Oifach subbr (=Einfach super)
Schwäbisch für EngelWunderbar lustig aber mit Tiefgang lässt Elisabeth Kabatek praktisch kein Klischee rund um eine schwäbische Bürgermeisterwahl aus.
Im Buch ist es Anna aus dem hohen Norden, die sich den schwäbischen Einwohnern ...
Wunderbar lustig aber mit Tiefgang lässt Elisabeth Kabatek praktisch kein Klischee rund um eine schwäbische Bürgermeisterwahl aus.
Im Buch ist es Anna aus dem hohen Norden, die sich den schwäbischen Einwohnern des Städtchens Schwäbingen wie auch deren Eigenheiten und Besonderheiten stellt. Von der anfänglichen Ablehnung ist es ein leicht zu lesender, aber spannungsvoller Bogen mit vielen Details, bis am Ende die Heldin und der Held Lukas zusammenfinden.
Könnte man meinen, dass durch die Bedienung der vielen Klischees von Landfrauen über Feuerwehrler bis hin zu den klüngelnden "weißen Männern" das Buch überfrachtet wirkt oder die Geschichte unglaubhaft, so beweist Elisabeth Kabatek mit "Schwäbisch für Engel" eindeutig das Gegenteil. Selbst den schwulen Beamten lässt sie ebenso wenig aus wie die thailändische Ehefrau oder den türkischen Kioskbesitzer.
Doch hat man selbst einige kleine und größere schwäbische Dörfer und Städte kennen und lieben gelernt, so kann man mit Recht behaupten: so isches wirglich (=so ist es wirklich).
Besonders machen dieses Buch auch die leisen Töne, wie die Demenzerkrankung des Opas und die gefühlvolle Beschreibung der Entwicklung von Rosemarie (man unterschätze NIE den Dickkopf und den damit verbundenen Willen einer schwäbischen Frau jenseits der 60).
Es bleibt nur eines: eine ganz klare Leseempfehlung für dieses tolle Buch!