Profilbild von Chianti

Chianti

Lesejury Star
online

Chianti ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Chianti über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2021

Großartige Fortsetzung!

Das Reich der sieben Höfe – Silbernes Feuer
0

Der Hof der Nacht hat genug von Nestas unmöglichen Verhalten und stellt sie vor die Wahl: Entweder zieht sie ins Haus der Winde, wo sie vormittags mit Cassian trainieren und nachmittags in der Bibliothek ...

Der Hof der Nacht hat genug von Nestas unmöglichen Verhalten und stellt sie vor die Wahl: Entweder zieht sie ins Haus der Winde, wo sie vormittags mit Cassian trainieren und nachmittags in der Bibliothek arbeiten kann, oder sie kehrt in die Welt der Menschen zurück.

"Silbernes Feuer" ist der vierte Band von Sarah J. Maas das Reich der sieben Höfe Reihe und wird aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven von Nesta Archeron und Cassian erzählt.

Ich habe die ersten drei Bände der Reihe sehr gemocht und mich deshalb schon sehr auf die Geschichte von Cassian und Nesta gefreut!

Nesta ist stark und stolz und kommt teilweise sehr kalt rüber. Seit sie in den Kessel geworfen und zur High Fae wurde, kämpft sie gegen ihre eigenen Dämonen und lässt niemanden an sich heran, auch ihre Schwestern Feyre und Elain hält sie auf Distanz. Sie ertränkt ihre Gedanken im Tanz und im Alkohol und holt sich immer neue Männer in ihr Bett.
Doch nun hat Feyre genug von ihrem Verhalten und schickt Nesta mit Cassian ins Haus der Winde, wo sie abgeschottet trainieren soll. Die einzige andere Option wäre für Nesta die Rückkehr in die Welt der Menschen, die auf die Fae nicht besonders gut zu sprechen sind.
Der Krieg gegen Hybern ist noch nicht lange her und doch gibt es eine Gefahr, die den Frieden bedroht und drei magische Artefakte müssen gefunden werden, um den erneuten Krieg noch abzuwenden.

Einmal angefangen zu lesen, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen! Ich liebe die Welt der Fae und fand es spannend, dass wir mehr über Prythian und auch ein wenig über den Kontinent erfahren haben. Auch das Wiedersehen mit den altbekannten Charakteren war toll, auch wenn Feyre, Rhys, Mor, Amren und Azriel nicht im Fokus standen, was ich aber nicht schlimm fand, denn mit Gwyn und Emerie hat Nesta mit der Zeit zwei spannende Freundinnen gefunden und natürlich durften wir Cassian und Nesta selbst besser kennenlernen.
Besonders Nestas Entwicklung war einfach großartig! Am Anfang lernen wir ihre Ängste und Zweifel kennen, sodass wir ihr Verhalten endlich verstehen konnten. Nesta arbeitet an sich, wird zu einer starken Kriegerin, auf die man sich verlassen kann, auch weil sie immer wieder mit Rückschlägen fertig werden muss.
Auch Cassian mochte ich richtig gerne! Wir wussten ja bereits, dass die beiden Seelengefährten sind, doch was für uns eine Tatsache war, war überraschenderweise nicht für jeden klar. Er soll Nesta trainieren und bringt sie an ihre Grenzen. Dabei lernen wir auch ihn besser kennen und auch Cassian muss sich neuen Herausforderungen stellen, was mir sehr gut gefallen hat!

So gerne ich die Geschichte auch gelesen habe, so hätte ich mir doch etwas mehr Handlung gewünscht. Versteht mich nicht falsch, ich musste mich nie zum Weiterlesen zwingen und es war auch nie langweilig, aber oft fand ich es doch ein wenig langatmig und es verging sehr viel Zeit zwischen zwei spannenden Stellen.
Aber dadurch hat Nesta auch den Raum für ihre Entwicklung bekommen, den sie gebraucht hat.
Es ist Jammern auf hohen Niveau, denn mir hat es ja echt gut gefallen, nur war das Potenzial da, das das Buch für mich vielleicht zu einem absoluten Highlight gemacht hätte.
Das Ende war für meinen Geschmack dann tatsächlich auch zu viel Friede, Freude, Eierkuchen, wenn auch ein rundes Ende.
Ich vermute, dass die Geschichte von Nesta und Cassian abgeschlossen ist und der nächste Band ein anderes Paar im Fokus haben wird. Ich hoffe ja immer noch sehr, dass Elain und Lucien zueinanderfinden werden, würde mich aber auch über Azriels Geschichte freuen. Und irgendwie hoffe ich auch, dass Tamlin am Ende der Reihe sein Glück gefunden hat.

Fazit:
"Das Reich der sieben Höfe - Silbernes Feuer" ist ein großartiger vierter Band der Reihe, den ich aber etwas schwächer fand als die Vorgänger.
Ich liebe die Welt der Fae und mir hat das Wiedersehen mit den bekannten Charakteren sehr gut gefallen, aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht, die spannenden neuen Charaktere und natürlich Cassian und Nesta besser kennenzulernen! Ich mochte die beiden sehr und ihre Geschichte hat mir sehr gut gefallen!
Obwohl es für mich ein wenig spannender hätte sein dürfen, denn ich fand, dass Sarah J. Maas nicht das komplette Potenzial aus der Geschichte herausgeholt hat, so konnte ich das Buch dennoch kaum aus der Hand legen.
Für mich eine sehr gelungene Rückkehr nach Prythian, sodass ich starke vier Kleeblätter vergebe!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2021

Hat mich enttäuscht zurückgelassen!

The Memories We Make
0

Persephone Alexander ist ein Mathegenie und ihr Vater erwartet noch großartiges von seiner Tochter, weshalb Seph schon von klein auf gedrillt wurde. Dass er sie überhaupt an der Fulton University in Philadelphia ...

Persephone Alexander ist ein Mathegenie und ihr Vater erwartet noch großartiges von seiner Tochter, weshalb Seph schon von klein auf gedrillt wurde. Dass er sie überhaupt an der Fulton University in Philadelphia studieren lässt, war ein großer Sieg für Persephone, doch ihr Abschluss naht und damit steht die Rückkehr zurück nach Boston in ihr Elternhaus vor der Tür, dabei will Seph noch so viel erleben, zum Beispiel ihr erstes Mal!
Sie entschließt sich kurzerhand ein Casting zu veranstalten, um den passenden Partner zu finden und trifft unverhofft auf den Footballstar Reece Michaels, der Seph mit seiner Medienberaterin verwechselt und sich dann irgendwie für Seph verantwortlich fühlt.

"The Memories We Make" ist der Auftakt von Maya Hughes vierteiliger Fulton University Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der achtzehn Jahre alten Persephone Alexander und des zweiundzwanzig Jahre alten Reece Michaels erzählt wird.

Ich habe mich riesig auf die Geschichte gefreut und musste schnell feststellen, dass es mich leider nicht so begeistert, wie ich es mir erhofft hatte. Zum Schluss musste ich mich dann leider schon fast durch die Seiten quälen.

Persephone ist ein Mathegenie, doch davon merkt man überhaupt nichts. Während man den Footballstar Reece zu seinen Spielen begleitet, so sieht man Persephone kaum in der Uni.
Mathe ist nicht mein liebstes Thema, aber ich fand es schade, dass man Seph nicht in dem Gebiet erleben darf, auf dem sie glänzt.
Sie ist auch eine großartige Geigenspielerin und es gab einige Szenen, wo sie in der Musik aufgeht. Warum also nicht auch in der Mathematik?

Seph ist sehr behütet aufgewachsen, wurde zu Hause unterrichtet und hat vom richtigen Leben nur wenig mitbekommen, da sie nichts von ihrem Weg zu einer begnadeten Akademikerin abbringen sollte.
Ihr Vater bestimmt über ihr Leben, doch nun möchte Persephone ihr Leben selbst in die Hand nehmen, um Erinnerungen sammeln und stellt kurzerhand eine To-do-Liste zusammen.
Um einen Partner für ihr erstes Mal zu finden, veranstaltet sie ein Casting und trifft auf Reece, der zwar nicht mit ihr schlafen will, aber ihr bei ihrer Liste helfen möchte. Bis die beiden sich dann näher kommen.
Ich bin weder mit Reece noch mit Seph so richtig warm geworden. Seph ist verständlicherweise sehr unbeholfen und hat kaum Freunde, während Reece ein umjubelter Footballstar ist, der sich stark zu Seph hingezogen fühlt und sich um sie kümmert. Ich fand es schön, dass Reece erst mal nur für Seph als Freund da sein will und er ihr durchs Leben hilft, aber ihre Gefühle konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, sodass die Liebesgeschichte mich nicht vom Hocker reißen konnte.

Was mich aber wirklich gestört hat, sind die drei sehr wichtigen Themen und Konflikte, die Maya Hughes in diesem Buch angesprochen hat und dessen Auflösung sie auf die letzten fünfzig Seiten gequetscht hat, sodass keines der Themen die Tiefe und Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie verdient hätten!
Ein Thema wurde sogar nur einmal kurz zu Beginn angedeutet und tauchte dann plötzlich zum Ende hin wieder auf, ohne dass zwischendurch je wieder die Rede davon gewesen wäre und man eine Reaktion von Reece an den Haaren herbeiziehen musste. Aber wirklich erzählt wurde diese Geschichte dann auch nicht mehr, was ich irgendwo schade fand, ich aber schon so genervt war, dass es mir dann ehrlich gesagt auch egal war. Ich hatte echt große Erwartungen an dieses Buch und wurde dann sehr enttäuscht.

Reece lebt mit seinen Teamkameraden Nix, Berk und LJ in einem Haus und diese drei werden die Protagonisten der Folgebände sein. Ein wenig werden ihre Geschichten auch schon angeteasert und obwohl ich doch neugierig bin, auch weil ich die Drei tatsächlich sehr sympathisch fand, so werde ich die Reihe wahrscheinlich nicht weiter verfolgen.

Fazit:
Ich hatte hohe Erwartungen an "The Memories We Make" von Maya Hughes und wurde dann doch sehr enttäuscht.
Ich bin weder mit Seph noch mit Reece warm geworden und auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht packen.
Ich habe mich immer mehr durch die Seiten gequält und dann hat es mich auch sehr geärgert, dass die Auflösung von drei wichtigen Themen auf die letzten Seiten gequetscht wurde und sie nicht den Raum und die Tiefe bekommen haben, die sie verdient hätten.
Ich bin echt enttäuscht und vergebe zwei Kleeblätter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.11.2021

Lässt mich zwiegespalten zurück!

Dance into my World
0

Die letzten neun Monate waren die Hölle für Jade, nun wagt sie einen Neuanfang in New York.
Doch die letzten Monate haben Jade misstrauisch werden lassen und so dauert es, bis ihre neue Kollegin Olivia ...

Die letzten neun Monate waren die Hölle für Jade, nun wagt sie einen Neuanfang in New York.
Doch die letzten Monate haben Jade misstrauisch werden lassen und so dauert es, bis ihre neue Kollegin Olivia sie dazu überreden kann, im Tanzstudio Move District eine Class bei ihr zu nehmen. Das Tanzen tut Jade gut und auch der charmante Tänzer Austin zaubert ihr wieder ein Lächeln ins Gesicht, bis Jades Vergangenheit sie wieder einholt.

"Dance into my World" ist der Auftakt von Maren Vivien Haases Move District Reihe, der aus der Ich-Perspektive von Jade Evans erzählt wird.

Jade hat ein schlimmes Jahr hinter sich und möchte die Geschehnisse von Beckhaven am liebsten für immer hinter sich lassen. Doch das ist nicht so einfach, denn diese haben sie sehr geprägt. Jade ist misstrauisch geworden und vertraut niemanden mehr so leicht. Auch die fröhliche Tänzerin Olivia, die mit ihr im Larry's Brew arbeitet, beißt sich an Jade die Zähne aus, bis sie Vertrauen zu ihr fasst. Was wirklich in Beckhaven geschehen ist und warum Jade Angst hat, erfahren wir erst sehr spät.
Sie träumt davon, Modedesign an der Parsons zu studieren und arbeitet hart an ihrer Bewerbungsmappe, nachdem sie nach New York gezogen ist.
Als Olivia sie ins Tanzstudio Move District zu einem ihrer Kurse einlädt, lernt sie den sympathischen Tänzer Austin Lewis kennen und es knistert gewaltig zwischen den beiden. Doch kann Jade ihm vertrauen?

Nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich etwas zwiegespalten. Die Geschichte konnte mich zu Beginn noch nicht so stark packen, allerdings hat es mir zum Ende hin eigentlich immer besser gefallen!
Ich mochte Jade und Austin echt gerne, aber es gab auch ein paar Dinge, die mich dann doch sehr gestört haben.
Man merkt Jade schnell an, dass sie etwas belastet und bestimmte Situationen ihr große Angst machen. Ich fand es okay, dass wir die ganze Geschichte erst sehr spät erfahren, aber ich fand es etwas unrealistisch, wie schnell Jade eine bestimmte Angst dann überwunden hat. Außerdem wurde mir eine andere Sache am Ende viel zu einfach aufgelöst.

Das Thema Tanzen hat mir sehr gut gefallen, auch das es hier um moderne Tanzstile wie Hip-Hop geht, fand ich sehr spannend! Mit Olivia findet sie schnell eine sympathische Freundin, auch wenn es etwas gedauert hat, bis Jade sich Olivia ein wenig geöffnet hat.
Die Liebesgeschichte hat mir auch gut gefallen, denn die Chemie zwischen Austin und Jade hat einfach gepasst.
Austin hat sofort ein Auge auf Jade geworfen und bleibt trotz Jades ablehnender Haltung sehr hartnäckig. Generell muss er viel Ablehnung ertragen, sodass ich mich manchmal doch gewundert habe, warum er nicht einfach aufgegeben hat. Besonders bei einer Szene zum Ende hin, die mir ehrlich gesagt auch zu dramatisch war und wo mir Jades Verhalten dann auch nicht gefallen hat. Austin ist ein richtig lieber Kerl mit einem tollen Humor, den ich sehr mochte!
Ich hoffe, dass wir ihn und Jade im zweiten Band auch wiedersehen dürfen und freue mich schon sehr auf Olivias Geschichte, die mir schon im Auftakt sehr gut gefallen hat!

Fazit:
"Dance into my World" von Maren Vivien Haase ist ein guter Auftakt der Move District Reihe!
Einerseits konnte mich die Geschichte von Jade und Austin zum Schluss echt mitreißen, anderseits gab es doch ein paar Punkte, die mich sehr gestört haben. So wurden mir manche Sachen zu einfach gelöst, was ich nicht ganz nachvollziehen konnte.
Ich vergebe starke drei Kleeblätter und freue mich schon sehr auf die Geschichte von Dax und Olivia!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2021

Für mich ein guter Auftakt, bei dem noch Luft nach oben war!

Zeitenzauber
0

In Venedig gibt es nur schwarze Gondeln, weshalb Anna nicht schlecht staunt, als sie die rote Gondel das erste Mal sieht.
Als sie bei der Regata storica in den Kanal fällt und der gut aussehende Sebastiano ...

