Hochzeit trotz Feminismus?
Purple Clouds - HoneymoonDebbie hatte schon immer nur einen Traum: Als Redakteurin beim feministischen Magazin Purple Cloud in New York zu arbeiten. Als sich dieser lang gehegte Wunsch endlich erfüllt, müsste sie auf Wolken schweben. ...
Debbie hatte schon immer nur einen Traum: Als Redakteurin beim feministischen Magazin Purple Cloud in New York zu arbeiten. Als sich dieser lang gehegte Wunsch endlich erfüllt, müsste sie auf Wolken schweben. Doch kurz nach ihrer Ankunft erfährt ihre Chefin davon, dass Debbie bereits in jungen Jahren geheiratet hat - und das ist ja mal alles andere als feministisch. Nun soll sie einen Artikel schreiben, der erklärt, wie es dazu kommen konnte und wie man als Feministin trotzdem heiraten kann. Alles kein Problem, wäre da nicht ein Haken an der Sache: Seit der Hochzeit hat sie nicht mehr mit ihrem Ehemann Emory gesprochen...
Der neue Roman von Mounia Jayawanth hat mir wirklich gut gefallen. Mit einer Zartheit bewegen sich die beiden Hauptfiguren Debbie und Emory aufeinander zu, dass ich von Beginn an gebannt und ergriffen war. Die Anziehung und die Funken zwischen den beiden sowie - nicht zuletzt - das Wissen, dass die beiden einfach zusammengehören, hat mich den Roman nicht mehr beiseite legen lassen. Auch, wenn ich mit Debbie nicht ganz warm geworden bin, weil mir ihre feministische Ader manchmal zu fremdbestimmt und damit unecht vorkam, mochte ich die beiden als Paar. Emory habe ich ab Seite 1 ins Herz geschlossen und empfand ihn durchgehend als liebenswürdigen, herzerwärmenden Charakter. Während des Romans werden viele wichtige Themen zur Sprache gebracht, was mir grundsätzlich positiv auffiel, allerdings manchmal etwas überbordend wirkte. Dennoch finde ich es gut, dass die Zielgruppe hier positive Beispiele und Argumente zu den einzelnen Themen wie female empowerment erhielt. Nun bin ich schon sehr gespannt auf Band 2 der Purple Clouds Reihe!