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Veröffentlicht am 05.05.2025

Hochzeit trotz Feminismus?

Purple Clouds - Honeymoon
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Debbie hatte schon immer nur einen Traum: Als Redakteurin beim feministischen Magazin Purple Cloud in New York zu arbeiten. Als sich dieser lang gehegte Wunsch endlich erfüllt, müsste sie auf Wolken schweben. ...

Debbie hatte schon immer nur einen Traum: Als Redakteurin beim feministischen Magazin Purple Cloud in New York zu arbeiten. Als sich dieser lang gehegte Wunsch endlich erfüllt, müsste sie auf Wolken schweben. Doch kurz nach ihrer Ankunft erfährt ihre Chefin davon, dass Debbie bereits in jungen Jahren geheiratet hat - und das ist ja mal alles andere als feministisch. Nun soll sie einen Artikel schreiben, der erklärt, wie es dazu kommen konnte und wie man als Feministin trotzdem heiraten kann. Alles kein Problem, wäre da nicht ein Haken an der Sache: Seit der Hochzeit hat sie nicht mehr mit ihrem Ehemann Emory gesprochen...

Der neue Roman von Mounia Jayawanth hat mir wirklich gut gefallen. Mit einer Zartheit bewegen sich die beiden Hauptfiguren Debbie und Emory aufeinander zu, dass ich von Beginn an gebannt und ergriffen war. Die Anziehung und die Funken zwischen den beiden sowie - nicht zuletzt - das Wissen, dass die beiden einfach zusammengehören, hat mich den Roman nicht mehr beiseite legen lassen. Auch, wenn ich mit Debbie nicht ganz warm geworden bin, weil mir ihre feministische Ader manchmal zu fremdbestimmt und damit unecht vorkam, mochte ich die beiden als Paar. Emory habe ich ab Seite 1 ins Herz geschlossen und empfand ihn durchgehend als liebenswürdigen, herzerwärmenden Charakter. Während des Romans werden viele wichtige Themen zur Sprache gebracht, was mir grundsätzlich positiv auffiel, allerdings manchmal etwas überbordend wirkte. Dennoch finde ich es gut, dass die Zielgruppe hier positive Beispiele und Argumente zu den einzelnen Themen wie female empowerment erhielt. Nun bin ich schon sehr gespannt auf Band 2 der Purple Clouds Reihe!

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Pirlo kann Spielerberater (?)

Pirlo - Doppeltes Spiel
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Im bereits vierten Fall dreht sich für Pirlo und Sophie alles rund um das Thema Fußball. Um die Kanzlei vor dem Bankrott zu retten, steigen sie in die Sphären der Fußballberatung ein und schaffen es, ein ...

Im bereits vierten Fall dreht sich für Pirlo und Sophie alles rund um das Thema Fußball. Um die Kanzlei vor dem Bankrott zu retten, steigen sie in die Sphären der Fußballberatung ein und schaffen es, ein 16-jähriges Talent mit großen Chancen zu verpflichten. Doch kurz darauf erschüttert eine Mordserie den Verein ihres Schützlings und Pirlo und Sophie müssen händeringend das Image ihres Schützlings retten.

Auch der neue Fall von Pirlo und Sophie hat mir wieder gut gefallen. Auch, wenn man ob ihres Verhaltens öfter mal über die beiden - insbesondere Pirlo - den Kopf schütteln muss, ist der Roman stets unterhaltsam. Der Sprachstil lädt zum Schmunzeln ein und Pirlo ist so problematisch wie immer ;) Das Fußballgefilde selbst ist nicht so meins, ich hätte mir mehr kriminalistische Ermittlungen und weniger Vereinspolitik gewünscht. Nichtsdestotrotz konnte mich das Ende sehr überraschen und auch die juristischen Spitzfindigkeiten waren wieder sehr interessant. Nun bin ich sehr neugierig, womit Pirlo das nächste mal aufwarten wird!

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Bella Italia im Dorf Tigliobianco

Erdbeersommer mit Aussicht
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Priscilla Verdebosco lebt in Venedig und ist eine bekannte Autorin, die weltweit unter einem Pseudonym Romane veröffentlicht. Da sie seit geraumer Zeit an einer Schreibblockade leidet, verordnet sie sich ...

Priscilla Verdebosco lebt in Venedig und ist eine bekannte Autorin, die weltweit unter einem Pseudonym Romane veröffentlicht. Da sie seit geraumer Zeit an einer Schreibblockade leidet, verordnet sie sich selbst einen Ortswechsel. Kurzerhand bucht sie sich in die Villa des Dörfchens Tigliobianco ein. Doch statt in Ruhe an ihrem neuesten Roman zu sitzen, wird sie schnell von den neugierigen Dorfbewohnern und nicht zuletzt vom attraktiven Arzt Cesare in Beschlag genommen, die nicht nur ihre Kreativität anfeuern…

„Erdbeersommer mit Aussicht“ ist ein kurzweiliger Roman, der in Italien spielt und Sommerfeeling versprüht. Während ich etwas Zeit brauchte, um mit dem Schreibstil der Autorin und den einzelnen Figuren, insbesondere der verträumten Priscilla, warm zu werden, hat mich die Geschichte ab der Hälfte wirklich in Beschlag genommen und mehrfach ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Die Dorfbewohner sind teilweise sehr übergriffig, hierdurch ergeben sich aber bisweilen wirklich ulkige Situationen, die zum Schmunzeln verleiten. Sehr gelungen empfand ich dabei die vielen unterschiedlichen Charaktere, die in Tigliobianco unterwegs sind. Die einzelnen Figuren hoben sich deutlich voneinander ab und glänzten mit ihren kauzigen Eigenarten. Auch die Romanze zwischen Priscilla und Cesare hat mir sehr gefallen und insbesondere die kleine Agata, die in die Fußstapfen ihrer Namensvetterin Agatha Christie treten wollte, habe ich sehr ins Herz geschlossen.

Fazit: Nach einer Eingewöhnungsphase ist der Roman lebendig. bezaubert mit italienischem Charme und konnte mich daher sehr begeistern!

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Ambrogio unter Verdacht

Der Schädel von Sant'Abbondio
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Im bereits 4. Fall muss Dolmetscherin Moira aus privaten Gründen ermitteln. Denn als der Hund ihrer Tochter Luna bei der Weinlese einen alten Schädel ausgräbt, stellt sich schnell heraus, dass der Tote ...

Im bereits 4. Fall muss Dolmetscherin Moira aus privaten Gründen ermitteln. Denn als der Hund ihrer Tochter Luna bei der Weinlese einen alten Schädel ausgräbt, stellt sich schnell heraus, dass der Tote ein Jugendfreund ihres Vaters Ambrogio war. Dieser verschwand bereits vor 40 Jahren und während ihn alle erfolgreich in Amerika wähnten, ist er vor seiner Abreise zum Schrecken aller offenbar in Montagnola ermordet worden. Obwohl Mord im Tessin bereits nach 30 Jahren verjährt und die Polizei keine Ermittlungen anstellt, gerät Ambrogio als Verdächtiger ins Kreuzfeuer des Dorfklatsches und wird von allen geschnitten. Moira kann dies nicht auf sich beruhen lassen und beginnt mit ihren eigenen Nachforschungen. Dabei wirbelt sie ordentlich Dreck auf und macht viele Menschen nervös…

Auch der neueste, diesmal sehr persönliche Fall für Moira Rusconi hat mir wieder gut gefallen. Von Beginn an hatte ich das Gefühl, zu „alten Bekannten“ zurückzukehren, und ich habe mich sehr gefreut, viel über das Privatleben meiner Lieblingsfiguren zu erfahren. Vor allem die Weiterentwicklung der einzelnen Charaktere und deren Beziehungen zueinander begeistert mich bei dieser Krimireihe sehr und ist der Hauptgrund, warum ich die Serie stets weiterverfolge! Dabei blieben der private Anteil sowie der Kriminalfall in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Da die Ermittlungen diesmal weniger professionell und verlangsamt voranschritten, weil die Polizei erst spät mit an Bord kam, gab es in diesem Roman keine übermäßige Spannung, die mich den Atem anhalten ließ. Erst zum Schluss gab es einen actionreichen Showdown, der für einen Peak im sonst eher flachen Spannungsbogen sorgte und mich um eine meiner Lieblingsfiguren bangen ließ. Der Autorin ist es aber auch diesmal wieder hervorragend gelungen, die Atmosphäre einzufangen: Die Stimmung im Dorf wirkte bisweilen düster und bedrohlich, lediglich durch kurze Momente des Lichtblicks durchbrochen, in denen Moira aus dem Alltag flüchtet und z.B. einen Kurztrip mit Partner Luca macht. Ich konnte überhaupt nicht vorhersehen, was und wer hinter dem Mord steckte, was mich sehr begeisterte. Nun freue ich mich schon jetzt sehr auf den nächsten Band, um zu erfahren, wie es mit Moira & Co weiter geht!

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Verschossenes Field Goal

My Idea of No. 14
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Leahs größter Traum ist es, weiblicher Head Coach in der NFL zu werden. Hierfür arbeitet sie als Trainee bei ihrem Lieblingsverein, den L.A. Vipers. Bei der Analyse entdeckt sie ein unerwartetes Talent: ...

Leahs größter Traum ist es, weiblicher Head Coach in der NFL zu werden. Hierfür arbeitet sie als Trainee bei ihrem Lieblingsverein, den L.A. Vipers. Bei der Analyse entdeckt sie ein unerwartetes Talent: Sam Ashton als Quaterback-Anwärter ist als „Mr. Irrelevant“ gedraftet worden und zeigt unglaubliches Potential. Leah ist Feuer und Flamme, ihre Entdeckung zu nutzen, um ihren Traum wahr werden zu lassen. Doch während der gemeinsam verbrachten Zeit kommen sich Leah und Sam schnell näher und können nicht die Finger voneinander lassen. Doch eine Entdeckung ihrer Beziehung könnte die Karriere beider umgehend beenden.

„My Idea of No. 14“ ist eine Sportsromance und Teil 1 einer Trilogie von Alicia Sommer. Alles dreht sich um die Protagonisten Leah und Sam, deren Perspektive in wechselnden Kapiteln wiedergegeben wird.

Als Fan der NFL hatte ich vorab sehr hohe Erwartungen, die durch die tolle Leseprobe noch weiter geschürt wurden. Der Roman konnte diesen Erwartungen insgesamt jedoch leider nicht Stand halten. Dies lag vor allem daran, dass die Hauptfigur Leah zwar immer wieder betonte, wie wichtig ihr ihre Karriere sei, nur um im nächsten Moment genau diese Einstellung völlig über den Haufen zu werfen und sich im Anschluss zu wundern, dass ihr von anderen ihre Unprofessionalität vorgehalten wird. Sie benahm sich in meinen Augen zu oft zu kindisch und ich wurde einfach nicht mit ihr warm. Dies fand ich sehr schade, denn ich hatte auf eine kleine Prise Gesellschaftskritik gehofft, denn es ist für Frauen bisher tatsächlich unmöglich, in der NFL Headcoach oder Ähnliche Positionen zu bekleiden. Leahs Probleme waren hingegen selbstgemachte und keine strukturellen. Mit Sam als männlicher Hauptfigur kam ich besser zurecht, auch wenn ich seine Handlungen und Eigenarten erst sehr spät nachvollziehen konnte. Während ich Leahs Vorgeschichte als eher unspektakulär mit viel Wind um Nichts empfand, hat mich Sams Vergangenheit sehr überrascht, was mir gut gefallen hat. Nichtsdestotrotz mangelte es beiden Figuren an Tiefe, die auch ihre jeweilige Vorgeschichte nicht vermitteln konnte.

Das Setting in L.A., die Atmosphäre im Stadion, die Informationen rund um American Football und die NFL haben mich hingegen sehr begeistern können. Diese Sports Romance hat authentisch Wert auf die Details gelegt, ohne zu überbordend zu werden. Im Gegenteil, es hat mein Footballfieber geweckt und gerne hätte ich noch mehr Spielsituationen begleitet. Auch der angenehme Sprachstil mit Ausgewogenheit zwischen Beschreibungen und Dialogen konnte mich begeistern. Insgesamt konnte dies jedoch nicht über den Mangel der beiden Hauptfiguren, insbesondere Leah, hinweghelfen und der große „Crash“ am Ende enthielt für mich keine sonderliche Spannung, da es für meinen Geschmack zu sehr auf Misskommunikation beruhte. Dies führte dazu, dass ich mich die große Versöhnung am Ende nicht abholen konnte und mir das das Lesefeeling verleidete.

Viel interessanter als Leah und Sam habe ich einige Nebenfiguren wie Leahs beste Freundin Erin und auch den Receiver Kayce empfunden, die hoffentlich in Band 2 und 3 im Mittelpunkt stehen werden. Mit diesen tollen Figuren und der Fähigkeit der Autorin, mittels angenehmen Sprachstils die Atmosphäre im Football hervorzurufen, freue ich mich auf die Fortsetzungen.

Fazit: Der Roman hat mich von den Hauptfiguren und der Haupthandlung her leider enttäuscht. Das Setting und die Atmosphäre lassen mich aber auf tolle Fortsetzungen mit sympathischeren Charakteren und nachvollziehbaren Motiven hoffen.

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