Cover-Bild Ab heute heiße ich Margo
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10,99
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  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 640
  • Ersterscheinung: 07.09.2017
  • ISBN: 9783462050646
Cora Stephan

Ab heute heiße ich Margo

Roman

Zwei Frauen, zwei Töchter, zwei Kriege, zwei Deutschlands – und ein gemeinsames Schicksal.

Die Wege von Margo und Helene kreuzen sich in Stendal in den Dreißigerjahren. Margo ist Lehrling in der Buchhaltung, Helene Fotografin. Sie lieben denselben Mann, werden durch den Krieg getrennt und bleiben doch miteinander verbunden. Selbst das Ende der DDR bedeutet kein Ende ihrer dramatischen Verstrickung, die noch bis ins letzte Jahr des 20. Jahrhunderts reicht.Cora Stephan erzählt Zeitgeschichte als Familiengeschichte und entwirft Charaktere, denen man voller Spannung folgt, getrieben von dem Wunsch, dem Rätsel von Liebe, Verwandtschaft und Verrat auf die Spur zu kommen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2025

Ab heute heiße ich Margo

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1936 in Stendal. Margarete lebt mit ihrer Schwester bei den Eltern, der Vater arbeitet und ist auch ein ziemlicher Familientyrann. Die Mutter Hausfrau. Margarete will eine Ausbildung im Büro in einem Fotogeschäft ...

1936 in Stendal. Margarete lebt mit ihrer Schwester bei den Eltern, der Vater arbeitet und ist auch ein ziemlicher Familientyrann. Die Mutter Hausfrau. Margarete will eine Ausbildung im Büro in einem Fotogeschäft machen und setzt das letztendlich auch durch. Sie schneidet sich die Haare kurz und versucht, selbständiger zu leben und will Margo genannt werden. Im Fotogeschäft lernt sie Helene kennen. Diese ist Fotografien und war im Spanien-Krieg. Beide verlieben sich in Alard. Das beendet ihre freundschaftliche Beziehung für lange Zeit. Helene kommt ins KZ und dort ins Bordell, Margo heiratet den Bruder einer Mitschülerin und geht während des Krieges nach Schlesien. Dort trifft sie Alard wieder und bekommt ein Kind von ihm. Sie erlebt nach dem Krieg Vertreibung, Vergewaltigung, trifft Helene wieder und verliert ihre Tochter. Doch damit ist die Geschichte nicht zu Ende, denn die Wege von Margo und Helene kreuzen sich immer wieder …
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist in 3 Teile gegliedert: 1936 bis Kriegsende, dann nach dem Krieg bis zur Wende und die Jahre nach der Wende. Wechselseitig erzählen Margo und Helene ihre Erlebnisse, später dann die Töchter und Enkeltöchter. Dadurch hat man einen jeweils anderen Blick auf das Geschehen. Margo geht in den Westen, Helene bleibt in der DDR. Beide Figuren sind nicht nur schwarz-weiß, beide Teile Deutschlands werden ebenfalls differenziert beschrieben. Das ist für meine Begriffe ein absoluter Vorteil dieses Buches. Margo ist anfangs sehr naiv, von den Nazis überzeugt und bekommt vieles nicht mit. Nach dem Krieg entwickelt sie sich eher in Richtung Karrierefrau, die auch wenig Rücksicht nimmt. Helene dagegen arbeitet für die Stasi und behält sich trotzdem ihre Zweifel. Beide Frauen sind nicht durchweg sympathisch, aber trotzdem hat man Verständnis für viele ihrer Entscheidungen.
Dazu kommt noch, dass das Buch von Stil her sehr gut lesbar ist. Je nach Alter hat man viele eigene Erinnerungen an die Zeit und erkennt sich auch wieder.
Unabhängig davon ist es außerdem noch eine großartige Familien- und Zeitgeschichte.
Ich kann das Buch nur uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.10.2024

Berührende Reise durch die deutsche Geschichte

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Dieses Buch wartete schon etwas länger im Regal darauf, gelesen zu werden. Es hat sich gelohnt. Auf den Spuren von Margo, eigentlich Margarete, begibt sich der Leser auf eine Reise durch die deutsche Geschichte ...

Dieses Buch wartete schon etwas länger im Regal darauf, gelesen zu werden. Es hat sich gelohnt. Auf den Spuren von Margo, eigentlich Margarete, begibt sich der Leser auf eine Reise durch die deutsche Geschichte von 1936 bis zur Jahrtausendwende. Margo ist eine selbstbewusste Frau, für die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung sehr wichtig sind. Während der Naziherrschaft ist sie eine Mitläuferin, hat keine politischen Interessen und keine politische Haltung. Sie ist fleißig, tatkräftig und mutig und hält sich nicht mit Emotionalitäten auf. Nach dem Krieg gelingt es ihr mit ihrem Mann Henri, ein neues Leben im Wirtschaftswunder Westdeutschlands aufzubauen. Sie ist pragmatisch, kreativ und zukunftsgerichtet. So wird sie schnell erfolgreich und erarbeitet sich eine eigene Karriere. Henri, der auch als Richter seinen Platz gefunden hat, kocht und kümmert sich hingebungsvoll um den Garten. Ein sehr moderner Mann in der damaligen Zeit. Seine Figur rührt mich sehr. Seine Liebe zu Margo hält auch Betrug und Seitensprünge aus. Neben Margo wird die Handlung auch aus der Perspektive von Helene, einer ehemaligen Kollegin Margos und Alard, eines Adeligen erzählt. Die drei verbindet ein Geheimnis aus den letzten Kriegsjahren. Helene ist eine sehr zwiespältige Figur. Anfangs gefällt sie mir sehr gut mit ihrem Mut und ihrem Aufbegehren. Auch ihre Liebe zu Alard, die sich bis auf wenige Tage im Krieg nicht entfalten kann, ist sehr gut eingefangen. Ihre Wandlung zur Spionin der DDR und ihre emotionalen Intrigen werfen dann aber ein anderes Licht auf sie. Mir bleibt ihre Figur bis zum Ende etwas fremd und unnahbar. Dennoch ist die wechselseitige Perspektive aus Ostdeutschland und Westdeutschland, durch Helene und Margo sehr gut gesetzt. Die Geschichte der beiden Töchter, Leonore und Clara bzw. Emma ist angerissen, wird aber im Nachfolgeroman tiefer erzählt. Am Ende geht es dann etwas schnell und wirkt stellenweise konstruiert. Auch das Geheimnis um die verschwundenen DDR-Millionen hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht. Doch der Roman berührt mich, interessiert mich und die Figuren sind sehr facettenreich gezeichnet. Daher absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

toller Bilderbogen durch die Jahrzehnte

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" Ab heute heiße ich Margo " von Cora Stephan, ist ein Roman, der das Leben dreier Frauengenerationen über die letzten 60 Jahre hinweg erzählt. So macht Geschichte erleben Spaß.

Margarethe Hegewald , ...

" Ab heute heiße ich Margo " von Cora Stephan, ist ein Roman, der das Leben dreier Frauengenerationen über die letzten 60 Jahre hinweg erzählt. So macht Geschichte erleben Spaß.

Margarethe Hegewald , genannt Margo, ist eine der Hauptpersonen dieses Romans, der in den dreißiger Jahren in Stendal beginnt. Margo beginnt eine Lehre beim ansässigen Photographen und lernt dort die zurückhaltende Helene Pinkus kennen, die schon als junges Mädchen im spanischen Bürgerkrieg als Photographin dabei war. Dort wurde sie von einem guten Freund des Botschaftsangehörigen Alard von Sedlitz gerettet. Alard , ein Mann, in den sich beide Frauen , Margo und später auch Helene verlieben , spielt eine wichtige Rolle in dieser Geschichte, die den zweiten Weltkrieg, die Teilung Deutschlands und später die Wiedervereinigung umfasst. Margo verbringt ihr Leben nach dem Krieg in Westdeutschland, Helene in der DDR. So entsteht ein gutes Bild beider Teile Deutschlands, an dem der Leser teilhaben kann.

Cora Stephan hat einen mitreißenden Erzählstil, der mich gleich von Anfang an in das Buch eintauchen ließ. Die Figuren werden sehr facettenreich und empathisch beschrieben, was ich bei einem Roman sehr wichtig finden, um mich mit den Figuren identifizieren zu können. Auch die geschichtlichen Ereignisse werden spannend und mit fundiertem Wissen beschrieben, sodass man gleich Bilder vor Augen hat und sich die Flucht der schlesischen Bevölkerung, die Ereignisse des zweiten Weltkriegs und danach die Konsequenzen der deutschen Teilung gut vorstellen kann. Auch die Manipulation der Bevölkerung der DDR und deren Spionagetätigkeit spielt eine Rolle in diesem Buch.

Ein gut gespannter und lebhaft erzählter Bilderbogen der letzten 60 Jahre ist hier gelungen und ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, das man einmal angefangen nicht mehr aus der Hand legt.

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Veröffentlicht am 29.01.2022

Das Leben zweier starker Frauen

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Der Roman erzählt die Geschichte von zwei starken Frauen und gleichzeitig erfährt der Leser viel über das Zeitgeschehen im 20. Jahrhundert. Er beginnt in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, führt durch die ...

Der Roman erzählt die Geschichte von zwei starken Frauen und gleichzeitig erfährt der Leser viel über das Zeitgeschehen im 20. Jahrhundert. Er beginnt in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, führt durch die Kriegszeit, den Wiederaufbau mit dem Wirtschaftswunder, der Teilung Deutschlands, dem Einsetzen des Kalten Krieges bis er einige Jahre nach der Wiedervereinigung endet.

Margarete Hegewald ist siebzehn und hat einen Entschluss gefasst, sie will die Schule verlassen, etwas Anspruchsvolles leisten und Verantwortung übernehmen. Da sie zum Haushalt etwas beisteuern kann, stimmt ihr Vater zu und so beginnt sie eine Lehre in der Buchhaltung von Photo-Werner. Hier trifft sie auf die Fotografin Helene Pinkus, die nur einige Jahre älter ist und bereits im Spanischen Bürgerkrieg viel riskiert hat. Margarete lernt Alard von Sedlitz kennen, verliebt sich in ihn und beschließt, dass sie ab sofort Margo heißt. Doch auch Helene kennt Alard schon seit dem Bürgerkrieg. Beide Frauen durchleben während des Krieges schreckliche Zeiten und verlieren sich aus den Augen. Nach dem Krieg herrscht in Westdeutschland Aufbruchstimmung und Margo lässt sich mit ihrem Mann in Osnabrück nieder. Dort arbeitet sie engagiert mit beim Aufbau einer Firma. Helene bleibt in Ostdeutschland und verkauft ihre Seele an das Ministerium für Staatssicherheit. Sie hilft mit beim Kampf für Frieden und Sozialismus. Beide Frauen verbindet ein Geheimnis, dass sie bis zu ihrem Lebensende nicht wieder loslässt.

Der Roman ist in drei Bereiche unterteilt und befasst sich mit dem dritten Reich, dann Deutschland West und Ost und wechselt dann zu der Zeit nach dem Mauerfall. In diesem Buch habe ich 70 Jahre deutsche Geschichte hautnah gespürt und konnte gleichzeitig die Lebensgeschichte zweier starker Frauen mit erleben. Die Personen sind wunderbar gezeichnet mit ihren Stärken, Schwächen und Träumen, aber auch mit der Schuld, die sie auf sich geladen haben. Ich habe dieses Buch mit Begeisterung gelesen und kann nun auch nachvollziehen, wenn Eltern oder Großeltern wenig über ihre Erlebnisse während des Krieges sprechen.

Ein empfehlenswertes Buch, welches mir wunderbare Lesestunden bereitet hat.

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Veröffentlicht am 06.11.2018

Ab heute heiße ich Margo

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Der Roman spielt auf 3 Zeitebenen 1936 Bis 1945 im Dritten Reich, 1945 bis 1989 Ost- und Westdeutschland, 1989 bis 2000 nach dem Mauerfall.
Es geht um Margo ihrer Freundin und deren Töchter. Man erlebt ...

Der Roman spielt auf 3 Zeitebenen 1936 Bis 1945 im Dritten Reich, 1945 bis 1989 Ost- und Westdeutschland, 1989 bis 2000 nach dem Mauerfall.
Es geht um Margo ihrer Freundin und deren Töchter. Man erlebt wie es den Menschen in dieser Zeit in Deutschland ergangen ist. Die Handlung ist von Liebe, Verrat, Entbehrungen und einem Neuanfang.
Man erfährt viel von Deutschlands Geschichte über einen großen Zeitraum. Der Schreibstil ist einfühlsam und sehr authentisch.