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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2020

Unterhaltsam, aber emotionslos

Warrior Cats - Die Macht der Drei. Verbannt
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Meine Meinung
Der DonnerClan wird vom Stamm des eilenden Wassers um Hilfe gebeten. Fremde Katzen machen den Stammkatzen das Leben schwer, stehlen deren Beute und verdrängen sie immer mehr. Feuerstern entscheidet ...

Meine Meinung
Der DonnerClan wird vom Stamm des eilenden Wassers um Hilfe gebeten. Fremde Katzen machen den Stammkatzen das Leben schwer, stehlen deren Beute und verdrängen sie immer mehr. Feuerstern entscheidet ein paar Krieger zur Unterstützung auf die lange Reise in die Berge zu schicken, denn einst half auch der Stamm den Clan-Katzen auf der großen Reise und gewährte ihnen Unterschlupf und Nahrung. Brombeerkralle, Eichhornschweif, Krähenfeder und Bernsteinpelz waren bereits auf der großen Reise dabei und treten die lange Reise nun zusammen mit den vier Schülern Häherpfote, Windpfote, Distelpfote und Löwenpfote an. In den Bergen angekommen stoßen Sie auf Ablehnung und Misstrauen und merken, wie schwer es werden wird, die Heimat des Stammes zurückzuerobern.

Die Charaktere hat das Team von Erin Hunter wieder sehr schön dargestellt. Die Krieger sind viel erfahrener und handeln wesentlich überlegter. Die Schüler albern am Anfang der Reise noch viel rum, doch je länger die Reise dauert und je mehr Gefahren sie überstehen, desto reifer und nachdenklicher werden die vier. Sie werden erwachsen. Die Schüler müssen sich mit Mobbing und Unterdrückung auseinandersetzen und jeder einzelne entwickelt seinen individuellen Standpunkt dazu. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil hat mich durch das Buch getragen. Sehr leicht und flüssig, aber dennoch mitreißend geschrieben, hat es mir Spaß gemacht, das große Abenteuer mit zu verfolgen. Spannung gab es im Gegensatz dazu leider etwas wenig, nur ein paar kleinere Aktionen und das Ende haben für Spannung gesorgt. Unterhaltsam war das Buch trotzdem, denn alleine das Zusammenspiel der Katzen gefällt mir gut.

Der Stamm des eilenden Wassers hat mich allerdings ganz schön genervt. Sie wurden bedroht und ihre Beute wurde gestohlen und doch weigern sie sich um ihr Zuhause zu kämpfen. Immer wieder wirken sie völlig resigniert. Am liebsten wäre ich manchmal aufgesprungen und hätte sie in den Hintern getreten damit sie endlich aufwachen.

In diesem Teil der Staffel haben mir ein wenig die Emotionen gefehlt. Ich konnte mit keiner Katze so richtig mitfiebern und fühlte mich zwar gut unterhalten, aber so richtig gepackt war ich nicht. Ich fand das sehr schade und auch ein bisschen enttäuschend. Gerade weil das in den vorangegangen Büchern der Serie nicht so ist. Aber vielleicht bin ich hier auch schon ein bisschen zu verwöhnt.

Fazit
Dieser Teil der Staffelgeschichte bringt mich nicht weiter, denn mir geht der Sinn der Reise nicht auf. Sicherlich ein schwächerer Band der Staffel. Dennoch ein lesenswertes Buch. Von mir eine solide Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2020

Lesenswert und stimmig!

Fahr zur Hölle
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Meine Meinung
Die forensische Anthropologin Tempe Brennan hat ihren Urlaub auf Hawaii genossen und als sie zurück nach Charlotte kommt, wartet auch gleich schon wieder Arbeit auf sie. Das große NASCAR-Rennen ...

Meine Meinung
Die forensische Anthropologin Tempe Brennan hat ihren Urlaub auf Hawaii genossen und als sie zurück nach Charlotte kommt, wartet auch gleich schon wieder Arbeit auf sie. Das große NASCAR-Rennen steht vor der Tür und auf der Müllhalde nebenan wird ein Fass gefunden, in dem eine Person einbetoniert wurde. Tempe übernimmt den Fall und befreit die Leiche Stück für Stück aus dem Fass. Der Beton wird als der gleiche Beton identifiziert, der damals auch für die Rennstrecke benutzt wurde und so werden schnell Vermutungen laut, dass der Mord etwas mit der Strecke zu tun haben könnte. Da vor Jahren auch zwei Teenager spurlos verschwunden sind, die fast jeden Tag auf der Rennstrecke unterwegs waren, wird der Fall immer komplizierter und Tempe zerbricht sich den Kopf darüber was vor 12 Jahren passiert sein könnte. Als sie der Sache auf den Grund geht, taucht das FBI auf und beschlagnahmt Beweise. Sogar Leichen verschwinden spurlos. Das weckt erst recht die Neugier von Tempe. Und genau das bringt sie in Gefahr.

In "Fahr zur Hölle" geht es um die Aufklärung des Verschwindens der beiden Teenager Cale und Cindi. Kathy Reichs ist es gut gelungen, den Fall langsam aufzubauen und ein paar falsche Fährten zu legen. Zwischendurch gibt es die ein oder andere Gefahre für Tempe, es werden Menschen ermordet und am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Bis zum Schluss wusste ich wirklich nicht, wer der Bösewicht ist. Das Ende war plausibel und doch überraschend. Etwas trocken empfand ich dagegen die detaillierten Beschreibungen zum NASCAR-Rennen. Es wurde viel erklärt und obwohl ich mit einigen Namen sogar etwas anfangen konnte, war es doch etwas viel des Guten. Das sehen NASCAR-Fans aber wahrscheinlich anders. Dafür blieb die private Seite von Tempe relativ stark im Hintergrund. Es gab nicht viel über ihr Liebesleben, dabei war ich doch gespannt, wie es mit Detective Ryan weitergeht. Ich habe bis hier hin alle Bücher von Kathy Reichs gelesen und für mich ist es einfach schon interessant, wenn ich ihrem Alltag beiwohnen darf.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. So war es für mich einfach das Buch innerhalb von zwei Tagen durchzulesen. Dazu beigetragen haben natürlich auch die Cliffhanger, die Kathy Reichs immer am Ende jedes Kapitels geschickt einbaut. Da muss ich einfach jedes Mal weiterlesen weil ich wissen will wie es weitergeht.

Kathy Reichs befasst sich hier sehr kritisch mit der Vermutung, dass das FBI oder auch Geheimdienste nicht immer daran interessiert sind, Verbrechen aufzuklären. Sie kennen Mittel und Wege, Dinge zu vertuschen, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind. Es ist eine Grundsatzfrage, ob es das Recht der Öffentlichkeit ist, die Wahrheit zu erfahren oder ob die Wahrheit einfach manchmal nicht zu verkraften ist.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Leser, die noch kein anderes Buch aus der Serie gelesen haben, etwas enttäuscht sein könnten. Das NASCAR-Rennen und das Drumherum drängt sich hier schon stark in den Vordergrund und teilweise fehlt den Charakteren auch ein wenig Tiefgang, ausgenommen die Charaktere, die sich sowieso durch die Serie ziehen. Das gibt dem Spannungsbogen nur wenig Spielraum sich aufzubauen. Erst gegen Ende des Thrillers nimmt der Plot so richtig an Fahrt auf und bleibt dann aber spannend bis zum Schluss. Die ersten zwei Drittel des Buches plätschern dagegen eher leicht vor sich hin. Sicherlich nicht ihr stärkstes Buch, aber dennoch lesenswert.

Fazit
"Fahr zur Hölle" ist wieder mal ein gelungener Thriller von Kathy Reichs. Es macht mir einfach immer wieder Spaß Tempe Brennan bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Für alle Fans der Buch-Serie und für alle, die gerne einen Thriller lesen, der nicht dadurch leben muss, dass auf jeder zweiten Seite ein Massaker ausbricht. Von mir eine klare Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2020

Gute Unterhaltung und viel Spaß.

Knochenjagd
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Meine Meinung
An einem Sonntag Morgen im Juni kommt eine junge Frau ins Krankenhaus in Quèbec und berichtet von Blutungen im Vaginalbereich, die einfach nicht aufhören wollen. Der behandelnde Arzt spricht ...

Meine Meinung
An einem Sonntag Morgen im Juni kommt eine junge Frau ins Krankenhaus in Quèbec und berichtet von Blutungen im Vaginalbereich, die einfach nicht aufhören wollen. Der behandelnde Arzt spricht die junge Frau auf eine Schwangerschaft und eine kürzliche Entbindung an, doch die Frau schweigt und verschwindet kurz darauf. Da der Arzt vermutet, dass ein Säugling in Gefahr ist, informiert er die Behörden. Die Behörden fahren zum Haus der jungen Frau, treffen sie jedoch nicht an. Als einer der Beamten hinter dem Haus ein blutgetränktes Stoffknäuel in einer Mülltonne findet, wird ein Durchsuchungsbefehl ausgestellt. Für den Fall, dass es verweste Überreste im Haus geben sollte, wird Tempe Brennan hinzugeholt.

Doch Tempe findet nicht nur EIN Baby. Sie findet drei. Und mit jedem Fund wird ihr das Herz schwerer. Was ist das für eine Mutter, die ihre neugeborenen Babys tötet und dann flüchtet? Wie kann sie ein Leben vernichten, das nicht mal richtig begonnen hat? Tempe ist wütend und schwört den drei kleinen Babys die Wahrheit herauszufinden. Zusammen mit Detective Ryan fliegt sie nach Edmonton und fängt an zu recherchieren. Und je näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr Menschen sterben. Am Ende ist sie selbst in großer Gefahr und egal wie es am Anfang zu sein schien, alles kommt ganz anders.

Dieser Thriller von Kathy Reichs ist gelungene Unterhaltung. Ich wurde gut in die Geschichte eingeführt. Die Charaktere sind mir ja nun schon größtenteils bekannt und ich habe immer wieder Freude daran, die Entwicklung über die Bücher hinweg mitzuerleben. Für mich ist es schon fast so als würde ich mit jedem neuen Buch von Kathy Reichs mal gucken, was meine alte Bekannte Tempe so in der letzten Zeit getrieben hat. Aber auch für jemanden, der die Reihe noch nicht vollständig oder gar nicht gelesen hat, ist dieses Buch so aufgebaut, dass Vorkenntnisse nicht benötigt werden. Die Charaktere sind absolut authentisch und keiner spielt den Superhelden. Jeder blutet und wird verwundet, niemand entwickelt Superkräfte. Menschen sterben.

Der Schreibstil ist wunderbar einfach und gut verständlich, lediglich die medizinischen Fachbegriffe und die französischen Namen der zuständigen Institute können etwas anstrengend werden. Trotzdem mindert das für mich den Unterhaltungswert nicht. Die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge und am Ende jedes Kapitels - wie für Kathy Reichs typisch - findet sich ein schöner Cliffhanger!

Insgesamt war dieser Thriller nicht von Anfang bis Ende hindurch spannend. Durch die Ermittlungen und die kleinen Fortschritte baut sich aber ein schöner Spannungsbogen auf und am Ende konnte ich gar nicht schnell genug lesen um herauszufinden, wie die Sache denn jetzt ausgeht und wer da mit wem unter einer Decke steckt. Zwischendurch streut Kathy Reichs nämlich ganz gerne hier und da Möglichkeiten ein, die manche Personen sehr verdächtig wirken lassen. Besonders gut finde ich dann immer direkt mit Tempe mitzurätseln, wenn ihre Synapsen mal wieder durchdrehen und ihr irgendetwas sagen wollen, sie aber nicht sofort drauf kommt. Die Ich-Perspektive - aus der Sicht von Tempe - spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Zitat
Meine Füße schnellten in die Höhe. Ich knallte mit dem Ellbogen und Kinn auf den Boden. Die unsichtbaren Tentakeln zerrten heftig und zogen mich zuerst durch Schlamm, dann über Fels. Mein Gesicht kippte nach unten. Fauliges Wasser füllte Augen, Nase, Mund. Ich konnte nichts sehen, nicht atmen. (Seite 186)

Fazit
Wieder ein toller Thriller von Kathy Reichs. Ich habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und es hat mir großen Spaß gemacht, wieder ein Abenteuer von Tempe Brennan zu verfolgen. Für alle, die gut unterhalten werden wollen, aber keinen blutrünstigen Thriller erwarten. Von mir eine klare Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2020

Lesenswert, aber wenig emotional.

Wenn du zurückkehrst
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Meine Meinung
Der Arzt Travor Benson hat eine schwere Zeit hinter sich. Dann stirbt auch noch sein Großvater, der ihn nach dem Tod seiner Eltern aufgenommen und großgezogen hat. Travor erbt sein Haus und ...

Meine Meinung
Der Arzt Travor Benson hat eine schwere Zeit hinter sich. Dann stirbt auch noch sein Großvater, der ihn nach dem Tod seiner Eltern aufgenommen und großgezogen hat. Travor erbt sein Haus und seine Bienenstöcke. Als die Polizistin Natalie eines Abends auf seinem Grundstück erscheint, fühlt er sich sofort magisch von ihr angezogen. Noch nie hatte er so starke Gefühle für eine fremde Person. Doch als er Natalie nach einigen Treffen besser kennenlernt, stellt er fest, dass auch sie ihr Päckchen zu tragen hat. Kann ihre Liebe die Situation aushalten? Gibt es am Ende doch einen gemeinsamen Weg für Travor und Natalie? Und dann ist da noch Callie, die jeden Tag an Travors Haus vorbei geht und für ihr junges Alter schon einiges auf dem Kerbholz hat. Als sie in einem Imbiss in New Bern zusammenbricht, ist Travor vor Ort und kümmert sich um sie. Im Krankenhaus erfährt er, dass Callie gar nicht Callie heisst, doch sie will nicht mit der Wahrheit ans Licht - eine Wahrheit, die ihr Leben retten kann. Travor macht sich auf den Weg die Wahrheit herauszufinden - ganz im Sinne seines verstorbenen Großvaters.

Nicholas Sparks hat seine Figuren in diesem Roman sehr gut herausgearbeitet und lässt sie über die Zeit zu authentischen und menschlichen Charakteren werden. Vor allem Travor, der nach seiner Zeit in der Navy viel persönliches aufarbeiten muss, aber auch Natalie und Callie spielen eine große Rolle und der Leser kann sich gleich von Anfang an ein genaues Bild von ihnen machen. Die Nebenfiguren, wie der verstorbene Großvater oder auch die Menschen aus New Bern, mit denen Travor gelegentlich zu tun hat, wurden vom Autor zu vollwertigen Charakteren herausgearbeitet.

Die Story ist dieses Mal für mich nicht so herzzerreißend gewesen, wie in den meisten seiner anderen Bücher. Hauptsächlich geht es um die persönliche Entwicklung eines Veteranen, der aufgrund einer neben ihm explodierten Granate an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidet und versucht, irgendwie sein Leben wieder in den Griff zu kriegen. Und darum, dass man manchmal aus Liebe Dinge tun muss, die einem selbst mehr weh tun, als irgendjemandem sonst. Dieses Mal sind keine Tränen bei mir geflossen, aber dennoch ließ sich die Story sehr gut durchlesen ohne, dass es mir zwischendurch langweilig wurde. Im Gegenteil, ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Dazu beigetragen hat der leicht-lockere Schreibstil, der das Lesen sehr angenehm gemacht hat. Am Ende blieben keine Fragen offen und alle Geheimnisse wurden aufgeklärt. Das finde ich immer sehr zufriedenstellend

Das Cover finde ich (wie bei jedem Nicholas Sparks Buch) sehr gelungen und passend ausgesucht. Es versetzt mich jedesmal sofort in Urlaubsstimmung und lässt mich seine Bücher in jeder Buchhandlung in die Hand nehmen.

Fazit
Dieser Roman von Nicholas Sparks ist nicht so herzzereißend wie viele seiner anderen Bücher und dennoch lesenswert. Für alle Fans von leichter Lektüre ohne Kitsch und natürlich für alle Fans von Nicholas Sparks! Von mir eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2020

Öffnet das Herz und die Seele

Bis zum letzten Tag
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Meine Meinung
Travis und Gabby haben keinen guten Start. Sie iist erst kürzlich in das Haus neben seinem eingezogen und schon ist sie total von ihm genervt. Er macht die ganze Zeit Party, scheint Junggeselle ...

Meine Meinung
Travis und Gabby haben keinen guten Start. Sie iist erst kürzlich in das Haus neben seinem eingezogen und schon ist sie total von ihm genervt. Er macht die ganze Zeit Party, scheint Junggeselle zu sein und sein Hund Moby hat jetzt auch noch ihre Colliehündin geschwängert. Alles pure Missverständnisse wie sich herausstellt: Travis verbringt einfach total gerne Zeit mit seinen Freunden, die alle verheiratet sind und bereits Kinder haben. Er selbst hat bis jetzt noch nicht die richtige Frau für die Familienplanung gefunden, deshalb verbringt er seine Freizeit mit lauter Dingen, die ihm Spaß machen. Und sein Hund Moby ist seit langer Zeit kastriert. Nachdem alle Missverständnisse aus der Welt geschafft sind, bekommen Travis und Gabby die Chance sich besser kennenzulernen und verlieben sich ineinander. Nach wunderschönen Zeiten muss Travis jedoch irgendwann eine Entscheidung treffen, die schwerer nicht sein könnte. Eine Entscheidung aus Liebe.

Nicholas Sparks hat auch in diesem Roman seine Figuren wieder hervorragend herausgearbeitet. Von der ersten Seite an hegte ich Sympathien für den Tierarzt Travis und Gabby, die versucht, ein neues Leben anzufangen. Travis wird zuerst als feiernder Junggeselle dargestellt, der sich aber als Charakter mit Tiefgang entpuppt. Beide Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter und es gibt auf beiden Seiten ein paar nicht so leichte Entscheidungen zu treffen - zu mal Gabby eigentlich liiert ist. Ein Neuanfang ist allerdings selten mit einfachen Entscheidungen verbunden - auch im echten Leben.

Die Story an sich ist anfangs etwas verwirrend. Der Leser bekommt sofort mit, dass etwas Schlimmes passiert sein muss, denn Travis übernimmt die Erzählerrolle und spricht gleich zu Beginn von einem Besuch im Krankenhaus, der ihm sehr schwer fällt. Erst am Ende der Geschichte erfährt der Leser die ganze Wahrheit und die hat mich total mitgenommen. Da sind schon so ein oder zwei Tränchen bei mir gekullert - wie immer bei den Romanen von Nicholas Sparks. Das Ende ist schlüssig und rund, Fragen werden beantwortet und Geheimnisse aufgeklärt. Ich wäre gern länger bei Travis und seinem Leben geblieben.

Der Schreibstil ist einfach und leicht, eine tolle Lektüre für den Urlaub. Dennoch schafft es der Autor auch hier eine ganz lebendige Sprache zu finden, die das Buch wie einen Film vor dem inneren Auge ablaufen lässt. Seite für Seite fliegt der Leser damit ganz mühelos duch das Buch. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher meines Lieblings-Autors!

Fazit
Dieser Roman von Nicholas Sparks öffnet nicht nur Herzen, sondern auch die eigene Seele um sich selbst zu reflektieren. Wie weit darf Liebe gehen? Von mir eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere