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Veröffentlicht am 20.06.2020

Moin Moin

Über dem Meer tanzt das Licht
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Maria war durch und durch eine Weltbummlerin. Sie liebt Reisen, Abenteuer aber vor allem Surfen. Als ihre Mutter krank wurde, musste sie ihr Glück auf der Norderney suchen und sich mit der kühlen Nordsee ...

Maria war durch und durch eine Weltbummlerin. Sie liebt Reisen, Abenteuer aber vor allem Surfen. Als ihre Mutter krank wurde, musste sie ihr Glück auf der Norderney suchen und sich mit der kühlen Nordsee zufriedengeben. Doch sie liebt ihr Leben auf der kleinen Nordseeinsel, ihr kleines Strandcafé und ihre Familie über alles. Sie lebt mit ihrem Freund Simon und Töchter Marlen und Hannah in einer kleinen Wohnung in der nähe von ihrem Café „Strandmuschel“ und fühlt sie sich endlich frei. Bis eines Tages Simon mit der 11 Monate alten Hannah zum Campen fährt, sie auf ihres Mutters Tagebücher stößt und ein charmanter Mann eine Flat White bestellt. Auf einmal weiß Maria nicht mehr, ob sie tatsächlich Frei ist oder ob sie sich geändert hat....

Nachdem ich „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ von der Autorin mit Begeisterung gelesen hab, habe ich sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet und wurde ich natürlich nicht enttäuscht! Sie hat einen wundervollen, vor allem sehr bildhaften Schreibstil. Meike Werkmeister holt ihre Leser aus dem Wohnzimmer ab, bringt sie nach Norderney und lässt deren Seelen bummeln. Man spürt die kühle Nordseebrise auf der Haut, atmet salzige Meeresluft tief ein und fühlt das Dünengras an den Waden kitzeln. Die gesamte, sympathische und authentische Charaktere runden die Story hervorragend ab. Man sitzt mit denen am Strandlagerfeuer, hört Musik, singt mit, trinkt Kaffee, reitet, surft, lacht und weint oder macht einfach nur Urlaub.

Dieses Buch schließt Werkmeisters Debütroman ein! Man kann es zwar ohne Vorkenntnisse voneinander unabhängig lesen aber meine Meinung nach, wenn man das erste Buch vorher liest, hat man mehr davon und versteht einiges genauer. Ich bin sehr glücklich die Autorin vor einem Jahr für mich entdeckt zuhaben und freue mich riesig auf weitere Geschichten von ihr.

Es ist eine lockere, leichte, gefühlvoller Sommerroman, welches ich ohne Zögern weiterempfehlen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2020

Spannend und berührend

Die verlorene Frau
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1960, Seaview Cottage: Die 13-jährige Rebecca und ihre Mutter leiden seit Jahren unter ihrem gewalttätigen Vater. Der selbst leidet unter Kriegsneurose. In einer stürmischen Nacht findet Rebecca ihr Eltern ...

1960, Seaview Cottage: Die 13-jährige Rebecca und ihre Mutter leiden seit Jahren unter ihrem gewalttätigen Vater. Der selbst leidet unter Kriegsneurose. In einer stürmischen Nacht findet Rebecca ihr Eltern Tod im Wohnzimmer. Sie erzählt den Polizisten mehrfach, vor dem tödlicher Schuss jemanden an der Tür klopfen und reden gehört zu haben, aber die finden keine beweise auf diese Person. Genauer Umstände werden nie aufgeklärt und so bleibt Rebecca traumatisiert zurück.

2014, Chichester: Rebeccas Tochter Jessie bekommt einen Monat früher vor dem errechneten Geburtstermin Wehen und leidet zwei Tage lang darunter. Sie ist überfordert, verzweifelt, übermüdet und leidet an einer Wochenbettdepression. Jessies kleine Tochter hat eine Infektion und braucht dringend ärztliche Versorgung doch Mutter und Tochter verschwinden nächsten Tag spurlos aus dem Krankenhaus. Da beginnt schon der Wettlauf gegen die Zeit, denn Jessies Baby braucht innerhalb 12 Stunden nächste Infusion, sonnst wird sie sterben.

Jessies Halbschwester Iris, eine Journalistin, setzt alles in Bewegung, um das Baby zu finden. Sie begibt sich auf Spurensuche und stößt dabei auf die schicksalhafte Nacht vor über fünfzig Jahren, die ihre Mutter Rebecca ihren Töchtern nie erzählt hat. Doch nur wenn dieses, tragisches Geheimnis gelüftet wird, kann es Iris gelingen, das Baby zu retten...

Seitdem ich, vor einem Jahr, das Debütroman „Das Haus der Verlassenen“ von der Autorin mit Begeisterung gelesen habe, warte ich sehnsüchtig was Neues von ihr und wurde ich definitiv nicht enttäuscht. Genau wie in ihrem Debüt hat Gunnis auch hier etwas Wahre Geschichte geschickt mit Fiktiven zusammen gefädelt. Sie hat viele schwierige Themen, wie Gewalt in der Familie, traumatisierter Kriegsrückkehrer, Depressionen und Frauenrechte im 60'er, gewählt und trotzt die Thematik wirkt das Buch nicht erdrückend. Mit viel Tempo wechseln die Kapitel von heute und damals und zwischen Beteiligten und ich konnte richtig gut deren Gefühl-Gedankenwelt eintauchen. Gunnis Schreibstil ist einfach nur grandios! Leicht, wendungsreich, geheimnisvoll. Die Kapitel endet, wo man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht und damit hält sie den Spannungsboden bis zum Ende des Buches. Einfach nur spannungsvoll und genial. Ich kann es nur weiterempfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2020

Weckt Urlaubsgefühle!

Träume in Meeresgrün
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Als Amelie eine Reiseeinladung von ihrem Vater bekam, konnte die 34-jährige Goldschmiedin nicht nein sagen. So reist sie mit ihrem Vater, ihrer kleinen Schwester Nele und deren Freund Lars, in dem sie ...

Als Amelie eine Reiseeinladung von ihrem Vater bekam, konnte die 34-jährige Goldschmiedin nicht nein sagen. So reist sie mit ihrem Vater, ihrer kleinen Schwester Nele und deren Freund Lars, in dem sie heimlich verliebt ist, nach Lunenburg. Eigentlich sollte es ein ruhiger Familienurlaub in die kanadischen Provinz-Nova Scotia werden. Doch kaum an der Atlantikküste angekommen, wird sie von einem Riesen Hund geküsst, seinem charmanten Besitzer Callum nett gegrüßt und in einem kleinen Kaffeeshop den Doppelgänger ihres Vaters zustößt, ahnt Amelie immer noch nicht, was für ein Gefühlschaos dieser Urlaub ihr vorbereitet hat...

Mit „Träume in Meeresgrün“ hat Miriam Covi mich in dem kleinen Fischerdorf an der kanadischen Atlantikküste mitgenommen um meine Seele baumeln zulassen, was es ihr gut gelungen ist. Ich bin mit Amelie durch das Dörfchen gejoggt, in Bonnie's Wollladen Tee getrunken, mit Callum gesegelt, in Fionas Goldschmiede Schmuck hergestellt, mit Knuth gesungen... Natürlich ab und zu mal war ich traurig, schockiert, genervt, überrascht und verliebt. Verliebt in das kleine, kunterbunte Örtchen und in deren Bewohner. Die Liebe Miriam hat ein sehr bildhaftes Schreibstil, sodass ich das kühle Atlantikwasser auf meiner Haut spüren und die Fischsuppe schmecken konnte. Die wunderbare, authentische Charaktere wirken wie einer von uns und runden die gesamte Story. Apropos Fischsuppe! Auf der letzten Seite des Buches gibt es ein Fischsuppen-Rezept, die ich nach gekocht hab und nur weiterempfehlen kann. Es hat hervorragend geschmeckt.

Ein Sommerbuch, welches, weil wir in der schwierigen Corona-Zeit nicht wie gewönnt Urlaub machen können/dürfen/wollen, etwas Trost spendiert. Ich hab es genossen und kann nur noch eine Leseempfehlung geben.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 06.06.2020

Viel zu viel Politik

Margos Töchter
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2011: Die zweifache Mutter Jana bekommt einen Brief von der Stasiunterlagenbehörde, dass sie Einsicht in den Stasiakten von ihrer verstorbenen Adoptivmutter enthält. Sie fährt mit gemischten Gefühlen nach ...

2011: Die zweifache Mutter Jana bekommt einen Brief von der Stasiunterlagenbehörde, dass sie Einsicht in den Stasiakten von ihrer verstorbenen Adoptivmutter enthält. Sie fährt mit gemischten Gefühlen nach Berlin und was sie dort erfährt, macht sie nur noch nervöser.

Eine Geschichte über zwei Mütter, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Clara, stolze DDR-Bürgerin, überzeugte Genossin und lebt nur für ihre Partei. Bis sie eines Tages einen jungen Mann kennenlernte und schwanger wird. Leonore, wächst in Norddeutschland, hat kein Blatt vor dem Mund und genießt ihr Leben wie es geht, aber leider auch mit fatalen Folgen.

Ich habe das Vorgängerband „Ab heute heiße ich Margo“ nicht gelesen aber meine Meinung nach, kann man das Buch auch ohne Vorkenntnisse prima als Einzelband lesen. Die Autorin hat einen leichten Schreibstil, welches sich flüssig lesen lässt und Dank dem Perspektivenwechsel, kam man an den Protagonistinnen näher ran. Allerdings bin ich mit gar keinem Charakter warm geworden. Die waren für meinen Geschmack viel zu blass, haben kaum was Interessantes und so plätschert die ganze Geschichte für sich hin. Leo und Clara wachsen in den 60'er, tun und machen was sie wollen und wenn man überlegt, wie streng die Eltern damals waren, fand ich, besonders was Leo erlebt hat, zeitgemäß etwas übertrieben. Die Autorin hat viele Poltische Tatsachen von den Nachkriegszeiten in die Story eingebaut, die mir nach einem bestimmten Seitenanteil wie ein Sachbuch gewirkt hat. Zeitweise war so viel Politik da, weswegen ich das Buch leider immer wieder beiseite packen musste. Schade um die Grundidee, die eigentlich berührend wirken sollte, aber mich kaum bisschen mitgenommen hat.

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Veröffentlicht am 31.05.2020

Atmosphärisch und warmherzig

New Dreams
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Mit einem dünnen Kleidchen und Sandalen gekleidet flüchtet Elara aus Phoenix nach Green Valley. Sie hatte einem Streit mit ihrer Mutter und wollte sie nur paar Tage bei ihrer Großmutter abschalten. Doch ...

Mit einem dünnen Kleidchen und Sandalen gekleidet flüchtet Elara aus Phoenix nach Green Valley. Sie hatte einem Streit mit ihrer Mutter und wollte sie nur paar Tage bei ihrer Großmutter abschalten. Doch was sie im Mai, mitten in der Nacht, auf dem Highway definitiv nicht gerechnet hat, ist ein Schneesturm und ein Bär! Elara baut ein Unfall mit einem "Bär" und landet in dem Graben. Auto ist Schrott, Handy hat kein Akku und sie hat keinen Pullover. Zum Glück ist Noah, Sohn von Green Valleys Pfarrer, beim richtigem Zeit und Ort und nimmt sie das letzte Stück mit.
Elara, die Reparaturkosten von ihr Auto selbst bezahlen möchte, nimmt ein Aushilfsjob an und beschließt übers Sommer bei ihrer Oma zu wohnen. Doch ausgerechnet bei ihrem Arbeitsplatz begegnet sie Noah wieder. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, auch Noah, der eines Tages als Astronaut werden möchte, verbringt total gerne mit Elara Zeit. Bis Noahs Ex-Freundin aus einem langen Koma erwacht...

Ahhh... wie ich mich auf Wiedersehen mit Green Valley gefreut habe! Ich liebe dieses Städtchen in den Rocky Mountains und natürlich deren Bewohner auch. Jeder kennt jeden, jeder hilft jeden. Eine herrliche Atmosphäre, die mich immer wieder mitnimmt und mir das Gefühl gibt, eine von den zu sein. Genau wie in die Vorgängerbücher fühlt man sich auch hier einfach nur wohl beim Lesen. Wunderbare Charaktere und leichter Schreibstil bieten genau die richtige Entspannung nach einem stressigen Alltag, persönlich brauche ich nichts mehr. Es ist mittlerweile meine 6. Roman von der liebe Lilly Lucas aka Julia Hanel und ich liebe ihre Bücher. Wenn das mein Wissen mich nicht enttäuscht, kommt es noch ein 4. Band in 2021, wo es um Cole geht. Ich fange schon mal an zu hibbeln :)) Bin gespannt.

Eine wunderschöne, kurzweilige New Adult Geschichte zum Entspannen und zum Träumen. Es handelt sich hier zwar ums dritte Teil von einer Reihe aber meine Meinung nach, kann man die Bücher auch voneinander unabhängig wunderbar lesen. Ich kann es nur weiterempfehlen.

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