In Venedig gibt es nur schwarze Gondeln, weshalb Anna nicht schlecht staunt, als sie die rote Gondel das erste Mal sieht.
Als sie bei der Regata storica in den Kanal fällt und der gut aussehende Sebastiano sie ausgerechnet in diese rote Gondel zieht, hätte sie nicht damit gerechnet, im Jahr 1499 wieder zu sich zu kommen.
Wird es Anna gelingen, wieder in ihre Zeit zurückzukehren?

"Die magische Gondel" ist der Auftakt von Eva Völlers Zeitenzauber-Trilogie, der aus der Ich-Perspektive der siebzehn Jahre alten Anna Berg erzählt wird.

Zeitreisegeschichten lese ich immer sehr gerne und so bin ich lange um die Zeitenzauber-Trilogie herumgeschlichen, von der ich auch sehr viel Gutes gehört habe. Ich fand es klasse, wie Eva Völler die Zeitreisen an sich umgesetzt hat, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass wir noch mehr über die Hintergründe erfahren hätten!
Venedig hat mir als Setting richtig gut gefallen und im Jahr 1499 gab es viel zu entdecken und auch die vielen Nebenchararktere mochte ich sehr!

Anna muss sich von einer Minute auf die andere im fünfzehnten Jahrhundert zurechtfinden, aber sie ist mutig und steckt den Kopf nicht in den Sand, wenn es ernst wird, was auch gut ist, da sie in viele gefährliche Situationen hineinstolpert, deren Ausgang einen großen Einfluss auf die Zukunft haben.
Mit Anna bin ich leider nicht wirklich warm geworden, weil ich sie zum Teil sehr egoistisch fand und sie ihre Mitmenschen oft von oben herab behandelt hat, was ich mir ehrlich gesagt nicht gut gefallen hat.

Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht begeistern, da es mir mit Anna und Sebastiano viel zu schnell ging, als dass ich ihre Gefühle wirklich nachvollziehen konnte! Sebastiano hat mir dagegen echt gut gefallen, weil er Anna immer beschützt hat und für das Gute kämpft, koste es, was es wolle.
Ich hoffe, dass wir ihn im nächsten Band noch besser kennenlernen dürfen, weil wir auch über ihn noch nicht allzu viel erfahren haben!

Fazit:
"Die magische Gondel" ist ein guter Auftakt von Eva Völlers Zeitenzauber-Trilogie, bei dem ich jedoch noch etwas Luft nach oben sehe.
So hätte ich gerne mehr über die Hintergründe der Zeitreisen erfahren und auch Sebastiano hätte ich auch noch besser kennengelernt, weil ich ihn sehr mochte. Anna war mir dagegen nicht so sympathisch und auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht begeistern, weil es mir einfach zu schnell ging. Trotzdem bin ich sehr gespannt, wie es mit Anna und Sebastiano im zweiten Band weitergehen wird!
Ich vergebe gute drei Kleeblätter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.10.2021

Hatte mir etwas mehr erhofft!

Lady of the Wicked
0

Darcia Bonnet wurde vor drei Jahren aus der Schattenstadt Babylon nach New Orleans verbannt, wo die Hexia als Fluchbrecherin arbeitet und nebenbei danach strebt, zur neuen Herrin der Wicked zu werden.
Doch ...

Darcia Bonnet wurde vor drei Jahren aus der Schattenstadt Babylon nach New Orleans verbannt, wo die Hexia als Fluchbrecherin arbeitet und nebenbei danach strebt, zur neuen Herrin der Wicked zu werden.
Doch auf dem Weg zu ihrem Ziel kommt ihr der Hexer Valens in die Quere, der verflucht wurde und von Darcia möchte, dass sie den Fluch bricht.

"Das Herz der Hexe" ist der Auftakt von Laura Labas Lady of the Wicked Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Darcia Bonnet und Valens Hill und aus der personalen Erzählperspektive von Ruth Gapour, einer Stadtwache von Babylon erzählt wird.

