geschichte war interessant und vor allem die Nebenfiguren waren auch gut gezeichnet. Das Ende überrascht insofern, dass einiges aufgeklärt wird, man aber trotzdem glaubt, dass noch vieles offen bleibt und dann plötzlich klärt sich auch das. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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