Cover-Bild Der Mondmann - Blutiges Eis
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15,00 €
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 25.11.2022
  • ISBN: 9783404188659
Fynn Haskin

Der Mondmann - Blutiges Eis

Grönland-Thriller

Jens Lerby ist Profiler in Kopenhagen und hasst die Kälte. Ausgerechnet er wird nach Grönland geschickt, in eine Gemeinde der Inuit, um bei einem grausamen Fall zu helfen: Ein Mann wurde offenbar von etwas wie Walrosszähnen durchbohrt. Schnell kommt unter den Inuit das Gerücht auf, ein Amarok, ein Mischwesen aus Walross und Wolf, sei für den Tod verantwortlich. Jens glaubt kein Wort davon. Bei seinen Ermittlungen hilft ihm die junge Inuit Pally. Als ein weiterer Mord geschieht und dunkle Nacht über der Eiswüste heraufzieht, beginnen Jens und Pally zu ahnen, dass der blutrünstige Amarok in Wahrheit ein Mensch aus Fleisch und Blut ist - und den Inuit eine noch viel größere Gefahr droht ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2024

Alte Tradition vereint mit neuer Welt, sehr spannend

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Fynn Haskin ist hier gelungen, was sehr oft in einer lauen Geschichte enden könnte. Die Verbindung Jahrtausende währender Tradition, alter Lebensweisen mit neuer, moderner Welt. Die Problematik der Inuit ...

Fynn Haskin ist hier gelungen, was sehr oft in einer lauen Geschichte enden könnte. Die Verbindung Jahrtausende währender Tradition, alter Lebensweisen mit neuer, moderner Welt. Die Problematik der Inuit werden in „Der Mondmann: Blutiges Eis“ verdeutlicht, angesprochen und gut erklärt. Das verläuft weder belehrend noch wertend, sondern wird fliesend in den laufenden Fall eingebaut.
Der Spannungsbogen ist gut angesetzt. Sein Hoch war für mich gegen Ende des Buches, wobei der Epilog die Geschichte schön rund ausfließen lässt. Die Auflösung der Morde ließ keine Fragen mehr offen, auch kann sich der Leser vorstellen, wie es für Kommissar Lerby weitergehen könnte.
Sehr durchdacht fand ich den Titel. Er wird in der Geschichte aufgegriffen. Oder eher umgekehrt, er bildet sich aus Erzählungen der Inuit und schafft auch dadurch eine gewisse Verbindung. Gefällt mir.
Die Figuren handeln ihrer jeweiligen Herkunft und Vergangenheit gemäß nachvollziehbar. Sie wirken authentisch und sympathisch,auch mit ihren Problemen in Beruf und Privatleben. Letzteres wird stückweise eingebaut, drängt sich aber bei keiner Figur in den Vordergrund. Der rote Faden ist und bleibt der Fall.
Ein Buch, das jeder Krimifan gerne zur Hand nehmen wird. Vor allem, wenn er auch an uns eher unbekannten Kulturen interessiert ist.

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Veröffentlicht am 14.01.2023

Spannend und ganz besonders

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Die Geschichte um den eigenwilligen, dänischen Polizei-Profiler Jens Lerby, der nach Grönland entsendet wird, um eine unheimliche Mordserie aufzuklären, ist ausgesprochen spannend. Der Schreibstil ist ...

Die Geschichte um den eigenwilligen, dänischen Polizei-Profiler Jens Lerby, der nach Grönland entsendet wird, um eine unheimliche Mordserie aufzuklären, ist ausgesprochen spannend. Der Schreibstil ist angenehm, das Buch ist wirklich gut geschrieben. Besonders gut hat mir gefallen, wie in diesem Fall, der nur in Grönland spielen kann, moderne Untersuchungsmethoden, grönländische Mythen und sehr spezielle, aber sympathische Hauptfiguren zu einem homogenen Ganzen zusammengefügt werden. Die lokalen Besonderheiten, die z. B. zu einem eingefrorenen und daher konservierten Tatort führen, sind mal etwas ganz anderes und neu und es wird gut dargestellt, wie sich Jens auf die speziellen Gegebenheiten einstellt. Nebenher werden ein paar historische Details zu Grönland eingestreut, für mich wirklich ein sehr gelungenes Ganzes!

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Veröffentlicht am 29.12.2022

Ein Profiler zwischen Aberglaube und Moderne

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"Der Mondmann - Blutiges Eis" von Fynn Haskin ist ein Thriller der ruhigen Art, der im August 2022 im Lübbe Verlag erschienen ist.
Jens Lerby, ein Kopenhagener Profiler, wird nach Grönland geschickt, ...

"Der Mondmann - Blutiges Eis" von Fynn Haskin ist ein Thriller der ruhigen Art, der im August 2022 im Lübbe Verlag erschienen ist.
Jens Lerby, ein Kopenhagener Profiler, wird nach Grönland geschickt, denn in einer abgelegenen Gemeinde der Inuit wurden drei Leichen gefunden, von denen mindestens eine von Walrosszähnen durchbohrt worden ist. Alle drei sind grausam zugerichtet und es geht das Gerücht, dass der Mörder ein Amarök sei, ein Mischwesen aus Walross und Wolf. Die Angst geht um bei der Bevölkerung. Lerby hasst Kälte, hasst sein Leben und glaubt nicht an alte Legenden, dennoch beginnt er zu ermitteln. Bei diesen Ermittlungen bekommt er Unterstützung durch die Inuk Pally und er findet mehr als er eigentlich gesucht hat.
Der Profiler Jens Lerby ist ein Charakter mit Ecken und Kanten, der gerade an einem Scheideweg in seinem Leben angekommen ist. Er ertränkt seinen Frust und ist alles andere als ein Sympathieträger. Seine Frau hat Erfolg in ihrem Beruf, die Kinder sind aus dem Haus, er kommt mit sich selber gerade nicht wirklich klar und in dieser Situation wird er nach Grönland, nach Illokarfiq, geschickt. Dass er ein guter Profiler und Ermittler ist, wird schnell klar, aber ebenso auch, dass er ein Grandler geworden ist. Er hasst die Kälte und er will nicht hier sein. Erst langsam gewöhnt er sich und mit diesem Einlassen auf die Menschen, auf die Gegebenheiten und auch auf die Legenden und die Ängste, erst da spürt man Lerbys Menschlichkeit und sein ganzes Können. Er kann mehr als man ihm zutraut. Er benimmt sich wie die buchstäbliche Axt im Walde und ich gebe zu, ich hätte nie gedacht, dass das jemals zu einem guten Ende führen kann, doch überraschenderweise tut es das. Jens Lerby löst den Fall, und zwar, indem er akzeptiert, was er vorher so vehement in Frage stellt und die Hilfe der Bevölkerung annimmt. Mit diesem Thriller ist Fynn Haskin ein Grönlandthriller gelungen, der die Geschichten der Inuit und ihre Kultur perfekt mit der Moderne verbindet. Es ist faszinierend zu lesen und am Ende war ich restlos begeistert. Die Figuren sind glaubwürding und passen in die Geschichte - sowohl Pally, die es schafft, dass Dickschädel Lerby überhaupt erst einmal zuhört, als auch ihr Großvater, der ebenso ein Dickschädel ist. Lerby hat in diesem Fall viel gelernt und zu sich selbst gefunden. Müssig zu erwähnen, dass der Killer alles andere als altmodisch ist und seine Motive sind äußerst modern.
Der Ehrenname "Mondmann" passt zu ihm und ich bin auf weitere Fälle von ihm gespannt.

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Veröffentlicht am 17.12.2022

Mord im Eis

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"Der Mondmann - Blutiges Eis" von Fynn Haskin ist im wahrsten Wortsinn eiskalter Thriller, der in der eisigen Landschaft von Grönland spielt.
Dort gibt es Opfer, deren Tod auf sehr gewaltsame und ungewöhnliche ...

"Der Mondmann - Blutiges Eis" von Fynn Haskin ist im wahrsten Wortsinn eiskalter Thriller, der in der eisigen Landschaft von Grönland spielt.
Dort gibt es Opfer, deren Tod auf sehr gewaltsame und ungewöhnliche Weise geschehen ist, sehr schnell verbreiten sich auch Gerüchte und Mythen um den Tupilaq, ein hevorgerufenes Mischwesen, dass Rache nimmt.
Jens Lerby, frisch aus Kopenhagen nach Grönland zwangsversetzt, bringt seine eigenen Dämonen mit. Er hat private Probleme und kommt auch mit den ortsansässigen Inuit nicht sonderlich zurecht. Hinter seiner rauen Art ist er ein guter Ermittler, aber auch das stellt sich erst nach und nach heraus.
Mir hat der Schreibstil gefallen, einfach, ruhig, ohne allzu reißerische Darstellungen. Wirklich klasse fand ich hier die eingestreuten Beschreibungen von der Landschaft und den Menschen dort vor Ort. Es war so bildhaft, dass mir beim Lesen schon ab und an kalt wurde.
Die Spannung stieg schnell an und blieb auch meistens erhalten, bei der Suche nach dem Täter tappte man auch sehr lange im Dunkeln, das war sehr gut konstruiert.
Gut waren auch einige der Nebenfiguren angelegt, die hier eine größere Rolle einnahmen, man lernte sie im Laufe der Lektüre besser kennen und konnte auch so einige Entwicklungen mitverfolgen. Sie wirkten teils sehr echt und lebensnah.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, wurde sehr gut und spannend unterhalten und kann es gerne weiter empfehlen, für alle, die mal eine eiskalte Lektüre suchen.

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Veröffentlicht am 06.12.2022

Eiskalte Spannung.

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Jens Lerby ist kein einfacher Zeitgenosse. Er sagt was er denkt und kommt manchmal wie die Axt im Walde daher. Damit macht er sich nicht nur Freunde.
Deshalb sieht er es auch als Strafversetzung an, dass ...

Jens Lerby ist kein einfacher Zeitgenosse. Er sagt was er denkt und kommt manchmal wie die Axt im Walde daher. Damit macht er sich nicht nur Freunde.
Deshalb sieht er es auch als Strafversetzung an, dass sein neuer Fall ihn nach Grönland führt.

Dort empfängt ihn nicht nur ewiges Eis, Schnee und Kälte, sondern auch das Misstrauen der Bevölkerung. Er kämpft nicht nur gegen einen mutmaßlichen Mörder, er kämpft auch gegen Legenden.

Neben Lerby, der ein eigenwilliger Charakter ist, was ihn so besonders macht, gibt es hier noch weitere interessante Figuren. Sie alle tragen zum Gelingen des Buches bei. Besonders Pallaya und ihr Großvater, der Schamane des Dorfes, geben der hiesigen Bevölkerung ein authentisches Gesicht.

Neben der spannenden Handlung erfährt der Leser hier einiges über die Politik, die Einwohner, das Leben und die Sitten der Inuit. Der Autor hat das sehr gut in die Geschichte eingeflochten.

Dank seinen bildhaften Schreibstils fühlt man die Atmosphäre, lernt die Schönheit Grönlands kennen. Ich fand das sehr interessant.
Ein sehr gelungener und unterhaltsamer Thriller!!!

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