Cover-Bild Gray

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11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 21.01.2019
  • ISBN: 9783442488315
Leonie Swann

Gray

Kriminalroman
Nach dem sensationellen Erfolg von »Glennkill« der neue Tierkrimi von Leonie Swann!

Dr. Augustus Huff, Dozent an der berühmten Universität von Cambridge, hat plötzlich ein Problem: einer seiner Studenten ist in den Tod gestürzt. Nur ein tragischer Unfall oder Mord? Augustus vermutet Letzteres, denn das Opfer war alles andere als ein Engel. Ein Mörder in diesen ehrwürdigen Hallen – das darf nicht sein, und so macht sich Augustus, unterstützt von Gray, dem Graupapageien des Verstorbenen, auf die Suche nach dem Täter. Der Vogel erweist sich aber als vorlautes Federvieh, und zuerst stolpert Augustus von einem Fettnäpfchen in das nächste. Doch schon bald ist es Gray, der die richtigen Fragen stellt, und Augustus begreift: nur gemeinsam können sie es schaffen, diese harte Nuss von einem Fall zu knacken!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2019

Spannender Krimi mit hinreißendem Hauptdarsteller

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Elliot Fairbanks, ein Student der renommierten Universität Cambridge, stürzt vom Dach der King´s Chapel in den Tod. Elliots Tutor, Dr Augustus Huff, wird unversehens in die Sache verwickelt und muss sich ...

Elliot Fairbanks, ein Student der renommierten Universität Cambridge, stürzt vom Dach der King´s Chapel in den Tod. Elliots Tutor, Dr Augustus Huff, wird unversehens in die Sache verwickelt und muss sich vorübergehend um den Graupapagei Gray kümmern. Er findet mehr und mehr Hinweise darauf, dass es sich bei Elliots Tod um Mord gehandelt haben könnte. Mit Grays Unterstützung stellt er daher eigene Nachforschungen an.

Diese Geschichte wird hier auf mitreißende und zugleich humorvolle Weise erzählt.
Zwar ist die Figur des Augustus Huff nicht wirklich überzeugend gezeichnet. Einerseits wird er als komplexbeladener Mensch geschildert, als Ordnungsfanatiker mit häufigem Drang, sich die Hände zu waschen. Andererseits soll er beispielsweise eine Expedition an den Amazonas hinter sich haben, der seinem Wesen nach unordentlich ist und wo es selten Gelegenheit zum Händewaschen gibt.
Der eigentliche Hauptdarsteller ist aber ohnehin Gray. Auch er bietet natürlich kein realistisches Bild eines Papageis. Doch es ist einfach ausgesprochen unterhaltsam, ihn bei den Abenteuern, die er gemeinsam mit Huff erlebt, zu begleiten und zu beobachten, wie er in jeder Situation einen „passenden“ Spruch auf Lager hat.
Außerdem ist die Handlung überraschend spannend. (Überraschend deshalb, weil Spannung und Humor einander sonst meist ausschließen.) Es gibt einige unerwartete Wendungen und daneben werden noch so manche Informationen rund um das Leben in Cambridge eingebaut.
Am Ende bleiben ein paar Fragen offen. Insgesamt wird das Ganze aber doch zu einem stimmigen Abschluss gebracht.

Ich kann dieses Buch allen Krimi-Fans und Tierliebhabern nur weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 04.04.2019

Rätselhafter Tod und redseliger Papagei: Ein herausragender Tierkrimi

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Ein Student der berühmten Cambridge Universität, bekannter Fassadenkletterer und, wie sich im Verlauf des Buches herausstellen wird, alles andere als beliebt, stürzt von einem Turm in den Tod.

Unfall ...

Ein Student der berühmten Cambridge Universität, bekannter Fassadenkletterer und, wie sich im Verlauf des Buches herausstellen wird, alles andere als beliebt, stürzt von einem Turm in den Tod.

Unfall oder Mord? Diese Frage beschäftigt Dr. Augustus Huff, Dozent an der Universität, der doch eigentlich gar keine Zeit hat, sich dem Mord zu widmen und dennoch der rätselhaften Geschichte bald so verfallen ist, dass er kaum an etwas anderes denken kann und umfangreiche Forschungen anstellt.

Dafür sorgt neben einigen Verbindlichkeiten in Bezug auf die reiche und gefürchtete Familie des Toten, die sich Huff mehr oder weniger versehentlich einfängt, ganz besonders die eigentliche Hauptfigur des Romans, der titelgebende Graupapagei Gray.

Mehr oder weniger versehentlich wird Huff dessen temporärer Halter, nachdem er eigentlich nur der Putzfrau helfen wollte, die im Zimmer des Verstorbenen Gespenster witterte. Notgedrungen nimmt er das Tier an sich, mit dem sich bald eine innige Beziehung entwickelt.

Das liegt nicht zuletzt an Grays ganz besonderem Wesen: Der Papagei ist intelligent, redselig, hat seinen eigenen Kopf und weiß, wie sich im Verlauf der Geschichte mehr und mehr herausstellen wird, einiges über den Tod seines ehemaligen Halters zu berichten.

Leonie Swan schreibt mit "Gray" bereits ihren 3. Tierkrimi, der allerdings in einer ganz anderen Welt spielt als seine Vorgänger.

Das Besondere an diesem Krimi ist sein Held, der Graupapagei Gray, der so liebevoll und bis ins kleinste Detail glaubwürdig dargestellt wird, dass ich nach dem Lesen aufrichtig traurig war, dass er nicht aus dem Buch herausflattern und mir weiter Gesellschaft leisten kann. Ganz besonders gelungen sind Leonie Swan die Sprachbeiträge Grays, die immer ins Schwarze treffen und so eigenwillig und skurril sind, dass man das Tier einfach lieben muss. Als Papagei hat Gray natürlich ein begrenztes Sprachrepertoire, das vor allem aus einigen immer wiederkehrenden Sätzen besteht. Diese äußert der Papagei jedoch immer derart passend zur Situation, dass es eine wahre Freude ist. Ob nun beim Dialog mit einem angesehenen Bakterienforscher, in Zwiesprache mit seinem Halter oder flirtend am Telefon mit der Geliebten seines verstorbenen Ex-Halters: Gray findet immer die passenden Worte. Das ist teils urkomisch, teils rührend und es kann zuweilen auch sehr tiefsinnig sein.

Vor dem Hintergrund dieser genial und glaubwürdig ausgestalteten tierischen Figur kann alles andere eigentlich nur verblassen. Dennoch gelingt es Leonie Swan, dass man nicht nur Grays nächster Wortäußerung entgegenfiebert, sondern auch der Lösung des Kriminalfalls, der mit einigen unvorhersehbaren Wendungen aufwartet.

Auch die menschliche Hauptfigur, Dr. Augustus Huff, ist so eigenwillig und dennoch sympathisch, dass sie einem noch länger im Gedächtnis bleiben wird. Huff, mit (leichten?) Zwangsstörungen ausgestattet, entwickelt sich im Verlauf des Romans nicht zuletzt unter Einwirkung seines neuen Freundes Gray von einem skurrilen, eigenbrötlerischen Charakter hin zu einem etwas kontaktfreudigeren Exemplar.

Die Auflösung des Krimis ist bis zum Ende spannend, im Vordergrund steht jedoch die Weiterentwicklung der Freundschaft von Gray und Huff. Für mich war das auch gut so, denn ich wollte möglichst viel über die Beziehung der beiden lesen.

Veröffentlicht am 27.07.2018

Der seltsame Frieden der Dächer

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den wusste Elliot Fairbanks, ein ausgesprochen unangenehmer Student, sehr zu schätzen (S.182). Er war ein passionierter Fassadenkletterer, der überraschend verschied: durch einen Sturz bei ebendieser Tätigkeit. ...

den wusste Elliot Fairbanks, ein ausgesprochen unangenehmer Student, sehr zu schätzen (S.182). Er war ein passionierter Fassadenkletterer, der überraschend verschied: durch einen Sturz bei ebendieser Tätigkeit. Elliot hatte nicht nur dieses ungewöhnliche Hobby, nein, er wurde zudem auf Schritt und Tritt vom Papageien Gray, einem ausgesprochen vorwitzigen Gesellen, begleitet.

Nun ist Gray der (selbstgewählte) Gefährte von Dr. Augustus Huff, seines Zeichens Dozent an der Universität Cambridge und Elliots Tutor, der in Bezug auf Elliots Tod unversehens in die Rolle des Ermittlers gerät, wobei er auf Schritt und Tritt von Gray begleitet wird. Was ist geschehen? War es ein Unfall, wie es zunächst offiziell heißt, oder doch Selbstmord oder gar Mord? Kaum jemand, der Elliot hinterher trauert. Lediglich seine Mutter Lady Fairbanks, die weiße Viscountess, ein ätherisches Geschöpf, das gewisse Saiten in Huff zu rühren vermag. Doch selbst ihr ist klar, dass ihr Junge kein Engel war.

Und was war die Ursache für was auch immer? Familienzwistigkeiten, Konkurrenzkampf, Frauengeschichten oder gar Erpressung? Huff hat so einiges zu tun und die unterschiedlichen Begegnungen zu meistern, wobei er auf Schritt und Tritt von Gray begleitet wird, der ihn so manches Mal in die Bredouille bringt.

Die Meisterin der tierischen Krimis Leonie Swann hat nach ihrer selbstbestimmten Schafherde von Glennkill einen neuen Helden kreiert, der der munteren Horde in nichts nachsteht. Im Gegenteil, hier geht es fast noch eigenwilliger und origineller zu und der Krimi gewinnt ganz außerordentlich durch den Handlungsort: die ehrwürdige Universitätsstadt Cambridge. Doch leider ist aus meiner Sicht auch dieser Krimi - wie bereits der Vorgänger - nicht frei von Längen, weswegen ich mich streckenweise doch sehr zusammenreißen musste, um am Ball zu bleiben. Zugegeben, ich wurde jedes Mal reichhaltig fürs Dranbleiben belohnt: durch witzige Ideen und überraschende Wendungen, aber ich hätte mich dennoch gefreut, wenn ich von der ein oder anderen ausgedehnten Episode verschont geblieben wäre.

Dennoch ein empfehlenswertes und ungewöhnliches Buch, das leider nicht ganz so leichtfüßig daherkommt, wie es ihm anstehen würde. Aber alles in allem: seinen Spaß hat man damit allemal und erlebt zudem ein richtig schönes rundes Ende mit einer gelungenen Auflösung des Falls!