Hexengeschichten lese ich ja immer gerne, sodass ich darauf gespannt war, wie mir dieser Auftakt gefallen würde.
Es gibt fünfundzwanzig Schattenstädte, die allesamt eine Stadt in der Welt der Menschen als Anker besitzen. So sind Babylon und New Orleans miteinander verbunden.
Während Val ein Hexer ist, ist Darcia eine Hexia, eine Halbhexe, die nur wenig Magie besitzt und deshalb nicht sonderlich begabt ist, was Zauber und Flüche angeht. Doch Darcia versteht sich auf das Heilen von körperlichen Beschwerden und das Brechen von Flüchen. Und durch Letzteres wird Val auf sie aufmerksam, denn er wurde verflucht und Darcia soll ihm helfen.
Neben Hexern und Hexias treffen wir noch auf Septas und Waiżen, die eine besondere Begabung für Flüche haben und auf Schattenwesen wie Trolle, Ghule, Meerjungfrauen und einer Wila, einem Naturgeist. New Orleans ist dabei eine tolle Kulisse, denn das Übernatürliche fügt sich perfekt ein!
Ich fand es aber schade, dass man nur wenig über die Hintergründe erfährt, sodass mir ein wenig die Tiefe gefehlt hat.

Mit den Charakteren hatte ich leider meine Schwierigkeiten.
Darcia wurde vor drei Jahren aus Babylon verbannt, wenn auch zu Unrecht und will zur Herrin der Wicked werden, um ihre Schwester zu retten. Doch dafür muss sie dunkle Wege gehen. Der Waldtroll Tieno ist immer für sie da, aber sie ist teilweise doch sehr gemein zu ihm.
Generell lässt sie niemanden wirklich an sich heran und ist sehr abweisend, was ich auch verstehen konnte, aber das hat sie nicht sonderlich sympathisch gemacht.
Valens wurde verflucht und ist aus Babylon geflohen. Darcia soll als begabte Fluchbrecherin seinen Fluch brechen, doch sie hat kein Interesse daran, ihm zu helfen, aber Val ist kreativ und hartnäckig.
Dank Ruth durften wir auch einen Blick nach Babylon werfen, der wirklich sehr aufschlussreich war, allerdings mochte ich Ruth nicht wirklich. Sie ist mir zu unsicher gewesen und genau wie Val blieb sie mir zu blass, als dass ich wirklich mit ihr mitfiebern konnte.

Das Buch beginnt spannend, denn Darcia arbeitet sehr konzentriert an ihrem Plan, die Herrschaft über die Wicked zu übernehmen, doch sie wird auf den letzten Metern ungeduldig und muss dann auch noch feststellen, dass noch jemand das gleiche Ziel verfolgt wie sie. Dann trifft sie auf Val und sie muss ihm gezwungenermaßen helfen, seinen Fluch zu brechen.
Ich muss sagen, dass ich mir vom Verlauf der Handlung doch etwas mehr erhofft hatte. Ich mochte die düstere Atmosphäre sehr gerne und am Anfang hat es mir auch gut gefallen, mit dem Verlauf der Handlung bin ich allerdings nicht wirklich glücklich, da diese doch eine andere Richtung eingeschlagen hat, als ich vermutet hätte.
Zum Schluss wurde es für meinen Geschmack dann auch noch ein wenig hektisch, als müssten gewisse Dinge unbedingt noch auf den letzten hundert Seiten geschehen, und das Ende ist ein fieser Cliffhanger. Dennoch werde ich den zweiten Band wahrscheinlich nicht lesen, da mich dieser Auftakt doch etwas enttäuscht zurücklässt.

Fazit:
"Das Herz der Hexe" von Laura Labas ist ein Auftakt, von dem ich mir etwas mehr versprochen hatte.
Ich mochte das Setting sehr gerne, allerdings bin ich mit den Charakteren nicht wirklich warm geworden und auch die Geschichte konnte mich nicht begeistern.
Ich vergebe schwache drei Kleeblätter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere