Cover-Bild Strandgut
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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 04.03.2026
  • ISBN: 9783455021233
Alexander Oetker

Strandgut

Luc Verlains überraschendster Fall
Am Strand des Feriendorfs Euronat, Europas größtem Nudistencamp an der französischen Atlantikküste, wird mitten in der Hauptsaison ein junger Politiker tot aufgefunden – nackt, ermordet. Erst kurz zuvor hatte er angekündigt, das traditionsreiche Camp schließen zu wollen. Während die Gemeinschaft der Camper leidenschaftlich gegen das drohende Ende ihres Freiheitsraums protestiert, nimmt Kommissar Luc Verlain die Ermittlungen in ungewohnt freizügiger Umgebung auf – und stößt auf ein Geflecht aus politischem Kalkül, gesellschaftlichen Spannungen und einem persönlichen Geheimnis, das tödlich endete. Ein hitziger Fall, der mit einem einzigartigen, faszinierenden Setting überrascht – Luc Verlains wohl ungewöhnlichster Einsatz.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Mord im Naturreservat

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Das Reservat Euronat ist ganz etwas besonderes an der französischen Atlantikküste. Es ist ein großer Campingplatz, abgeschlossen von seiner Umwelt, nur für Nudisten. Der größte seines Zeichens in Europa ...

Das Reservat Euronat ist ganz etwas besonderes an der französischen Atlantikküste. Es ist ein großer Campingplatz, abgeschlossen von seiner Umwelt, nur für Nudisten. Der größte seines Zeichens in Europa und natürlich den Bewohnern von Grayan-et-l´Hopital ein Dorn im Auge. Deshalb hat auch die Bürgermeisterin des Ortes den Pachtvertrag gekündigt, denn sie hat etwas anderes mit diesem Gelände vor. Auf einer Bürgerversammlung tritt dann auch ihr Parteifreund und Staatssekretär im Verteidigungsministerium Guy Martinez auf, um sie zu unterstützen. Ein voller Erfolg war diese Versammlung, doch am nächsten Morgen findet man Martinez tot am Strand von Euronat auf. Das gibt Commissaire Luc Verlain und seinem Team ein großes Rätsel auf. Keiner wusste was der Staatssekretär dort am Strand zu suchen hatte. Also starte das Team die Ermittlungen und entdeckt etwas sehr Merkwürdiges.
Der Aquitane-Krimi „Strandgut“ von Alexander Oetker spielt hauptsächlich in einem Naturreservat für Nackttourismus an der Atlantikküste. Einführend ist das Cover gut geeignet, um den Ort zu beschreiben, einem Strandabschnitt dieses riesigen Campingplatzes. Euronat ist ein großer Wirtschaftsfaktor für diese Region, denn es zieht jedes Jahr mehrere tausend Besucher an und auch Häuser auf dem Platz werden von Einheimischen vermietet. Für Moralisten ist dies ein Schrecken und so ist es auch normal das die Bürgermeisterin, ein Konservative, diesem Schauspiel ein Ende machen möchte. Natürlich stecken da auch wirtschaftliche Interessen hinter. Dann kommt der tote Parteifreund hinzu und es werden polizeiliche Ermittlungen durchgeführt. Hier kommen dann die Hauptpersonen Commissaire Luc seine Chefin und Lebensgefährtin Anouk und seine Mitarbeiterin Rose Schellinger hinzu. Es ist schon ein besonderes Team, das dort ermittelt und so decken sie nach und nach Umstände auf, die diesen Todesfall in ein anderes Licht rücken. Diese Ermittlungen werden vom Autor sehr gut entwickelt und Schritt für Schritt zum Erfolg geführt. Es ist kein gerader Weg, der sich ihnen bietet, aber es werden auf dem Weg Erkenntnisse hinzugefügt, die die Spannung und diesem Krimi immer wieder anfachen. Diese Art und Weise finde ich spannend und es tut dem Spannungsbogen sehr gut, der mit einigen Überraschungen gespickt ist. Die Sprache, die der Autor verwendet ist sehr bildhaft und macht das Geschehen erlebbar. Das Ende ist nachvollziehbar, aber hier bleibt bei mir ein wenig Stirnrunzeln zurück.
Ich mag diese Krimis, da sie immer in einer tollen Atmosphäre spielen und diese Sommer, Sand Frankreich Feeling durchsickert. Aber auch die Spannung bleibt nicht auf der Strecke. Ich mag auch Luc Verlain und sein Team, die immer für Überraschungen gut ist, Ich finde diesen Krimi empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Nackte Tatsachen

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Schwer lastet sie sommerliche Hitze über Grayan an der Côte d'Argent am Atlantik. Die Bewohner von Euronat, dem größten FFK-Camp Europas freuen sich über ein textilfreies Leben, viele davon leben ganzjährig ...

Schwer lastet sie sommerliche Hitze über Grayan an der Côte d'Argent am Atlantik. Die Bewohner von Euronat, dem größten FFK-Camp Europas freuen sich über ein textilfreies Leben, viele davon leben ganzjährig hier. Noch, denn der Idylle droht große Gefahr. Denn der erzkonservativen Bürgermeisterin sind die vielen Nackten, die sich vor rund 50 Jahren in einem abgeschirmten Bereich niedergelassen haben, ein Dorn im Auge. Kurzerhand kündigt sie den Pachtvertrag unter fadenscheinigen Gründen.

„Wir haben es hier mit einer Sekte zu tun – einer Sekte, die für Nacktheit und Eskapismus steht. Das Gegenteil von Moral, die pure Sünde.“ (S. 55)

Doch damit nicht genug, die Eigentümer der Häuser sollen entschädigungslos enteignet werden und der Grund an eine finanzkräftige Investorengruppe, die Luxushotels errichten will, verhökert werden. Bei der Pressekonfernz erhält sie Unterstützung vom ehrgeizigen Staatssekretär Guy Martinez, der politisch hoch hinaus will. Am nächsten Morgen liegt Guy splitterfasernackt und tot am Strand.

Luc Verlain und sein Team, dem nun auch Rose Schillinger, die wir im letzten Band „Wolfstal“ kennengelernt haben, angehört, beginnen mit den Ermittlungen.

Hat einer der Campingplatzbewohner zur Selbsthilfe gegriffen? Ist der Politiker, der Staatssekretär im Verteidigungsministerium war, ein Zufallsopfer oder wurde der moralische Hardliner gezielt an den Strand gelockt? Und welche Rolle spielt das muslimische Brüderpaar, von dem einer Wasser predigt und selbst den sprichwörtlichen Wein trinkt?

Fragen über Fragen, die beantwortet werden müssen. Doch bevor es dazu kommt, ist schon der Inlandsgeheimdienst zur Stelle und versucht die Ermittlungen an sich zu reißen.

Meine Meinung:

Alexander Oetker hat mit diesem Krimi einen sehr komplexen und spannenden geschrieben, bei dem wenig so ist, wie es zunächst den Anschein hat. Fix ist, dass sich in Frankreich (rechts)konservative Politik breitmacht, die ihr eigene trübe Suppe kocht. Die moralinsaure Bürgermeisterin will die Camper vertreiben, koste es was es wolle. Dass letztendlich sie selbst auf der Strecke bleiben wird, hat sie nicht einkalkuliert. Wie das passieren wird, das ist paradoxerweise das Vermächtnis von Guy Martinez, der den Campern einen juristischen Tipp gegeben hat. Guy Martinez selbst ist eine ziemlich ambivalente Figur.

Während Luc Verlain sich unter den Nackten ziemlich unwohl fühlt, ist Rose Schillinger recht entspannt. Ihre elsässische Familie hat vor Jahren selbst hier Urlaub gemacht. Sie kennt daher den Hausbrauch und ihre Zweisprachigkeit hilft bei den Ermittlungen, ist doch die Mehrheit der Urlauber aus Deutschland. Die Deutschen sind im Angesicht, der von der deutschen Wehrmacht errichteten Bunker des AtIantikwalls, nicht immer gerne gesehen, verhelfen aber den französischen Geschäftsleuten zu hohen Einnahmen.

Wie gut Luc mit seinem Team umgeht, zeigt sich, als Yacine einen folgenschweren Fehler begeht, der ihn vermutlich seine Karriere bei der Polizei kosten könnte. Ich denke, das wird im nächsten Band Thema sein.

Wie immer hat Autor Alexander Oetker politische und gesellschaftliche Themen, den Konflikt zwischen den verschiedenen Diensten Frankreichs sowie Lokalkolorit und einer Portion Humor zu einen fesselnden Krimi verquickt.

Fazit:

Auch der 10. Fall für Luc Verlain überzeugt, weshalb er von mir mit 5 Sternen bewertet wird.

Veröffentlicht am 05.03.2026

Mord auf dem größten FKK Campingplatz Europas

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Strandgut von Alexander Oetker
Den Leser erwartet wieder ein packender, spannender und fesselnder Kriminalroman. Dieser ist leicht und flüssig geschrieben. Es ist bereits der zehnte Fall, in dem Luc Verlain ...

Strandgut von Alexander Oetker
Den Leser erwartet wieder ein packender, spannender und fesselnder Kriminalroman. Dieser ist leicht und flüssig geschrieben. Es ist bereits der zehnte Fall, in dem Luc Verlain und sein Team ermitteln. Im Mittelpunkt unserer Geschichte steht der größte FKK Campingplatz Euronet an der französischen Atlantikküste.
Der Autor ist mir bestens bekannt, denn ich hab alle Bände gelesen. Mir gefällt besonders der Spannungsaufbau in den Geschichten und der Bezug zu den regionalen Besonderheiten der jeweiligen Region.
Zu unserem Ermittler- Team gehören Luc Verlain, Anouk- ist seine Lebensgefährtin und Vorgesetzte, Commissaire Rose Schillinger gehört jetzt zum Team.
Rose Schillinger hat bereits im letzten Band mit Luc und seinem Team ermittelt. Dort ist sie ihren eigenen Spuren gefolgt. Jetzt gehört sie zum Team und ist ein gleichberechtigtes Mitglied.
Wir begeben uns an die französische Atlantikküste, denn ein Toter wurde gefunden. Schnell steht fest, dass sein Tod nicht natürlich war. Im Feriendorf Euronet ist massive Unruhe, denn die Bürgermeisterin Anne Dujardin aus Grayan will den Campingplatz schließen lassen. Sie hat andere Pläne... der Politiker Guy Martinez hat ihr Unterstützung zugesagt.
Doch es kommt anders, als gedacht. Luc und sein Team müssen viele Spuren verfolgen. Langsam fallen wichtige Puzzlestücke an den richtigen Platz. Doch Luc fühlt sich selbst wie ein Puzzleteil im Spiel mit dem Geheimdienst. Wird das Team dem Mörder mit einer Falle auf die Schliche kommen?

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Nackte Tatsachen

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In Bordeaux wird gerade das Urteil gegen den Mörder des Schäfers aus dem letzten Fall von Luc Verlain und seiner Partnerin Anouk verkündet. Mitten hinein in die Urteilsverkündigung platzt der Anruf eines ...

In Bordeaux wird gerade das Urteil gegen den Mörder des Schäfers aus dem letzten Fall von Luc Verlain und seiner Partnerin Anouk verkündet. Mitten hinein in die Urteilsverkündigung platzt der Anruf eines lokalen Polizeibeamten, der von einem neuen Mordfall auf dem Campingplatz Euronat berichtet. Die Anwesenheit von Luc ist dringend erforderlich. Wie gut, dass er Minuten vorher seiner Partnerin aus dem letzten Fall – Rose Schillinger - noch eine Stelle in Bordeaux angeboten hatte, sie kann direkt mit ihrer Arbeit beginnen.
Ich empfand es als schönes Stilmittel, dass ein Fall direkt an den nächsten anschließt, der letzte Oetker-Krimi „WOLFSTAL“ endete mit den gleichen Worten, wie sie auch in diesem Krimi wieder verwendet werden. Er schließt sich nahtlos an.
Die Bürgermeisterin der Gemeinde Grayan hat den Vertrag mit Euronat gekündigt. Euronat ist einer größten Nacktbadestrände Frankreichs und schon in der Nachkriegszeit entstanden. Unter dem Vorwand, der Strand sei ursprünglich für wesentlich weniger Gäste zugelassen gewesen und die Gemeinde leide unter den 15.000 Besuchern im Sommer hat Madame Dujardin mit großem Bahnhof unter Beisein des Staatssekretärs des Verteidigungsministeriums diese Maßnahme verkündet. Sie will alle Hausbesitzer entschädigungslos enteignen.
Zwei Tage später ist der Staatssekretär Guy Martinez tot, ermordet auf dem Gelände von Euronat, liegt er nackt auf einem alten Bunker der Deutschen Wehrmacht. Wie kann es sein, dass jemand, der sich gerade noch für die Schließung des Geländes stark gemacht hat, zwei Tage später genau dort tot aufgefunden wird.
Natürlich sind zunächst einmal die alteingesessenen Pächter des FKK-Dorfes verdächtig, bald ergeben sich aber vollkommen neue Konstellationen.
Wir sind es gewohnt, dass die Ermittlungsmethoden von Luc Verlain und seinen Mitarbeitern schon einmal unorthodox sind, dieses Mal übertrifft er sich allerdings noch selbst. Allein die Vorstellung konnte einem schon mal ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubern.
Luc ist zwar nur auf Dienstreise in Paris unterwegs, seine Schilderung der neuen verkehrsfreien Innenstadt an der Seine macht aber richtig Lust auf einen neuerlichen Besuch. Manchmal wahren Krimis, die eher Reiseführer sind, nicht das richtige Maß, hier fand ich die Beschreibungen aber passend und einladend.
Das Cover mit seinem breiten Sandstrand könnte nicht schöner sein, das blaue Meer im Hintergrund übt eine magische Anziehungskraft aus.
Wieder ein Luc Verlain-Krimi, den ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Mord in Euronat

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Was für eine schöne Überraschung; eigentlich hatte ich erst im Herbst mit dem neuen Luc-Verlain-Fall gerechnet, aber nun gibt es einen Krimi im Frühling und für den Herbst hat der Autor in der Danksagung ...

Was für eine schöne Überraschung; eigentlich hatte ich erst im Herbst mit dem neuen Luc-Verlain-Fall gerechnet, aber nun gibt es einen Krimi im Frühling und für den Herbst hat der Autor in der Danksagung auch für den Herbst einen neuen Fall angekündigt, auf den ich mich jetzt schon freue. Aber nun erst einmal zu diesem Fall.
Es ist ein heißer Sommer in Bordeaux und es ist nichts los. Yacine hat sich eine dicke Sommergrippe eingefangen, Hugo ist im Urlaub und eine Stelle im Kommissariat muss noch besetzt werden.
Da wird Luc zu einem neuen Fall gerufen, zum größten Nudistencampingplatz Euronat, der sich im Médoc befindet. Dort hat man die Leiche eines aufstrebenden Politikers gefunden, aber was hatte der dort zu suchen?
Sichtlich unwohl fühlt Luc sich unter diesen Nackten, für ihn ist es eine ganz neue Erfahrung, aber der Fall geht natürlich vor.
Ein spannender und komplexer Fall, der aber auch wieder Raum lässt für gutes Essen und Regionalkunde, die Aquitaine nimmt auch hier wieder eine Hauptrolle ein.
Ich finde es wunderbar, wie Alexander Oetker immer wieder neue Schwerpunkte setzt und durch seine Ortskenntnis besticht und immer wieder kulinarische Tipps auf Lager hat.