Cover-Bild Das Licht ist hier viel heller
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 08.03.2021
  • ISBN: 9783328106500
Mareike Fallwickl

Das Licht ist hier viel heller

Roman
Ein soghafter Roman über das Gelingen und Scheitern von Beziehungen, über Macht und Machtmissbrauch, über Männer und Frauen und alles, was sie einander antun.

Maximilian Wenger und seine Tochter Zoey haben nicht viel gemeinsam. Er liebt den Ruhm, den er einst als gefeierter Schriftsteller genossen hat. Sie möchte auf keinen Fall in der Öffentlichkeit stehen. Als Wenger Briefe einer unbekannten Frau erhält, die eigentlich an seinen Vormieter gerichtet sind, beginnen er und Zoey unabhängig voneinander zu lesen. Es sind Briefe voller Brutalität und Zärtlichkeit, voller Liebe und Hass – und Wenger ahnt nicht, dass Zoey etwas erlebt hat, das sich in diesen Worten spiegelt. Vater und Tochter werden an einen Scheideweg geführt, an dem etwas Altes endet und etwas Neues beginnt ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2025

Packend wie ein Thriller!

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Mareike Fallwickls Das Licht ist hier viel heller hat mich von der ersten Seite an gefesselt und lässt mich noch lange nicht los. Der Roman erzählt von Macht, Machtmissbrauch, Liebe und Gewalt zwischen ...

Mareike Fallwickls Das Licht ist hier viel heller hat mich von der ersten Seite an gefesselt und lässt mich noch lange nicht los. Der Roman erzählt von Macht, Machtmissbrauch, Liebe und Gewalt zwischen Männern und Frauen und beleuchtet auf eindringliche Weise, wie persönliche Beziehungen von gesellschaftlichen Hierarchien geprägt sind. Besonders vor dem Hintergrund des Springer Verlag Skandals und der MeToo-Bewegung gewinnt das Buch an erschütternder Aktualität.

Fallwickl zeigt, wie Gewalt und Unterdrückung nicht nur öffentlich, sondern oft auch in den intimsten Beziehungen wirken. Die Geschichte von Maximilian Wenger und seiner Tochter Zoey offenbart, wie tief patriarchale Strukturen in Familien und gesellschaftliche Erwartungen verankert sind. Zoeys Erfahrung und ihr Umgang mit den Enthüllungen in den Briefen einer unbekannten Frau werden zu einem Akt des Bewusstwerdens und der Selbstermächtigung.

Die Sprache des Romans ist klar, direkt und emotional eindringlich. Fallwickl erzählt nicht nur eine Geschichte über Missbrauch und Macht, sondern auch über die Möglichkeiten der Befreiung, über Widerstand und über das Recht, eigene Erfahrungen und Wahrheiten zu leben. Das Licht ist hier viel heller ist ein wichtiges Buch für unsere Zeit, das Mut macht, hinszusehen und die Stimmen von Frauen ernst zu nehmen.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Mareike Fallwickl überzeugt einfach

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Wieder ist es ein eindringliches, gesellschaftliches Portrait. Eine gesellschaftskritische Studie, die klar das Patriarchat aufzeigt. Interessant finde ich die beiden Perspektiven. Einmal aus Sicht des ...

Wieder ist es ein eindringliches, gesellschaftliches Portrait. Eine gesellschaftskritische Studie, die klar das Patriarchat aufzeigt. Interessant finde ich die beiden Perspektiven. Einmal aus Sicht des Vaters und aus Sicht der Tochter, die im Laufe des Buches 18 Jahre alt wird. Und es gibt noch eine dritte Perspektive: Briefe einer Frau, an einen uns unbekannten Mann.

Fallwickl verknüpft die Schicksale wieder so gekonnt miteinander. Schonungslos erzählt sie die Wahrheiten, die Frauen erleiden und erdulden, aber auch die Wahrheiten der Männer, die daraus Profit schlagen. Ein hartes Buch aber auch eine Geschichte der Befreiung und der späten Erkenntnis. Auch hier wird man kein weichgespültes Happy End vorfinden. Das Buch endet für mich mit einem Kopfschütteln. Nicht weil es an Hoffnung vermissen lässt, das tut es nicht, im Gegenteil. Die junge Tochter sät Hoffnung. Aber der Vater zeigt uns auch mach kurzen Momenten der Reflexion, dass das Patriarchat viel zu tief in ihm verwurzelt ist.

Wieder ein Buch, dass ich gern weiterempfehlen werde. Und klar, nun muss ich auch 'Dunkelgrün, fast schwarz' lesen.

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Definitiv nicht langweilig!

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„Man will immer so viel von der Welt, von den Menschen. Dass sie einem ihre Aufmerksamkeit schenken und einen damit anfüllen bis obenhin, sodass man sich angenommen fühlt in ihrer Mitte und endlich einmal ...

„Man will immer so viel von der Welt, von den Menschen. Dass sie einem ihre Aufmerksamkeit schenken und einen damit anfüllen bis obenhin, sodass man sich angenommen fühlt in ihrer Mitte und endlich einmal nicht allein.“

Unglaublich gutes Buch, was den Atem anhalten lässt und zum Kopfschütteln geführt hat, über Gefühle, sexuelle Gewalt, männliche Arroganz, Benachteiligung von Frauen, Enttäuschung, Selbstfindung, Angst und Verzweiflung… Es war tiefgründig, überraschend und spannend! Besonders die Briefe waren einfach überwältigend – direkt ins Herz!

„Was bleibt von einem Menschen, wenn man ihm alles nimmt, seine Sprache, seine Umgebung, seine Gewohnheiten, sein Selbstverständnis, wer ist er dann, zurückgeworfen auf sich selbst? Das Licht ist hier viel heller, obwohl das Meer es gierig verschluckt. Bis zu meinen Zähnen ist mein Mund angefüllt mit Wut.“

Wichtige Themen und authentische, menschliche und facettenreiche Charaktere waren intelligent und humorvoll geschrieben! Ein wichtiges Buch für alle! Hier ist kein Wort Zuviel - absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 19.04.2021

Komplette Überraschung!

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Anfangs noch scheinbar angenehm leichte (weil es sich so fix lesen lässt) Unterhaltungsliteratur, die ich bald schon wegen der herrlich komplexen Charaktere schätzte, entwickelte sich immer mehr ein klarer ...

Anfangs noch scheinbar angenehm leichte (weil es sich so fix lesen lässt) Unterhaltungsliteratur, die ich bald schon wegen der herrlich komplexen Charaktere schätzte, entwickelte sich immer mehr ein klarer Ton, eine starke Stimme gegen das, um was es in diesem Buch eigentlich geht: Sexueller Missbrauch, das Ausnutzen von Macht, das Rollenbild Mann-Frau. Ich verstand, dass jeder Charakter, jede Handlung, einfach alles, damit zusammen hängt. Ab da wusste ich, das ist eins der Bücher – die ich im Herzen behalten werde und von denen ich denke, sie sollten im Deutschunterricht analysiert werden.

Von Anfang an war ich begeistert, aber dachte, dass es einer der Bücher ist, die ich zwar gut finde, aber bei denen das gewisse Etwas fehlt – und dann wurde ich eines Besseren belehrt. Das Buch ist extrem klug und vorsichtig zusammengesetzt, der Schreibstil passt so perfekt und passt sich den Gegebenheiten subtil an, die Charaktere haben mich begeistert, das Erzähltempo war ideal, man kann das Ganze wunderbar analytisch lesen, während das Lesevergnügen nicht zu Kurz kommt, denn die Seiten blätterten sich fast von selbst um.

Es hat mich zum Lachen gebracht mit der wortgewandten Selbstironie, zum Schmunzeln bei den treffenden Kulturreferenzen und es hat gleichzeitig mein Herz gebrochen, mit der viel zu realen Tragik dahinter. Alles, was ich in einem Buch möchte, was ich erwarte, wovon ich denke, dass ein Buch brauch – es ist hier vereint. Mareike Fallwickl: Du hast einen neuen Fan. Und ich ein neues Buch, das sich zu den Lieblingen einreiht.

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Veröffentlicht am 28.03.2021

Sprachgewaltig, aufwühlend, facettenreich

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Ein ehemals berühmt-berüchtigte Schriftsteller: „Es ist 11.23 Uhr, und Wenger versucht, sich zu Sturm der Liebe einen runterzuholen“ S.5
Doch seine Erektion lässt ihm in Stich und in seinem Leben läuft ...

Ein ehemals berühmt-berüchtigte Schriftsteller: „Es ist 11.23 Uhr, und Wenger versucht, sich zu Sturm der Liebe einen runterzuholen“ S.5
Doch seine Erektion lässt ihm in Stich und in seinem Leben läuft einiges nicht mehr, wie es mal war. Nach Jahren Rampenlicht, viele Bestseller und Skandale verlässt seine Frau ihm für einen jüngeren Sportfreak, seine Kinder hassen ihm und seine Bücher sind Ladenhüter. Im Selbstmitleid suhlend, gammelt Wenger in seiner Junggesellenbude, lässt sich von seiner Schwester bekochen. Bis er eines Tages Briefe von einer fremden Frau erhält, die nicht für ihn bestimmt sind. Briefe; die voll mit Wut, Schmerz, Liebe und Hass beladen sind. Wenger öffnet und liest sie und auf einmal weist er, worüber er schreiben will. Doch er weiß nicht, dass seine 18-jährige Tochter Zoey, dieselben Briefe liest und denselben Schmerz und dieselbe Wut spürt, wie die geheimnisvolle Verfasserin.

Ein Buch voll mit Schmerz, Wut, Liebe und Hoffnung. Eine Geschichte, die mich als Mutter extrem wütend gemacht hat. Wie kann man als Eltern von Jugendlichen so Blind und Selbstsüchtig sein? Wie kann man eigene Kinder ignorieren oder die für sich selbst vorteilhaften Zwecken benutzen wollen?

Erzählt wird die Geschichte aus Zoeys und Wengers Sicht, wobei ich am liebsten Wangers „gepuderten Nase“ eine einhauen wollte, war Zoey für mich die Heldin. Obwohl sie sehr arrogant und selbstbewusst herüberkommt, waren ihre Gefühle, Ängste, Wünsche und Liebe ergreifen Nah. Besonders ihre Liebe und Beschützerinstinkt gegenüber ihrem Bruder hat mich tief berührt. Zwischen beiden Perspektivenwechseln kommen die Poesie geladenen Briefe, die mich stellenweise zu Tränen gerührt hat.

Schlagfertig, nicht schönt, frech und emphatisch schreibt Mareike Fallwickl über eine entzweite Familie, Alltagssexismus und über die Emanzipation von ein junges Mädchen. Sie spricht über den trostlosen Literaturbetrieb, um die AutorInnen gern einen großen Bogen machen und mehr oder minder gibt sie einen Seitenhieb an den BloggerInnen ab, was mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

Absolute Leseempfehlung von mir!

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