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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2018

Wer sind sie?

The Wife Between Us
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Ist der Richard, Mitte 30, eine gut aussehende, wohlhabende, gefühlsvolle Mann ??
Ist die Nellie, Anfang 20, hübsche, beliebte Erzieherin mit schwierige Vergangenheit ??
Ist die Vanessa, Anfang 30, bis ...

Ist der Richard, Mitte 30, eine gut aussehende, wohlhabende, gefühlsvolle Mann ??
Ist die Nellie, Anfang 20, hübsche, beliebte Erzieherin mit schwierige Vergangenheit ??
Ist die Vanessa, Anfang 30, bis zum Boden zerstörte, labile Exfrau von Richard ??
Ist die Emma, Ende 20, hübsche, kluge, Assistentin und neue verlobte von Richard??
Wer sind die in Wirklichkeit?? Wie viele Geheimnisse kann eine Frau für sich halten?? Was für eine Probleme hat Richard?? Was hat sie getan??
Ja, bis ich für alle fragen eine Antwort finden konnte, habe ich das Buch schon verschlungen! Eigenlicht passiert nicht vieles aber die Autorinnen haben die Geschichte so aufgebaut, man möchte einfach weiter lesen und heraus finden. Der Schreibstil ist einfach und schlicht gehalten, ich hatte kein Verständnisschwierigkeiten beim lesen. Von erste bis zum letzte Seite Spannung pur!. Ein Punktabzug hab ich wegen der Klappentext, dass ist sehr verwirrend und führt in eine andere Richtung. Am Anfang war wegen Klappentext sehr spannungsvoll und ich habe mir bei jeden Kapitel die frage „Wer ist Emma?“ gestellt. Bei 2. Teil nimmt die Geschichte eine Wendung, wobei habe ich paar Seiten zweimal gelesen, bis ich verstanden habe, was da los war. Für mich war das kein Thriller oder Psychothriller sondern eher ein Beziehungsdrama.
Im Großen und Ganzen, es liest sich sehr gut, sehr spannend. Eine gut gelungene Geschichte. Als Film kann ich mir gut vorstellen und bin gespannt auf die geplante Verfilmung.

Veröffentlicht am 24.03.2019

M.A.R.Y.

Die Farbe von Milch
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„Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte“

Mary ist vierzehn, lebt mit ihren Familie und mit ihrem gelähmten Großvater in bescheidenen Verhältnissen auf einen ...

„Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte“

Mary ist vierzehn, lebt mit ihren Familie und mit ihrem gelähmten Großvater in bescheidenen Verhältnissen auf einen Bauernhof. Sie hat drei ältere Schwestern und da ihr strenger Vater kein Sohn bekommen hat, mussten die Schwestern von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sehr hart arbeiten. Als sie fünfzehn wird, ändert sich Marys leben schlagartig. Ihr Vater schick sie zum Dorfpfarrer, um dessen kranken Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten. Eine sehr zarte, mitfühlende und liebenswerte Dame, bei ihr erfährt Mary erstmals Wohlwollen und beim Pfarrer lernt sie lesen und schreiben und genau damit ändert sich ihre Leben erneuert komplett...

Ein Buch, der mich berührt und gleichzeitig wütend gemacht. Mit Mary bin ich Hin und Her gerissen. Eine liebenswerte Protagonisten, stark, einfühlsam und obwohl ihr Leben mit schwere Arbeit, Gewalt und körperliche Einschränkung geprägt ist, lässt sie nicht locker und sie sagt immer ihre ehrliche Meinung. Sie ist auch die einzige, die sich um Großvater gekümmert, sie liebt ihn und möchte sie ihn einfach stolz machen. Ich finde es ist unfassbar, was die Menschheit zu so einiges fähig sind und ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen, wie die Eltern mit eigenen Blut und Fleisch umgehen, weil sie seit der Geburt eine Behinderung hat, einfach erschüttert. Wo ich gedacht habe „jetzt wird Mary endlich mal glücklich“ kommt eine unvorhersehbare Wendung, erwischt es mich kalt und lässt mich dann das ganze Geschehen schockierend folgen und lässt mich mit Tränen im Augen wieder zurück. Der Schreibstil ist am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig wegen der fehlenden Satzzeichen aber das ist Marys erste Schreibversuch, daher war es für mich eine grandiose Idee und genau wie das Cover, fand ich sehr passend.


Eine sehr gut gelungene, berührende und gleichzeitig schockierende Geschichte. Absolut lesenswert!

Veröffentlicht am 24.03.2019

Ein gut gelungener erste Band.

Die Spiegelreisende
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Vor langer, langer Zeit wurde die Erde in 21 Archen zerschlagen und die sind wie schwebende Inseln am Himmel. Auf der Arche Anima lebt die tollpatschige Ophelia, die sich gerne hinter ihrer Brille und ...

Vor langer, langer Zeit wurde die Erde in 21 Archen zerschlagen und die sind wie schwebende Inseln am Himmel. Auf der Arche Anima lebt die tollpatschige Ophelia, die sich gerne hinter ihrer Brille und einem langen, alten Schal versteckt. Sie führt das Familienmuseum und lebt zurückgezogen und bescheiden. Für außen wirkt sie sehr unscheinbar aber in Wahrheit ist sie sehr mutig und besitzt ganz besonderer Fähigkeiten. Sie kann durch Spiegel reisen und Gegenstände lesen. Dazu muss sie nur ihre Handschuhe abstreifen und ein Objekt in die Hand nehmen und schon kann sie dessen Vergangenheit sehen. Sie weist aller Heiratsanträge von ihrer Vettern zurück bis die Matriarchinen von Anima beschließen, dass Ophelia auf das eisige Arche Pol zu ziehen und den Adligen Monsieur Thorn von Pol zu heiraten. Ophelia darf die Familienehre nicht beschmutzen und so bleibt ihr nichts anderes übrig, unter Begleitung von ihrer Patentante Roseline, sich auf eine abenteuerliche Reise zum Pol begeben. Dort erwarten sie ihre furchteinflößende Schwiegerfamilie, der Drachenklan, sowie die Trugbilder der Miragen. Ophelia begrifft schnell, auf dem Landsitz von Thorn, dass den beiden vieles verheimlicht wird und sie versucht, selbst dahinter zu kommen. Doch da lief nicht alles glatt. Als die dass merkten, wurde sie eingesperrt und bestraft. Von nun an kann sie niemanden trauen, nicht einmal ihrem zukünftigen Ehemann. Ophelia muss auf der Hut sein, um den zahlreichen Fallstricken ihres neuen Lebens zu entgehen...

Klappentext: „ Die Spiegelreisende steht Harry Potter in nichts nach...“ Ich finde diese Aussage ist falsch und irritiert die Leser unnötiger weiser. Man kann das Buch nicht mit Harry Potter vergleichen! Die sind völlig verschiedene Bücher und dieses Buch kann leider die große Erwartung nicht erfüllen! Auch die Altersangabe „ab 12 Jahren“ finde ich sehr niedrig gestellt und ich bin der Meinung, es ist eher ab 16 ist. Ansonsten hinter wunderschönen Cover verbirgt eine Magische Geschichte. All die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, die haben alle eigene Ecken und Kanten, daher sind die undurchschaubar und interessant. Der Schreibstil ist am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig aber nach ein paar Kapiteln gewönnt man sich rasch. Es ist leicht und locker geschrieben, sodass man die all die Geschehen ohne Verständnisprobleme lesen kann. Erzählstil ist ziemlich bildhaft aber ich finde einige stellen unnötig zu lange gezogen. In großen und ganzen hat die Autorin eine völlig andere und Magievolle Welt geschaffen, die lesenswert ist.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Wie der Honig, wohltuend und süß!

Das Honigmädchen
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„Nichts gleicht der Seele so sehr wie die Biene. Direkt ins Herz schauen sie, die kleiner Biester, dorthin, wo Chaos und Unordnung herrschen. Sois patiente- hab Geduld!“

Ich war in Südfrankreich, in ...

„Nichts gleicht der Seele so sehr wie die Biene. Direkt ins Herz schauen sie, die kleiner Biester, dorthin, wo Chaos und Unordnung herrschen. Sois patiente- hab Geduld!“

Ich war in Südfrankreich, in einem Bergdorf Namens Loursacq. Bin mit Camilla in einem Kleinwagen aus München tausend Kilometer lang gefahren. Im Gepäck pubertierende fünfzehn jährige Marie, die ordentlich gegen ihre Mutter rebelliert und dieser nervtötende „Herr Nachbar“ Tobias, der sich mit Marie blendet versteht. Ich bin mit Camilla in Manon Bertrands hübschen Café gesessen und herrlich duftende Provenzalischer Flammkuchen gegessen. Ich bin in einen blau-lila Meer aus Lavendel gebadet und die süßeste und roteste Tomaten gepflügt. Bin mit Marie die Bienen beim singen und tanzen beobachtet, dabei über ihre erste Liebe geschmunzelt. Ich hab mir mit Tobias unter einem großen Birnenbaum gemütlich gemacht, ihn beim schreiben beobachtet und Henris schweren Vergangenheit nachgedacht. Als Mutter einen elf jährigen habe ich über die Zukunft und über unsere Verhältnis nachgedacht... Ich habe immer noch die süße von Honig in meinem Mund, Duft von frisch gebackenen Apfeltarte in der Nase, schimmernde bunte Blumen vor meinem Augen, und wärme von der Sonne in meinem Nacken. Der Autorin hat es geschafft, mich in einen fiktiven Ort mit zunehmen und mich mit all der authentische, sympathische Charaktere lachen und weinen zu bringen. Und alles erzählt wird in eine Bildhafte und gefühlvolle Schreibstil, die Leser einfach mit nimmt. Absolutes Herzensbuch! Ich kann das nur weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 13.03.2019

Erschütternd, wahrhaftig und einfach grandios...!

Das Haus der Verlassenen
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Sussex, 1956: In jener Zeit wurden einige junge Frauen und deren unehelicher Kinder aus Scham von Gesellschaft mit Schimpf und Schande nach St. Margaret's geschickt. Einer der vielen Mutter-Kind Heimen, ...

Sussex, 1956: In jener Zeit wurden einige junge Frauen und deren unehelicher Kinder aus Scham von Gesellschaft mit Schimpf und Schande nach St. Margaret's geschickt. Einer der vielen Mutter-Kind Heimen, die von Nonnen geleitet wurde. Anstatt sich erholen und mit Babys ein platz im Leben suchen, wurden junge Frauen psychisch und physisch miss gehandelt. Hier sollen sie für ihren Sünden mit sehr schwere Arbeit büßen, hier müssen die eigenen geliebten Fleisch und Blut zum Adoption geben. Eine von vielen Mädchen ist Ivy. Als sie von ihrem Geliebten Alistair schwanger wurde, wurde sie auch von ihrer Familie verstoßt. Hochschwanger musste sie hungrig ins Bett gehen. Hochschwanger musste sie sehr schweren körperlichen Arbeit erledigen. Sie musste in einem dunklen, kalten Raum ihr Baby im Welt bringen. Ahnungslos, schmerzhaft, unmenschlich... Sie schickt hinter dem Rücken von Nonnen Briefe an Alistair, sie betet ihm, sie flieht ihm, ohne Erfolg... Kurz vor durchdrehen befreundet sie sich mit acht jährigen Elvira. Für sich selbst hat ivy keine Hoffnung mehr aber zumindest ein anderes Mädchen will sie retten...


2017: Die Journalisten Sam findet eines der Briefen von Ivy an Alistair bei ihren Großeltern. Sie ist selbst alleinerziehende Mutter und Ivys Geschichte berührt sie tief im Herzen. Ahnungslos stürzt sie sich in eine Story die nicht nur mit ihre eigene Familiengeschichte gefädelt ist sondern auch einige geheimnisvolle Todesfällen....


Anmerkung der Autorin: St. Margaret's ist ein fiktiver Ort, der sich aus vielen verschiedeneren Heimen zusammen setzt, über die ich im Laufe meiner Recherche gelesen habe. Leider waren die Arbeitsbedienungen in Armenhäusern genau so schlecht, wie ich sie im Roman schildere.


Eine heftige Geschichte die Wahrheiten entspricht und die ich mit Gänsehaut im ganzen Körper gelesen habe! Dank dem bildhaften Schreibstil, hatte ich das ganze geschehen vor meinem Augen und ich kann das immer noch nicht verkraften. Mir ist klar, das damals unter der Gottesnamen so einiges errichten haben sollen aber so was mit Babys hatte ich nie geglaubt. Dieses schwierige Thematik war für mich ganz neu, daher war ich schockiert und berührt, und konnte nicht mehr aufzuhören zu lesen. Der Autorin lässt die Leser mit wechselnden Kapiteln alles ganz genau folgen und mit den vielen Wendungen hält sie die Leser auf dem Bann. Das Cover und der Titel passt perfekt mit der Story und wenn ich jetzt genauer rein schaue, erschauere ich mich erneut. Die Charaktere sind sehr real dargestellt sodass man gefühlsvoll zwischen Vergangenheit und Gegenwart reisen kann. Und die extra Prise Thriller Anteil mach das lesen noch spannender.


Eine sehr gut gelungene Mischung aus Roman, Historik und Thriller. Also wer berührende und gleichzeitig schockierende Geschichten mag, soll das Buch unbedingt lesen. Sehr empfehlenswert!