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Veröffentlicht am 29.01.2020

Drei ganz unterschiedliche Leben.

Drei Wünsche
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Drei Frauen um die Mitte dreißig treffen sich im Wartezimmer ihres Frauenarztes. Eine ist schwanger, andere möchte unbedingt schwanger werden und die dritte denkt, sie ist schwanger von ihrer Affäre. Die ...

Drei Frauen um die Mitte dreißig treffen sich im Wartezimmer ihres Frauenarztes. Eine ist schwanger, andere möchte unbedingt schwanger werden und die dritte denkt, sie ist schwanger von ihrer Affäre. Die drei verstehen sie sich auf Anhieb sehr gut und werden Freundinnen. Klingt nach eine romantische Komödie? Oder eher nach ein kitschiger Frauenroman? Da muss ich euch leider enttäuschen! Denn die Frau Karasek erzählt sehr bewegend, berührend und schonungslos über die ganz unterschiedliche junge Frauen, über deren Ängste und Wünsche.

Die Verlagsangestellte Helena ist glücklich verheiratet und erhält gleich zwei Nachrichten, die ihr schmerzhaft bewusst machen, dass wir auf manche Dinge keinen Einfluss haben. Sie ist schwanger und ihr Vater hat Krebs in Endstadium.

Rebecca hat perfekter Ehemann, der sie Vergöttert und dazu perfekter Job, die sie gerne macht, eigentlich! Denn Sie muss einige Belästigungen und Mobbing am Arbeitsplatz unterdrücken. Sie wünscht sich sehr ein Baby aber ihre Körper hat eigenen Wünsche.

Die erfolgreiche PR-Frau Maxie ist eigentlich glücklich mit ihrem Chirurgen-Ehemann, eigentlich! Doch sie hat Sehnsucht. Sehnsucht nach Verliebt sein, Sehnsucht nach Schmetterlinge im Bauch. Sie will ihr Leben genießen, will ehren und geehrt werden. Sie will aus dem Routine raus, wo Ehepaare ab bestimmte Jahre hereinrutschen und beginnt sie eine Affäre mit dem älteren, ebenfalls verheirateten, erfolgreichen Geschäftsmann. Und dabei setzt sie alles auf Spiel.

Lust und Liebe, Abschied und Neubeginn, Selbstfindung und Familie... Schonungslos und mitreißend schreibt Laura Karasek über die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen. Mit ihrem klare und gnadenlosen Sprache hat sie mir noch einmal vor den Augen gefügt, wie wir als Frau in einem Männerdominierten Welt durchschlagen müssen. Unsere Frau Dasein, unsere Instinkte Mutter zu sein, unsere Wünsche und Gefühle. In kurzen Kapiteln und abwechselten Sichten, nimmt die Frau Karasek die Leser in die Frauenwelt. Egal als Tochter, Mutter, Ehefrau, Liebhaberin, Chefin, Angestellt-in... Wir sind Frauen!! Absolute Leseempfehlung von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2020

Emotional, mysteriös, mitreißend

Die Meerestochter
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Als Beckys Mutter Selma sie und ihr Vater um sich für eine Sekte ähnlicher Künstlergruppe anzuschließen und um in eine Höhle zu wohnen, verlassen hat, war sie acht Jahre alt. Seitdem es ist drei Jahrzehnten ...

Als Beckys Mutter Selma sie und ihr Vater um sich für eine Sekte ähnlicher Künstlergruppe anzuschließen und um in eine Höhle zu wohnen, verlassen hat, war sie acht Jahre alt. Seitdem es ist drei Jahrzehnten kaum Kontakt, kaum Mutter-Tochtertag gegangen und Becky kennt ihre Mutter nur aus dem Zeitungsberichten, denn Selma ist eine berühmte Autorin. Als sie eines Tages ein Anruf von ihrer Mutter bekommt, hat Selma nur noch weniger Tage zu leben und sie hat einer letzter Wunsch: Sie möchte weder in Krankenhaus noch in eine Hospiz sterben, sondern in der Höhle, wo sie Monatelang gelebt, geliebt und noch ein Kind bekommen hatte. Becky ist entsetzt von was sie gehört hat aber bevor sie mehr erfahren kann, stirbt ihre Mutter in der Höhle auf ihrem Schoß. Becky geht auf die Suche nach der verlorenen Schwester, eine Suche, die sie rund um die Welt und in ihres Mutters rätselhaftes Lebens führt...

Die Geschichte spielt zu zwei Zeiten und wird aus der Sicht von beiden Frauen erzählt. Aus der Vergangenheit erzählt Selma sehr berührend, was damals im Sommer 1991 passiert war und warum sie ihre Familie zurückgelassen hat. Ich muss gestehen, am Anfang konnte ich (als Mutter) ihre verhalten nicht nachvollziehen aber laufe des Buches wusste ich, warum. Selma hat dafür ihre Gründe.
Aus der Gegenwart schildert Becky über die schwierige Beziehung mit Ihre Mutter, über die Suche nach der Wahrheit und die Suche nach ihre Schwester. Becky ist eine optimistische, starke Frau, die ich sofort in Herz geschlossen hab. Der Schreibstil die Autorin ist grandios! Bildhaft, mysteriös, leichtverständlich, wendungsreich, emotional, mitreißend... Fast jeder Kapitel endet mit ein Cliffhanger, sodass ich das Buch nicht aus der Hand loslassen konnte. Die Ortsbeschreibungen und die gesamten Charaktere sind realitätsnahe und die Thematik mit dem Höhlen fand ich sehr interessant.

Eine spannende, vor allem abwechslungsreiche Mutter-Tochter Geschichte die mir sehr gut gefallen hat. Es war bereits mein zweites Buch von der Autorin und neben den „Die Meerestochter“ kann ich auch den „Die Mitternachtsschwestern“ ohne Zögern weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2020

Erfrischend und Liebevoll.

Keeping Faith - Farben der Liebe
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Der attraktive Assistenzarzt Ben genießt sein Single-Leben und hat keine Interesse an Beziehungen. Bis einen Jungs-abends ein Farbbekleckste Mädchen in sein Wohnzimmer stürmt und seiner Kumpels beim Mario ...

Der attraktive Assistenzarzt Ben genießt sein Single-Leben und hat keine Interesse an Beziehungen. Bis einen Jungs-abends ein Farbbekleckste Mädchen in sein Wohnzimmer stürmt und seiner Kumpels beim Mario Kart besiegt. Von erstem Moment an ist Ben fasziniert von Faiths geheimnisvollen Art und Weise und beschließt, sie näher kennenzulernen. Doch im Gegensatz zu seiner bisherigen Eroberungen ist Faith wenig begeistert von seinem Charme. Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl versucht er ihrer Mauer zu lockern, aber was das hinter Faiths Abwehrhaltung steckt, bekräftigt Bens Gefühle gegenüber Faith noch mehr...

Ein wunderbarer New Adult Debütroman, welche mir sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil der Autorin ist leicht, richtigen stellen humorvoll und berührend. Die Charaktere sind sehr authentisch und sympathisch, sodass man ohne Probleme deren Gefühl- und Gedankenwelt eintauchen kann. Faiths Direktheit, Bens einfühlsame Art und viele verschiedene interessante Nebencharaktere runden die Geschichte hervorragend ab. Erzählt wird das ganze aus Bens Sicht und meine Meinung nach, dass das Buch etwas besondere macht.
Die Geschichte hat alles, was eine New Adult Roman braucht. Es ist tiefgründig, leicht, witzig, liebevoll...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

Nett, mehr aber auch nicht.

Sweet Sorrow
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Der sechzehn-Jähriger Charlie ist einer durchschnittlicher Junge, nichts an ihm ist besonders. Doch als seine Mutter mit seiner Schwester die Familie verlässt und er bei seinem zunehmend depressiven und ...

Der sechzehn-Jähriger Charlie ist einer durchschnittlicher Junge, nichts an ihm ist besonders. Doch als seine Mutter mit seiner Schwester die Familie verlässt und er bei seinem zunehmend depressiven und arbeitslosen Vater bleiben musste, bricht Charlies Leben zusammen. Er vernachlässigt die Schule, verhaut seiner Prüfungen und er weiß ohnehin, dass er nicht ins College gehen kann. Um möglichst wenig Zeit zu Hause mit sein Vater zu verbringen, fährt er täglich stundenlang mit seinem Fahrrad um die Gegend herum. Eines Tages findet er einen schönen Acker zum Lesen und dabei stößt er auf Fran, schönste und interessanteste Mädchen der er je gesehen hat. Um ihr näherzukommen, beschließt Charlie in ihre Theatergruppe einzutreten und langsam erwacht eine zarte Liebe zwischen den beiden.

„Grandios komisch und schmerzhaft traurig“ schreibt Daily Mirror
„Hinreißend komisch und bewegend“ schreibt Literary Review

Ganz ehrlich?! Ich habe hier weder ein komisches oder trauriges noch bewegendes Geschichte gelesen!! Die Story plätschert für sich hin, in einigen Stellen zieht sich unnötig in der länger und in den anderen Stellen uninteressant. Das soll bewegend sein?
Komisch? Ist das komisch, wenn einer sechzehn-jähriger Junge aus seinem gewohnten Familienrhythmus ausgerissen wird und Los Scheine klaut, damit etwas Geld in der Tasche hat? Ich finde hier rein gar nichts was Komisches! Aber wer über die Situation lachen kann, bitteschön! Ich verstehe dieser Humor da hinter nicht.
Diese Aussagen irritieren die Leser, mehr steckt da hinter nicht!

Erzählt wird die Geschichte aus Ich-Perspektive, wie eine Autobiografische Erinnerungen. Charlie ist heute Mitte 30 Jahre alt aber erinnert sich vor 20 Jahren ganz genau und die ganze wirkte mir unrealistisch. Der Schreibstil ist sehr detailreich, manchmal überflüssig detailreich, sodass die Story unnötig in der Länge zieht. Auch die Liebesgeschichte zwischen Charlie und Fran hat mich nicht erreicht, irgendwie plätschert die ganze gefühllos vor sich hin.

Ob das an den Schreibstil oder an dem Charaktere liegt, kann ich nicht so richtig beurteilen aber die Geschichte ist Zäh und war leider nicht so meins. Kann man lesen, ein muss ist es aber nicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2020

Bin mehr als begeistert von dem Schreibstil!

Das Erbe
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Unerwartet erbt Mona von ihrer Großtante Klara ein großes Miethaus in München-Schwabing - im Wert von 12 Millionen Euro und ein Satz „Mona wird das richtige tun“. Mona wird über Nacht Millionärin, schmeißt ...

Unerwartet erbt Mona von ihrer Großtante Klara ein großes Miethaus in München-Schwabing - im Wert von 12 Millionen Euro und ein Satz „Mona wird das richtige tun“. Mona wird über Nacht Millionärin, schmeißt ihr altes Leben weg und tritt als Alleinerbin in ihr Erbe an. Doch Klaras Worte gibt Mona keine Ruhe. Sie versteht nicht, was ihre Tante mit „richtige tun“ gemeint hat und fängt an zu recherchieren. Doch kaum hat sie einen alten Brief gelesen, kommt sie einer Intrige auf der Spur, die nicht nur um die Vergangenheit rang, sondern auch um ihre Familie.

Es war mein erstes Buch von der Autorin, und was soll ich sagen, ich bin mehr als begeistert von ihrem Schreibstil. Es ist leichtverständlich, spannend und in den richtigen Stellen berührend, sodass man ohne einen Hauch von Langeweile lesen kann. Erzählt wird die Geschichte aus drei Perspektiven. Aus der Gegenwart von Mona aus München und von Sabine aus Hamburg und aus der Vergangenheit erzählt Klara von dem berührenden Schicksal ihre Freundin Mirjam.
Die Hauptprotagonistin Mona war für mich schon auf den ersten Seiten eine sympathische Charakter-in, ich mochte ihre ehrliche und bodenständige Art und Weise.
Die Sicht aus Sabine ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie verkörpert eine klischeehafte Hartz-4 Empfängerin und sie war für mich sehr unsympathisch, jedoch passt ihre Lebensweise perfekt in die Story.
Was mich sehr berührend mitgerissen hat, war die dritte Erzählstrang von Klara. Am Anfang konnte ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen aber beim laufendes des Buches versteht man, warum Klara unbedingt das Haus Mona geerbt hat.

Eine sehr gut gelungene, spanende Familiengeschichte die ich mit Begeisterung gelesen und mir ihre andere zwei Bücher gekauft hab :) Eine klare Leseempfehlung von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere