Cover-Bild Der Hypnotiseur
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11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 656
  • Ersterscheinung: 17.08.2012
  • ISBN: 9783404163434
Lars Kepler

Der Hypnotiseur

Kriminalroman. Joona Linna, Bd. 1
Paul Berf (Übersetzer)

Vor den Toren Stockholms wird die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden auch dessen Frau und Tochter aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weitere Schwester gibt, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss. Er setzt sich mit dem Arzt Erik Maria Bark in Verbindung, der den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhören soll. Bark gelingt es schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2022

Hammer!

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Meine Meinung
Joona Linna fährt zu einem Tatort, der ganz danach aussieht, als ob die Schulden des Spielsüchtigen Familienvaters das Motiv des Mörders ist. Zumindest auf den ersten Blick. Doch als Joona ...

Meine Meinung
Joona Linna fährt zu einem Tatort, der ganz danach aussieht, als ob die Schulden des Spielsüchtigen Familienvaters das Motiv des Mörders ist. Zumindest auf den ersten Blick. Doch als Joona Linna genauer hinsieht, stellt er fest, dasss die Vorgehensweise des Mörders nicht zu diesem Motiv passt. Er vermutet etwas anderes und muss den komatösen Jungen, der als einziger überlebt hat, unbedingt verhören. Der Arzt Erik Maria Bark hypnotiesiert den Jungen und erfährt, dass der sich Junge selbst als Mörder sieht. Erst als Josef aus dem Krankenhaus flieht und dabei eine Krankenschwester kaltblütig ermordet, wird dem Kommissar klar, dass der Junge wirklich der Täter sein muss. Es beginnt eine Hetzjagd, bei dem der 15jährige Josef immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Als auch noch der Sohn Benjamin des Hypnotiseurs entführt wird, spitzt sich die Lage zu. Er benötigt als Bluter regelmäßig Medikamente. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Als erstes muss ich erstmal ein WOW loswerden. Schon lange nicht mehr hat mich ein Buch derart gefesselt! Die Story ist einfach toll aufgebaut und der Cliffhanger zum Ende jedes Kapitels hat mich immer zum Weiterlesen motiviert. Das Buch hat nach einem spannenden Start auch nach 200 weiteren gelesenen Seiten immer noch ein hohes Tempo und wird keine Sekunde langweilig. Der Spannungsbogen war für mich immer nur ganz kurz mal unterbrochen, nur um dann wieder voll an Fahrt zuzulegen. Der Schreibstil ist einfach, bildhaft und unterhaltsam.

Während der Story gibt es verschiedene Zeitsprünge. Das wirkt am Anfang etwas komplex, jedoch werden dadurch die Geschehnisse vor dem Mord aufgezeigt, sodass der Leser mit jedem Zeitsprung die Hintergründe besser versteht und Antworten auf offene Fragen erhält. Manchmal sind die Zeitsprünge nur ein paar Tage in die Vergangenheit, aber auch der große Zeitsprung von 10 Jahren ist bedeutsam. Ich fand diesen Aufbau sehr interessant. Er animierte mich zum Miträtseln.

Die Charaktere finde ich überragend ausgearbeitet. Der Kommissar ist absolut authentisch, wenn auch manchmal ein wenig barsch und unfreundlich. Er verfolgt sein Ziel und vertraut auf sein Bauchgefühl ebenso wie auf seine gute Beobachtungsgabe. Der Hypnotiseur ist anfangs aufgrund seiner Vergangenheit etwas geheimnisvoll und verdächtig, doch am Ende ein absoluter Sympathieträger. Und Josef .... was ein gruseliger Typ! Für mich ist er ein dunkler, bösartiger, abartiger Junge, der zu allem fähig ist und in seiner ganz eigenen Welt, nach eigenen Regeln lebt. Er hat mir wirklich Angst eingejagd.

Das Ende des Buches hat mich dann emotional auch noch mal gepackt, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich selbst ein Kind habe und die Sorge von Erik und Simone sehr gut nachvollziehen kann.

Fazit
Ein Roman, der hypnotisiert und den Leser von der ersten bis zur letzten Seite packt! Von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.09.2016

Fesselnd von Anfang an!

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An diesem Buch ist mir zuerst das Cover ins Auge gefallen, deswegen musste ich es haben. Und der Titel machte mich natürlich auch neugierig.

Das Buch beginnt gleich mit einem grausamen Verbrechen: Fast ...

An diesem Buch ist mir zuerst das Cover ins Auge gefallen, deswegen musste ich es haben. Und der Titel machte mich natürlich auch neugierig.

Das Buch beginnt gleich mit einem grausamen Verbrechen: Fast eine komplette Familie wurde ausgelöscht, nur der Junge überlebt schwer verletzt. Während man ihn anfangs für ein Opfer hält wird relativ schnell klar, dass er es faustdick hinter den Ohren hat und alles andere als unschuldig ist.
Von nun an verweben sich zwei unterschiedliche Handlungsstränge miteinander. Als Leser bekommt man den Eindruck, viel zu wissen bzw. zumindest zu erahnen, aber dann ändert sich doch wieder alles.
Ungefähr in der Mitte des Buches kommt es dann zu einer langen Rückblende. Dies geschieht nicht in Form eines kurzen Flashbacks, sondern wirklich ausführlich. Das hat mir gut gefallen, da einige offene Fragen vom Anfang jetzt geklärt wurden.
Zum Schluss ist es leider so, dass zwar alles in sich schlüssig ist, die Geschichte vom Anfang, der brutal ermordeten Familie, aber schon um einiges früher endet und damit gar nicht mehr den Mittelpunkt des Buches darstellt. Im Endeffekt hatte ich das Gefühl, dass dies nur eine Nebenhandlung ist - was wahrscheinlich vom Autor auch so gewollt war. Trotzdem fand ich das ein bisschen schade, dass das so schnell "abgehandelt" war.
Die Figur sind gut beschrieben und die Hauptcharaktere klar gezeichnet. Schön fand ich, dass auch die Protagonisten nicht fehlerfrei sind - das macht sie irgendwie menschlicher.
Ungewohnt empfand ich anfangs auch den Schreibstil, da das Buch im Präsens geschrieben ist. Allerdings habe ich mich schnell daran gewöhnt und gerade an den spannenden und rasanten Stellen hat dies die Spannung noch mehr unterstrichen.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich werde sicher noch mehr von Lars Kepler lesen!

Veröffentlicht am 19.03.2021

Zu langatmig

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"Wie Feuer. Genau wie Feuer." So lauten die ersten Worte des Jungen unter Hypnose. Sie öffnen die Tür zu einem Alptraum....

Bei dem Buch "Der Hypnotiseur" handelt es sich um den ersten Fall des ermittelnden ...

"Wie Feuer. Genau wie Feuer." So lauten die ersten Worte des Jungen unter Hypnose. Sie öffnen die Tür zu einem Alptraum....

Bei dem Buch "Der Hypnotiseur" handelt es sich um den ersten Fall des ermittelnden Kommissar Joona Linna, des Autorenduos Alexandra und Alexander Ahndoril, die unter dem Pseudonym Lars Kepler schreiben.

Es geht um Erik Maria Bark, einem Arzt aus Stockholm, der früher mit Hypnose Therapien bei Patienten durchgeführt hat. Bark wird zu einem Mordfall hinzugezogen, um den Schwerverletzten zu hypnotisieren damit die Polizei Angaben zum Täter in Erfahrung bringen kann. Dies bringt allerdings schreckliche Erkenntnisse zum Vorschein.

Meine Meinung: Die Idee zum Buch war unglaublich interessant und spannend. Ich liebe Bücher, die eine individuelle Idee und gerade nicht das gleiche, bekannte Schema haben. Dies hat mir bei diesem Buch sehr gefallen.
Allerdings war die Umsetzung nach meiner Ansicht nicht überzeugend. Die tatsächliche Geschichte, nämlich der grausame Mordfall rückt bei dem Buch völlig in den Hintergrund. Vielmehr werden noch mehrere andere Schauplätze eröffnet, sodass sich das Buch über Seiten hingezogen hat. Alles war sehr langatmig und extrem detailliert beschrieben. Ich hätte mir dies allerdings deutlich kürzer gewünscht und auf einige Ideen hätte man verzichten können.

Leider haben mir auch die Charaktere des Buches nicht wirklich gefallen. Vor allem die Frau des Hypnotiseurs Simone war extrem nervig. Dennoch fand ich den Schreibstil der Autoren gut. Die Beschreibungen der einzelnen Personen war bildlich und alles gut vorstellbar.

Am wenigsten konnte ich den Schluss des Buches nachvollziehen. Alles was vorher so dahindümpelte, wurde am Schluß actionreich und völlig überzogen und unrealistisch dargestellt.

Insgesamt daher ein Buch, dass ich nur bedingt weiterempfehlen kann. Von mir daher 2,5/5⭐.

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