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Veröffentlicht am 05.01.2021

Wie weit darf Freundschaft gehen, das ist die Frage

Die treue Freundin
1

„Die treue Freundin “ von Lisa Unger ist ein Thriller, der im Dezember 2020 bei Lübbe erschienen ist.
Rain Winter hat alles getan, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen Sie lebt glücklich mit Mann ...

„Die treue Freundin “ von Lisa Unger ist ein Thriller, der im Dezember 2020 bei Lübbe erschienen ist.
Rain Winter hat alles getan, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen Sie lebt glücklich mit Mann und Tochter als sie von einem Mord erfährt, bei dem das Opfer selbst ein Täter war. Ihre journalistische Neugier ist geweckt und als sie bei ihren Recherchen auf ein kleines rotes Kristallherz stößt, dass sie nur zu gut kennt, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Als zwölfjährige entkam sie nur knapp einem brutalen Entführer. Sie beginnt weiter zu ermitteln, doch hat sie wirklich die Kraft, sich ihrem Trauma zu stellen?
Die Autorin zieht einen hinein einen Strudel aus Gewalt und Traumatischen Erlebnissen. Ist man am Anfang noch fasziniert und rätselt mit, so lässt die Spannung leider recht schnell nach, denn es wird bedauerlicherweise zu schnell zu viel verraten. Dafür erfährt der Leser einige Dinge, die von Interesse wären, bis zum Schluss nicht. Rain Winter hat Schreckliches erlebt, doch was genau ihren Freunden passiert ist, wird nicht näher ausgeführt. Hank wurde Psychiater, obwohl er immer noch traumatisiert ist. Was der Entführer ihm angetan hat, wird verschwiegen. Tess stirbt, aber auf welche Art und was ihr sonst noch passiert ist, keine Auskunft.
Rains Schuldgefühle, sie hat überlebt, werden gut herausgearbeitet. Auch in die Gefühlswelt von Hank kann man eintauchen und versteht ihn und seine Handlungsweise. Besonders gefallen hat mir die Schilderung seines Zusammentreffens mit dem Hund, es hat erkannt, dass der Hund nicht von Grund auf böse war. Nicht gefallen hat mir allerdings, dass der Hund Rain nicht finden kann als sie sich versteckt, denn das halte ich für nicht realistisch, Jede Figur ist gut beschrieben und wirkt so lebendig. Dennoch habe ich beim Lesen das Gefühl gehabt, es könnte kürzer gefasst werden. Einiges ist ein wenig zu langatmig geraten, dadurch kommt die Spannung zu kurz.
Für mich handelt es sich hier um einen Psychothriller und als solchen kann ich ihn auch empfehlen. Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2020

Wahre Verbrechen - neue Blickwinkel

ZEIT Verbrechen
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„Verbrechen – Echte Kriminalfälle in Deutschland“ von Sabine Rückert ist dazu Deutschlands erfolgreichstem True-Crime-Podcast und 2020 bei Lübbe Audio erschienen.
Verschiedene Sprecher bringen die Fakten ...

„Verbrechen – Echte Kriminalfälle in Deutschland“ von Sabine Rückert ist dazu Deutschlands erfolgreichstem True-Crime-Podcast und 2020 bei Lübbe Audio erschienen.
Verschiedene Sprecher bringen die Fakten zu den spannendsten Kriminalfällen zu Gehör, Fälle, über die man wahrscheinlich schon gelesen oder Berichte in den Medien gesehen hat und doch ist es ganz neu. Im Gegensatz zu den üblichen Medienberichten erfährt man hier auch einiges über das private Umfeld von Täter und Opfer. Es wird sachlich berichtet – und doch spürt man die Betroffenheit der Sprecher. Beim Hören bekommt man das Gefühl, dass jeder Sprecher bewusst für den von ihm vorgetragenen Fall ausgewählt wurde. Es passt einfach zusammen. Die Taten, um die es geht, sind allesamt furchtbar und doch fällt es einem schwer, einfach so zu urteilen. Man denkt darüber nach, wird durch die Vortragsweise geradezu zum Nachdenken gezwungen.
Besonders gefallen hat mir, dass nicht ein Sprecher alle Fälle vorgetragen hat. Diese Unterschiedlichkeit der Vortragsweise war wunderbar. Besonders bei dem Fall der Ohrfeige hat man das Gefühl, die Sprecherin hätte dabei gewesen sein können. Selbst ein Fall wie der der Vera Brühne erscheint einem in einen ganz neuen Licht.
Am Ende kommt die Autorin selbst zu Wort und es ist ein absolut passendes Ende.
Ich kann dieses Hörbuch allen, die sich für True Crime interessieren, nur warm ans Herz legen.

  • Erzählstil
  • Sprecher
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 18.09.2020

Das Monster unter dem Bett ist nur ein Traum oder etwa nicht?

Unter meinem Bett
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„Unter meinem Bett“ von Sandy Mercier ist ein Psychothriller, wie er spannender nicht sein kann.
Emma beginnt sich ein neues Leben aufzubauen und sich ihren Ängsten entgegen zu stellen. Sie ist gerade ...

„Unter meinem Bett“ von Sandy Mercier ist ein Psychothriller, wie er spannender nicht sein kann.
Emma beginnt sich ein neues Leben aufzubauen und sich ihren Ängsten entgegen zu stellen. Sie ist gerade auf einem guten Weg, sich mit ihrem Talent als Köchin etwas aufzubauen und ihre Vergangenheit abzuschütteln. Doch da ist etwas, das will nicht loslassen.
Emma, die schon in „DieTodesküsserin“ eine Rolle spielt, versucht hier im Leben Fuß zu fassen und mit berührenden und fesselnden Worten schildert die Autorin, wie sie trotz all ihrer Ängste den Mut zum Leben nicht aufgibt und um Zufriedenheit und Glück kämpft. Was für eine Kämpfernatur wirklich in ihr steckt, wird im Verlauf des Buches mehr als deutlich. Jobverlust, Verrat durch die Mitbewohnerin – das sind Peanuts gegen den Horror, der noch auf sie wartet. Mir gefällt, wie sorgfältig die Charaktere herausgearbeitet sind. Dadurch erwachen sie beim Lesen zum Leben – leider auch das Böse. Der Leser wird in einen Strudel aus Gefühlen gestürzt. Die Geschichte wird miterlebbar. Man wird einfach hineingezogen.
Der Schreibstil der Autorin fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite und man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Das ist ein Thriller, so wie er sein muss und das ohne blutiges Gemetzel und fliegende Leichenteile. Wer die Todesküsserin kennt, für den ist dieses Buch ein absolutes Muss. Ich liebe Thriller und hatte hohe Erwartungen an dieses Buch. Keine davon wurde enttäuscht im Gegenteil. Ich wage zu behaupten, dass die Autorin meiner Lieblingsautorin Cody McFadyen in nichts nachsteht und hoffe auf weitere spannende Thriller von ihr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2020

Märchen können auch auf dem Wasser wahr werden

King of London
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„King of London“ von Louise Bay ist ein Liebesroman, in dem weder Sex noch Romantik zu kurz kommen und der Juli 2020 bei Lyx erschienen ist.
Hayden Wolf, ein erfolgreicher englischer Geschäftsmann, steht ...

„King of London“ von Louise Bay ist ein Liebesroman, in dem weder Sex noch Romantik zu kurz kommen und der Juli 2020 bei Lyx erschienen ist.
Hayden Wolf, ein erfolgreicher englischer Geschäftsmann, steht vor einem für ihn wichtigen Geschäftsabschluss. Um hierfür seine Ruhe zu haben, chartert er eine Yacht. Doch auf der eben dieser trifft er auf Avery Walker, die hier als Chef-Stewardess tätig ist. Zu ihren Aufgaben gehört es, auch die schwierigsten Gäste zufrieden zu stellen. Von ersten Tag an spürt sie Haydens starke Anziehungskraft, fühlt sich zu ihm hingezogen. Aber Gäste sind für sie tabu, sie würde ihren Job verlieren.
Die Autorin hat die Charaktere liebevoll ausgearbeitet und man spürt vom ersten Augenblick das Knistern zwischen ihnen. Sie wollen sich mit jeder Faser. So wie das Sehnen von Avery klar herüberkommt, so deutlich wird auch die Zerrissenheit von Hayden. Er will sie und auch wieder nicht, denn eigentlich hängt von seinem Geschäftsabschluss alles ab. Man fühlt mit den Charakteren mit, ihre Sehnsucht, ihre Zweifel, ihre Gefühle. Es ist manchmal fast als ob man daneben stünde. Als Avery sie verdächtigt, seine beruflichen Pläne verraten zu haben, spürt man das Entsetzen, dass sie packt wie eine kalte Dusche. Es hat mir gefallen, dass es eine gute Hintergrundgeschichte gibt. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet. Der Schluss war nicht unerwartet. Aber, so gut mir die Geschichte auch gefallen hat, es gibt trotzdem ein aber, am Ende wird es etwas zu viel. Es ist gut gemeint, doch man hätte es ein wenig kürzer fassen können.
Trotzdem kann ich das Buch empfehlen. Für diejenigen, die diese Art der Literatur mögen, ist es absolut lesenswert und unterhaltend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2020

Eine zarte Rose im Bann von Liebe und Gefahr

Rose in the Darkness
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„Rose in the Darkness – Dein Leben in seiner Hand“ von Bonnie Sharp ist ein Dark Romance Thriller der besonderen Art und im März 2020 erschienen.
Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann schlägt ...

„Rose in the Darkness – Dein Leben in seiner Hand“ von Bonnie Sharp ist ein Dark Romance Thriller der besonderen Art und im März 2020 erschienen.
Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann schlägt sich Rose mit miesen Gelegenheitsjobs durch. Als sie sich gegen die Übergriffe ihres Chefs wehrt, wird sie gefeuert. Zufällig bekommt sie die Möglichkeit, Kurierfahrerin zu werden. Zu spät erkennt sie, dass sie damit zum Muli des größten mexikanischen Kartells geworden ist und Aussteigen nicht zu den Optionen gehört. Lediglich Julio scheint zu interessieren was in ihr vorgeht, doch er ist die rechte Hand des Bosses und hält nichts von Gefühlen. Sein untrügliches Gespür für Gefahr hat ihn auf seinen Posten gebracht. Doch als es zu Konflikten kommt und sein Boss einen Krieg mit seinem größten Feind herausbeschwört, geraten beide zwischen die Fronten und Julio muss sich entscheiden.
Angezogen von der blutroten Rose auf dem Cover wurde ich verführt, den Klappentext zu lesen und sofort wusste ich, das Buch muss ich haben. Meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Erwartet hatte ich eine spannende Geschichte, in die eine Liebesgeschichte eingebettet sein würde und natürliche viele gefährliche Situationen, denn schließlich war die Mafia im Spiel. Die Autorin vermag es, so fesselnd zu schreiben, dass man direkt in die Geschichte hineingezogen wird. Vor dem geistigen Auge entsteht das Bild von Julio, der seit vielen Jahren im Kartell arbeitet, Gefühle lässt er nicht zu. Sein untrüglicher Instinkt für Gefahr und seine bedingungslose Treue ließen ihn zur rechten Hand seines Chefs aufsteigen. Und dann trifft er auf Rose, Rose, die nicht als strahlende Superfrau beschrieben wird, sondern eher unauffällig ist, so unauffällig, dass sie als Muli in Frage kommt. Man spürt, wie langsam Gefühle aufkeimen, das leise Knistern. Julio ist kein Engel, er ist ein Killer, hat eiskalt seine Aufträge ausgeführt. In diesem Romance Thriller hat man alles – Leidenschaft, Brutalität, Liebe. Einziges Manko war für mich, dass es spanische Sätze gab, die aber nicht übersetzt wurden, so dass ich das Internet zur Hilfe nehmen musste.
Es war schwer, das Buch nicht in einem Rutsch durchzulesen. Ich bin absolut begeistert. Meine einzige Warnung: Vorsicht absolute Suchtgefahr!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere