Cover-Bild Das Erbe
(13)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 08.02.2021
  • ISBN: 9783328106357
Ellen Sandberg

Das Erbe

Roman. Der große SPIEGEL-Bestseller über Familie, Schuld und Verbrechen, die uns alle angehen
Der große Spannungsroman über Familie, Schuld und Verbrechen, die uns alle angehen

Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: »Mona wird das Richtige tun.« Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie.

München 1938. Die junge Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen …

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2026

Ein spannungsgeladener Familienroman

0

Bereits zu Beginn des Jahres konnte mich das Buch „Die Vergessenen“ von Ellen Sandberg (Die Rezension dazu findet ihr hier) begeistern. Auch in „Das Erbe“ verknüpft die Autorin wieder die Geschichte des ...

Bereits zu Beginn des Jahres konnte mich das Buch „Die Vergessenen“ von Ellen Sandberg (Die Rezension dazu findet ihr hier) begeistern. Auch in „Das Erbe“ verknüpft die Autorin wieder die Geschichte des Nationalsozialismus mit dem der Gegenwart. Ihrem Anspruch, die Verbrechen der NS-Zeit nicht zu vergessen wird sie mit diesem Roman , der eine Mischung aus Spannungs- und Familienroman darstellt, allemal gerecht.

Wie eine Spinne strickt sie als Autorin ein Netz aus Lügen, Habgier und Neid und ließ mich als Leser lange Zeit im Dunkeln über die tatsächlichen Verstrickungen und Hintergründe. Von Anfang an wird der Leser mit der Frage nach der Schuld konfrontiert, die allerdings immer wieder durch nicht vorhersehbare Ereignisse und Wendungen in ein anderes Licht gerückt wird. Ich war hin- und her gerissen wie selten von einem Buch und seinen Figuren.

In erzählerischer Hinsicht ist Ellen Sandberg meiner Meinung nach ein noch besserer Roman gelungen als dem Vorgänger. Die vielen erzählerischen Seitenstränge erfordern zwar beim Lesen eine Hohe Aufmerksamkeit, diese wird allerdings durch die vielen inhaltlichen Facetten und die damit verbundene Abwechslung und Tiefe aufgewogen. Der Schreibstil ist klar und flüssig, das perfekte Gegenstück zu der komplexen Familiengeschichte in die ich hier eintauchen durfte.

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende mitgerissen. Eine spannende Familiengeschichte wird verknüpft mit dem Thema Recht und Gerechtigkeit und lässt viel Spielraum für eigene Gedankengänge ( was ich in Verbindung mit der Thematik als sehr wichtig empfinde).

Mein Fazit
Ein spannungsgeladener Familienroman, vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus, der zeigt wie weitreichend und langfristig die Folgen der vergangenen Handlungen sein können. Das überraschende Ende rundet die Geschichte zudem sehr schön ab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2021

Toller Roman

0

Von vielen habe ich gehört, dass dieses Buch sehr langwierig ist und man sich schon für die Kriegszeit interessieren sollte.

Ich mag Ellen Sandberg sehr gerne und dachte mir - ich mache mir meine eigene ...

Von vielen habe ich gehört, dass dieses Buch sehr langwierig ist und man sich schon für die Kriegszeit interessieren sollte.

Ich mag Ellen Sandberg sehr gerne und dachte mir - ich mache mir meine eigene Meinung.

Und? Ich wurde positiv überrascht.
Der Schreibstil ist mal wieder wunderbar, die Perspektiv- und Zeitwechsel gefallen mir bei ihr besonders gut.
Sie hat wieder tolle und einzigartige Charaktere geschaffen, die die Handlung sehr spannend machen. Wie auch sonst, hat sie wieder sehr viele interessante Thematiken reingebracht, Familie, Liebe und Freundschaft, aber auch Gier, Neid und Lügen.
Die Kriegszeit finde ich sehr einfach und interessant erwähnt, meiner Meinung nach braucht man da nicht viel Hintergrundwissen.

Ich kann euch dieses Buch, aber allgemein Bücher von Ellen Sandberg nur empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2020

Moral und Schuld

0

Dieses Buch verdient definitiv viel mehr Aufmerksamkeit. Eine wunderbar verknüpfte Story, die auf mehreren Ebenen Geschichte und Moral auf höchstem Niveau verbindet. Angenommen, man erbt ein Haus. Es ist ...

Dieses Buch verdient definitiv viel mehr Aufmerksamkeit. Eine wunderbar verknüpfte Story, die auf mehreren Ebenen Geschichte und Moral auf höchstem Niveau verbindet. Angenommen, man erbt ein Haus. Es ist millionenschwer, Jackpot. Ausgesorgt. Für den Rest deines Lebens. Doch dann taucht man in dessen Geschichte ein und sieht, dass diese Erbschaft ihre Schatten wirft. Für eine oberflächliche Person, die das nicht kümmert, sicherlich kein Problem. Doch nicht für eine Person wie Mona. Sie wurde sozusagen auserwählt von ihrer kinderlosen Tante Klara, diese Bürde auf sich zu nehmen. Die Geschichte reicht bis tief in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Klara und Miriam Roth sind Freundinnen, bis zu dem Zeitpunkt, als die Judenverfolgung losgeht. Das noble Schwanenhaus von Miriams Familie geht in den Besitz von Klaras Eltern über. Die Roths wollten flüchten, doch nur Miriam gelingt es zu entkommen. Nach und Nach gelangt Monaan die Wahrheit ,anhand von Briefwechseln zwischen den beiden Mädchen. Die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, ist mehr als erschütternd. Als dann noch ein merkwürdiger Fremder auftaucht, der sich in Monas Leben etablieren möchte, beginnt eine Kette von Ereignissen, die das Undenkbare aufdecken.

Dieses Buch stellt die Frage von Schuld und Moral. Es klagt leise über eine Zeit der Enteignung und Arisierung. Es geht um unrechtmäßigen Besitz, eine versuchte Rückgabe an die Erben, um Moral in einer Welt voller Kapitalismus. Mich hat es erschüttert, gepackt, emotional zerrissen. Wie kann man mit einem Besitz leben, der gezwungenermaßen abgegeben werden musste? Was macht man, wenn es doch echte Erben gibt, die dieses Haus eigentlich gar nicht verdient haben? Wie handle ich im Sinne des Verstorbenen? Das alles in einer Welt, in der nur Geld zählt.. sowohl die geschichtlichen Aspekte, als auch der inhaltliche Aspekt von MORAL UND SCHULD lässt mich es nur weiterempfehlen. Das ist keine Empfehlung, es ist eine Verpflichtung. 5/5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2020

Traurige Menschheit

0

INHALT
Mona glaubt immer an das Gute im Menschen und versucht jedem zu helfen. In ihrem Umfeld wird sie dadurch als ''Gutmensch'' betitelt, negativ gemeint. Doch Mona imponiert damit ihre Tante Klara welche ...

INHALT
Mona glaubt immer an das Gute im Menschen und versucht jedem zu helfen. In ihrem Umfeld wird sie dadurch als ''Gutmensch'' betitelt, negativ gemeint. Doch Mona imponiert damit ihre Tante Klara welche sie kaum kennt. Unerwartet erbt Mona das Haus von Klara, doch sie weiß nicht warum gerade sie. Einzig der Satz ''Mona wird das Richtige tun'' erklärt Klaras letzten Willen. Doch was meint Klara damit? Als Mona raus findet dass das Haus einmal einen jüdischen Besitzer hatte beginnt sie zu befürchten das ihr Erbe infolge der Arisierung in ihre Familie gelangte. War dem wirklich so? Klebte an diesem Haus Blut? Bei den Nachforschungen entdeckt Mona eine traurige und schockierende Geschichte...

MEINE MEINUNG
Ich war sehr skeptisch ob ich dieses Buch wirklich lesen soll. Der erste Roman der Autorin war unfassbar spannend und interessant geschrieben, eine Geschichte die mich bis heute begleitet. Ihr zweiter Roman war für mich allerdings widerrum ein Flop. Wie würde es mit diesem Buch also werden?

Schon die ersten Seiten hatten mich so in ihren Bann gezogen, das ich mir sicher war, dass ich hier wieder ein Meisterwerk in den Händen hielt. Genau wie im ersten Band zerriss mich die Spannung förmlich die auf knappen 500 Seiten einfach nicht abnahm. Es gab so viele Wendungen, so viele Überraschungen, das man einfach nie wusste was als nächstes geschehen würde und das Buch nicht aus den Händen geben konnte.

Da es ja mein drittes Buch der Autorin war wusste ich das jede der drei Hauptcharaktere irgendetwas gemeinsam hatten und irgendetwas sie verband, egal in welcher Zeitebene man sich befand, egal für wie unmöglich man dies hielt. Nach und nach wird eine Geschichte erzählt die sich sehr langsam entfaltet und der Leser bekommt immer wieder ein Puzzle Teil zugespielt. Und wenn man glaubte das Motiv zusammen gestellt zu haben, passierte wieder etwas was das Bild zerstörte.

Die Handlung an sich ist eine sehr starke Geschichte voller Emotionen. Immer wieder treffen mich die traurigen Erlebnisse von Figuren die durch die Nazis und dem Krieg leiden musste. Auch wenn sie meistens nur erfunden wurden, weiß man doch das es so viele Schicksale gibt die TATSÄCHLICH gelitten haben. Die wirklich unausprechliches durchgemacht haben und dieses Leid trifft mich immer wieder. Und dennoch lese ich diese Geschichten so gerne, den sie treffen einen mitten ins Herz und ermahnen uns immer wieder gut zu sein. Mensch zu sein. Mitgefühl zu haben und immer daran zu denken das wir im Innern ALLE gleich sind.
Die Hintergründe zu der Handlung ist sehr gut recherchiert und fließt Mühelos in das Buch ein.

Im Buch geht es um 3 Frauen die unterschiedlicher nicht sein können: Klara wächst mitten im Naziregime auf. Ihre beste Freundin Mirjam ist Jüdin und ihrer Familie gehört das Haus. Als die Juden sich immer mehr Rassengesetze unterwerfen müssen, beschließt Mirjams Familie zu flüchten und verkauft das Haus an Klaras Vater. Mirjam und Klara bleiben in Kontakt und schreiben sich zahlreiche Briefe. Keiner der beiden ahnt das diese Briefe einmal das Leben von Mona um 180 Grad drehen werden.

Mona glaubt immer an das Gute im Menschen und hat einen sehr ausgeprägten moralischen Kompass. Stets versucht sie das richtige zu tun. Als Mona merkt das etwas mit dem Haus nicht stimmt das sie von Klara geerbt hat, beginnt sie Nachforschungen anzustellen und findet dabei die Briefe von Mirjam. Der Inhalt lässt nichts gutes vermuten und plötzlich stößt Mona auf ein ungeheuerliches Verbrechen.

Sabine fühlt sich vom Leben betrogen. Als Hartz 4 Empfängerin muss sie auf so manch Annehmlichkeit verzichten und versteht nicht warum sie so ein Schicksal hat. Voller Neid blickt sie auf ihre reicheren Mitmenschen und neidet deren Besitz. Doch eines Tages entdeckt sie die alten Tagebücher ihrer Oma und lüftet ein riesen Geheimnis: Sabines Vater ist gar nicht der leibliche Sohn ihrer Oma. Sabine stellt Nachforschungen an um herrauszufinden wo ihre Wurzeln liegen, denn eventuell stammt sie ja von einer gut betuchten Familie ab.

FAZIT
Dieses Buch ist sowohl Sprach- als auch Bildgewaltig und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Ich konnte das Buch einfach nicht weglegen, ich wollte unbedingt wissen was passiert ist. Für mich steht dieses Buch auf gleicher Ebene wie schon der erste Sandberg Roman und ich hoffe das ihr viertes Buch sich dazu gesellen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2020

Was ist das Richtige ?

0

Das Erbe von Ellen Sandberg, ein wunderbar geschriebenes Buch , das in der heutigen Zeit und als zweiten Zeitstrang die Jahre des Nationalsozialismus und Kriegsjahre in Deutschland hat.

Mona erbt 2018 ...

Das Erbe von Ellen Sandberg, ein wunderbar geschriebenes Buch , das in der heutigen Zeit und als zweiten Zeitstrang die Jahre des Nationalsozialismus und Kriegsjahre in Deutschland hat.

Mona erbt 2018 überraschend ein Mehrfamilienhaus ihrer Großtante Klara in München. "Mona wird das Richtige tun" war ihr Kommentar dazu. Aber was hat es mit dem Erbe auf sich,was ist das Richtige? Viele Fragen und Geheimnisse stellen sich dem Gutmensch Mona.Dazu Zerwürfnisse mit dem Lebenspartner und ihrer geldgierigen Familie,die auch ein Geheimnis umgibt.

Das Buch ist in einem sehr flüssigen Schreibstil gehalten,die Erzählstränge sind gut auseinanderzuhalten. Die Zeittafel der Judenverfolgung im Nationalsozialismus im Anhang finde ich auch sehr gut ,besonders für Leser die mit dem Thema nicht so vertraut sind.

Einiges war vorhersehrbar,aber vieles war für mich überraschend. Es gab sehr spannende Ereignisse in dem Roman , der die Judenverfolgung und Verschacherung der jüdischen Besitztümer thematisiert. Ich habe mit Mona und Klara mitgefiebert und war ganz gespannt,wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Ein sehr gelungenes Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere