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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

Je weiter, desto schwerer fiel es mir, dran zu bleiben (Achtung Spoiler!)

Morgen, morgen und wieder morgen
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Dieses Werk wurde mir von einer Freundin empfohlen und da ich selbst beruflich ein klein wenig mit dieser Branche zu tun habe, war ich wirklich sehr neugierig auf die Story. Zudem sind die Figuren in etwa ...

Dieses Werk wurde mir von einer Freundin empfohlen und da ich selbst beruflich ein klein wenig mit dieser Branche zu tun habe, war ich wirklich sehr neugierig auf die Story. Zudem sind die Figuren in etwa genauso alt, wie ich war, als sie sich in den 80ern zum ersten Mal trafen. Den Auftakt fand ich auch wirklich noch genial, ich mochte es sehr, wie sich Sam und Sadie im Krankenhaus kennengelernt haben. Auch der Schreibstil war ganz nach meinem Geschmack und anfangs war der Roman für mich ein richtiger Pageturner. Je weiter ich kam, desto mehr hat sich das leider geändert und letztendlich habe ich mich nur noch durchgequält. Als sich Sam und Sadie nach Jahren wieder trafen und zusammengearbeitet haben, mochte ich Sadie immer weniger. Schade, wieviel Egoismus und Selbstgerechtigkeit in diese Protagonistin gesteckt wurde. Und was bitte war mit Dov?! Ich fand seinen Charakter unglaublich unangenehm gezeichnet und für mich war es eine komplett überflüssige Person, die absolut keinen Mehrwert für die Geschichte gebracht hat. Auch Sam war farblos und ohne eigene Persönlichkeit dargestellt, was es für mich sehr schwer machte, mit ihm mitzufühlen oder überhaupt eine wirkliche Meinung über ihn gestalten zu können. Marx war mir bei Weitem am sympathischsten und durch ihn hat mich die Story (ab Seite 400!!) dann auch das erste Mal berührt. Das kam natürlich aber viel zu spät und konnte es für mich nicht mehr retten. Für mich war dieses Buch ein Flop und ich kann leider nicht nachvollziehen, warum es in den Medien so stark hervorgehoben wird.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Habe mir leider mehr erhofft...

Der Riss
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Der Riss stand schon sehr lange auf meiner Lesewunschliste und endlich habe ich dieses Werk vom SUB geholt. Das Cover ist wirklich auffällig und meiner Meinung nach wunderschön. Ja, man soll ein Buch nicht ...

Der Riss stand schon sehr lange auf meiner Lesewunschliste und endlich habe ich dieses Werk vom SUB geholt. Das Cover ist wirklich auffällig und meiner Meinung nach wunderschön. Ja, man soll ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen, aber ich gebe es zu: Solche Cover ziehen mich einfach magisch an.

Doch um was geht es denn eigentlich in diesem Thriller? Antonia reist in die Antarktis und die Vulkane dort sind nicht das Einzige, was sich untersuchen möchte. Ihr Bruder ist ein paar Wochen zuvor im ewigen Eis verschwunden und Antonias größter Wunsch ist, ihn zu finden. Aber sie muss bald vorstellen, dass irgendwas in der Forschungsstation nicht stimmt und ihr Bruder wohl eine phänomenale Entdeckung gemacht hat, die ihn womöglich das Leben gekostet hat.

Mein Eindruck vom Buch:
Ich habe leider lange gebraucht, um richtig reinzukommen. Die Kapitel sind zum Glück kurz, so dass es sich schnell weglesen lässt. Ich hatte meine Schwierigkeiten mit Antonia und fand ihren Charakter einfach nur nervig, selbstgerecht und enorm egoistisch. Ein paar Begebenheiten waren mir zu konstruiert, z. B. dass Antonia bereits beim zweiten Versuch ein Passwort von jemanden knackt, den sie überhaupt nicht kannte. Das war mir dann doch etwas zuviel des Guten. Arno war mir nur minimal sympathischer, generell fand ich die Protagonisten sehr farblos. Am Meisten hat mir da noch gefallen, dass Arno Gedichte las. Ich war sehr froh darüber, dass dieses Werk nicht in der Ich-Version geschrieben wurde, denn ich glaube, da hätte ich mich dann noch schwerer getan. Gelungen fand ich aber den Aufbau des Buches. Der Leser trifft immer wieder auf eine Person in der Forschungsstation, die (mitunter) hinter all dem steckt und als die Identität dieser Person aufgedeckt wurde, war ich doch überrascht. Zum Schluss fand ich die Geschichte auch echt noch spannend, nur leider etwas zu spät.

Fazit:
Ich finde diesen Thriller solide für zwischendurch, aber leider nichts, was mir im Gedächtnis bleiben würde. Grandios fand ich die wahren Hintergründe über die Antarktis, z. B. war mir vollkommen neu, dass so viele Vulkane dort schlummern.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Alle Jahre wieder... (Achtung, enthält kleine Spoiler)

Winterglücksmomente
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Alle Jahre wieder lese ich zur Weihnachtszeit ein Weihnachtsbuch. 2025 fiel meine Wahl auf „Winterglücksmomente“ von Karen Swan. Allein schon das Cover ist wunderschön und auch der Klappentext versprach ...

Alle Jahre wieder lese ich zur Weihnachtszeit ein Weihnachtsbuch. 2025 fiel meine Wahl auf „Winterglücksmomente“ von Karen Swan. Allein schon das Cover ist wunderschön und auch der Klappentext versprach eine zauberhafte Story. Vor allem freute ich mich auf das Setting in London und war sehr gespannt. Nach der anfänglichen Begeisterung machte sich aber leider auch bald die Enttäuschung breit. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber ich kann keine Protagonisten ernst nehmen, die „giggeln“, „quicken“ und „vergnügt kreisen“. Sorry, das hat meiner Meinung nach dann eher etwas mit Kindergarten als mit etwas anderem zu tun. Für mich war es unvorstellbar, dass Nettie und Jules um die 26 Jahre alt sein sollen. Dazu kam, dass Nettie für mich durch und durch unsympathisch war. Ich muss wirklich nicht viele Ähnlichkeiten mit den Figuren haben, um mitzufiebern, dennoch konnte ich bei Nettie oft nur den Kopf schütteln. Allen voraus kommt mir da die Szene im Kaufhaus in den Sinn, wo sie einfach nur übergriffig gegenüber den Fans war. Vielleicht hätte auch ein Perspektivenwechsel der Geschichte gut getan, denn ich habe mich oft gefragt, was gerade in Jamie vorgeht und was um Himmels Willen er denn an Nettie findet. Und mein letzter, aber definitiv nicht unwichtigster Kritikpunkt: Weihnachten kam viel zu kurz. Im Grunde geht es die ganze Zeit hauptsächlich um die Challenge, nicht um die Weihnachtszeit oder das Fest an sich. Das fand ich sehr schade, da dies ja eigentlich der Grund ist, warum ich mir jedes Jahr ein Weihnachtsbuch aussuche. Deshalb kann ich leider nur zwei Sternchen vergeben und werde zukünftig einen Bogen um diese Schriftstellerin machen.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Etwas hin- und hergerissen

WILL
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Wer kennt ihn nicht? Will Smith ist wohl einer der bekanntesten Schauspieler Hollywoods. Ich mag seine Filme und habe auch damals „Der Prince von Bel Air“ gesehen, deshalb dachte ich mir, seine Biografie ...

Wer kennt ihn nicht? Will Smith ist wohl einer der bekanntesten Schauspieler Hollywoods. Ich mag seine Filme und habe auch damals „Der Prince von Bel Air“ gesehen, deshalb dachte ich mir, seine Biografie (so weit) ist mit Sicherheit interessant. Unterstützt bei der Erzählung seiner Geschichte wurde Will Smith von dem Nr. 1-NYT-Bestsellerautor Mark Manson. Natürlich beginnt die Biografie mit Wills Kindheit. Wir lernen ihn und seinen Bruder kennen und erleben mit, wie die beiden unter einem strengen und gewalttätigem Vater und einer liebenden Mutter aufwuchsen. Schon früh wurde Will Smith eiserne Disziplin gelehrt, aber nicht nur das… er erfuhr, dass er von den Menschen gemocht wird, wenn er den Clown spielt und schnell hat er diese Kunst verinnerlicht. Bevor er sein Talent im Schauspielern gefunden hat, wurde er jedoch durch seine Musik bekannt und berühmt. Der Aufstieg geschah rasend und man merkt in der Erzählung sehr, dass er auch oftmals komplett überfordert war und ihm sein Ruhm in gewissen Bereichen auch des Öfteren zu Kopf stieg. Abgerundet wird seine Biografie durch zahlreiche Fotos, die ihn nebst seiner Familie mit den verschiedensten Berühmtheiten zeigen. Für mich persönlich hat dieses Werk allerdings leider bewirkt, dass meine Sympathie für Will Smith tatsächlich gesunken ist, was mit Sicherheit nicht so beabsichtigt war. Für Will Smith hoffe ich sehr, dass ich hier eine große Ausnahme war ;) 3 Sternchen vergebe ich, weil der Schreibstil angenehm und flüssig zu lesen war und ich die ersten Abschnitte seines Werdegangs genossen habe.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Leider sehr vorhersehbar (Achtung: kleiner Spoiler in der Rezension!)

Nächstes Jahr am selben Tag
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Da ich schon länger keinen Roman mehr von Colleen Hoover gelesen hatte, wurde es mal wieder Zeit für eine Geschichte der Bestseller-Autorin. Meine Wahl fiel auf „Nächstes Jahr am selben Tag“ und ich war ...

Da ich schon länger keinen Roman mehr von Colleen Hoover gelesen hatte, wurde es mal wieder Zeit für eine Geschichte der Bestseller-Autorin. Meine Wahl fiel auf „Nächstes Jahr am selben Tag“ und ich war sehr gespannt, ob mich die Geschichte in ihren Bann ziehen kann. Doch um was geht es eigentlich in dieser Story?
Fallon ist eine vielversprechende Nachwuchsschauspielerin, doch ein Feuer beendet ihre Karriere. Durch ihre Narben bleiben die Angebote aus und ihre Rolle wird neu besetzt, und das bereits im Alter von zarten 18 Jahren. Da begegnet sie Ben, der sie sofort fasziniert. Ben möchte Schriftsteller werden und verliebt sich sofort in Fallon. Doch ausgerechnet am Tag ihrer ersten Begegnung zieht Fallon nach New York und mehr noch: beide finden sich zu jung, um sich schon so fest zu binden und eine Fernbeziehung einzugehen. Also beschließen sie, dass sie sich 5 Jahre lang jeden 9. November treffen, immer nur einen Tag lang. Doch das Leben passiert, während man andere Pläne macht und so wird ihre Geschichte zu einem auf und ab der Gefühle…
Mein Eindruck vom Buch:
Colleen Hoover versteht es einfach, Geschichten mit viel Gefühl zu schreiben. Ich mag ihren Schreibstil und es fällt wirklich schwer, ein Buch von ihr wieder aus der Hand zu legen. In diesem Werk wechseln sich die Perspektiven ab: Begleitet man in einem Kapitel Fallon, so bekommt man im nächsten Kapitel Einblick in Bens Gedanken- und Gefühlswelt. Jedoch habe ich leider zu Fallon keinen richtigen Bezug herstellen können. Ja, sie ist erst 18 und ja, sie hatte mit 16 einen heftigen Schicksalsschlag, aber dennoch: in ihrem Leben dreht sich alles nur um Oberflächlichkeit und ihr Charakter hatte für mich keine wirkliche Tiefe. Ich konnte irgendwie nicht verstehen, was Ben an ihr findet. Ben hatte meiner Meinung nach mehr Gefühl, aber da wäre auch noch Luft nach oben gewesen. Leider war mir die Geschichte auch etwas zu vorhersehbar und auch der Schluss war für mich zu sehr „Friede Freude Eierkuchen“, vorallem, was Fallons Vater anging. Ich konnte mich nicht gegen den Eindruck wehren, dass die Schriftstellerin das Buch schnell abschließen wollte. Und ebenso hatte ich den Eindruck, dass hier etwas von der Geschichte „Zwei an einem Tag“ kopiert wurde.

Fazit:
Aus den oben genannten Gründen kann ich diesmal leider nur 3 Sternchen vergeben. Es ist ein netter Roman für Zwischendurch, aber leider keine Story, die mich mitgerissen und nachhaltigen Eindruck gemacht hat. Dennoch freu ich mich auf weitere Romane der Autorin.


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